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Beachten Sie das Kleingedruckte: Convention-Ticket-Kaufen kann auch Nerven kosten

In (Multi-)Medias Res - Die Multimedia-KolumneBeachten Sie das Kleingedruckte

Convention-Ticket-Kaufen kann Nerven kosten

Ich bin nun nicht der weltgrößte Buffy-Fan. Ich habe allerdings James Marsters auf einer FedCon erlebt. Ich fand den großartig. Und der ist in diesem Jahr zwei Bahnstationen weiter in Düsseldorf. Zeitlich gesehen müsste das klappen und - warum eigentlich nicht? Ich mag zwar Großveranstaltungen nicht besonders, aber hin und wieder - okay. Dann mal auf zum Ticket-Preise-Checken.

Vorneweg: Es ist natürlich klar, dass ein nicht von Fans für Fans veranstaltetes Treffen mit Schauspielenden aus den USA, Canada oder sonstwo nicht billig sein wird. Für Manche geht das Urlaubsgehalt locker an einem Wochenende flöten. Das ist auch total in Ordnung: Jede*r hat sein Hobby, das entsprechend kostet und wer da Spaß hat - super. Persönlich reicht aber eines dieser größeren Treffen für etliche Jahre - mittlerweile sind die mir einfach zu überbordend und zu groß. Ich werde halt älter und einige der Gäste sind für mich auch unbeschriebene Blätter. „Hmm, das Gesicht kommt mir bekannt vor, aber der Name … Ah, die Serie, die ich nie gesehen habe. Kein Wunder.“ Es geht nicht um die Preise der Tickets an sich. Es ist nur … ich krieg die Krise, wenn ich Ticketkategorien bei größeren Cons anschaue. Offenbar bin ich zu alt um zu entschlüsseln, was ich was wann wofür bekomme.

Nach fünf Minuten weiß ich nicht mehr, was das Goldticket vom Silberticket unterscheidet, erschrecke mich ständig über den Preis fürs VIP-Ticket - weil das halt an erster Stelle steht und die Navigation auf der Webseite nicht optimal erdacht wurde. Einige Dinge sind halt immer gleich bei den Tickets, aber mal gibts ein Autogramm dazu. Mal nicht. Mal ist es nur ein genereller Eintritt für die Händlerbörse. Mal darf ich mir die Panels an den Tagen anschauen, aber sitze dann linke Reihe,  Mitte. Oder für etwas weniger Geld nur Rang statt Loge. Oder so. Mir schwirrt da schon der Kopf. Und dann kommt noch die Navigation dazu.

Die Tickets werden in der Regel ja über eine Shop-Lösung verkauft. Durchgesetzt hat sich irgendwie Eventbrite, Ich mag Eventbrite. Ich kann das Ticket in meine Smartphone-Wallet stecken. Vorzeigen, scannen, fertig. Let's get digital, digital ... Ich will ja aber aktuell und jetzt und überhaupt ein Ticket. Nur: Ich kann allenfalls nachdem ich auf der Weite ausgewählt habe, was ich möchte dann direkt zur Eventbrite-Seite. Das ist doof. Wenn ich zudem ständig durchschollen muss um die Preise vergleichen zu können … nun ja. Warum gibts eigentlich ein Standard-Ticket 2, aber kein Standard-Ticket … ach so, die erste Variante hat keine Ziffer dahinter. Abgesehen von diesem Flüchtigkeitsfehler: Scrollen nervt. Vor allem vor und zurück, weil ich ja verschiedene Optionen in verschiednen Kategorien habe. Es gibt doch so eine Möglichkeit alles auf einen Blick darzustellen - mit so Kästchen. Linien. So Reihen und Zeilen. Ich komm nicht drauf, wie die heißt …

Generell scheint das Motto mancher Veranstalter zu sein: Was 2013 schick und nützlich war, ist es auch 2023 noch. Die Webseite sieht immer noch nach PHP-Nuke und Konsorten aus. Ich finde das gruselig. Extremst. Zudem: Mobil optimierte Webseite? Wäre das machbar? Wenn ich schon keine App bekomme, möchte ich auch auf der Convention selbst mal im Programm nachschlagen. Papier ist natürlich eine Lösung, aber mittlerweile sind wir so erzogen worden von Messen, dass wir mobil zugängliche Webseiten erwarten. Eine Extra-App muss es nicht sein, aber online nachschauen wo was ist … Vor allem bei großen Hotels ist das ja manchmal so die Frage: Links rum, rechts rum? Doch den Aufzug nehmen? 

Und was ist das? „Kaufen Sie sich jetzt ein Ticket, damit Sie sich dann ein Ticket kaufen können“. Nein, ich muss mir nicht zwei Tickets für eine Convention kaufen, das ist halt einfach ein Schreibfehler. Aber der steht offenbar seit Jahren so auf der Seite. Man merkt halt auch, dass es bei einigen Fantreffen nur ums Geschäft geht. Kein Fan jemals würde uralte Infos auf Homepage lassen, auch wenn diese aus dem Baukasten stammt. Gerade dann ist es doch einfach, Dinge zu ändern. Bei sowas wie ... Wix. Der Dienst heißt halt so. Wer hat hier gekichert? Oder halt Squarespace.

Manchmal hab ich auch zu wenig Infos: Tagestickets gibt es nur vor Ort. Schon klar. Nur: Wieviel kosten die dann? Steht nirgendwo. Ich kann natürlich die nächsthöhere Stufe schon mal in Betracht ziehen für ein Wochende. Ich möchte aber kein Wochende. Ich will nur einen Tag. Schön, bis zum Termin ist noch Zeit, ich kann also schon mal irgendwie höhere Summen beiseite legen, aber … vielleicht übelrege ich mir das noch. James Marsters habe ich ja schon gesehen. Aber Richard Dean Anderson kommt nach Dortmund; Ich hab direkt einen Klick zum Ticket! Okay, die Veranstalter wollen da, dass man das digitale Ticket ausdruckt, aber … irgendwas ist immer. 

Kommentare  

#1 Ganthet 2024-01-28 12:50
Klingt kompliziert. Ich war vor Jahren mal bei Subway und wollte ganz schnell ein Baguette. Das war wie bei dem Ticketverkauf im Artikel.

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