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Our Last Best Hope - Der Prolog

Our Last Best HopeOur Last Best Hope
Der Prolog

Als 1993 die Sci-Fi Serie Babylon 5 das Licht der Welt erblickte, kann man wohl mit Fug und Recht behaupten das eine neue Epoche im Bereich der Sci-Fi Serien eingeläutet wurde. Momentan werden ja immer wieder Lobeshymnen auf Battlestar Galatica angestimmt, welche sich diese Serie auch verdient hat, aber nicht BSG hat das Zeitalter dieser „neuen“ Sci-Fi Serien eröffnet. Serien die von einem großen Handlungsrahmen geführt wurden. Serien die sehr viel Wert auf die Ausarbeitung und Hintergründe ihrer Charaktere gelegt haben.

 

J. Michal StraczynskiDer Schöpfer von Babylon 5, Joseph Michael Straczynski , hat die Handlung und Charaktere für fünf Staffeln geplant. Aber die Geschichte ist nicht eine Aneinanderreihung von Einzelfolgen ohne großen Zusammenhang, sondern eine einzige Geschichte. Diese Geschichte hat für den Zuschauer immer Überraschungen und Wendungen auf Lager. Auch unterliegen die Charaktere einem stetigen Wandel und erzählen ihre ganz eigene Geschichte, ohne dabei den Gesamtzusammenhang aus den Augen zu verlieren.

Man kann Straczynski für die Ausarbeitung der Serie nicht genug loben. Er hat gezeigt das man komplexe Hintergründe dem Zuschauer spannend präsentieren kann, aber vor allem das man über einen längeren Zeitraum die Handlung fortführen kann. Von den Anfängen bis zum fulminanten Ende, welches aber leider schon etwas früher als geplant Einzug gehalten hatte. Die ursprünglich auf fünf Staffeln angelegte Handlung musste aufgrund finanzieller Probleme auf vier Staffeln verkürzt werden, was dann zur Folge hatte das die vierte Staffel schon fast zu voll geraten ist. Ein Höhepunkt wechselte sich mit dem nächsten ab, man hatte als Zuschauer keine Zeit mal zu Atem zu kommen. Dann trat aber die Situation ein, dass doch noch die Mittel für eine fünfte Staffel genehmigt wurden. Die eigentlich als Schlussepisode gedachte letzte Folge der vierten Staffel, wurde dann ans Ende der jetzt genehmigten fünften Staffel gesetzt, und dann von einer Folge ersetzt die einen Blick in die Zukunft der Menschheit wagt.

Die fünfte Staffel stand jetzt natürlich vor der Situation das einiges an Inhalt fehlte, da man diesen schon in der vierten Staffel benutzt hatte, um die Serie dann abschließen zu können. Aber glücklicherweise war noch genügend Inhalt vorhanden um die Geschichte fortsetzen zu können. Wobei meiner Meinung nach die fünfte Staffel nicht mehr ganz an die Qualität der vorherigen anknüpfen konnte.

Die Faszination Babylon 5 beruht natürlich auch auf der Ausarbeitung des Universums in dem die Serie spielt. Die Menschheit ist noch eine recht junge Rasse, die noch ihren Platz im Gefüge der Galaxis sucht. So passiert es auch, dass sie viele Fehler machen und von den älteren Völkern kritisch betrachtet werden. Das führt sogar zu einem Krieg gegen das Volk der Minbari, die den Menschen in allen Belangen weit überlegen sind. Aufgrund der Erfahrungen aus diesem Krieg, der von den Minbari selber beendet wurde, obwohl sie eigentlich schon gesiegt hatten , führte dies dazu das sich auf der Erde der Rassismus gegenüber Außerirdischen mehr und mehr steigerte. So geriet die Erde dann in einen Strudel, der dann darin gipfelte das die Menschheit von einem Präsidenten geführt wird der sein Amt mit Gewalt übernimmt. Unter dieser Führung wird die Erde den anderen Völkern gegenüber immer aggressiver, aber noch härter schlagen sie gegen ihre eigenen Kolonien los.

