In brightest day, in blackest night - Teil 133: Pink Elephants
In brightest day, in blackest night
Teil 133: Pink Elephants
Die Silvesternacht steht an und die acht Green Lanterns der Erde verbringen den Abend in ihrer Zitadelle. Guy Gardner ist von Langeweile geplagt und versucht seine Kameraden erfolglos zu überreden, mit ihm auf eine Feier zu gehen.
Er erlaubt sich einen derben Scherz und füllt eine alkoholische Substanz in das Leitungswasser. Kurz darauf sind alle Green Lanterns betrunken und die Konflikte untereinander brechen auf.
Als pinkfarbene Elefanten im Erdorbit auftauchen, stehen die Green Lanterns gemeinsam gegen die vermeintliche Gefahr an. Schließlich stellt sich heraus, dass die Elefanten nur die Konstrukte von Salakks Ring sind, die der aus den Träumen seines betrunkenen Trägers geschaffen hat.
Steve Englehart und Joe Staton schreiben dieses humorvolle Episode, die sich durchaus als Lückenfüller bezeichnen ließe, würde die Serie sich nicht schon seit einiger Zeit in die Richtung bewegen, dass das Green Lantern Corps nicht mehr gegen ihre Gegner antritt, sondern nur noch mit sich selbst beschäftigt ist.
Guy Gardner ist nach der Wiedererweckung aus seinem Koma stark verändert. Die Autoren nutzen die Gelegenheit, um aus ihm die Karikatur eines Helden zu machen. Er ist großmäulig, sehr von sich eingenommen und hält sich für die beste Green Lantern des Universums. Seine ehemalige Geliebte Kari Limbo befindet sich ebenfalls in der Zitadelle, geht aber immer mehr auf Distanz. Sie ist diejenige, der seine Veränderungen am meisten ins Auge springen.
Guy manipuliert die Wasserzufuhr mit einem alkoholischen Getränk. Das lässt die Green Lanterns rührselig werden und die Liebespaare bitten um die Hand des Partners an. Schwelende Konflikte brechen aus und suchen sich ihren Weg.
Selbst die Invasion der pinkfarbenen Elefanten entpuppt sich nur als Auswuchs des Alkoholrausches. Hal Jordan erkennt Guy Gardner als den Verursacher des Durcheinanders und schmeißt ihn endgültig aus dem Corps. Der verlässt wütend die Zitadelle, mit dem Hinweis, dass er die Führung der Justice League übernehmen würde.
Joe Staton passt seine Zeichnungen dem Ton der Geschichte an und verpasst den Charakteren einen ziemlich cartoonartigen Stil. Das sieht gut aus und liest sich witzig. Allerdings entwickelt sich die Serie immer mehr von einer üblichen Superheldenserie weg. Es gibt keine Schurken oder ernstzunehmende Gegner. Die Handlung plätschert vor sich hin und konzentriert sich auf das Drama zwischen den Hauptcharakteren. Da haben Engelhardt und Staton schon einmal acht Green Lanterns auf der Erde zusammenbekommen und schreiben eine Soap-Opera.
Seit dem Weggang der Guardians fühlt sich Green Lantern nicht mehr echt an. Die Batterie auf Oa ist zwar intakt, ein Teil des Serienüberbaus fehlt aber. Der Leser bekommt den Eindruck, als wäre ein Teil des Konzeptes einfach weggebrochen.
The Green Lantern Corps 211
Pink Elephants
Erscheinungsdatum: April 1987
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Mark Farmer
Farbe: Anthony Tollin
DC Comics
02/2026



