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DIE DEPPEN-POLIZEI oder DIE SOKO-FLUT IM ZDF

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... oder DIE SOKO-FLUT IM ZDF

Jede Woche ist es soweit. Dann ermitteln sie wieder von Montags bis Freitags. Die Deppen-Polizisten der diversen SOKOS mit Namen „SOKO 5113“, „SOKO KÖLN“, „SOKO WISMAR“, „SOKO STUTTGART“,  „SOKO KITZBÜHEL“ und Freitags Abend die „SOKO LEIPZIG“. Eine Ausnahme bietet die „SOKO WIEN“, die zur Zeit pausiert, weil derzeit neue Folgen gedreht werden bzw. das ZDF immer wartet (warum auch immer) bis die neueste Staffel der Krimi-Serie im ORF gesendet wurde. 


Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass man vormittags ebenfalls mit Krimi-Serien im ZDF berieselt wird. Denn in  der Vormittagszeit werden ältere Staffeln und Folgen der Serien „SOKO KITZBÜHEL“ sowie „DIE ROSENHEIM-COPS“ gezeigt.

Als Krimi-Fan habe ich ja nichts gegen Krimis, aber sie sollten wenigstens spannend gedreht sein, ein gutes Drehbuch, gute Schauspieler haben sowie nachvollziehbar sein.

Das sind die diversen SOKO-Serien des ZDFs leider nicht.

Natürlich sollte man auch die Schauspieler verstehen können, die aufgrund ihrer Sprechweise oder aufgrund der viel zu lauten Hintergrundmusik des Öfteren nicht zu verstehen sind.

Vom Realitätsanspruch ganz zu schweigen. Schon allein der Namen „SOKO“ ist ja an sich schon vollkommener Unsinn. Denn in der Realität gibt es keine dauerhaft agierende Sonderkommission (genannt SOKO) der Kriminalpolizei, denn die wird nur für besondere Fälle ins Leben gerufen.

Besonders witzig ist es dann, wenn die Kommissare in den SOKO-Serien ihre Polizeiausweise zücken und sich mit „Soko …“ vorstellen. Einige Drehbuchautoren waren wenigstens in dieser Hinsicht so schlau und so flexibel, dass die Kommissare sich in einigen SOKO-Ablegern wenigstens mit „Kriminalpolizei …“ vorstellen.

Doch das scheinen auch die einzigen positiven Einfälle der Drehbuchautoren der diversen SOKO-Serien zu sein. Sonst tut sich da nicht sehr viel.

Denn die darin agierenden Polizisten sind nicht nur dumm, sondern haben die Arbeit auch nicht gerade erfunden. Da muss man sich schon  wundern, wie diese Deppen es überhaupt schaffen, einen Fall zu lösen bzw. einen Täter ausfindig zu machen.

Auch die Umgangsformen bzw. der Umgangston mit Hinterbliebenen, Zeugen oder mit Verdächtigen, auch in Verhören, lassen stark zu wünschen übrig und sind ohne Worte. Und weit jeder Realität.

Zur Zeit ist das Grauen im Fernsehen ja noch etwas größer, weil an  fast jeden Tag in der Woche (außer Samstag und Sonntag) Wiederholungen der SOKO-Serien laufen.

Bei der  „SOKO 5113“ scheint dahingehend auch  die Ära Schickl (nach dem Ausscheiden von Wilfried Klaus) vergessen zu sein. Denn nun werden im ZDF nur noch Folgen mit dem neuen Vorgesetzten Bauer wiederholt.

Da ist der Schnarchfaktor – aber nicht nur bei „SOKO 5113“ - natürlich vorprogrammiert.

Es lohnt sich also nicht, den Fernseher überhaupt einzuschalten. Denn es ist reine Zeitverschwendung sich diese Wiederholungen anzuschauen. Zumal durch ständige Wiederholungen die 'Krimi'-Serien auch nicht besser werden.

Pech nur für das ZDF, das in vielen Bauer-Folgen noch Hartmut Schreier mitspielt. Doch das wird sich in der nächsten Wiederholungsphase von „SOKO 5113“ auch schnell ändern. Dann wird auch Hartmut Schreier vergessen und verschwunden sein.