Dem gegenüber wirkt das Volk der Minbari geradezu friedfertig, obwohl auch sie kompromisslos sein können. Um aber die Balance nicht zu verlieren hat ihre Gesellschaft ein Kastensystem etabliert. Es gibt die Kaste der Arbeiter, die religiöse Kaste und natürlich die Kriegerkaste. Diese Kasten haben dann im regierenden Grauen Rat ihren Platz gefunden. Aber dieses System hat nicht immer die Minbarikultur geleitet. Vor dem ersten Schattenkrieg waren Bürgerkriege an der Tagesordnung, Ähnlichkeiten zur Entwicklung auf der Erde eröffnen sich. Durch die Ereignisse im ersten Schattenkrieg schaffen sie es aber sich aus den Fängen der Gewalt zu befreien und etablieren den Grauen Rat. Aber auch ein ehemaliger Mensch spielt dabei eine große Rolle, aber dazu in den folgenden Teilen mehr.

Babylon 5Die nächsten großen Völker sind in einer herzlichen Feindschaft vereint. Das sind die Centauri und die Narn. Die Centauri kann man schon etwas mit dem Römischen Reich aus unserer eigenen Geschichte vergleichen. Im Wachstum begriffen bis es zu Auflösungserscheinungen kommt. Einen erheblichen Anteil daran hatten aber die Narn. Die Centauri versuchten im Zuge ihrer Expansion den Planten der Narn in Besitz zu nehmen und die Narn zu versklaven. Da die Narn aber nicht gewillt waren sich in ihr Schicksal zu ergeben, kam es zu einem langen Krieg um die Vorherrschaft über Narn, der die Centauri erhebliche Ressourcen kostete. Die Centauri waren nicht in der Lage Narn zu übernehmen und mussten aufgrund vieler Probleme an den Grenzen ihres Sternenreiches Narn verlassen. Zurück blieb ein fast völlig zerstörter Planet und das Volk der Narn. Aber statt sich in ihr Schicksal zu ergeben , entwickelten sich die Narn in einem schnellen Tempo und bauten eine starke militärische Infrastruktur auf. Da ihr Fortschritt aber vor allem auf den Einsatz der Technologien andere Völker beruhte, erreichten sie nie den Stand der Entwicklung wie eben die Völker deren Technologie sie verwendeten. Ihre Schlachtschiffe waren imposante Erscheinungen, aber  nicht ganz so leistungsfähig wie die Schiffe der Minbari, Centauri oder der Erde. So kam es auch das sie im weiteren Verlauf der Ereignisse von Babylon 5 einer erneuten Invasion der Centauri kaum etwas entgegensetzen konnten. Wobei die Schatten nicht unschuldig daran waren.

Neben den Völkern der Centauri, Narn und Minbari gibt es noch weitere Außerirdische Rassen im Babylon 5 Universum. Diese haben aber nicht die wichtige Rolle in der Serie wie die hier etwas näher beschriebenen Völker, wobei sie immer wieder Erwähnung fanden und auch bei denkwürdigen Ereignissen dabei waren, aber halt nicht im Mittelpunkt standen.
 
Aber über all diesen Völkern stehen die Vorlonen und die Schatten. Sie gehören zu den Allerersten, haben aber vor sehr  langer Zeit nicht das Universum verlassen um eine neue Existenzebene zu erreichen. Seit dieser Zeit versuchen sie die Geschicke der Völker zu beeinflussen und sie in ihrer Entwicklung nach vorne zu bringen. Dabei haben aber beide Völker verschiedene Ansätze. Die Vorlonen setzen auf das Vermitteln von Wissen/Ordnung und die natürliche Entwicklung, während die Schatten Kriege als den besten Antrieb zur Entwicklung der Völker sehen. Und so bekämpfen sich die letzten Völker der Allerersten mit diesen verschiedenen Ansätzen, ohne sich aber in direkter Konfrontation gegenüber zu stehen. Das letzte mal passierte dies im ersten Schattenkrieg, aber der zweite Schattenkrieg kündigt sich an. Aber in einem gleichen sich beide Völker, sie sehen ihren Weg als alternativlos an und setzen diesen Weg auch kompromisslos durch. Ihr Entwicklungsstand ist den anderen Völkern der Galaxis haushoch überlegen, was einmal die Technologie betrifft, aber auch ihre eigene Existenzform. Sie verfügen über Kräfte und Fähigkeiten die alles übersteigen was den jüngeren Völkern zur Verfügung steht.

