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DER ALTE - Die Fälle des Leo Kress - Folge 141: Ausgestiegen

DER ALTE - Die Kress-Ära Folge 141:
Ausgestiegen

Nach der Ära Köster mit Siegfried Lowitz, die immerhin 100 Folgen der Reihe DER ALTE umfasste, kam man nicht umhin einen Nachfolger für das erfolgreiche Krimiformat zu finden. Am Ostermontag 1977 startete die Reihe mit dem Pilotfilm "Die Dienstreise". In Folge 100 starb Köster den Serientod. Helmut Ringelmann griff als Nachfolger auf Rolf Schimpf als Kress zurück, den er aus der gemeinsam mit ihm produzierten Serie "Mensch Bachmann" kannte.

Paul Sander, der ein Verhältnis mit seiner Angestellten Lisa Fabian hat, wird eines morgens tot in der Garage aufgefunden. Alles deutet daraufhin, dass er Selbstmord begangen hat. Hauptkommissar Leo Kress findet jedoch kein Motiv und weder Lisa, noch die Ehefrau des Toten, Jutta Sander, können sich die Tat erklären. Immerhin findet Kress heraus, dass es in der Ehe kriselte, dass man zwar in der gleichen Wohnung lebte, aber jeder seine eigenen Wege ging. Frau Sander hingegen war äußerst eifersüchtig. Als dann der Pathologe feststellt, dass es kein Selbstmord war, hat Leo Kress bald eine Hauptverdächtige: die Ehefrau des Opfers. Diese bestreitet die Tat und gibt an, am Tatabend im Theater gewesen zu sein. Als Alibi nennt sie ausgerechnet die Geliebte ihres Mannes, die ihr zugenickt haben will ... (1)

Eine Folge in der man "Ulknudel" Evelyn Hamann einmal in einer ernsten Rolle erleben darf. Richtig überzeugend kommt sie als Geliebte nicht daher. Interessant ist diesmal jedoch die Personenkonstellation. Zwei weibliche "Furien" gehen aufeinander los. Aber nicht durch Handgreiflichkeiten, sondern durch ein Psychoduell. Dennoch bleibt der Fall durchschnittlich. Ein Highlight ist lediglich Balduin Bass als Apotheker mit viel Insider-Wissen.
Peter Bertram spielt wieder einmal den unvermeidlichen Italiener in einem Ringelmann-Krimi.
Auch die Musik von Helmut Trunz ist eine wahre Erholung von Schoeners Hintergrundklängen.

Buch: Christa Maria Bandmann
Musik: Eberhard Schoener, Helmut Trunz
Regie: Günter Gräwert
Mit: Rolf Schimpf, Michael Ande, Charles M. Huber, Markus Böttcher, Evelyn Hamann, Rosel Zech, Dietrich Mattausch, Balduin Bass, Peter Betram, Gaby Herbst, Werner Asam u.a. Erstsendung: ZDF, 23.06.1989

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(1) = Die Krimihomepage (GP)

Kommentare  

#1 Frank Reichelt 2019-10-26 19:58
Ich finde es etwas ungerecht, Evelyn Hamann das Etikett Ulknudel anzupappen. Sie hat ernsthafte Rollen gespielt, z.B. in weiteren Folgen Kress-Ära oder in der Schwarzwaldklinik. Auch "Adelheid und ihre Mörder" ist ja nicht immer nur ulkig, um mal bei dem Wort zu bleiben.
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#2 G. Walt 2019-10-26 23:10
Das ist nicht ungerecht gemeint, sondern sollte nur den Kontrast erklären, da sie vielen nur als Loriot-Partnerin im Gedächtnis war. Zudem finde den Begirff nicht schlimm. Ich setzte die Ulknudel aber gern in Anführungszeichen.
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#3 Frank Reichelt 2019-10-27 18:12
Mit den Anführungszeichen sieht es gleich viel besser aus, damit kann ich gut leben, Danke!
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#4 Andreas Decker 2020-04-09 10:02
Da muss ich dir recht geben. So richtig glaubhaft war Evelyn Haman als Geliebte in der Tat nicht. Da hätte man doch etwas anderes erwartet. Jünger und Knackiger.

Aber ihre schauspielerische Leistung war sehr gut.

Schon witzig. Die andere Folge, die ich als abstrus kritisiert habe, war ja auch von Bandmann und Gräwert. Eigentlich war der Ablauf hier genauso kompliziert und konstruiert wie in 134, aber an dieser Stelle hat es funktioniert. Und man muss Bandmann zugestehen, dass sie sich nicht dem klassischen "Fremder im Zug" Szenario zufriedengegeben hat, das man sonst bei vergleichbaren Geschichten so oft vorgesetzt hat.
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