Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

... Arthur Gustav Steyn über »Auserwählt«, die »Blackout und Magie-Saga«, den Gnomkrieger Balthasar, die Fantasywelt »Galduron« und Selfpublishing

Arthur Gustav Steyn... Arthur Gustav Steyn ...
... über »Auserwählt«, die »Blackout und Magie-Saga«, den Gnomkrieger Balthasar, die Fantasywelt »Galduron« und Selfpublishing

Durch den Roman "Auserwählt" stieß ich auf den Autor Arthur Gustav Steyn. Um mehr über die Autor und seine Werke in Erfahrung zu bringen, nahm ich über dessen Autorenseite Kontakt zu Arthur Gustav Steyn auf, aus dem nachfolgendes Interview entstand, das ich den Lesern des Zauberspiegels nicht vorenthalten möchte...

Arthur Gustav SteynZauberspiegel: Herr Steyn, können Sie den Lesern des Zauberspiegels kurz etwas über Ihre Person erzählen?
Arthur Gustav Steyn: Arthur Gustav Steyn ist ein Pseudonym. Ich nenne meinen echten Namen jetzt nicht, es ist aber kein großes Geheimnis und auch nicht schwer herauszufinden.
Bevor ich beschloss, Autor und Selfpublisher zu werden, habe ich nach meinem Studium „Produktion und Management“ fünfzehn Jahre lang in der Industrie gearbeitet, Automobil, Papier und vor allem im Anlagenbau für Stahlwerke.
In dieser Branche war ich zehn Jahre lang aktiv. Es war eine aufregende Zeit, ich war dort vor allem im Bereich Projektmanagement und Logistik, hatte aber auch viel mit Qualität und Prozessmanagement zu tun.
Dabei habe ich auch etwas die Welt kennengelernt, Dienstreisen und Projekte haben mich quer durch Europa, China, Indien, Südkorea und vor allem in die USA entführt. Mit meiner noch jungen Familie habe ich ein Jahr in Pittsburgh und fast zwei Jahre in Texas gelebt.
Ein anderer wichtiger Teil meines Lebens ist die Kampfkunst. Ich trainiere seit über fünfzehn Jahren Kung Fu, neben ein paar anderen kürzeren Ausflügen in Taekwondo, Tang-Su-Do und Jiu-Jitsu bleibe ich dabei der Kampfkunst Yong Chun treu, in der ich auch einen Sifu-Titel habe.
Ich trainiere nach wie vor täglich gleich nach dem Aufstehen und mindestens einmal in der Woche drei Stunden in der Kampfkunstschule.
Bücher und fantastische Geschichten fesseln mich schon seit meiner Kindheit und ich habe lange davon geträumt, ein Buch zu schreiben. Ende 2019 habe ich meinen Job gekündigt und widme mich nun hauptsächlich dem Schreiben als Selfpublisher.

Arthur Gustav SteynZauberspiegel: 2019 erschien meines Wissens mit "Das zwölfte Amulett" (Taschenbuchausgabe) bzw. "Auserwählt" (Ebook-Ausgabe)Ihr Roman-Debüt. Wie kam es dazu?
Arthur Gustav Steyn: Für mich war es ein längerer Prozess, wie ich zum Autor geworden bin. Da hat jeder wohl seine eigene Geschichte. Es gibt mehrere alte begonnene Manuskripte auf meinen Festplatten.
Das waren erste Gehversuche, die ich aus einem tiefen inneren Drang zu schreiben heraus unternahm. 2017 und 2018 habe ich mich in Schreibratgeber und Online-Foren zum Autorendasein vertieft und Ende 2018 den ersten Band der Galduron Saga in Angriff genommen.
Dieser kam dann im Juli 2019 bei Amazon KDP heraus. Damals noch unter dem Titel „Das zwölfte Amulett“, als E-Book und Taschenbuch.

Zauberspiegel: Wieso eigentlich zwei unterschiedliche Titel für die Ebook- und für die Taschenbuchausgabe Ihres Romans?
Arthur Gustav Steyn: Wie bereits erwähnt erschienen beide Ausgaben zuerst unter dem Titel „Das zwölfte Amulett“. Im Juni 2020 habe ich mich zu einem Re-Branding unter dem Titel „Blackout und Magie“ entschlossen. Zuerst nur die E-Books, aber mittlerweile gibt es Band 1 bis 3 sowohl als E-Book als auch als Taschenbuch unter dem neuen Titel.
„Blackout und Magie“ trifft einfach besser den Kern der Geschichte, um was es geht. Die Amulette sind zwar auch wichtig, aber eher ein Sub-Plot.