Die captainsUnd Babylon 5 dient als Anlaufstelle für diese Völker. Namensgeber für die Serie ist eine gigantische Raumstation der Erde. Die Menschheit hat diese gewaltigen Raumstationen im Weltall errichtet, um den Dialog zwischen verschiedenen Völkern zu fördern. Aber die Vorgänger von Babylon 5 wurden entweder zerstört, oder verschwanden unter mysteriösen Umständen. Trotzdem ließ man nicht von diesem Projekt ab und errichtete mit Hilfe der Centauri und Minbari dann Babylon 5. Dass diese Station dann der Ausgangspunkt für umwälzende Veränderungen sein würde hat zu diesem Zeitpunkt sicher niemand geahnt. Das wichtigste Gremium war sicherlich der Botschafterrat der verschiedenen Völker. Selbst die Vorlonen hatten einen Botschafter auf Babylon 5. Das die Kooperation zwischen diesen verschiedenen Völkern alles andere als einfach war versteht sich von selber. Aber im Laufe der Ereignisse wurden die Völker mehr und mehr gezwungen zu kooperieren. Natürlich nicht ohne den eigenen Vorteil außer Acht zu lassen. Wegweisend war dann die Unabhängigkeitserklärung der Station gegenüber der Erde, nachdem Präsident Clark widerrechtlich sein Präsidentenamt übernommen hatte und mehr und mehr eine Militärdiktatur installierte. Das die Schatten dabei sein Verbündeter waren ahnte zu dieser Zeit noch niemand.

Aber die Serie lebt nicht nur von ihrem Hintergrund, sondern vor allem auch wegen der vorhandenen Charaktere. An erster Stelle ist da natürlich der erste Kommandant von Babylon 5 zu nennen, Jeffrey Sinclair. Vor allem die Minbari haben darauf bestanden das er zum Kommandanten der Station ernannt wird. Warum und wieso das so ist, welche extrem wichtige Rolle er in der Vergangenheit der Minbari spielt, wird im Laufe der Serie mehr und mehr enthüllt. Auch ist der Auslöser dafür das die Minbari die schon besiegte Erde verschonen.

Dann wurde Jeffrey Sinclair in der zweiten Staffel von John Sheridan ersetzt. Viele sehen seine Ernennung anfangs kritisch, da er  auf der Erde als Kriegsheld gilt. Er ist der einzige Kommandant der Erdstreitkräfte dem es gelang einen Minbari Kreuzer zu zerstören. Viele sehen seine Ernennung als Zeichen für die Militarisierung der Erde, aber mit der Zeit wird deutlich welch unglaublich wichtig Rolle ihm in dieser Geschichte vorherbestimmt ist. Vom einfachen Kommandanten zum Revolutionsführer der sich von der Erde lossagt. Er ruft eine Streitmacht ins Leben die sich aus den verschiedenen Völkern der Galaxis zusammensetzt und schafft es die Völker mehr und mehr zu vereinen. Im zweiten Schattenkrieg ist er der Mensch der als Fanal der Hoffnung an vorderster Front steht, und die Erde von der Militärdiktatur befreit.  Er schafft es sogar vom Heimatplaneten der Schatten zurückzukehren, obwohl er eigentlich schon gestorben war. Seine verschollene Frau wird auch noch eine wichtige Rolle spielen, denn sie ist nicht auf irgendeinem Planten verschwunden, sondern auf Z´ha Dum, dem Heimatplaneten der Schatten. Da Sheridan den Verlust seiner Frau kaum verwinden konnte, erst Delenn schaffte es diesen Verlust zu lindern, kommt der Rückkehr seiner Frau eine besondere Bedeutung zu. Diese Rückkehr führt aber dann dazu das Sheridan erkennt das er seine Frau für immer verloren hat, und zwar an die Schatten.

