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Studiodreh im Offenen Kanal - 21. Juni 2012

Dammed DiaryStudiodreh im Offenen Kanal
21. Juni 2012

Vom Strom der Documenta-Besucher unbehelligt kam Ralf, mit Marc im Schlepptau, nur wenige Minuten später als vereinbart zum Treffpunkt 'Offener Kanal Kassel' am Kulturbahnhof.  

Memo an mich selbst: „Junge merk' dir endlich, dass wenn du viel zu früh da bist, du auch lange warten musst.“ Wichtiges Memo-an-mich-selbst in Ablage P. – Ablage P. daraufhin sofort leeren und Inhalt zu kleinen, knuffigen Pallets verarbeiten.


Damned on EarthMit wenig Equipment, viel Elan und einem großzügig kalkulierten Zeitplan von zwei Stunden erarbeiteten wir uns in Kürze notwendige Teile aus Kapitel 6, in dem zwei TV-Prediger das US Army geprägte „We want you“ in ein apocalyptisches „Jesus wants you“ umformulierten. Ganz nach Vorbild des amerikanischen „Love & Prey Channels“ standen unsere Darsteller vor himmelblauem Vorhang und setzten sich mit bestem, konservativen Jacket und Gedankengut in Szene. Beides muss damals bei Kauf schon >>out<< gewesen sein. Nachdem die alten Mikros aus Rockertagen getestet und sich als einsatzbereit erwiesen konnte Marc seine Arbeit als Strichlein-Beobachter antreten auf dem Kameradisplay damit der Ton nicht übersteuerte und ich hielt die Klalppe, in jeglichem Sinne, denn einer musste sie schlagen, dann war Stille.

Es heißt: Beständigkeit ist Sicherheit – nicht aber, wenn Paul, der Prediger mit Brille, seinen Text vergisst. Kamen dann doch zusammenhänge Textzeilen zustande, dann bereitete er mit Harald eine gute Show. Der kleine Spin wird atmosphärisch die Szene begleiten und soll die imaginäre Schäfchenherde darauf vorbereiten Wölfe zu werden. Harald der Prediger gab alles und seine Stimme wirkte passend zum gequirrlten Phrasen-Drohungs-Cocktail wie ihn alle aus dem TV kennen.

Irritationen beim Dreh gab es nur durch Paul Predis Textunsicherheit und Ralfs muffige Darstellergarderobe von anno dazumal. Paul und Harald verkörperten ihre Rollen am Ende recht gut, als Laie wie auch Prediger machten sie keine schlechte Figur.

Nach 30 Minuten war der Spaß vorüber und die kleine Szene im Kasten. Dickes Lob an beide Darsteller, dass sie so kurzfristig einsprangen. Dafür dürften sie sich eine weitere, kuriose Rolle in ihre Vita schreiben.

Kommentare  

#1 Larandil 2012-06-26 05:22
Darauf ein Halleluja!

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