Zauberspiegel: Worum geht es in Ihrem Roman-Debüt?
Arthur Gustav Steyn: Der Strom fällt aus und die Magie kehrt zurück. In Wahrheit waren Zauberei und all die mystischen Kräfte, die wir aus Märchen und Sagen kennen, früher auf der Erde überall präsent. Darum gibt es ja auch all die Geschichten darüber.
Als vor etwa 200 Jahren die Erde überall elektrifiziert wurde, verschwand die Zauberei. Der Grund ist, dass die elektromagnetische Strahlung des Stroms der magischen Energie entgegenwirkt. Und so wurde die Magie auf der Erde nach und nach ausgelöscht.
Jetzt trifft es sich, dass durch ein riesiges kosmisches Ereignis, einem sogenannten magnetischen Sturm – welcher ja auch wirklich jederzeit passieren kann und in kleinerem Maßstab schon passiert ist, mehr ist im Bonusbereich meiner Website zu erfahren –überall auf der Welt der Strom ausfällt.
Und nicht nur das, die durch den magnetischen Sturm in allen elektrischen Leitern induzierte Stromstärke ist so groß, dass 99% aller elektronischen Bauteile kaputt gehen – und das weltweit!
Es geht also nichts mehr, die Zivilisation bricht zusammen. Sie lässt sich auch nicht so einfach wieder aufbauen, weil auch alle elektronischen Steuerungen, Mikrochips, Computer usw. durchgebrannt sind. Die Kraftwerke lassen sich nicht so einfach wieder einschalten, kein Auto und kein LKW, funktioniert mehr, kein Handy, keine Registrierkasse, keine Kanalisationspumpe, eben der totale Zusammenbruch.
Mitten in diesem Chaos bekommt der technische Angestellte Oliver, der wegen dem Blackout von einer Dienstreise nicht zu seiner schwangeren Frau zurückkehren kann, auf einmal Besuch von dem zauberhaften Gnom Grimmel, der aus der parallelen Zauberwelt Galduron stammt.
Der will ihm weismachen, dass Oliver der Auserwählte einer uralten Prophezeiung sei, und sein magisches Amulett – das er von seinen früh gestorbenen Eltern erhielt – ein wichtiges Artefakt gegen die Kräfte der Finsternis.
Am Anfang glaub Oliver ihm kein Wort und zweifelt schon an seinem Verstand, er ist ein sehr rationeller Mensch und kann mit Gnomen und anderem Aberglauben nicht viel anfangen.
Doch als er wirklich von Dämonen angegriffen wird und begreift, dass ihn der schlagkräftige Gnom beschützen kann, verbündet er sich doch mit ihm und zusammen treten sie die Heimreise zu seiner Frau an. Mehr sei hier nicht verraten, außer, dass es sehr turbulent wird und das zwölfte Amulett noch eine wichtige Rolle spielt.

Zauberspiegel: Ihr Roman ist also ein Genre-Mix aus SF und Fantasy?
Arthur Gustav Steyn: Man könnte es ein bisschen so sehen, schließlich sind die Aspekte um den Stromausfall manchmal etwas technisch, ich habe mich aber bemüht, Nicht-Ingenieure nicht mit allzu vielen technischen Details zu belasten.
Das dystopische Setting bildet den Rahmen der Geschichte, es ist also keinesfalls Science Fiction, der in der Zukunft spielt, sondern die Geschichte spielt im hier und jetzt. Hauptsächlich ist und bleibt es aber eine Fantasy-Geschichte, nur eben im aktuellen Zeitgeschehen und mit einer dystopischen Komponente.