Die BotschafterEine weitere Hauptfigur in der Serie ist die Minbari-Botschafterin Delenn. Anfangs steht sie Menschen sehr skeptisch gegenüber, denn sie hat persönlich miterleben müssen wie der Führer des Grauen Rates, Dukhat, von den Menschen getötet wurde. Daraus entwickelt sich eine fürchterliche Wut auf die Menschheit, die aber mit der Zeit wieder rationaleren Sichtweisen Platz machte. Sie sorgte dafür das man in der letzten Verteidigungsschlacht der Erde den Kampfpiloten, und späteren Kommandanten von Babylon 5, Jeffrey Sinclair, an Bord holte um ihn zu verhören. Bei diesem Verhör wurde deutlich das Sinclair der Träger einer Minbariseele ist. Niemand konnte sich erklären wie das möglich ist, aber ein Gesetz der Minbari besagt das ein Minbari keinen anderen Minbari töten darf. So wurden dann schließlich die Kampfhandlungen eingestellt und die Minbari kapitulierten vor der schon besiegten Erde. Delenn macht dann im Verlauf der Serie eine sehr interessante Wandlung durch. Mit einer Technologie, die kaum jemand versteht, wandelt sie sich von einer Minbari in eine Mischung aus Mensch und Minbari. Sie sieht dies als einzigen Weg um die Völker wieder zu versöhnen. Dies stieß aber bei ihrem eigenen Volk nicht auf viel Gegenliebe. Man hatte Delenn vor ihrer Verwandlung sogar die Führerschaft im Grauen Rat angeboten, was sie aber abgelehnt hat. Diese Entscheidung hatte für Aufsehen und Entsetzen gesorgt, denn noch niemand hatte es gewagt diese Ehre abzulehnen. Nach ihrer Verwandlung wurde sie vor den Grauen Rat zitiert und aus diesem ausgeschlossen. Sie darf aber weiterhin als Botschafterin auf Babylon 5 tätig sein. Mit der Zeit wurde aber der Stimme von Delenn wieder mehr Gewicht eingeräumt. Sie ist es letztendlich die einen Bürgerkrieg auf Minbar verhindert und den Grauen Rat wieder neu ins Leben ruft. Zwischen Delenn und Sheridan entwickelt sich mit der Zeit eine tiefe Liebe. Beide sind die Stützpfeiler im Kampf gegen die Schatten.

Nicht weniger wichtig war und ist Susan Ivanova. Sie ist die Stellvertretende Kommandantin von Babylon 5. Mit Sheridan verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Unerschütterlich steht sie an seiner Seite, im Kampf gegen die Bedrohung durch die Schatten und der Militärdiktatur von Präsident Clark. Anfänglich wird ihre Arbeit durch ihren Hass auf Telepathen erschwert, was ihr vor allem die Arbeit mit dem Psi-Corps von der Erde erschwerte. Wobei dieses Misstrauen gegenüber dem Psi-Corps in vielen Situationen sehr wichtig war. Ivanova ist aufgrund vieler negativer Erfahrungen auch nicht fähig eine Beziehung einzugehen, was vor allem dem Ranger Marcus Cole sehr zu schaffen machte. Er ist unsterblich in Ivanova verliebt, diese ignorierte aber seine Gefühle. Und wie so oft merkt  sie erst etwas als es  zu spät ist. In der Entscheidungsschlacht um die Erde wird sie tödlich verwundet. Kein Arzt kann ihr mehr helfen. Marcus Cole wird fast Wahnsinnig vor Verzweiflung. Er durchforstet die Datenbanken von Babylon 5 nach Technologien die vielleicht helfen können. Und so findet er ein Außerirdisches Gerät das die eigene Lebensenergie auf andere übertragen kann. Aber dieses Gerät wurde eigentlich dazu entwickelt die Todesstrafe zu vollstrecken, nicht um Menschen zu heilen. So entzieht die Maschine Marcus seine ganze Lebenskraft um Ivanova zu heilen. Während Marcus einschläft um nie wieder aufzuwachen, öffnet Ivanova ihre Augen. Das tragische Ende einer nie erwiderten Liebe.

