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Microsoft is watching you - Xbox One Update 2.0

In (Multi-)Medias Res - Die Multimedia-KolumneXbox One
Microsoft is watching you - Update 2.0

Wozu noch Bücher lesen, wenn in Zukunft Musik, Video, TV, Fotos, und Videospiele – ja, quasi das ganze Leben - alles total vernetzt ist?

Am Dienstag, 21. Mai 2013, Punkt 10:00 Uhr Los Angeles-Zeit / 19:00 Uhr bei uns, gab es direkt vom Microsoft-Campus in Redmond, Kalifornien die Lifestream-Präsentation der neuen Xbox One, dem Nachfolder der Xbox 360.


Die Xbox OneZu dieser Zeit saßen bestimmt alle Xbox 360-Besitzer vor ihrer Konsole, spielten wahrscheinlich jedoch kein einziges Spiel, denn über die Xbox 360 konnte man die Lifestream-Präsentation rückelfrei in HD genießen. Lest was da auf uns zukommt.

Wie gesagt kommt die totale Vernetzung der Unterhaltungstechnik mit Hilfe der Xbox One – und somit unter der Kontrolle von Microsoft.

Das hat natürlich Licht und Schattenseiten. Positiv ist, dass so ein multiglobaler Vernetzungsstandard gesetzt wird. Egal was für Endgeräte man von welchem Hersteller besitzt, gesteuert wird alles über die Xbox, bzw. Xbox-Interface.
Dies ist ein Milliarden Dollar umfassendes Projekt, da sogar US-Sportveranstaltungen (z.B. Football) auf die XBox zugeschnitten und TV-Serien für diese neue Konsole produziert werden. Auf diese neu produzierten Serien kann der Konsolist (inter)aktiv Einfluss nehmen. Unter anderem ist Steven Spielberg mit von der Partie.

Als einer der Blockbuster-Starttitel wird es exklusiv das Spiel Call of Duty Ghost geben, ein Ego-Shooter. Neben CoD Modern Warfare, CoD Black Ops ist CoD Ghost nun der dritte Ableger dieser Spiele-Serie. Nicht der dritte Teil, sondern der dritte Ableger. Diese Trademark ist so erfolgreich, dass jeder Ableger schon mehrere Teile besitzt. Ghost soll jedoch nur als Download-Content, also nicht auf DVD, erhältlich sein. Von den Anwesenden (Mitarbeiter von Microsoft und Pressmen) bejubelt, da dadurch bessere Kontrolle der User und Kostenersparnis im Vertrieb, stehe ich als User dem Ganzen mit negativen Gefühlen gegenüber. Ich muss für mein Geld etwas in der Hand haben und möchte in meinem Schrank/Regal eine Verpackung stehen wissen.

Das ist auch Microsoft bewußt, so dass sie in allen Sparten gezwungen sind, ihren (Download-)Content so interessant zu gestalten, dass jeder diesen Content haben möchte, bzw. haben muss, um in den kompletten Genuss der Features zu kommen.

Mit an Bord ist auch die Spielefirma EA.

Zum Downloaden erziehen
EA ist eine ganz große Nummer auf dem Spiele-Sektor, vor allem mit ihren Sportspielen (Fußball, Eishocky, Football). Wobei EA hier in Deutschland in den letzten Jahren seinen guten Ruf bzgl. ihrer Download-/Zusatzt-Content-Strategie eingebüßt hat. Bei vielen EA-Spielen fehlen Inhalte, die erst durch Download-Content ins Spiel integriert werden. Den Spielen liegt dafür meistens ein Code zum einmaligen kostenlosen Download bei. Werden diese Spiele gebraucht gekauft, fehlt dieser Code, bzw. ist dieser nicht mehr nutzbar, so dass die Gebraucht-Spiele-Käufer gezwungen sind diese fehlenden Inhalte kostenpflichtig herunterzuladen, um ein vollständiges Spiel zu erhalten. Viele PC- und Konsolen-User boykottieren diese Strategie und kaufen daher keine EA-Spiele mehr. Doch leider sind EA nicht die einzigen mit dieser Masche. Momentan „erzieht“ man sich die User zum Downloaden, indem andere Hersteller ihren Spielen einen einmaligen Zusatz-Download-Content mitgeben. Soll besser heißen: man 'verkauft' diesen Zusatz-Content den Usern als kostenlosen Boni. Das heißt, diese Spiele sind komplett und vollständig, aber es gibt via Download gewisse Boni, wie z.B. extra Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Items, Avatar-Klamotten oder Zusatzlevel.

