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Justifiers oder: Die Wiederbelebung eines phantastischen Universums – im ganz großen Maßstab

Markus Heitz - Das Justifier ProjektJustifiers
oder: Die Wiederbelebung eines phantastischen
Universums im ganz großen Maßstab

Sagt jemandem der Name »Justifiers« etwas? Bis vor Kurzem wird der Titel wohl den wenigsten ein Begriff gewesen sein – sofern es sich nicht um eingefleischte Rollenspiel-Fans handelt, heißt das. Ich selbst hatte die Bezeichnung vor Anfang Dezember 2009 nie vernommen. Dann allerdings ließ Markus Heitz (im Gegensatz zu »Justifiers« ein Name, der mir, wie vermutlich jedem deutschsprachigen Fantasyleser, sehr wohl ein Begriff ist) in seinem Blog die Bombe platzen:

 

Justifiers - Das alte SpielNach vielen langen Monaten mühsamer Recherche und zäher Verhandlungen sei es ihm gelungen, sich die Rechte an dem Rollenspieluniversum »Justifiers« zu sichern. Dieser Ende der 1980er Jahre kurzzeitig aufblühende phantastische Kosmos war für beinahe zwei Jahrzehnte in der Versenkung verschwunden. Nun sei die Zeit reif für eine zweite Chance: Heitz plant das Comeback des einstigen Rollenspiels – in einem Projekt, vor dessen Ausmaß man nur respektvoll den Hut ziehen kann.

Viel Input auf wenig Raum, ich weiß. Besonders dann, wenn einem die Grundlagen fehlen, wie es bei mir bis zur Recherche für diesen Artikel der Fall gewesen ist. Bevor ich zu all den von mir heiß erwarteten einzelnen Vorhaben des »Justifiers«-Projekts komme – und zu dem, was hier auf dem Zauberspiegel in der kommenden Zeit alles geplant ist –, möchte ich die Uhr ein wenig zurückdrehen, und mit den Basics anfangen. Stellen wir uns zunächst einmal die Fragen: Was ist eigentlich das »Justifiers«-Projekt (wie ich es an dieser Stelle einmal nennen möchte)? Und, noch weitaus grundlegender: Was ist denn »Justifiers« überhaupt?


Das »Justifiers«-Projekt von Markus Heitz
Es war Anfang Dezember, als ich beim Durchstreifen diverser Autorenblogs auf einen ellenlangen neuen Eintrag im Online-Journal von Markus Heitz stieß. Gespannt begann ich zu lesen – und erlebte eine echte Überraschung. Neben diversen Neuigkeiten bzgl. der »Zwergen«-Saga und des in Kürze erscheinenden Vampirthrillers »Judassohn« erzählte Heitz von seiner neusten Idee, einem Mammutprojekt, das den Titel »Justifiers« trägt. Der entsprechende Blogeintrag begann mit folgenden Worten:

Preisfrage:
Was haben Christoph Hardebusch, der Heyne Verlag, der Ulisses Verlag und bunte Bilder gemeinsam?
Tja... wie fange ich DA an?
In einem älteren Neuigkeitenbrief hatte ich herumkryptisiert, dass ich gerade etwas vorbereiten würde.
Und dass es etwas mit Amerika zu tun hätte.    
Und dass es SO ETWAS in der Art in Deutschland noch nicht gegeben hätte, was ein Autor anstoßen möchte ...
HEUTE kommt die Auflösung der mystischen Andeutung!!!!
Wie sich herumgesprochen hat, war ich ambitionierter Rollenspieler, sechzehn Jahre lang, quer durch alle Systeme, angefangen vom "Schwarzen Auge" über "StarWars" und "Traveller" bis zu "Vampire", "RoleMaster" und vieles, vieles mehr.     
Und dabei haben wir auch das gespielt:    