Dann gibt es aber noch zwei Hauptfiguren die sich immer wieder bis aufs Blut bekämpfen. Das ist der Centauri Botschafter Mollari und der Botschafter der Narn G´kar. Es ist immer ein Vergnügen gewesen zu sehen wie diese Beiden sich das Leben schwer gemacht haben. Anfänglich haben sie sich noch zurückgehalten, auf direkte Auseinandersetzungen verzichtet. Diese Zurückhaltung wurde aber mit der Zeit immer weniger. Dann haben aber der wahnsinnige Imperator der Centauri, und die neuerliche Besetzung von Narn sogar zu seinem Bündnis der Beiden geführt.  Es war eine wunderschöne Hassliebe. Sie konnten nicht miteinander, aber sie kamen auch nicht ohne den anderen aus. Mit der Zeit wurde deutlich das sie nicht nur einfache Botschafter waren. G´kar ist während der ersten Besatzung sogar Mitglied im Khari geworden, dem Regierungsrat der Narn. Mollari stammt aus einer einflussreichen Adelsfamilie. Beide schaffen es im Laufe der Zeit wieder mehr Macht und Einfluss zu gewinnen, wobei ihre Schicksale sehr eng miteinander verknüpft sind. Mollari schafft es sogar zum Imperator zu werden. Aber auch im Tod sind die Beiden vereint. Als im Zuge der Verwüstung von Centauri Prime G´kar dort ankommt, trifft er im Thronsaal  Mollari in einem bemitleidenswerten Zustand. Er wird von einem Parasiten der Drakh kontrolliert und kann sich nur mit sehr viel Alkohol kurzzeitig aus dessen Umklammerung lösen. Mollari, der nun alles verloren hat, bittet G´kar ihn von seinem Leid zu erlösen. Anfänglich weigert sich G´kar, dann beginnt er aber zu verstehen. Er versucht G´kar zu töten, aber dadurch erwacht der Parasit wieder und kämpft um sein Leben. So kommt es das sie sich gegenseitig erwürgen und sie dann in dieser Haltung sterben. Ein Ende das zu den Beiden passt. Als Zuschauer hatte ich das Gefühl das dieses Ende die logische Konsequenz ihres Handelns ist.

Die OffiziereVergessen sollte ich auch nicht Michael Garibaldi. Der Sicherheitschef ist ein sehr guter Freund von Jeffrey Sinclair und durch dessen Anregung auf die Station Babylon 5 gelangt. Garibaldi hat in seiner Zeit beim Militär viele negative Erfahrungen gemacht und wurde dadurch zum Alkoholiker. Als er aber seinen Dienst auf Babylon 5 antritt schafft er einen Neuanfang. Aufgrund seiner Erfahrungen im Sicherheitsbereich ist er die optimale Besetzung für den Posten des Sicherheitschefs auf Babylon 5. Als Sinclair Babylon 5 verlässt ist er anfänglich skeptisch was den neuen Kommandanten betrifft. Aber mit der Zeit entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen Sheridan und Garibaldi. Die Konflikte mit den Schatten und der Erde schweißen sie immer mehr zusammen. Aber leider wurde diese Freundschaft auf eine schwere Probe gestellt. Im Laufe eines Angriffs der Schatten auf Babylon 5 verschwinden diese plötzlich, obwohl die Station völlig hilflos ist. Aber Garibaldi verschwindet ebenso. Zack Allen, sein Stellvertretender Sicherheitschef findet ihn dann schließlich. Aber Garibaldi hat sich verändert. Er steht nun ihrer Sache sehr skeptisch gegenüber. Kurz darauf quittiert er seinen Dienst beim Sicherheitsdienst und arbeitet als Detektiv. Dabei gerät er immer wieder mit Sheridan aneinander. Dieser droht sogar Garibaldi von der Station zu werfen. Kurze Zeit später wird Garibaldi von einem seiner Auftrageber auf den Mars gerufen. Es ist der Mann seiner Ex Frau, William Edgars. Ihm gehört eines der größten Unternehmen auf der Erde. Garibaldi merkt aber nicht das er die Hauptfigur in einem Komplott gegen Sheridan ist. Und so kommt es dann das Sheridan von den Erdstreitkräften gefangen wird. Garibaldi wird währenddessen von Bester, dem Anführer des Psi-Corps, darüber informiert das er manipuliert worden ist. Als die Schatten ihn entführt haben, wurde er vom Psi-Corps so konditioniert das er ihren Befehlen folgt. Bester lässt Garibaldi aber am leben, denn der Tod wäre eine Erlösung gegen die Schuldgefühle die er nun hat. Garibaldi schafft es dann trotzdem Sheridan zu befreien und heiratet später Edgars Witwe. Er übernimmt die Kontrolle über die Firma von William Edgars.