Gibt es jedoch in einem Haushalt mehrere Xboxen (z.B. weil verschiedene Familienmitglieder ihre eigene Xbox besitzen), so kann auch dieser Zusatzinhalt nur auf einer Xbox (auf einem Xbox-Konto) einmalig kostenlos verwendet werden. Möchten andere in den Genuß kommen, können sie diesen Bonus-Inhalt ebenfalls herunterladen – kostenpflichtig versteht sich.

Wenn die Festplatte mal abkackt ist das nicht weiter schlimm, da sämtliche Daten und Downloads der User auf Servern registriert werden und kostenlos neu heruntergeladen werden können. Was ist aber mit Spielen, die auf der Xbox One instaliert sind, wenn diese Xbox veraltet ist? Also in etwa acht Jahren, wenn die nächste Konsolen-Generation kommt?

Diese Marotte ist bei PC-Spielen schon Gang und Gäbe. Um neue PC-Core-Games zu spielen, müssen Spieler sich online registrieren, (Online-)Spieler-Konten führen – mitunter sogar ständig über eine aktive Internet-Verbindung online sein - und die Spiele einmalig mit einem Aktivierungscode freischalten. Ohne Aktivierungscode sind diese Spiele gebraucht nicht mehr zu verwenden. Stichwörter wie Steam und/oder Ubisoft müssten wohl jedem PC-Zocker bekannt sein. So legt man den Gebrauchtspielemarkt trocken. Alle großen Publisher zwingen zur Online-Konto-Bindung.

Kommunikative Schaltzentrale
Die neue Xbox One, die wohl aussieht, wie ein altmodischer viereckiger CD-Player kommt mit neuerem, besseren Kinetic, Cam und Mikrofonen.

Das Kinect erkennt die Bewegungen. Sehr interessant für Party-Spiele, Homesport und Beat'em Ups (Street Fighter-artige Spiele), die Cam für Skype (Bildvideofonie) und die Mikrofone, um der Xbox via Sprachbefehle Anweisungen zu geben.

Microsoft hat u.a. folgendes Szenario: man kommt geschafft von der Arbeit nach Hause, sagt: „Xbox on!“ und die Xbox schaltet sich und alle für den User wichtigen Zusatzgeräte (hauptsächlich wird dies der TV sein) ein. Man braucht nicht mehr die Fernbedienungen nutzen, geschweige denn zu suchen.

Wir wissen ja alle: wenn wir geschafft nach Hause kommen ist das erste, was wir machen, die Fernbedinung(en) suchen... :-/
Das mit den Spracherkennung scheint vielleicht gar keine so schlechte Idee zu sein. Allerdings, wenn ich geschafft nach Hause komme, möchte ich meine Ruhe haben und nicht unbedingt noch mit einem technischen Gerät plauschen. So kommunikativ ist man vielleicht dann doch nicht mehr, Vielleicht greift man dann doch lieber zur Fernbedinung – wenn man sie gefunden hat.Wink

Natürlich besitzt die Xbox eine individuelle Benutzeroberfläche, die sich jeder User auf sich selbst zuschustern kann. Während man jetzt noch auf der Xbox 360 sehen kann, welches Spiel ein Freund zockt, kann man sich künftig in sein Spiel einloggen und direkt zusehen wie er es spielt. Alle Medien kann der User übers Internet kaufen, downloaden, verwalten, mit anderen Usern Filme, Fotos und mehr ansehen und über die Cloud bereitstellen und zeigen. Kopieren jedoch wohl nicht. Seine privaten Medien schon, aber die gekauften? Die soll doch jeder kaufen!

