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DER ALTE - Die Fälle des Leo Kress - Folge 143: Der Augenblick der Rache

DER ALTE - Die Kress-Ära Folge 143:
Der Augenblick der Rache

Nach der Ära Köster mit Siegfried Lowitz, die immerhin 100 Folgen der Reihe DER ALTE umfasste, kam man nicht umhin einen Nachfolger für das erfolgreiche Krimiformat zu finden. Am Ostermontag 1977 startete die Reihe mit dem Pilotfilm "Die Dienstreise". In Folge 100 starb Köster den Serientod. Helmut Ringelmann griff als Nachfolger auf Rolf Schimpf als Kress zurück, den er aus der gemeinsam mit ihm produzierten Serie "Mensch Bachmann" kannte.

Die Rentnerin Gisela Walter ist vor eineinhalb Jahren von dem Kleinkriminellen Peter Urban überfallen und beraubt worden. Nicht nur für ihre Schwester Herta Dormark, die in einem Altenheim lebt, mutet es daher seltsam an, dass die alte Frau am Tag von Urbans Entlassung vor der Justizvollzugsanstalt auf ihn wartet. Sie steigt mit ihm in den Bus und macht ihm einen Vorschlag: Peter soll bei ihr wohnen, bis er etwas gefunden hat. Beim abendlichen Essen schlägt die Dame, die Peter an ihren vor 23 Jahren verunglückten kleinkriminellen Sohn erinnert, dem Exhäftling vor, ihm eine Ausbildung zu bezahlen. Am nächsten Tag entdeckt sie eine große Summe Geldes in seinem Koffer. Ihre Schwester Herta findet sie wenig später ermordet auf. Ein schwieriger Fall für Hauptkommissar Leo Kress zeichnet sich ab... (1)

Vorliegende Folge ist im Mittelfeld anzusiedeln was die inhaltliche Qualität angeht. Wieder einmal wirkt der Plot konstruiert. Eine einst überfallene Oma nimmt ihren ehemaligen Peiniger bei sich auf um ihm einen neuen vernünftigen Start zu ermöglichen. Irgendwann ist die Oma tot- ermordet. Der Verdacht fällt natürlich auf den jungen Mann, der Obdach bei der alten Dame fand. Doch der Verdacht ist so offensichtlich, dass er einfach nicht wahr sein kann. Deswegen ist klar, dass jemand anderes der Mörder sein muss.

Inge Meysel spielt in ihrem einzigen Beitrag zu Der Alte das Mordopfer. Auch in der Schwesternserie Derrick hatte sie nur einen Beitrag. Sie spielt aber augenscheinlich immer sich selbst - die liebe Mutti und Moralistin. Edda Seippel ist da schon ein anderes Kaliber, aber auch sie bleibt unter ihren Möglichkeiten, was aber an der ungewohnt schwachen Inszenierung von Helmuth Ahsley liegt, der mehr auf Entschleunigung als wie sonst auf Tempo setzt.

Buch: Volker Vogeler
Musik: Eberhard Schoener, Frank Duval
Regie: Helmuth Ashley
Mit: Rolf Schimpf, Michael Ande, Charles M. Huber, Markus Böttcher, Ulf J. Söhmisch, Edda Seippel, Inge Meysel, Reiner Strecker, Holger Petzold, Claus Ringer, Ronnie Janot u.a.
Erstsendung: ZDF, 27.10.1989

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(1) = Die Krimihomepage (GP)

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