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Thomas Tippners Produktionstagebuch - Juni 2008

Gordon Black - Eine Hörspielserie entsteht

24. Juni 2008

Liebe Zauberspiegel-online- Leser,

nun, wo die ersten Aufnahmen im Kasten sind, Sven begeistert ist, möchte ich in den Notizen natürlich in nichts hinterher hängen.

Es ist so, dass ich bisher Band 3 „ Friedhof der Hexen“ gelesen habe und auch die ersten Notizen angefertigt habe. Noch weiß ich nicht genau, wohin die Reise gehen soll, da „Der Friedhof der Hexen“ mich doch vor eine interessante, wie auch schwierige Aufgabe stellt.

Einerseits reizt es natürlich, die ganze, dichte Atmosphäre von Salem einzufangen, sie zu beschreiben und in die Handlung einfließen zu lassen; bei den ersten schreiberischen Versuchen aber stelle ich fest, dass ich dadurch der doch sehr intensiven Handlung dadurch schade, da diese doch sehr actionreich und spannungsgeladen ist...

Mit ein der verknöpfen, sollte man meinen und denken, und doch habe ich das Gefühl, dass man beiden Elementen dadurch nicht die ihr verdienende Aufmerksamkeit verleiht.

Das ist wirklich einmal ein Roman, der etwas Besonders zu sein scheint- was ich nach dem ersten lesen überhaupt nicht sagen wollte oder konnte.

 

Ich fand die Handlung wieder mal etwas „dahin geschustert“ es hatte irgendwie nur die typischen Horror und Gruselelemente, wie man sie aus zig anderen Romanen her kannte.

 

Bei genauerer Betrachtung aber, muss man feststellen, dass der Roman zwar einfache Handwerkskunst (bitte nicht falsch verstehen) ist, aber doch von einer besonderen, wenn nicht sogar sehr seltenen Faszination lebt, die sich nicht nur um Hexen dreht- sondern auch sehr viel Tiefgang zu besitzen scheint, was die grundelementären Dinge wie Spannung, Handlung und Spannungshaltung betrifft.

 

So weiß man nie, wie es weitergeht, was sich die Bösen noch einfallen lassen und das, was mit am wichtigsten ist, wie verhalten sich die Bewohner von Salem...

 

Außerdem kommt noch hinzu, dass Sven mir eine schwere und eine ziemlich hohe Anforderung gestellt hat- zwar nur indirekt- aber doch so interessant, dass ich nicht anders kann, als mich in die Zwickmühle bringen zu lassen, wie ich den Bösewicht der Geschichte anlegen soll.

 

Ich weiß, dass eine Stimme für Noah Rush vorgesehen ist, die es in sich hat und die allen das fürchten lernen wird... wie soll man einem Künstler also den Bösewicht auf die Zunge legen?

abgedroschen Sätze wie: „ Du elender Wurm“, oder: „ Ich könnte dich wie eine Made zerdrücken“, sollten in dem Skript nicht vorkommen.

 

Hmmm...

 

Ich bin selber etwas hin und her gerissen, ob es mir gelingen wird, diese Vorlage so um zusetzten, wie Sven es verlangt und es sich erhofft.

 

Mal sehen, was Sven nächste Woche sagt, da dann will ich das Skript fertig haben.

 

Liebe Grüße

Euer

Thomas Tippner

 

 

04. Juni 2008

 

Es war ja etwas still geworden, um Gordon Black und unsere Produktionsnotizen.

Aber es sei gesagt, es geht weiter.

Im stillen Kämmerlein haben Sven und ich uns zusammen gesetzt (das war gestern, am 03.06.2008), um uns einmal kurz Gedanken über den Cast zu machen.

Das Robert Missler, Tanja Dohse und der allseits geliebte Wolf Frass mit am Bord sind ist ja bekannt, ebenso, dass Rainer Schmitt das erste Mal- glaube ich- die Rolle eines Bösewichts übernimmt.

Wir haben einen wunderbaren Cast zusammengestellt, von dem auch mit Sicherheit 50 % zusagen werden...

Ja, was erwartet euch?

Hihi, dass soll euch der Sven mal lieber selber erzählen.

Das, was ich jetzt noch zu erzählen habe ist: Die zweite Folge, Die Augen des Dämon, haben mich doch vor eine härtere Aufgabe gestellt, als ich erst dachte.

Es lief auch flüssig und nachdem ich im Thema drin war, hat sich das Dialogbuch doch beinah von selber geschrieben; aber als ich den Roman das erste Mal gelesen habe, dachte ich, dass wird nie etwas.

Die Handlung leicht zerfahren, der Dämon agiert nicht kontinuierlich und Gordon Black war zu allem Überfluss auch noch ein Detektiv, anstatt Anwalt.

Nun ja, ein kurzes Gespräch mit Sven und schon durfte ich den Roman etwas umstellen, ohne aber die Handlung dabei aus den Augen zu verlieren.

So wurde der Dämon zu einem richtigen Dämon und nicht zu einem schwarzen Laken, dass agiert, wie der Autor es gerade will, ohne sich an die Kontinuität zu halten.

Die Handlung wurde wieder einmal etwas gestrafft, es gab also keine dauerhaften Fahrten von Las Vegas zum Revier und umgekehrt.

Um dieses bewerkstelligen zu können brauchte ich im Polizeirevier nicht nur den liebenswerten Inspektor Parker sondern auch die liebreizende Hanako Kamara, da diese sich ja ebenfalls mit Magie auskennt und auch in dieser Folge das erste Mal davon berichtet das...

Ach nee, dass sollt ihr lieber selber hören.

Hinzu kommt, dass in dieser Folge auch das erste Mal über die Vergangenheit von Gordon gesprochen wird---

Ansonsten...

Ja, wartet doch bis zum Frühjahr 2009...

Es grüßt euch herzlichste

Thomas Tippner

 

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Kommentare  

#1 Benjamin Cook 2008-06-04 21:01
Hallo,

Das Endprodukt interessiert mich doch sehr. Ich hoffe nur, man macht keine Action-Suppe daraus.
Liebe Grüße
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#2 Harantor 2008-06-04 22:26
Als jemand, der das Skript schon gelesen hat, kann ich sagen, das ganze ist dem Roman angemessen. - Es war genug Story da, um nicht ballern zu müssen. Zudem sind die Szenen aus dem Roman gut erfasst. - Den Hörer wir ein spannendes und unheimliches Hörspiel erwarten...
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