Big Brother is xboxing you
Das Kinect-Equipment, also Cam und Mikrofon, überwacht das Wohnzimmer, bzw. den User. Die Cam liefert 30 Bilder pro Sekunde in Full-HD (herkömmliche Disney-Zeichentrickfilme haben 24 Bilder pro Sekunde) und macht auch in dunklen Zimmern noch gute Aufnahmen. Sie kann bei bis zu sechs Personen die verschiedenen Gesichtsausdrücke (fröhlich, langweilig, traurig, zornig usw.) unterscheiden. Man weiß also: wer ist im Zimmer, wie viele Leute, was tun sie. Wie reagieren sie auf verschiedene Spiele, Filme und entsprechende Werbung?! Bei welcher Werbung verzieht sich das Gesicht, bei welcher Werbung wird der Raum verlassen... Solche Daten sind Gold wert. Auch im Stand By-Modus überwacht uns die neue Xbox One, da sie ja sofort reagieren soll, wenn wir den Raum betreten, bzw. mit ihr sprechen und sie aktiv werden, sprich die anderen Geräte einschalten, soll. Rein theoretisch könnte die Cam im Stand By-Modus aktiv sein und uns dabei beobachten, wenn wir 'unanständige' Sachen machen. Wenn man davon ausgeht, dass mittlerweile das Einstellen privater frivoler Clips im Internet zum guten Ton gehört, ist dieses Big Brother-Watching noch die harmlose Art der Überwachung und Voll-Profilerstellung. Was aber, wenn stattliche Sicherheitsbehörden diese Möglichkeit der Überwachung nutzen wollen?

Ein feiner Zug von Microsoft wäre natürlich, wenn man die Xbox One als private Überwachungseinheit, quasi als Einbruchmelder, nutzen könnte. Ist man ausser Haus schaltet man über die Smartglass-App seine Xbox in den 'Überwachungsmodus', der Geräusche und Bewegungen registriert und sofort Alarm schlägt und ggf. Bilder vom Einbruch sofort aufs Smathphone transferiert. Dabei registriert die Xbox One ganz genau, ob es sich nur um Kater Felix handelt, der aus Langeweile an der Kinect-Cam schnuppert, oder ob es sich tatsächlich um ungebetene 'Gäste' handelt.

In Zeiten wie diesen wäre das wohl das größte Kaufargument.

Gespielte Lockerheit
Apropros Server: Milliarden Dollar wurden/werden nicht nur in Sportübertragungen und interaktiven TV-Serien investiert, sondern auch in Server-Farmen. Um dieses ganze Online/Internet basierende Konzept möglich zu machen – und dem Sammeln der o.g. Daten - stellt Microsoft Server bereit, deren Menge angeblich allein schon den Umfang aller 1999 weltweiten Server entspricht. Wenn all' dem so ist, dann steht uns Ende diesen Jahres eine echte Revolution im Entertainment-Sektor bevor.

Wer so mit den Milliarden um sich wirft, muss von seinem Konzept schon ziemlich überzeugt sein und entsprechende Einnahmen erwarten.

Jedoch sah man den ganzen Moderatoren und auf dem Microsoft-Campus wohl bekannten Berühmtheiten, die ihre bis zu Pefektion eingeübten 10-Minuten-Moderationen herunterrasselten, ihre gespiele Lockerheit an, denn bei diesem Milliardenprojekt müssen die Milliarden ja auch wieder eingespielt werden.

Andauernd wurden widerholt Microsoft-Schlagworte in den Raum geschmissen. Worte wie: Microsoft Smartglass.

Nicht irgendein 'Smartglass'. Microsoft Smartglass.