Zauberspiegel: Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch?
Arthur Gustav Steyn: Ich mag Dystopien und ich mag Fantasy. Und mich hat die Idee eines zauberhaften Sidekicks fasziniert.
Ich wollte einen kleinen Gefährten, keinen großen mächtigen. So bin ich neben der Geschichte mit dem Blackout und Ingenieur Oliver, der nicht mehr so einfach nach Hause kann und sich in der zusammengebrochenen Welt durchschlagen muss, sehr schnell auf die Idee mit dem Gnom Grimmel gekommen. Alles andere mit der Parallelwelt Galduron und den zwölf Amuletten war dann auch schnell da.

Zauberspiegel: Wie lange haben Sie an Ihrem Roman-Debüt geschrieben?
Arthur Gustav Steyn: Reine Schreibarbeit ca. zwei Monate, dem ist aber eine mindestens ebenso lange Zeit an Planung und Plotting vorausgegangen. Dann kamen noch mehrere Überarbeitungsrunden und das Lektorat hinzu.

Zauberspiegel: Protagonisten Ihres Romans sind Oliver und Grimmel. Wie würden sie diese beidenFiguren beschreiben?
Arthur Gustav Steyn: Oliver ist der Held der Geschichte. Nur benimmt er sich am Anfang nicht immer heldenhaft. Er ist ein überarbeiteter technischer Angestellter in einem großen Automobilkonzern im Qualitätsmanagement, seine Frau Sofia erwartet das erste Kind von ihm.
Seine Eltern waren mächtige weiße Magier und wurden durch die dunkle Seite getötet, was er aber nicht weiß, weil er damals noch ein Baby war. Bevor übrigens die Frage kommt: Ich habe Harry Potter erst in diesem Jahr (2020) gelesen, dort ist es ja ähnlich.
Aber eigentlich ist das ja ein bekanntes Fantasy-Trope, der Auserwählte, der ein Waisenkind ist und bei Adoptiveltern aufwächst. Im Grunde gibt es das schon in der Moses-Geschichte im Alten Testament oder auch bei Star Wars.
Auf jeden Fall schlummern große magische Kräfte in ihm, bevor er aber zum mächtigen Magier wird, muss er zuerst überhaupt akzeptieren, dass es sowas wie Magie überhaupt gibt. Das lehnt er als sehr rational denkender Mensch zu Anfangs strikt ab.
Torgrim Bodomir Funkelstein, Spitzname Grimmel, ist ein Gnom aus der parallelen Zauberwelt Galduron. Er ist fast dreihundert Jahre alt und Schüler des Zaubergnommeisters Nordog. Die Gnome haben den Schutzauftrag für Galduron und die bekannte Welt, die auch die Erde mit einschließt.

Grimmel ist ein aufgewecktes Kerlchen, der magische Fähigkeiten hat und überraschend gut kämpfen kann. Gnome können sich sehr viel schneller bewegen, was ihnen trotz ihrer geringen Körpergröße von nur ca. 40 cm einen enormen Vorteil verschafft.
Er hat im ersten Band den Auftrag, von Oliver das zwölfte Amulett zu beschaffen, das Nordog für die Erneuerung des großen Rituals benötigt, dass ca. alle 500 Jahre durchgeführt wird, um die Mächte der Finsternis um Zaum zu halten.

Zauberspiegel: Was hat es überhaupt mit den magischen Amuletten auf sich? Und wie viele von ihnen gibt es?
Arthur Gustav Steyn: Die zwölf magischen Amulette wurden der Sage nach vor tausenden von Jahren durch Zwergenvater Ivaldi, ein Halbgott und Schutzherr über das Volk der Zwerge, geschmiedet.
Jedes ist einem der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft oder Erde zugeordnet und einer der Funktionen Geburt, Veränderung oder Schutz.Somit sind es zwölf. Sie sind mächtige magische Artefakte und werden für das große Ritual benötigt.

