Perry Rhodan: Meister der Insel - Band 2: Sternstation im Nichts
Perry Rhodan: Meister der Insel
Band 2: Sternstation im Nichts
Die Reparaturarbeiten auf der CREST II werden daher beschleunigt und Rhodan versetzt Nosinsky zum Dank in den wissenschaftlichen Stab. Der nutzt seine neue Stellung, um weitere Forschungen anzustellen. In dem Augenblick, als die vollständige Zerstörung des Planeten droht, kann die CREST II in den Weltraum starten. Nosinsky fliegt kurz zuvor wiederholt in den Strahl und wird auf einen anderen Planeten transportiert.
Die CREST II ist gezwungen den siebten Planeten des Systems anzufliegen. Die anderen Planeten werden durch Schutzfelder geschützt und machen eine Landung unmöglich. Dort treffen sie auf Nosinsky, der von Power auf den siebten Planeten Septim versetzt wurde. Auf Septim befinden sich Gebäude, die wiederum durch Schutzfelder geschützt sind. Eines der Gebäude scheint die Kontrollstation der Schutzschirme zu sein, die die Terraner dringend vernichten müssen. Die Zerstörung Powers bewirkt, dass allem Trinkwasser der Terraner der Wasserstoff entzogen wurde, und bei der Schiffsbesatzung zeigen sich die ersten Folgen des Flüssigkeitsmangels.
Kurt Mahr setzt die Ereignisse auf Power nahtlos fort. Einen wesentlichen Teil der Handlung schildert er aus der Perspektive des jungen Leutnant Nosinsky, der sich seinen persönlichen Einsatz die CREST II vor deren Zerstörung rettet.
Mahr baut den Roman wie eine Aneinanderreihung von Kommandoeinsätzen auf, die durch kurze Gesprächssequenzen miteinander verbunden sind. Er lässt sich viel Zeit mit der Schilderung von vielen Details. Es soll der Versuch sein, Spannung aufzubauen, was leider nicht immer gelingt. An einigen Stellen wünscht sich der Leser dann doch, dass es jetzt endlich mal weitergehen möge. Zuweilen verfällt der Autor zu sehr in die Details, als er versucht, die wissenschaftlichen Zusammenhänge bei der Abspaltung des Wasserstoffs auf dem Trinkwasser zu erklären. Interessierte dürften den Ausführungen folgen, für Andere ist aufgrund des abgespaltenen Wasserstoffs kein Trinkwasser mehr da. Fertig.
Nichtsdestotrotz schafft es Mahr, den Leser bei der Stange zu halten. Der geheimnisvolle Strahl entpuppt sich als ein Sonnentransmitter, der zwischen den beiden Sonnen des Systems angeordnet ist. Augenscheinlich versuchen die Erbauer den Transmitter vor einem unbefugten Zugriff zu schützen. Sie lassen die CREST II von kleinen Robotern angreifen, die dem Schiff einen erheblichen Schaden zufügen. Eine Rückkehr ins Solsystem ist so nicht mehr möglich, denn die CREST II kann sich nur noch im Lineargeschwindigkeit fortbewegen. Darüber hinaus bewirkt der Zwischenfall die Vernichtung des Trinkwassers. Auf Septim ist eine Anlage installiert, die es den Terranern unmöglich macht, auf den anderen Planeten im Twin-System zu landen. Die Anlage legt einen Schutzschirm über die Planeten und als Rhodan sie angreifen lässt, verändert sich die Farbe des Schutzschirms. Es wird deutlich, dass das komplette Twin-System nicht auf natürliche Weise entstanden ist, sondern von den Erbauern des Sonnentransmitters künstlich erschaffen worden ist.
Der Sonnentranmitter scheint den langen Weg nach Andromeda überbrücken zu können und für deren Erbauer eine wichtige Funktion zu haben. Noch ist nicht klar, ob die Abwehrmaßnahmen automatisiert sind oder die Erbauer diese persönlich überwachen.
Man merkt dem Text an, in welcher Zeit er geschrieben ist. Die technischen Errungenschaften sind teilweise überholt, aber trotzdem hat auch dieser Roman die Zeiten gut überstanden und lässt sich auch heute noch gut lesen. Skurril sind aus gegenwärtiger Perspektive einige damals übliche Gewohnheiten. Wie selbst verständlich befinden sich in den Konferenzräumen der CREST II Aschenbecher auf dem Schiff und nach dem erfolgreichen ersten Einsatz im Strahl zündet sich Nosinsky erstmal Eine an.
Im ersten Band des Zyklus erreichen die Terraner das System mit der Doppelsonne. Sie stoßen auf ein Geheimnis mit Hinweisen zur Lösung des Rätsels. Im nächsten Band folgen sie der Spur und stoßen auf die nächsten Hinweise. Der Leser arbeitet sich mit Rhodan zusammen durch ein Labyrinth und ein Hinweis greift in den nächsten. Dieses Konzept wird bei Perry Rhodan sehr erfolgreich angewandt. Langzeitleser mögen die Nase rümpfen, da sich die Zyklen vom Aufbau in den folgenden Jahren ähneln werden. Hier, in der Frühzeit der Serie, ist die Idee noch frisch und spannend wartet der Leser auf den nächsten Band.
Kommentare
Ergäb doch keinen Sinn, das Honorar doch sicherlich gezahlt wurde?
"In der vierten und fünften Auflage wird fälschlicherweise [bei Band 201] Kurt Brand statt Kurt Mahr als Autor genannt."
"Ein zweiter bereits geschriebener Planetenroman [wohlgemerkt: Planetenroman, PR-Taschenbuch] wurde nach dem Ausscheiden von Kurt Brand aus dem PR-Team nicht mehr veröffentlicht. Er erschien entsprechend umgeschrieben 1974 im Kelter Verlag als Ren Dhark-Taschenbuch mit dem Titel »Die Sternen-Saga«."
Auch das 1. Ren Dhark-Taschenbuch war ein unveröffentlichter Planetenroman, der dann umgeschrieben wurde. Schade, dass Brand die Chance nicht genutzt hat, Ren Dhark inhaltlich fortzuführen.
(Der Roman wurde kürzlich wieder zu PR umgeschrieben und neu veröffentlicht; ich kenne diese Ausgabe aber noch nicht.)
/quote]
Wie sollte er denn inhaltlich weiterführen; drei mal hat Kelter die Serie beendet (die 2. + 3. Auflage wollte der Verlag nicht weiterführen - die Kosten waren ihm zu hoch).