Microsoft Smartglass ist ein virtuelles Interface, bzw. App. Damit ist es möglich Xbox- und Microsoft-Inhalte im wahrsten Sinne des Wortes, von einem Gerät (Xbox, TV, PC, Handy, Tablet) auf das andere (via Fingerwisch) zu ziehen. Da kaum jemand Handys mit Windows-Betriebssystem besitzt, sondern alle Welt Android und Apfel, so muss wenigstens eine Microsoft App installiert sein, die sämtliche multimedialen Aufgaben übernimmt. Handy kann man zu diesen Dingern wohl nicht mehr sagen, sind es doch alles nur noch Smartphones – und die brauchen laut Microsoft jetzt Smartglass. So ist das nämlich, jawoll!

Aber vielleicht lag die Angespanntheit auch daran, dass gerade einen Tag zuvor ein riesiger Hurikan in den USA wütete.

Natürlich bleibt es abzuwarten, was Sony mit seiner Play Station 4 zu bieten hat. Microsofts Präsentation mit seinen riesigen im Hintergrund laufenden Vorhaben und Investitionen sah fast so aus, als wolle man Sony diesbezüglich in die Schranken weisen und einschüchtern.

Hardware Facts
Die Xbox One besitzt ganze fünf Milliarden Transistoren und man spendiete ihr ganze 8 GB RAM. Damit sind rückelfreie 60 Bilder pro Sekunde möglich und dürfte ggf. auch für 4K-Auflösung reichen.

Sonys Playstation 4 bietet identische Facts, ebenfalls 8 GB RAM und so. Dazu ist die Playstation 4 diesmal genauso nahe am PC gebaut, wie die Xbox, so dass es den Programmierern leichter fällt diese zu progammieren im Gegensatz zur schwer programmierenden Playstation 3. - Obwohl die Playstation 3 hardwaretechnisch besser ist als die Xbox 360, sehen die Spiele meistens minimalistisch schlechter aus. Dies ist jedoch so marginal, dass man ein und das selbe Spiel zeitgleich auf beiden Konsolen direkt nebeneinander spielen muss, um evtl. Unterschiede zu sehen.

Wie oben erwähnt ist einer der Starttitel CoD Ghost mit einer Grafikpracht und Actionvielfalt, dass das Spielen schon allein wegen den zu verarbeitenden Eindrücken körperlich anstrengend wird. In zukünftigen Autorenn-Spielen muss man demnächst wohl so fit wie Michael Schuhmacher in seinen besten Jahren sein.

Bei der fotorealistischen Grafik sehe ich nicht unbedingt bei allen Spielen einen Vorteil. Spielt man beispielsweise ein Spiel, in dem es nur eine zu spielende Figur gibt, wie z.B. Tomb Raider, und ist diese Figur durch ihre Realitätsnähe einem unsymphatisch – man wird vermutlich gescannte Abbilder von real existierenden Menschen/Schauspielern verwenden – so trägt dies nicht zum allgemeinen Spielspaß bei.

Ob die Einführung beider neuen Spielkonsolen genauso erfolgreich sein wird, wie seinerzeit bei der Xbox 360 und Playstation 3, bleibt abzuwarten, befinden sich doch die USA, Europa und Japan in argen Wirtschaftskriesen. Eine Abwärtskompatibilität zur Xbox 360 wird es wohl nicht geben. Vermutlich erscheinen die neuen Konsolen Ende des Jahres. Genaueres hofft man auf der E3 zu erfahren.

Update 2.0 vom 05.06.2013

EA schafft Online-Pässe ab
GamePro Ausgabe 07/13:

„Bereits zur Einführung des Online-Passes hagelte es harsche Kritik von den Spielern. Der Code zur Freischaltung der Online-Funktionen von EA Spielen kann nämlich nur ein einziges Mal eingegeben werden. Wer gebrauchte Spiele kauft, muss also zusätzlich einen neuen Online-Pass erwerben, um den Titel auch übers Internet spielen zu können. (Siehe dazu auch Posting # 08.) Viele Spieler fühlen sich davon in ihren Rechten stark eingeschränkt beziehungsweise betrogen. Jetzt reagiert EA auf das negative Kundenfeedback: „Ja, wir geben die Online-Pässe auf“, so John Reseburg, oberster Unternehmenssprecher bei EA. Weiter gibt er bekannt, dass alle neuen EA-Titel ohne diesen Code kommen werden. Ob und wie sich das auf bereits erschienene Spiele mit Online-Pass auswirkt, ist noch nicht bekannt.“

Dafür fährt Microsoft bei der Xbox One noch stärkere Geschütze auf.

