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Derrick und seine Fälle: Folge 272 - Hölle im Kopf

Derrick und seine FälleFolge 272
Hölle im Kopf

Das kleine Mädchen Carina war in die Fänge eines brutalen Kidnappers geraten. Kurz darauf wurde ihre Leiche gefunden.

Der Opa des Kindes, Armin Terza, hat nur noch eines im Sinn: Er will den Täter finden. Sein Verdacht richtet sich gegen einen Mann, der sich an der Leichenfundstelle so merkwürdig verhielt.  (1)


Die Folge hätte das Zeug gehabt ein guter konventioneller Kriminalfall zu werden. Ein Kindermord. So schrecklich er im realen Leben ist, auf der Ebene eines Unterhaltungskrimi hätte das spannend werden können. Das schwierige Thema wurde in Krimis selten genug angepackt. Doch was tut Herr Reinecker. Er macht eben keine Unterhaltung daraus, sondern puren Realismus. Wie so oft geht es um eine Rachegeschichte.

Diesmal will sich der Opa des kleinen Mordopfers an den Peinigern rächen. Leider ist der Fall dann in 60 Minuten vor allem eines: Gähnend langweilig. Der zweite Umstand ist, dass wieder die besten deutschen Schauspieler für diesen moralinsauren Aufguss ihren Kopf hinhalten mussten.


Zum letzten Mal im Derrick die Ehre geben sich Will Danin, Martin Benrath und auch Peter Bertram, der auf sagenhafte 17 Einsätze kommt.

Horst Tappert sagte, gefragt nach dem Grund seines Rücktritts 1997: "Die Drehbücher werden so moralisch und schlecht. Manches mal wollte ich ein Drehbuch vor Wut in die Ecke schleudern" (2)

Darsteller: Horst Tappert, Fritz Wepper, Willy Schäfer, Marion Kracht, Martin Benrath, Michaela Rosen, Will Danin, Götz Hellriegel, Peter Bertram, Adela Florow und andere
Stab: Titelmusik: Les Hmphries, Regie: Helmuth Ashley Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 20.06.1997

(1) ZDF
(2) Horst Tappert (Zitat aus dem Gedächtnis)
Bild: ZDF

© by author

Vorheriger Fall: Derrick und seine Fälle: Folge 271 - Fundsache Anja
Nächster Fall: Derrick und seine Fälle: Folge 273 - Die Nächte des Kaplans

Kommentare  

#1 Kurt-J. Gleichmann 2020-10-17 21:24
Na ja, lieber moralisch als unmoralisch. :-))
Schlimm nur, wenn ohne weltanschaulichen Ausweg. Ich wüsste ihn; sein Symbol (Kreuz) sieht man z. B. in der nächsten Folge. Googa
#2 prudens 2023-03-27 23:32
Gibt es eigentlich auch Derricks, bei denen Herr Walt - teilweise auch sprachlich eines Rzensenten nicht würdig - nichts auszusetzen hatte? Ich kann mich nicht entsinnen. Erstaunlich nur, dass es bis heute in vielen Ländern immer noch Derrick-Verehrer gibt, die sich teilweise sogar verbandsmäßig organisiert haben.
#3 G. Walt 2023-03-28 09:37
zitiere prudens:
Gibt es eigentlich auch Derricks, bei denen Herr Walt - teilweise auch sprachlich eines Rzensenten nicht würdig - nichts auszusetzen hatte? Ich kann mich nicht entsinnen. Erstaunlich nur, dass es bis heute in vielen Ländern immer noch Derrick-Verehrer gibt, die sich teilweise sogar verbandsmäßig organisiert haben.


Geschmäcker sind verschieden. Und wenn Sie sich tatsächlich alle Rezensionen durchgelesen hätten - wie es für eine Kritik wie diese "würdig" gewesen wäre - dann wären Sie bestimmt zu einem anderen Urteil gekommen.

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