+++ J U S T I F I E R S +++

Justifiers war ein winziges SpaceFiction-Rollenspiel¸ bei dem es um anthropomorphe Tiere geht¸ die für Megakonzerne die Kolonisierung von fremden Welten vorbereiten.     
Es erschien von1988 bis 1991, nur auf Englisch, gedruckt vom amerikanischen Verlag StarChilde Publications, im handlichen DinA5-Format    
Es verschwand recht schnell vom Markt... aber mich hat es nicht los gelassen.     
All die Jahre.    
Und was habe ich also getan?    
Recherchiert, gesucht, ehemalige Mitarbeiter des Verlags ausfindig gemacht und weitergesucht - und dieses Jahr ist es mir gelungen:     
Ich habe mir das Spiel -als ehemaliger begeisterter Spieler von JUSTIFIERS- nach Jahren der Recherche und nach zähen Verhandlungen im Sommer komplett gekauft!     
Mit allem drum und dran.
   

Diese Worte waren der Auftakt zu einem längeren Beitrag, in dem Heitz ausführte, was er denn nun mit dem frisch erworbenen Universum anzufangen gedenke. Er stellte ein Unterfangen von beachtlichem Ausmaß vor, das das Herz des geneigten Phantastikfans um ein vielfaches schneller schlagen ließ: Dem »Justifiers«-Universum sollte neues Leben eingehaucht werden.

Okay, das alleine hätte mich noch nicht sonderlich vom Hocker gerissen; ich bin zwar ein riesiger Fan phantastischer Abenteuer, doch mit Rollenspielen habe ich so gut wie keine Erfahrungen. Was mich hingegen begeisterte, ist die Art und Weise, wie Heitz den Relaunch des »Justifiers«-Kosmos handhaben möchte. So wird es nicht nur schlicht ein neues, leicht überarbeitetes und modernisiertes Pen&Paper-Rollenspiel geben, sondern gleich eine ganze Palette von unterschiedlichen Angeboten rund um das Spieleuniversum. Einen „Auftaktroman“ aus der Feder des Großmeisters persönlich, Internetangebote, eine Taschenbuchserie, einen Comic ...

Wenn es jemals einen phantastischen Kosmos gegeben hat, in den sich die Macher von Beginn an mit aller Kreativität reingehängt haben und der SF-Freunde jeglicher Couleur schon vor der eigentlichen „Geburt“ zu begeistern versteht, dann ist es der von »Justifiers«!


Aus: Justifiers»Justifiers« - Was genau ist das eigentlich?
Aus den einleitenden Zeilen Heitz' geht es zwar unschwer hervor, dennoch möchte ich noch einmal in aller Deutlichkeit darlegen, was »Justifiers« genau ist (bzw. ursprünglich gewesen ist).
Also dann: »Justifiers« ist ein SF-Pen&Paper-Furry-Role-Playing Game. Umwerfend, diese Bezeichnung, nicht wahr?


Aufgeschlüsselt meint dieses Ungetüm von einem Titel folgendes:

  • Zunächst einmal ist »Justifiers« ein Rollenspiel, also ein Spiel, in dem Spieler in die Rollen selbst erdachter Figuren schlüpfen, die in erfundenen Welten aufregende Abenteuer zu bestehen haben.
  • Pen&Paper (oder auch Pen-&-Paper, je nachdem, welche Schreibweise einem besser gefällt) meint in diesem Zusammenhang, dass das Spiel unter Zuhilfenahme von Stift, Papier und Würfel vonstatten geht. Die Spieler treffen sich in der realen Welt, halten die Eigenschaften ihrer Charaktere auf Papier fest, und schon können sie eintauchen in einen phantastischen Kosmos. Zumeist läuft das Rollenspiel dann so ab, dass ein Erzähler die Rahmenhandlung des Abenteuers schildert, in das die Figuren hineingeraten. Die Spieler machen sich dann entsprechend der Dinge, die ihren Charakteren im Laufe des Abenteuers widerfahren, Notizen, halten also etwas Erfahrungspunkte fest oder schreiben Gegenstände nieder, die ihre Figuren im Laufe der Queste erbeutet haben und die ihnen für den Rest der Mission zur Verfügung stehen.
  • Damit wären wir beim „Furry“-Teil. Unter einem Furry-Role-Playing Game versteht man ein Rollenspiel, in dessen Mittelpunkt antropomorphe Tiercharaktere stehen, also vermenschlichte, oftmals aufrecht gehende Tiere bzw. Tiere mit einer ganzen Reihe menschlicher Eigenschaften.
  • Zu guter Letzt der SF-Part: »Justifiers« ist ein Spiel, das in einem Zukunfts-Universum angesiedelt ist (auch wenn diese Erläuterung nun tatsächlich überflüssig gewesen sein dürfte...)