›Aktivierungsgebühr‹ für Gebrauchtspiele
Es kommt DICKE
Neu(e) Spiele müssen vor dem erstmaligen Spielen installiert und über den Gamertag (Xbox-Live-Account registriert/aktivert werden.

Dass heißt: Möchte sich Sohnemann vom Papa den neusten Ego-Shooter klauben und auf seiner eigenen Xbox mit/über seinen eigenen Account spielen, geht das nicht mehr.

Weiter: Spiele von Freunden ausleihen oder für einen Zockerabend zum Kumpel mitnehmen oder gar gebraucht zu verkaufen gehört damit der Geschichte an. Nur von Microsoft zertifizierte Händler (vielleicht u.a. Amazon?) werden über eine Datenbank das Spiel von Eurem Xbox-Live-Account löschen können, damit es in Zahlung gegeben werden kann. Auch das Ausleihen von Spielen aus Videotheken ist somit nicht mehr möglich. - Da werden so einige Videotheken sich in Zukunft nicht mehr halten können und dicht machen.

Noch weiter: Wie erwähnt lassen sich gebrauchte Spiele so ohne Weiteres nicht mehr aktivieren. Microsoft wird künftig auch dafür Gebühren verlangen.

Um bei dem Vater-Sohn-Beispiel zu bleiben: Um zu sparen kann/darf/sollte man nur noch einen Xbox-Live-Account, quasi eine Art 'Familien-Account' haben. Denn den Gamertag kann man (wahrscheinlich via Memory-/USB-Stick) von einer Xbox zur anderen mitnehmen. So kann Sohnemann das Spiel auf seiner eigenen Konsole weiterzocken. - Allerdings: Solange der Sohnemann zockt muss die Konsole vom Papa ausbleiben, da der Gamertag ja auf der anderen Konsole genutzt wird... - Warum dann überhaupt noch zwei (oder mehrere) Konsolen in der Familie nutzen?

Noch DICKER
Dank der oben erwähnten Überwachungstechnik (Kinect) wird erkannt, wie viele Personen sich im Raum aufhalten. Online ausgeliehene Filme werden dann nicht mehr für einen festen Betrag ausgeliehen, sondern das System erkennt, wie viele Personen sich den Film ansehen und erhöht ggf. pro Kopf die Gebühr. - Oder verweigert bei zu vielen Zuschauern einfach die Übertragung...

Da sind unsere Datenschützer gefragt, um dieses 'Model' zu unterbinden.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie ist mir Sony in letzter Zeit wieder wesentlich symphatischer geworden, bzw. ist Microsoft in meiner Gunst gesunken. Zumal es auch mehr Jump'n' Run-Games auf der Playstation zu geben scheint. Bleibt abzuwarten, was Sony vor hat. Jedenfalls soll CoD Ghost auch für die PS3 und PS4 erscheinen.

Zum Ende der Playstation3-Ära bringt Sony noch einen echten Burner heraus: The Last of Us. Einen knallharten, postapokalyptischen Survival-Knüller mit Zombies, Mutanten und glaubhaften Charakteren. Auf jeden Fall ein Must have-Titel aber definitiv nichts für Kinder. Allerdings ist der angekündigte Preis wahnwitzig hoch: 70,- €. Da heißt es ersteinmal warten, bis sich der Preis relativiert hat. Dat Game erscheint am 14.06.2013.