Am Dienstag folgen Wiederholungen der „SOKO Köln“. Warum immer und immer mehr Staffeln von dieser Krimi-Serie gedreht werden, ist mir ein Rätsel. Nicht nur, dass die Serie in letzter Zeit eine hohe Fluktuation an Schauspielern aufweist, auch sonst ist das Niveau dieser Krimi-Serie, wie auch der anderen,  gerade mal Durchschnitt.

Zudem kann ein Kölner Flair bzw. ein eigener Stil in der Serie auch nicht ausgemacht werden. Es gibt noch nicht einmal einen Schauspieler, der wenigstens ein bisschen Kölsch oder Rheinisch spricht.

So könnte man durchaus sagen, dass nicht nur die einzelnen SOKO-Serien, sondern auch deren Figuren und Schauspieler durchaus untereinander austauschbar sind.

Am Mittwoch folgen dann die Wiederholungen mit den Dorfdeppen der „SOKO Wismar“. Auch hier sind  im Verlauf der Staffeln einige  Änderungen in Bezug auf die Schauspieler vorgenommen worden.

Eine weitere Katastrophen-Soko ist die „SOKO Stuttgart“, die immer donnerstags ausgestrahlt wird.

Darin gibt es den Autofetischisten-Kommissar, der sich lieber um sein Auto und um neue Ersatzteile für seinen Wagen kümmert als um den Fall und um die Ermittlungsarbeit. Der Typ kriegt  erst dann den Hintern hoch, wenn sich dabei auch irgendetwas abstauben lässt. Und was für teure Kisten dieser Kommissar fährt!

Doch auch die anderen Kollegen sind da nicht viel besser. Da gibt es die ewige Grinsefrau oder die Kollegin, die eine so enge Hose trägt, dass sie gar nicht richtig darin laufen kann. Die Krönung ist der leicht autistisch wirkende Computer-Idiot, der sich nicht gerne anfassen lässt und auch den Außendienst und die Befragung von Zeugen, Verdächtigen etc. überhaupt nicht mag.

Völlig unrealistisch.

Da fragt man sich natürlich als Fernsehzuschauer, wie diese Deppen und Nieten überhaupt in der Lage sind, die Kriminalfälle zu lösen.

Freitag bekam der ZDF-Zuschauer dann die geballte Soko-Faust ins Gesicht. Das hat sich nun geändert, da „SOKO LEIPZIG“ pausiert und eine neue Krimi-Serie im ZDF mit Namen „Die letzte Spur“ ihren Einstand gegeben hat.

Eine weitere war ja „Die Chefin“, die vermutlich die Serie „Der Alte“ ersetzen soll.  Das spiegelte sich jedenfalls in einem Artikel von Spiegel-Online wieder, der da lautete „Die neue Alte“.

Und „Die Chefin“ bietet alles, was der heutige ‚junge‘ Fernsehzuschauer sehen will.

Eine Kommissarin, die eine Affäre mit dem Staatsanwalt hat und es mit ihm in seinem Büro treibt, wenn sie Lust danach hat oder wenn sie sich schnell einen Durchsuchungsbefehl abholen muss. Da reichen 10 oder 15 Minuten für einen Quickie.
Garniert wird das Ganze mit einem jüngeren Kollegen, wobei sich beide gegenseitig auf den Hintern schauen, einer lesbischen Pathologin und mit der Tochter der Kommissarin, die reifer wirkt als ihre 40jährige Mutter, und zwischen ihr und dem Opa ziemlich oft vermitteln muss, wenn mal wieder die Fetzen zwischen den beiden fliegen.