Arthur Gustav SteynZauberspiegel: 2020 erschienen nach "Das zwölfte Amulett/Auserwählt" die beiden bisherigen Fortsetzungen "Drachenstein" (Taschenbuchtitel: "Das dreizehnte Amulett") und "Weiße Drachen". Wie gehen darin die Abenteuer von Oliver weiter oder tauchen darin neue Protagonisten auf?
Arthur Gustav Steyn: In Band 2 taucht auf einmal der Drachenstein auf, eigentlich eine Fehlkonstruktion Ivaldis. Er hat nämlich beim Schmieden der zwölf Amulette einen Fehler gemacht und ein Amulett ist ihm misslungen.
Er legte es auf die Seite, aber jedes Mal, wenn er ein Artefakt zum Speichern eines Zaubers, Banns oder Fluchs brauchte, bediente er sich diesem dreizehnten Amulett. Unter anderem speicherte er darauf den Bann der Drachen, als das Volk der Zwerge damals im Clinch mit dem Volk der Drachen lag.
Deshalb auch der Name Drachenstein. Um ihn dreht sich die Geschichte im zweiten Band. Hier wird auch der Nebencharakter Joschua eingeführt, ein ehemaliger IT-Nerd und Gamer, der in der zusammengebrochenen Welt ohne Strom seine Computerkenntnisse nicht nutzen kann.
Im dritten Band wird der Zusammenhang zwischen weißen, schwarzen und bunten Drachen zum Haupttreiber der Geschichte. Oliver, Joschua und die Hexe Noreya müssen verhindern, dass die dunkle Seite die Drachen für sich vereinnahmt. Natürlich sind Grimmel und der GnomkriegerBalthasar auch wieder mit von der Partie.

Zauberspiegel: In "Blackout und Magie" geht es vor allem auch um den Kampf zwischen Gut und Böse.Wer sind die beiden Fraktionen in Ihrer Roman-Saga?
Arthur Gustav Steyn: Die gute Seite sind die sogenannten Völker des Lichts, die die Zauberwelt von Galduron bewohnen, und diejenigen Menschen, die sich gut verhalten und Liebe im Herzen tragen.
Die dunkle Seite werden von den verschiedenen Fürsten der Hölle angeführt, z.B. Belial und Pasmaran. Sie haben Horden von bösen Mitstreitern, wie niedere Dämonen, Höllenhunde und Menschen, die der Schwarzen Magie anhängen oder die den Hass in ihr Herz gelassen haben.

Arthur Gustav SteynZauberspiegel: Mit den weißen Drachen ist im dritten Roman "Weiße Drachen" eine dritte Fraktion aufgetaucht. Auf welcher Seite stehen die weißen Drachen oder verfolgen diese Wesen ihre eigenen Ziele?
Arthur Gustav Steyn: Die Drachen sind wahrhaftig ein ganz eigenes Kapitel. Wie jeder weiß, sind diese Wesen sehr alt und mächtig. Sie scheren sich nicht allzu viel um die Belange der Menschen oder der anderen niederen Völker, wie sie sie manchmal abschätzig betrachten.
Die weißen Drachen sind die sogenannten „Ur-Drachen“, in ihrer Sprache auch Rantundras genannte. Sie sind weder gut noch böse, sondern wollen einfach nur leben und sich vermehren, so wie jede andere Spezies im Universum.
Sie sind aber zu einem großen Teil magische und spirituelle Wesen. Es kann vorkommen, dass sich ein weißer Drache in einen schwarzen Drachen verwandelt, wenn er zu viel Einfluss der dunklen Seite ausgesetzt war. Er wird fortan mit all seiner Macht auf der dunklen Seite kämpfen. Andersherum kann ein weißer Drache aber auch zu einem bunten Drachen werden, der für die gute Seite des Lichts kämpft.

Zauberspiegel: Neben den ersten drei Bänden Ihrer "Blackout und Magie" - Saga erschien auch das Ebook "Balthasar - Gnomkrieger", das sich mit den Abenteuern von Balthasar befasst, der in "Das zwölfte Amulett/Auserwählt" keine unwichtige Rolle spielte. Worum geht es in dem Ebook?
Arthur Gustav Steyn: In „Balthasar – Gnomkrieger“ geht es um die Vorgeschichte Balthasars. Wie ihn als Sohn eines Fuhrmanns der Ruf zur Kriegerausbildung ereilte, mit welchen Herausforderungen er die Ausbildung zum Gnomkrieger abschloss und wie er schon in jungen Jahren zur Legende in Galduron wurde, als er alleine einen schwarzen Drachen bezwang.
Das E-Book gibt es übrigens auf meiner Homepage gratis zum Download als Dankeschön für die Eintragung in meinen Newsletter. Oder für 99 Cent auf Amazon.

