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Der Kommissar und seine Mörder - Folge 74: Mit den Augen eines Mörders

Der Kommissar und seine MörderFolge 74
Mit den Augen eines Mörders

Bauarbeiter finden frühmorgens die Leiche eines Schulmädchens, das erwürgt worden ist. Die Mordkommission wird mit einem undurchsichtigen Fall konfrontiert, denn ein Motiv ist nicht erkennbar. Also muß in mühsamer Kleinarbeit rekonstruiert werden, wie das Mädchen seine letzten Stunden verbracht hat. Dabei stößt Kommissar Keller sehr bald auf eine Zeitlücke, die nicht geklärt werden kann.


Mitschüler, Lehrer, Eltern, Nachbarn - alle werden befragt, aber niemand kann eine Erklärung geben. Das bestärkt den Verdacht der Kripo: Einer der Zeugen muß gelogen haben. (1)

Einmal mehr beschäftigt den Kommissar ein Mädchenmord. Nicht selten sind dem Beamten tote Mädchen begegnet. Die Motive der Morde waren jedoch meist etwas komplizierter Natur. Da wurde gemordet weil Eifersucht im Spiel war oder aber nicht gerade moralkonforme Dreiecks- oder gar Vierecksbeziehungen. Ein wirklich rationales Motiv war da oft nur mit dem Fernglas auszumachen. Da kommt diese Folge mit dem Lustmord gerade Recht um das Klischee vom Mädchenmord aus niederen Trieben wieder ins Rampenlicht zu rücken und damit die Gelegenheit für das Kommissarsteam einen ganz gewöhnlichen Mädchenmord zu klären.

Unspektakulär bleibt dabei das Gesamtbild der Folge in der es um den Verdacht gegen einen integren Klavierlehrer geht, dem das Mädchen mehr als schöne Augen machte. Michael Heltau in der Rolle dessen scheint auch das Objekt der Begierde bei einer etwas ältlich wirkenden Mutter (Ruth-Maria Kubitshcek) zu sein, die ihre Tochter (Simone Rethel) nur zu gern von ihm unterrichten lässt. Doch der smarte Lehrer weigert sich eine Beziehung mit dem jungen Mädchen einzugehen ebenso wenig wie mit der eleganten Frau Mama der Freundin des Mädchens.

Susanne Uhlen spielt zum zweiten Mal beim Kommissar mit und versteht es, der gekonnten Regie eines Altmeisters, nämlich Theodor Grädler, sei dank, mit ihren Kulleraugen zu überzeugen. Die damals 19jährige Schauspielerin und Tochter von Gisela Uhlen und Wolfgang Kieling, bewarb sich quasi für eine Krimikarriere im Fernsehen, womit sie ganz und gar auf den Pfaden ihrer Mutter wandelte. In "Derrick", "Der Alte" und anderen Krimis wird sie noch genügend Gelegenheit haben aufzufallen. Auch als Bierbaronin Kitty Balbeck in das "Erbe der Guldenburgs" machte sie Ende der 80er Jahre eine sehr gute Figur.

Das Thema Mädchenmord kam auch im "Derrick" vor. in der Folge "Langsamer Walzer" wurde ein ähnlicher Fall gezeigt, indem am Ende ein Ladenbesitzer der Mörder war.

Gedreht 1974, Erstsendung 28.6.1974, wurde als dreiundsiebzigste Folge gedreht

mit Erik Ode, Günter Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Elmar Wepper, Helma Seitz, Michael Heltau, Susanne Uhlen, Maria Sebald, Gerd Baltus, Ruth-Maria Kubitschek, Simone Rethel, Wolfgang Weiser u.a.
Stab: Regie: Theodor Grädler - Buch: Herbert Reinecker - Titelmusik: Herbert Jarczyk - Musik: Glorious Kingdom, Interpret: ein Schülerchor arr.: Wolfgang Kelber, Erich Ferstl Musik - Neue Münchner Fernsehproduktion 1974

(1)= 3sat
Foto: 3sat

 

Kommentare  

#1 Tristar 2017-03-26 13:32
Hallo,

ich möchte euch auf einen Beschreibungsfehler aufmerksam machen. Im dritten Absatz heißt es: „Michael Heltau in der Rolle dessen scheint auch das Objekt der Begierde bei einer etwas ältlich wirkenden Mutter (Ruth-Maria Kubitschek) zu sein, die ihre Tochter (Simone Rethel) nur zu gern von ihm unterrichten lässt.“ Ruth-Maria Kubitschek spielt eine Lehrerkollegin (Frau Dr. Kern) und schickt ihren Sohn zum Klavierunterricht. Simone Rethel spielt die Tochter des Mörders, Eberhard Dorfmann.

Ansonsten eine gelungene und guten Zusammenfassung und atmosphärisch zutreffende Beschreibung.
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#2 G. Walt 2017-03-26 16:45
danke Tristar, aber ich glaube so ist es auch geschrieben. Jedenfalls ist so und auch so richtig, oder ich verstehe dich falsch.
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