Neben „SOKO Kitzbühel“ folgte am Freitagabend dann noch die „SOKO Leipzig“, wo zwar die Ur-Dreierbesetzung in Gestalt von Marco Girnth (Kommissar Jan Maybach), Melanie Marschke (Kommissarin Ina Zimmermann) sowie Andreas Schmidt-Schaller (Kommissar Hajo Trautzschke) nach wie vor dabei ist, aber der vierte Kommissar im Bunde ständigen Wechseln unterworfen ist.
Angefangen mit Gabriel Merz als Kommissar Miguel Alvarez ( 2001–2006), der es am längsten ausgehalten hat, gefolgt von Tyron Ricketts als Kommissar Patrick Diego (2006–2009) bis hin zu  Pablo Sprungala (als Kommissar Vincent Becker (2009–2012), der es am kürzesten ausgehalten hat.
Der Neue ist derzeit Steffen Schroeder als Kommissar Tom Kowalski, der erst kurz dabei ist und vorher – nachdem er den Polizeidienst verlassen hat, als Trainer in einem Fitness-Studio gearbeitet hat. Aufgrund der hohen Fluktuation beim Vierten im Bunde, scheint auch in dieser SOKO-Serie wohl auch einiges im Argen zu liegen und nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen zu herrschen.

Habe ich jetzt alle SOKOs durch?

Nein, „SOKO WIEN“ wollen wir nicht vergessen.

Im ORF läuft die Serie unter dem Namen „SOKO DONAU“. Und im österreichischen Fernsehen werden die neuen Staffeln immer vor denen im ZDF ausgestrahlt. Aus welchen Gründen auch immer. So hinkt das Zweite Deutsche Fernsehen mit der Ausstrahlung immer hinter her.

Aus der Vielzahl der Sokos finde ich diesen Ableger noch recht ansprechend. Die beiden männlichen Protagonisten Gregor Seberg als Oberstleutnant Helmuth Nowak und Stefan Jürgens als Major Carl Ribarski sehen zwar mit ihren langen Matten und ihren Klamotten aus, als wären sie in den 1970er Jahren stecken geblieben, doch ansonsten bietet „SOKO WIEN“ wenigstens eine gewisse Spannung und einen gewissen Unterhaltungswert.

Vielleicht auch gerade weil dieser SOKO-Ableger zusammen mit dem ORF produziert wird?

