Der Mordanschlag - Die Dokumentation im ZDF

ZDFAm Mittwoch, 7.11.2018, 21.45 Uhr im ZDF: Der Anschlag auf Detlev Karsten Rohwedder am Ostermontag 1991 erschütterte das vereinte Deutschland.

Offenbar wurde der Treuhandchef zum bislang letzten Opfer der Roten Armee Fraktion (RAF). Doch wer in dieser Nacht tatsächlich die tödlichen Schüsse abgab, ist bis heute ungeklärt.

Begleitend zum zweiteiligen Fernsehfilm "Der Mordanschlag" schildert die Dokumentation den zeithistorischen Hintergrund und stellt sich den noch offenen Fragen und Spekulationen:

Wurde die RAF womöglich durch den Staatssicherheitsdienst der DDR unterstützt? Gab es Verbindungen zwischen RAF und Stasi über den Untergang der DDR hinaus? Warum waren in der Todesnacht keine Personenschützer im Haus der Rohwedders anwesend? Und wer konnte vom Tod des Treuhand-Chefs profitieren?

Die Dokumentation berichtet über Indizien und Spuren von damals, stellt sie kritisch auf den Prüfstand. Zahlreiche Weggefährten und Zeitzeugen aus dem Leben Detlev Karsten Rohwedders konnte der Autor für ein Interview gewinnen: Angehörige, Politiker, Fahnder und Staatsanwälte. Beratend stand der Journalist Michael Jürgs zur Seite, einer der profiliertesten Kenner der Falles Rohwedder und der Geschichte der Treuhand

Zitat aus Interviews mit Weggefährten und Zeitgenossen

Theo Waigel, CSU, damals Finanzminister im vereinten Deutschland:
Über die Position des Präsidenten der Treuhandanstalt Anfang der 90er-Jahre

Nicht das Parteibuch spielte bei der Besetzung dieser Position eine Rolle, viel wichtiger war: hat jemand den Mut, in dieses Abenteuer hinein zu gehen, sich da zu bewähren, sich dafür ganz zu opfern – das war das Entscheidende.

Über Detlev Rohwedder

Er ist ja wirklich ein Märtyrer der Deutschen Einheit. Er hat sein Leben gegeben für Deutschland, für eine Aufgabe Deutschlands in einer ganz entscheidenden Zeit: die Wiedervereinigung nicht nur rechtlich, sondern auch ökonomisch und sozial zu bewältigen.

Über die Ermordung Detlev Rohwedders

Es ist etwas, was mich bis an mein Lebensende bewegen wird. (…) hätte er damals den Schritt getan und hätte aufgehört, dann wäre der furchtbare Mord an ihm möglicherweise nicht passiert. Ich habe das auch mit seiner Familie besprochen, die mir gesagt hat: Machen sie sich keine Gedanken, machen sie sich keine Vorwürfe. Sie tragen da keine Verantwortung.
Trotzdem, es bewegt einen, zumal ja auch die RAF in einem Kassiber hat verlautbaren lassen: Weil wir an Waigel nicht herangekommen sind, haben wir uns an Rohwedder gehalten. Und das bewegt einen dann innerlich so stark.

 Bild: ZDF-Logo aus der Wikipedia

 

 

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