Zauberspiegel: Ist "Balthasar - Gnomkrieger" eine Art Prequel zur "Blackout und Magie" - Saga?
Arthur Gustav Steyn: So kann man es sehen, es spielt ca. 200 Jahre vor Band 1.

Zauberspiegel: Sind weitere Einzelabenteuer mit dem Gnomkrieger geplant?
Arthur Gustav Steyn: Das ist denkbar. „Blackout und Magie“ sehe ich ja als Sub-Serie in der größer angelegten Galduron Saga. Aber eins nach dem anderen.

Zauberspiegel: Was hat es mit der Zauberwelt Galduron auf sich und was für Wesen bevölkern diese Welt?
Arthur Gustav Steyn: Galduron ist eine der Parallelwelten, die erheblichen Einfluss auf die Erde haben. Aus ihr entstammen die meisten Zauberwesen, die wir auch aus Märchen und Sagen kennen. Durch Portale und auch durch andere Möglichkeiten können diese auf die Erde gelangen.
Die Hauptwelt Galdurons wird durch die sogenannten zwölf Völker des Lichts beherrscht, die da sind die Gnome, die Zwerge, die Elfen, die Trolle, die Riesen, die Echsenmenschen von Pnemka-Thenn, die Gnurme, die Zentauren, die Faune, die Wassermänner und Nixen, die wolfsähnlichen Frendar und die Pegasus und Greifen des Taltimon.
Daneben gibt es noch zahlreiche andere Wesen wie z.B. Goblins, Orks, Nymphen oder Feen, die sind aber nicht so zahlreich und auch nicht so gemeinschaftlich organisiert wie die zwölf großen Völker.
Schloss Galduron liegt im Zentrum, dort residiert die Gnomkönigin Sabrina. Im Nordwesten liegt das Elfenland, im Osten das Gebirge mit der Zwergenfestung Isandril.
Dahinter liegt die riesige Rote Ebene, die Galduron von der Welt der Dämonen trennt. Im Bonusbereich meiner Homepage gibt es eine grobe Karte, die laufend verfeinert wird.

Arthur Gustav SteynZauberspiegel: Was unterscheidet Ihrer Meinung nach Ihre Romane von anderen Büchern des phantastischen Genres?
Arthur Gustav Steyn: Das Fantasy-Genre ist ja extrem vielseitig. Was meine Romane auszeichnet ist viel Fantasie, die nicht an Genre-Grenzen Halt macht, ein starker Bezug zu unserer aktuellen Zeit auf der Erde und ein gewisser Lokalkolorit (Ulm und Ingolstadt im ersten Band, Steyr und das oberösterreichische Ennstal im dritten und vierten Band. In den weiteren Bänden wird sich der Schauplatz sich noch in eine Weltstadt im Herzen Europas verlagern.)
Außerdem viele fantastische Wesen und das dystopische Setting. Auf was ich Wert lege und was meine Fans schätzen ist ein schnelles Erzähltempo. In meinen Geschichten passiert extrem viel, die Ereignisse folgen schnell und actionreich aufeinander.
Langatmige Landschaftsbeschreibungen und Vorgeschichten bis zur dritten Generation der Großeltern der Charaktere gibt es keine, relevante Informationen dieser Art werden in die Handlungsszenen eingewoben. Mir sind viele Dialoge wichtige, welche die unterschiedlichen Charaktere mit all ihren Macken herausarbeiten.
Mein Anspruch ist, dass meine Geschichten jederzeit spannend und unterhaltsam sind. Es gibt keinen moralischen Zeigefinger, Weisheiten werden wenn dann subtil vermittelt, aber keinesfalls aufgedrängt.

Zauberspiegel: Haben Sie literarische Vorbilder, die Sie bei Ihren Romanen beeinflusst haben bzw. beeinflussen?
Arthur Gustav Steyn: Beeinflusst hat mich wohl alles, was mir gefallen hat. Das sind die Filme aus meiner Jugend, allen voran Indiana Jones, Star Wars, Conan, Terminator, Time Bandits usw.
An Büchern natürlich Herr der Ringe, Wolfgang Hohlbein, die Welt rund um das Pen & Paper Rollenspiel Das Schwarze Auge oder auch Shadowrun. Geliebt habe ich „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert und die Bücher von Therry Pratchett und Douglas Adams. Harry Potter finde ich extrem stark erzählt. Einiges von Markus Heitz liebe ich, z.B. „Des Teufels Gebetsbuch“.
Gerade habe ich „Windherz“ von Erik Kellen & Mira Valentin zu lesen begonnen und bin vom Aufbau der Geschichte von der ersten Seite an sowie von der sprachlichen Kunst hin und weg.