Damit es nicht zu Verwirrung kommt, eine Sache noch zur Klarstellung: »Justifiers« mag im Original ein Furry-Role-Playing-Game gewesen sein. Die Neufassung, so betont Markus Heitz, wird jedoch weit über den Furry-Aspekt hinausgehen. Mit den Worten des Großmeisters:

Schwer bewaffnete TeddysDer Furry-Aspekt wird im neuen »Justifiers« nur EIN Aspekt sein. Es erschien mir ein bisschen zu wenig, um ein gesamtes Universum darauf zu stellen. Es geht also nicht darum, als schwerbewaffneter Teddy durchs Welt zu plündern. Laughing

Damit zum Inhalt, also der Story des Spiels: »Justifiers« spielt in der dunklen Zukunft des Jahres 3044. Gigantische Konzerne beherrschen die Erde und leiten die Geschicke der Menschheit. Über sogenannte „Transmatts“, eine Art von Sternentoren, ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit verschiedene erdähnliche Welten zu erreichen. Im Auftrag der Megakonzerne reisen Söldnertrupps, die so genannten „Justifiers“, zu neu entdeckten Welten, um diese für die Besiedelung und die Rohstoffgewinnung vorzubereiten (was selbstverständlich die Beseitigung eventueller Gefahren mit einschließt).

Die Söldnertrupps bestehen aus antropomorphen Tieren, genetisch veränderten Züchtungen, die lediglich einen Lebenszweck haben: ihren Erschaffern zu dienen – und dadurch ihre Freiheit zu erlangen.

Aufbruch in ein neues Zeitalter
»Justifiers« zählte nie zu den großen, erfolgreichen Rollenspielen. Recht schnell verschwand das Ende der 1980er auf den Markt gebrachte Spiel wieder in der Versenkung; bereits Anfang der 1990er hörte man im Grunde nichts mehr von ihm. Bis Ende Dezember 2009 jedenfalls, als Markus Heitz, wie erwähnt, in seinem Blog bekanntgab, die Rechte am »Justifiers«-Universum erworben zu haben.

Damit dürften die grundlegenden Fragen nach dem „Wer“ bzw. „Was“ geklärt sein. Wenden wir uns also einigen anderen Aspekten zu, allen voran der Klärung der Frage: Warum hat es ein Bestsellerautor wie Markus Heitz, der bewiesen hat, dass er ganz formidabel spannende Abenteuer in selbst entworfenen Universen erzählen kann, nötig, ein bereits bestehendes fiktives Universum zu erwerben?

Lassen wir dies den Meister erneut selbst beantworten:

Die Frage steht natürlich im Raum: WARUM tue ich mir das an?    
Wenn ich auf meine to-do-Liste schaue, winken mir die Romane zu. Jetzt ahnt man, weswegen ich meine Werke so gerne plane. :o)    
Der Grund für dieses Projekt ist ... Nostalgie.    
Es ist den Erinnerungen als Rollenspieler geschuldet. Und ein bisschen Enthusiasmus. Und Abenteuersinn. Ich möchte einfach etwas bewegen, Dinge anstoßen und Leute mitreißen.    
Es ist fabelhaft zu sehen, wie viele Menschen sich von meinen Vorschlägen haben begeistern lassen! Nochmals Danke dafür!  
 