© Ingo Löchel

Kommentare  

#16 AARN MUNRO 2015-07-16 14:05
"Kottan ermittelt" war doch noch viel schlimmer...echter Wiener Humor...die SOKO habe ich nur früher mal gesehen, eine Berliner gabs nämlich auch...
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#17 Inge H. 2015-12-08 19:22
Gebe dir in allen Punkten recht, die einzig wirklich gute Soko ist die Wiener, seh ich sehr gern. Ansonsten scheint man bei den ÖR der Meinung zu sein, daß der Zuschauer rund um die Uhr mit nichts anderem mehr berieselt sein will als mit Krimis.
Die Soko Köln ist so überflüssig wie ein Kropf, zumal man jetzt mit Christina Plate beglückt wird, deren Rolle bzw. Spielkunst so unterirdisch ist, daß man besser das Programm wechselt. Überhaupt nerven mich als Frau diese sogenannten Powerfrauen bis ins Mark!
Aber seien wir mal ehrlich: Brächte man die dröge Realität, würde man als Zuschauer sterben vor Langeweile. Es braucht einfach Typen, die die ewigen "Wo-waren-Sie-gestern-um-21Uhr"-Fragen auflockern, und das klappt halt mal besser und mal schlechter. Man muß sich ja nicht alle antun.
Übrigens wurden auch die Schickl-Folgen bis zum Erbrechen wiederholt! Ist aber schon ein paar Stündchen her....
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#18 Mike 2016-03-04 12:57
Warum schaust du denn bei deinem ganzen Gemotze überhaupt diese Serien an ? Das ist einfach nur Unterhaltung und mit solchen speziellen " Idioten" machen die Serien erst sehenswert. Solche Leute wie du sind für mich "Idioten"
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#19 peppi 2016-04-25 13:18
Soko Rhein-Mail war noch sehr gut, wurde aber relativ schnell wieder eingestellt... Warum?? Die Sokos waren wirklich am Anfang alle mal sehr gut. Aber mit der Soko Köln hat es angefangen, dass man einen der Kommissare zum Deppen auserkoren hat und alle anderen Sokos (außer Wien) haben nachgezogen. Vielleicht ist die Soko Wien deshalb so beliebt?
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#20 maria 2016-05-14 17:29
Ich liebe dich ulrike röseberg
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#21 Krimifrau 2016-10-09 17:11
Es heißt Durchsuchungsbeschluss und nicht -Befehl.
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#22 Andreas Rathke 2018-02-16 20:07
DIE Mehrheit der Soko Folgen München,Köln,Wismar,Stuttgart,Leipzig und Wien liegt in Machart,Drehbuch und Regie weit über dem Durchschnitt aller ARD Vorabend Pseudo Krimis.Es sind oft namhafte Regisseure und Darsteller/-innen die vorwiegend sehr gute und intensive Leistungen bringen.Kitzbühel und Co allerdings sind schwächstes Niveau.Evenso wie die zum Glück eingestellte,grandios schlechte Soko Rhein Mainbgm
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#23 Uwe 2019-01-13 19:41
Also ich schaue mir grade die gesamten Folgen der "Soko Stuttgart" in einem Rutsch an, da ich nach längerer Netflix Phase und jahrelanger Öffentlich Rechtliches Fernsehen pausieren mal wieder Lust auf Krimis hatte.
Soko Stuttgart ist sehr gutgemachte Unterhaltung, das Team ist supersympathisch, okay diese Auto Reparieraktionen sind ein bischen gekünstelt aber die Fälle sind solide, recht spannend, der Autist im Team ist auch mal was neues, Popcorn Unterhaltungskino durchaus auf gutem Niveau.
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#24 Sarkana 2019-01-13 23:13
Ernsthaft? Ich fand bei jedem Reinsehen die Stuttgarter Soko ein bißchen schlimmer und die war schon beim ersten Mal allerunterste Schublade. Wie die vor lauter Nebenbeschäftigungen während der Arbeit noch zum ermitteln kommen ist mir unklar. Und im Grunde sind die auch mehr am Rumfresssen als bei irgendwas anderem. Ich hab ja von deutschen Drehbuchautoren eh einen ausgesprochen schlechte Meinung - aber Solo Stuttgart vereint aus meiner Sicht alles was selbigen zu den schlechtesten der gesamten westlichen Filmindustrie machen - Korea und Japan schon mitgerechnet.
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#25 Andreas Rathke 2019-02-13 16:33
Ja,echt. Die genannten Sokos außer Kitzbühl sind und werden immer intensiver,besser und ausgereifter.Die Drehbücher stecken trotz nur knapp 45 Minuten mittleweile fast jedes gedehnte Tatort Drehbuch in die Tasche. Und man soll mir blos nicht mit einem Teil der Machwerke aus USA oder England kommen. Schrecklichst dilettantisch.
Bei den ernstzunehmenden Sokos hat derzeit München nachgelassen und Wismar etwas an seinem Charme verloren. Leipzig und Köln marschieren mit hervorragenden Schauspielern-innen vorneweg, gefolgt von Stuttgart. Immer häufiger werden heiße Eisen angepackt und aktuelle Themen verarbeit. Kompliment ZDF. Natürlich reichen sie, auch aufgrund des 45 Minuten Formats, nicht an Heller, Dorn und Co heran. Ist aber zum Großteil ja auch Vorabend Programm. Alles in allem ist das ZDF mittlerweile in Sachen Krimis der ARD weit voraus. Vor allem auch durch die Montags/Mittwochs Langfilme wie Nord bei Nordwest etc... Hut ab!!!!!!!!!!
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#26 Advok 2019-02-13 18:26
Andreas Rathke:
Vor einigen Jahren gab es hier im Zauberspiegel eine Artikelreihe über richtige Polizeiarbeit. Seitdem sind mir die ganzen Fernsehfilme bzw. -serien verleidet ...
Das Grundproblem bei SOKOs ist halt, dass in der Realität nie ein festes Team eine SOKO bilden. Ich persönlich hoffe ja auch, dass die Mordquote in Deutschland all diese SOKOs mit festen Teams und festem Arbeitsplatz gar nicht zulassen würden. :-)

Wenn wir also bei realistischen Krimiserien bleiben wollen: Da kommt dann eben nichts an Polizeiinspektion 1 vorbei. Oder München 7. Einfach deswegen, weil es da nicht um Mord- und Totschlag geht.