Kommentare  

#1 Pisanelli 2013-05-24 08:37
Tja, als ich das mit dem kostenpflichtigen Downloaden bei Gebrauchtspielen las, war die Sache für mich schon gestorben.
Zur Zeit nutze ich noch die Playstation 3, wahrscheinlich machen die es mit den nächsten Generationen ähnlich. Dann sind Konsolenspiele für mich erstmal wieder out. Zum Glück gibt es noch genug Vorrat an alten Spielen.
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#2 Andreas Decker 2013-05-24 11:00
Da ich nicht spiele, brauche ich für so etwas auch kein Geld ausgeben. Aber das mit dem Kinect ist eher gruselig.

Genau wie das dahinterstehende Konzerndatensammeln. Geht doch Microsoft einen Scheiß an, was ich mir wann ansehe. Und irgendwelche "Garantien", wie mit den Daten umgegangen wird, ist doch nur hohles Geschwätz.

Dieses ganze System ist suspekt. Letztens gab es die Nachricht, dass der Apple Store 40% das Angebotes der französischen Digitalcomicplattform Izneo sperrte, das die Amis irgendwie für pornografisch hielten. Also hauptsächlich ein paar nackte Brüste. Die Alben wurden dann über das iPhone nicht mehr vertrieben. (Ich verschlanke hier die Geschichte, es war etwas komplizierter. Kann man nachlesen.) Wozu braucht man eine Zensur, wenn man die Vertriebswege beherrscht?

Die Vorstellung, dass ein derartiges internationales Unternehmen Inhalte kontrolliert - und garantiert gibt es für den chinesischen Markt dann wieder eine den Verhältnissen zugeschnittene Version, Google macht es vor - ist mehr als beängstigend. Kann man jetzt ja sagen, sind doch bloß Spiele. Aber wie besser ganze Generationen verdummen und zu Konsumenten erziehen?
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#3 Laurin 2013-05-24 14:04
Na ja, meine Ex hatte eine PS2 (glaube ich mal, ich habe da nicht wirklich den Überblick)an der sie gerne spielte, oder sie zockte etwas am PC. Wirklich meine Welt war es nicht, darum habe ich schnell wieder die Finger davon gelassen. Wenn ich aber so lese, was da in der Zukunft so alles auf einen zukommt und mir vorstelle, was denen noch alles einfallen kann, um jeden Winkel unseres Lebens so ganz nebenbei auszuspionieren, dann wird mir dabei heftig Übel. Garantien bezüglich der persönlichen Daten geben sie immer, aber kontrollieren, ob diese auch eingehalten werden und in welcher Form, können wir doch schon längst nicht mehr. Wenn ich so was wie oben lese, läuft es mir nur eiskalt den Rücken runter. Da ist für irgendeine Begeisterung kein Platz mehr frei bei mir. :sigh:
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#4 AltesEisen 2013-05-25 14:04
Zu den Hardwarespezifikationen noch ein paar Ergänzungen. Die XBox One und die PS4 unterscheiden sich vor allem beim Speicher. Während die Xbox auf 8GB DDR3 Ram setzt, bietet die PS4 8GB GDDR5 Ram. Das ist der Speicher, welcher auch bei Grafikkarten eingesetzt wird, da er einen sehr schnellen Datendurchsatz erlaubt.

XBox One 68,3GB/s
PS4 176,GB/s

Mit dem zusätzlichen Einbau von 32 MiByte ESRAM versucht Microsoft den Vorteil der PS4 etwas zu minimieren.

Trotzdem hat die PS4 beim Speicher deutlich die Nase vorn. Beide Konsolen setzen auf einen AMD Jaguar Chip(8 Kerne). Wie genau hier der Takt sein wird ist noch nicht ganz klar, bei der PS4 wird 1,8 - 2 GHz pro Kern vermutet, bei der Xbox One 1,6 - 1,8 Ghz. Hier werden sich die beiden Konsolen nicht viel nehmen. Bei der GPU sieht es wieder anders aus. Hier hat die PS4 1.152 Shader Einheiten zu bieten, während die Xbox One 768 Shader zur Verfügung stellt.