Zauberspiegel: Alle Ihre bisherigen Romane erschienen im Selfpublishing-Verfahren. Wie muss sich der Laie das vorstellen?
Arthur Gustav Steyn: Als Selfpublisher hat man keinen Vertrag mit einem Verlag sondern verlegt selbst und macht auch alles selbst. Ich in meinem Fall veröffentliche ausschließlich bei Amazon KDP (Kindle Direct Publishing), es gibt aber auch zahlreiche andere Plattformen für Selfpublishing. Wenn das Manuskript fertig und überarbeitet ist, kann man es auf einer Selfpublishing-Plattform hochladen.
Man muss sich aber alles selbst besorgen, das betrifft ein Lektorat / Korrektorat für das Manuskript, das Buchcover, für das gedruckte Buch auch den Buchsatz (also wie sieht der Text auf einer gedruckten Seite aus, welche Schriftart, welcher Zeilenabstand, welcher Seitenrand, Silbentrennung, wie sieht die Seitenzahl aus usw. – Buchsatz ist für ein E-Book nicht notwendig).
Ist das Buch mal auf einer Plattform veröffentlicht oder vorbestellbar, kümmert man sich auch selbst um das Marketing (Autoren bei einem Verlag machen das meist auch, bekommen hoffentlich aber auch Unterstützung dabei vom Verlag).
Ich beschäftige mich also auch viel mit meiner Website, meinem dreiwöchigen Newsletter, mit Werbeanzeigen auf Facebook, Amazon oder anderen Kanälen, und trete über soziale Medien (in meinem Fall hauptsächlich Facebook) mit Bloggern und Lesern in Kontakt.
Ich war in meinem Leben zuvor im Anlagenbau auch zweimal selbständig und Selfpublishing fühlt sich ganz ähnlich an, vom Produkt her mal abgesehen. Man ist ein richtiger Unternehmer und was man nicht selbst erledigen kann, muss man sich auf dem freien Markt zukaufen.
Für mich ist es die perfekte Art zu arbeiten. Ich liebe die persönliche Freiheit, alles selbst zu entscheiden, was ich mache und wann ich es mache. Und das auch noch mit einer Leidenschaft, die ich liebe: Fantasyromane.

Zauberspiegel: An welchen Buchprojekten arbeiten Sie zur Zeit? Können Sie den Lesern des Zauberspiegels darüber schon etwas verraten?
Arthur Gustav Steyn: Mein persönliches Ziel ist es, die „Blackout und Magie“-Serie möglichst bald abzuschließen. Ich habe insgesamt achtzehn (18) Bände geplant und will deshalb die Frequenz der Veröffentlichungen stark erhöhen.
Natürlich darf die Qualität keinesfalls darunter leiden. Im letzten halben Jahr habe ich mich sehr viel mit meiner eigenen Arbeitsorganisation und den wiederkehrenden Prozessen von Buchprojekten auseinandergesetzt und viel davon optimieren können.
Was nach der „Blackout und Magie“-Serie passiert, weiß ich noch nicht. Kommt sicher auch auf das Feedback der Leser an. Die mit der Galduron-Saga geschaffene Welt ist riesig und gibt noch sehr viel Stoff für weitere Serien im selben Universum her. Ich denke öfter über eine Serie nach, die vollständig in Galduron spielt. Vielleicht mit Balthasar in der Hauptrolle?

Zauberspiegel: Herr Steyn, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Ingo Löchel

 

Die Fragen für den Zauberspiegel stellte Ingo Löchel

 

 

 

Die Romane von Arthur Gustav Steyn

Die Blackout und Magie-Saga
Auserwählt (Das zwölfe Amulett) (2019)
Drachenstein (Das dreizente Amulett) (2020)
Weiße Drachen (2020)

Einzelroman
Balthasar - Gnomkrieger (2020)

 

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.