Sarkana:
So eine böse Meinung habe ich jetzt nicht von den Drehbuchautoren - die liefern, was gewünscht bzw. eingekauft wird.
Das Problem dürften eher die Programmverantwortlichen sein, die sehr konservativ eingestellt sind und selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern auf die Quote schauen müssen.
(Habe ich eigentlich schon verkündet, dass meine Klage gegen die Rundfunkgebühren Erfolg hatte? Ist jetzt gerade eine passende Gelegenheit!)

Gute Serien benötigen Rückhalt und Geld. Viele gute Filmemacher werden oft ausgebremst, da sie an der Quote gemessen werden. Dominik Graf (u.a. Im Angesicht des Verbrechens; GENIAL!) fällt mir da ein. Oder sie müssen so arbeiten, dass die Produktionsfirma in Konkurs geht.
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#27 Ingo Löchel 2019-02-13 23:10
Advok, Deine Klage gegen die Rundfunkgebühren hatte Erfolg? Wow! Dann müsste dazu eigentlich ein Urteil ergangen sein. Schicke mir doch mal das Aktenzeichen, etc. per PN.
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#28 El Supremo 2019-02-13 23:33
Besitzer mehrerer Wohnungen haben einen Teilerfolg erzielt. Sie dürfen mit einem vollen Rundfunkbeitrag belastet werden. Ansonsten gibt es bis zum EuGH Bestätigung des Rundfunkbeitrags.
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#29 Advok 2019-02-14 01:17
#27+#28:
2 Wohnsitze - genau. Das Verfahren bei mir hat sich über 4 Jahre gezogen.
Mehrfach Widerspruch für die eine Wohnung eingelegt, jeweils 14 bis 18 Monate bis zur Antwort gewartet (woraufhin sie auch für den Hauptwohnsitz keine Gebühren eingezogen haben - jeweils nach Widerspruchsantwort wurde dann aber unangekündigt der ausstehende Betrag für den einen Wohnsitz eingezogen.)
Als ich mit den Widersprüchen nicht mehr weiter kam, musste ich Klage einreichen. Das Gericht hat mehrfach Stellungnahmen von beiden Seiten eingefordert, bei mir aber immer - egal was ich schrieb und begründete - darauf hingewiesen, dass in ähnlichen Fällen die Kläger verloren haben und eine Abweichung davon unwahrscheinlich sein wird.
Dennoch wollte ich es darauf ankommen lassen. Wenn ich über die Rundfunkstelle lästere, wollte ich mir zumindest nicht nachsagen lassen, dass ich es zumindest nicht probiert habe …

Dann erneut ein Schreiben des Gerichtes mit der Option, meine Klage zurückzuziehen. Und dann gab es das Grundsatzurteil. Bereits einen Tag darauf hatte ich ein Schreiben des Gerichts im Briefkasten, dass eben des Urteil gegangen ist und nun seinerseits dem Beklagtem (= Rundfunkanstalt, in meinem Fall der bay. Rundfunk bzw. deren Anwaltsbüro) Zeit eingeräumt wird, um dem Widerspruch abzuhelfen.

Der Schriftverkehr war schon kurios … Aber wie schnell sich die Meinung der Gerichte drehen kann, ist schon verwunderlich. Vor allem hatte ich immer den Eindruck, dass meine Begründung nie ernsthaft durchgelesen wurden - da gab es frühere Urteile, und das wars.


Wichtig:

Die Klage habe ich erst zurückgezogen, nachdem geklärt war, dass der Beklagte die bis dahin angefallenen Gerichtskosten übernimmt. Ansonsten müsste (so viel ich weiß - so weit ist es ja nicht gekommen) ich die Kosten bei einer Klagerücknahme übernehmen. Hier also nicht vorschnell handeln.


Eigentlich wäre es mal überlegenswert, das ganze aufzuarbeiten. Besteht da Interesse? Ein breiter Ordner trockenste Materie! :-)
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