 
So weit, so gut. Die Klärung der wichtigsten Frage steht aber noch aus: Was genau erwartet uns denn in den kommenden Monaten und Jahren in Zusammenhang mit den »Justifiers«? Wenn sich jemand wie Heitz einem solchen Kosmos annimmt und viel Zeit, Geld und Herzblut in diesen investiert, dann ist es doch mehr als unwahrscheinlich, dass das Ergebnis all dieser Anstrengungen „nur“ der Relaunch eines kleinen Rollenspiels sein soll. Das mag sich nun ein wenig geringschätzig anhören, so ist es aber keinesfalls gemeint. Doch, und das gibt Heitz in seinem Blog auch unumwunden zu, mit einem Pen&Paper-Rollenspiel alleine bringt man heute keine Massen mehr in Bewegung.

So verwundert es nicht weiter, dass Heitz mit »Justifiers« deutlich mehr geplant hat als „bloߓ die Neuauflage des alten Rollenspiels. Noch sind längst nicht alle Einzelheiten bekannt. Verschiedene Projekte lassen sich allerdings schon ganz konkret benennen:


  • Pen&Paper-Rollenspiele mögen es heutzutage noch so schwer haben. Das ändert nichts daran, dass »Justifiers« im ursprünglichen Sinne nun einmal ein solches ist. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

Ab Ende 2010 soll ein Rollenspiel zu »Justifiers« im ULISSES-Verlag an den Start gehen. Natürlich wird hier nicht nur einfach das alte Spiel recycelt. Heitz hat dem Spiele-Universum, eine Generalüberholung angedeihen lassen. Ein erweiterter Hintergrund, ein neues Regelwerk, ein neues, modernes Design – wer die alte Version von »Justifiers« kennt, der darf sich wohl auf so manche weitreichende Veränderung gefasst machen.

Dass man die Originalversion von »Justifiers« nicht kennen muss, um die neue Ausgabe zu spielen, erübrigt sich eigentlich zu sagen. Das Spiele-Universum wird mit einem ausführlichen Startband eingeführt, der es jedem, Neuling wie altem Hasen, Rollenspiellaien wie Rollenspielprofi, ermöglichen soll, sich mühelos im »Justifiers«-Kosmos zurechtzufinden.

  • Das Spiele-Universum mag seinen Relaunch erst Ende des Jahres erleben. In den überarbeiteten »Justifiers«-Kosmos als solchen hingegen kann man schon im Frühjahr eintauchen. Dann nämlich, wenn Heitz' düsterer SF-Roman »Collector« erscheint.

CollectorUnd darum geht es (laut Beschreibung auf der Webseite des Heyne-Verlags) im Buch:

Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ...
Quelle: Heyne Verlg

»Collector« ist im »Justifiers«-Universum angesiedelt und soll den Lesern einen ersten Eindruck vermitteln, was sie in dem Kosmos alles erwartet. Für alle, die vorhaben, das Rollenspiel einmal zu testen, ist das Buch also die ideale Möglichkeit, einen ersten Blick in die dem Spiel zugrunde liegende Welt zu werfen. Und all diejenigen, die mit Rollenspielen nichts anfangen können, dürfen sich schlicht und einfach auf einen neuen Roman aus der Feder von Markus Heitz freuen (mit anderen Worten: Man kann das Buch auch genießen, ohne das Spiel zu kennen; umgekehrt gilt dies natürlich auch, die Lektüre von »Collector« ist keinesfalls eine Voraussetzung dafür, dass man sich im Rollenspiel zurechtfindet).