Auf dem Papier ist die PS4 im Vorteil. Wie das dann aber bei den Spielen aussieht steht auf einem anderen Blatt. Trotzdem denke ich, dass die grafische Qualität nahezu identisch sein wird, da die Entwickler nicht den Aufwand betreiben werden, eine Konsole oder den PC extra zu optimieren. Aufgrund der x86 Architektur der neuen Konsolen besteht dazu kein Anlaß mehr. Auch werden damit Portierungen für den PC deutlich einfacher sein.

Was Xbox One/PS4 auf gar keinen Fall schaffen ist Spiele in 4k Auflösung zu berechnen. Dazu reicht deren Leistungsfähigkeit nicht aus. Beim Videostreaming wäre diese Auflösung aber möglich. Wird dann aber nur mit einem schnellen Breitband Spaß machen :D

Ich persönlich tendiere weder zur Xbox One/PS4, sondern bleibe weiter dem PC treu. Hier kann ich jederzeit aufrüsten und komme günstiger an Spiele. Da ich gerne MMORPG spiele, bieten mir die neuen Konsolen eh nix. Vor allem aber stört mich die Spionagekamera im Wohnzimmer. Momentan bin ich über die aktuellen Entwicklungen schon etwas erschrocken, denn die Datensammelwut scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Der Datenschutz ist in der EU zwar noch etwas besser als in den USA, aber einen wirklichen Schutz kann ich da nicht erkennen. Weiterhin geben viele Menschen auch freiwillig sehr viel über sich preis. Sei es bei Facebook, oder demnächst mit Google Glass und der Spionage Xbox. Wenn ich daran denke wie das enden könnte, dann wird mir, wie auch Laurin über mir, übel.
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#5 localhorst 2013-05-28 22:43
Jaja, diese Datenschleuder (X-Box One) wurde hierzulande bereits politisch gerügt.

www.spiegel.de/spiegel/vorab/schaar-kritisiert-microsofts-xbox-one-als-ueberwachungsgeraet-a-901879.html

Allerdings ein Schelm wer hier böses Denkt. Denn all unsere hübschen Smart-Phones sind schlimmere Datenschleudern als die "One" je sein könnte. Denn wir tragen die Dinger fast immer bei uns.
Die richtigen Kenntnisse vorausgesetzt könnte man, und nicht nur Microsoft, den Standort auslesen, das Micro wie die Cam einschalten, genügend Bandbreite und Puffer im Handy vorausgesetzt alles mitschneiden. Weiter ist es möglich an alle Daten und jeglichen Datenverkehr zu kommen wo kaum einer sich ordentlich um sein Passworte bemüht. Das I-Phone gilt da als etwas sicherer und die neuen Blackberrys noch mehr. Aber viele von uns schmeißen ja freiwillig mit den Daten um sich, siehe Facebook und co. ...und keinen scheint das zu stören, aber die "One" ist auf einmal ein Big Brother-Teil.

Alles ziemlich Schizophren.
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#6 Laurin 2013-05-28 23:10
#5 Iocalhorst:
Nicht Schizophren, nur bewusst kritisch. Zudem besitze ich auch kein Smart-Phone oder überhaupt noch ein Handy (Handy seit ein paar Jahren nicht mehr, wozu auch?). Wenn mein Chef was von mir will, gibt es die Post und Briefmarken - fertig! Und wer unbedingt auf Facebook alles persönliche bis zum Toilettengang rein setzen will, der soll es tun, aber ich werde es tunlichst unterlassen.

Ich meine, Big Brother ist schon überall, aber ich muss denen das ja nicht leichter machen...oder?
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#7 Pisanelli 2013-05-29 09:45
zitiere localhorst:
Jaja, diese Datenschleuder (X-Box One) wurde hierzulande bereits politisch gerügt.

www.spiegel.de/spiegel/vorab/schaar-kritisiert-microsofts-xbox-one-als-ueberwachungsgeraet-a-901879.html