  • Ein einzelner Roman ist Heitz jedoch nicht genug. Aus diesem Grund startet Ende 2010 eine Taschenbuchserie mit Romanen aus dem »Justifiers«-Universum. Ein paar Fakten hierzu:
  • Der Auftaktroman stammt aus der Feder von Christoph Hardebusch, der durch Fantasyepen wie »Die Trolle«, die»Sturmwelten«-Saga oder »Die Werwölfe« bekannt geworden ist. Man darf gespannt sein, wie er sich im SF-Genre schlägt!
  • Die folgenden Romane werden von unterschiedlichen deutschsprachigen Autoren aus dem Phantastik-Bereich verfasst. Wer sich im Einzelnen beteiligen wird, ist bislang noch ein Geheimnis.
  • Die Serie erscheint ab Dezember 2010 im Heyne-Verlag; über den Erscheinungsrhythmus ist bislang noch nichts bekannt.
  • Die Romane spielen zwar im selben Universum, sind aber jeweils in sich abgeschlossen. Mit anderen Worten: Die Reihenfolge, in der man sie liest, ist unerheblich. Jeder Autor darf sich innerhalb der Grenzen des »Justifiers«-Kosmos frei bewegen und nach eigenem Willen Geschichten erzählen. Klingt so, als dürften wir uns auf einen abwechslungsreichen Mix packender SF-Abenteuer freuen.
  • Markus Heitz selbst ist bislang noch nicht als Autor eingeplant. Ihm obliegt vorerst nur die Koordination der Geschichten (er muss also darauf Acht geben, dass sich die einzelnen Werke auch in den Spiele- bzw. Serienkosmos einfügen und es in keinerlei Hinsicht zu irgendwelchen Widersprüchen kommt). Aber man soll bekanntlich niemals nie sagen ...
  • Weitere Projekte wie ein Comic und, selbstverständlich, eine Internetpräsenz des »Justifiers«-Universums sind ebenfalls geplant. Konkrete Fakten gibt es hierzu noch keine; Potenzial ist, insbesondere was den Onlinebereich angeht, aber allemal vorhanden.

Ihr seht: Markus Heitz' »Justifiers«-Projekt als Mammutunterfangen zu bezeichnen, ist alles andere als übertrieben. Mit der Veröffentlichung von »Collector« beginnt ein multimediales Abenteuer, das SF-Fans so einiges zu bieten zu haben scheint – und sie in ein Universum mitnimmt, in dem man sich spielend, lesend, surfend und mit Sicherheit noch auf so manch andere Art und Weise verlieren kann ...

So viel zur Einleitung. Zum Schluss möchte ich noch eine letzte Frage beantworten: Was hat denn der Zauberspiegel nun mit dem »Justifiers«-Projekt zu tun?


Nun denn:

Der Zauberspiegel und »Justifiers«

Als ich das erste Mal von Markus' Ideen bezüglich der Zukunft des »Justifiers«-Universums las, war ich wie elektrisiert. Ein erstklassiger Schriftsteller, ein phantastisches Projekt von gewaltigem Ausmaß (bei dem ich die Chance habe, von Anfang an mit dabei zu sein!), die Beteiligung weiterer namhafter Autoren, unzählige (leider) vielfach noch geheime Pläne ... Ich war hellauf begeistert! Für mich stand sofort fest: Hier erlebe ich den Auftakt eines hochinteressanten Projekts, das ich unbedingt begleiten muss! Und wie könnte ich das besser tun als im Rahmen meiner Tätigkeit als Zauberspiegel-Redakteur?

Aufgrund einiger terminlicher Schwierigkeiten hat es zwar einige Wochen gedauert, doch Ende 2009 bin ich endlich dazu gekommen, mit Markus Heitz in Kontakt zu treten und ihm die Idee zu unterbreiten, dass der Zauberspiegel das »Justifiers«-Projekt von Anfang an begleiten möchte.

Zu meiner Begeisterung kann ich sagen: Markus zeigte sich hocherfreut über das Interesse meinerseits und sagte mir sofort seine Unterstützung zu.


Von daher habe ich heute die große Freude, Euch das Zauberspiegel-»Justifiers«-Projekt vorzustellen (ja ja, ich weiß, der Titel ist nun echt nicht der Hammer; Alternativvorschläge sind daher hochwillkommen). Der Zauberspiegel möchte das »Justifiers«-Universum von Anfang an und in all seinen Facetten begleiten. Anders ausgedrückt: In den kommenden Monaten erwarten Euch eine ganze Reihe unterschiedlicher Beiträge rund um »Justifiers«. Rezensionen zu »Collector« und den Beiträgen der Taschenbuchserie sind natürlich schon fest eingeplant, ebenso wie ein ausführlicher Ausflug in die Welt des Rollenspiels. Wenn möglich, wollen wir Euch Hintergrundberichte liefern, Werkstattberichte, Interviews mit Autoren und anderen Beteiligten, und wer weiß, vielleicht gelingt es uns sogar, ein klein wenig Exklusivmaterial zu bekommen ...

Wer sich also auch nur im Mindesten für SF, Rollenspiele, Markus Heitz und Co interessiert, für den lohnt es sich, ab sofort regelmäßig beim Zauberspiegel vorbeizuschauen. Los geht es schon in Kürze mit einigen Interviews, die hoffentlich Licht in die ein oder andere bislang noch unklare Sache bringen. Wer unsere Interviewpartner sind? Lasst Euch überraschen. Interviewpartner Nummer eins dürfte aber nicht allzu schwer zu erraten sein Wink


»Justifiers«. Es ist ein gewaltiges Projekt, das da auf uns zukommt. Wie gewaltig? Nun, das wird sich in naher Zukunft zeigen – hier auf dem Zauberspiegel, allen voran aber natürlich im »Justifiers«-Kosmos selbst!

 

Kommentare  

#1 Laurin 2010-01-17 03:18
Hört sich wirklich spannend an...
...freue mich schon jetzt darauf, mehr zu lesen, zumal hier ja um ein Rollenspiel ein richtig kleiner Kosmos drumherum aufgebaut werden soll.
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#2 Tuvy 2010-04-01 20:55
Ich finde das einfach nur klasse .. da ich großer Markus Heitz fan bin werde ich das/die Bücher auf jedenfall lesen.... meine einzige Angst ist nur, dass es nicht genug leute zum pen&paper spielen gibt.. aber das wird sich zeigen
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#3 Sinthoras 2010-07-18 17:09
soderle... vielen Dank erst ein mal für die vielen Infos.
Ich hatte bis jetzt noch nicht alles davon in Erfahrung bringen können.
Falls es OK ist, würde ich gerne anküngigen, dass ich gedenke dieses P&P-Spiel, als absoluter Neuling auf diesem Gebiet, gedenke zu spielen und bestimmt früher oder später mal Mitspieler im Raum Hamburg brauche. ;o)
Aber verabredungen hierzu sollte man auf einer anderen Plattform im I-Net treffen...
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#4 Noir 2010-07-18 22:32
und auch ein sodele von mir :lol: Ich bin jetzt mit Collectors dem Hörspiel durch und muss sagen, dass Markus Heitz ein schönes, düsteres Universum geschaffen hat. Die Justifieres haben zwar in Collectors eine eher untergeordnete Rolle doch gibt das Hörbuch einen ersten, guten Überblick über die Situation der Menschheit dieser Zukunft.
Michael Hansonis (der Sprecher des Hörbuches) versteht es den verschiedenen Charakteren Tiefe zu geben und kann definitiv mit anderen, bekannten, Sprechstimmen mithalten (ich kannte ihn bissher nicht, auch nicht in seinem "anderen Leben" als Sänger).
Wer sich das Buch nicht kaufen will und sich stattdessen auf dem Weg zur Arbeit mit einer guten SF Geschichte ablenken möchte: Meine Empfehlung kann ich geben :P
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#5 Chaly 2011-09-07 22:36
Ich habe ebenso wie Noir gerade (vor einer Woche) das Hörbuch zuende und würde es am liebsten bei Kapitel 1 wieder starten. Markus Heitz hat mich ohnehin mit seinen Büchern immer wieder begeistert, aber mit Collectors hat er sich selbst übertroffen.
Wenn seine Figuren schon immer sehr glaubwürdig und die erschaffene Welt greifbar war, dann gehe ich bei Collectors so weit zu sagen, dass man bei diesem Roman gar das Gefühl hat, den Figuren auf der Schulter zu sitzen und zuzuschauen, mitzufühlen.

Als ich dann noch hörte, dass daraus ein P&P wiederauferstehen soll. Ein Vorhaben was glücklicherweise schon ein paar Mal funktioniert hat - ich denke da z.B. an Earthdawn.
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