Allerdings ein Schelm wer hier böses Denkt. Denn all unsere hübschen Smart-Phones sind schlimmere Datenschleudern als die "One" je sein könnte. Denn wir tragen die Dinger fast immer bei uns.
Die richtigen Kenntnisse vorausgesetzt könnte man, und nicht nur Microsoft, den Standort auslesen, das Micro wie die Cam einschalten, genügend Bandbreite und Puffer im Handy vorausgesetzt alles mitschneiden. Weiter ist es möglich an alle Daten und jeglichen Datenverkehr zu kommen wo kaum einer sich ordentlich um sein Passworte bemüht. Das I-Phone gilt da als etwas sicherer und die neuen Blackberrys noch mehr. Aber viele von uns schmeißen ja freiwillig mit den Daten um sich, siehe Facebook und co. ...und keinen scheint das zu stören, aber die "One" ist auf einmal ein Big Brother-Teil.

Alles ziemlich Schizophren.

Das ist der Grund, warum ich auch kein Smart-Phone besitze. Die Technik ist mir noch viel zu unsicher.
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#8 Lefti 2013-05-29 11:19
EA schrieb in vier von fünf Jahren rote Zahlen. Läppische 2,4 Milliarden Euro Verlust. Ob es an der Neuausrichtung nebst versuchten Imagewandel lag, oder an den negativen Schlagzeilen bzgl. ihrer 'Online-Pässe', DRM, Download-Content-Politik, gescheiterte Projekte wie Star Wars: The Old Republic weiß man nicht. Weiterhin haben sie ihre zwei starken Zugpferde: FIFA (Fußball) und Madden (Football).

Ich selber habe mich letztens mit meinem neusten Xbox-Spiel Dead Space 3 - ebenfalls von EA - angeschissen. Bei diesem Spiel legte ich Wert auf die Coop-Online-Möglichkeit. D.h. man kann dieses Spiel komplett zu zweit online durchzocken. Obwohl kein PC-, sondern ein Xbox 360-Spiel, muss man sich bei EA online registrieren, um diese Online-Coop-Möglichkeit nutzen zu können. Dies ist natürlich umso verwunderlicher, da man über Xbox-Live ja bereits registriert ist. Normalerweise sollte diese Registration ausreichen, da sämtliche Xbox-Spiele über Microsoft-Server laufen (sollten). EA-Spiele scheinen jedoch über EA eigene Server zu laufen...?! :-?
Man bekommt nach der EA-Registrierung noch den Hinweis, dass man nun mit seinem Xbox-Live-Zugang/-Avatar 'automatisch' Zugang zu EA hat... :-? Was soll dieses Doppelgemoppel? :o
Darüberhinaus bekam ich erstmals einen Download-Code für Zusatz-Items übermittelt, der nicht funktionierte und musste einen neuen anfordern. :o
Auch für mich wird dies wohl das letzte EA-Game gewesen sein... :o
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#9 Lefti 2013-06-05 15:22
Aus gegebenen Anlass erfolgte heute ein Update des Beitrags.
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#10 Pisanelli 2013-06-05 15:30
Aktivirungsgebühr ist nicht schlecht als Überschrift - passt irgendwie... ;-)
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#11 Lefti 2013-06-05 18:00
zitiere Pisanelli:
Aktivirungsgebühr ist nicht schlecht als Überschrift - passt irgendwie... ;-)

Peinlich, peinlich... :oops:
Danke für den Hinweis.

Da hier jedoch ganze Monate von Beiträge an Daten bei Updates verschwinden, bin ich ganz fest der 'Überzeugung', dass das 'e' beim Updaten des Artikels verschwunden ist. :-*
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#12 AltesEisen 2013-06-11 14:19
Sony und ihre Vorgehensweise bei Gebrauchtspielen.

www.youtube.com/watch?v=kWSIFh8ICaA

Wunderbare Antwort auf Microsoft:-)
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#13 Pisanelli 2013-06-11 14:25
Also bleibe ich bei Sony. Microsoft kommt mir da nicht ins Haus... ;)
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#14 Loxagon 2013-06-11 19:33
Das von Sony war ein geiler Seitenhieb auf die StasiBox One :D
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#15 Rosalie 2014-02-18 17:25
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