Stephan Franklin ist der Chefarzt der Medlabs auf Babylon 5. Diesen Posten erlangt er vor allem aufgrund seines Wissens über die Anatomie vieler Außerirdischer Lebensformen. Franklin setzt sich von Anfang an für alle Erkrankten auf Babylon 5 ein, völlig egal welchem Volk sie angehören.  Das treibt ihn mehrmals soweit das er direkte Befehle verweigert. Auch arbeitete er gezielt gegen das Psi-Corps und dessen Praktiken in Bezug auf Telepathen. Franklin mutet sich immer mehr zu. Mehr als sein Körper aushalten kann. Franklin ist aber nicht bereit dies zu akzeptieren und wird süchtig nach Aufputschmitteln. Alle Versuche ihm zu helfen schlagen fehl, auch auf Sheridan hört er nicht mehr. Das gipfelt dann darin das Franklin sich aus seinem Amt zurückzieht und sich auf Babylon 5 versteckt. Dabei wird er aber schwer verwundet und schafft es im allerletzten Moment sich zu retten. Während der Genesung im Medlab überwindet er auch seine Sucht und nimmt wieder seinen Platz im Team ein. Vor allem im Konflikt gegen die Erde und Präsident Clark, ist er es der als Kontaktmann mit dem Widerstand auf dem Mars fungiert. Seiner Intervention hat es Garibaldi zu verdanken das er vom Widerstand nicht hingerichtet wurde.

Dies waren jetzt die Hauptfiguren der Serie. Sie wurden aber ergänzt durch Lennier, Marcus, Zack Allen, Lyta Alexander, Morden,  Vir Cotto , Bester und Elizabeth Lochley als Kommandantin in Staffel 5. Aber auch die Charaktere die nicht in der ersten Reihe standen hatten ihre eigene Geschichte, die dann wieder  mit den Hauptcharakteren verknüpft war. Überflüssig oder unwichtig war keiner von ihnen.

Was aber meiner Meinung nach auch eine große Rolle gespielt hat war die Besetzung der Serie. Hier hat man eine sehr gute Wahl getroffen. Bruce Boxleitner  als John Sheridan passte wie die Faust aufs Auge. Peter Jurasik(Londo Mollari) und Andreas Katsulas(G´kar) waren meiner Meinung nach Volltreffer. Wie diese Beiden die Hassliebe zwischen ihren Figuren gespielt haben war einfach schön anzusehen. Claudia Christian als unnahbare Susan Ivanova, die aber mit der Zeit immer mehr auftaut, war auch stark besetzt. Walter König verkörperte den zwielichtigen Psi-Corps Telepathen Bester, und das ziemlich überzeugend. Wenn ich mir die Besetzung anschaue, dann wüsste ich jetzt nicht wen ich da negativ erwähnen sollte. Klar, jeder hat persönliche Vorlieben bezüglich der Figuren, aber die Charaktere die im Mittelpunkt standen und deren Begleiter waren abwechslungsreich in Szene gesetzt. Wobei ich persönlich zwar nicht mit Marcus warm wurde, aber das sind halt persönliche Vorlieben.

Was der Serie aber auch noch eine ganz eigene Note gegeben hat sind die Spezialeffekte. Die CGI Effekte waren für damalige Verhältnisse, vor allem wenn man sie mit anderen Sci-Fi Serien aus dieser Zeit vergleicht, eine Augenweide. Von Staffel zu Staffel wurden die CGI Effekte auch immer ausgefeilter und imposanter. Vor allem die vierte Staffel brennt ein wahres Effektfeuerwerk ab. Der Höhepunkt ist sicherlich die Auseinandersetzung zwischen den Flotten der Vorlonen, Schatten und der Allianz. Das manches heute nicht mehr so wirkt als wäre es auf der Höhe der Zeit ist natürlich klar, aber durch den eigenen Stil von Babylon 5 wirkt das auf mich nicht störend.

Wenn man sich Serien in der heutigen Zeit anschaut, dann wird deutlich welche Bedeutung Babylon 5 gehabt hat. Joseph Michael Straczynski hat den Weg für komplexe Serien geebnet. Leider konnte das Spin-off Crusade nicht diesen Standard erreichen.

Damit will ich auch mal mit der Einleitung zu einem Ende kommen, mehr ins Detail geht es bei der Betrachtung der Staffeln und Spielfilme.

Kommentare  

#1 Noir 2010-05-22 11:32
Danke. Sehr schöner Artikel über meine Lieblings SF TV Serie. Ich fand und finde es immer noch faszinierend wie sich die Serie von der Besetzung der Station immer logisch weiterentwickelt und der "rote Faden" immer deutlicher wird. Falls jemand diese Serie wirklich noch nicht kennen sollte: holt euch die erste Staffel!! und dann die zweite, dritte, vierte.... :-*
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#2 a3kHH 2010-05-22 11:39
B5 war aber auch nicht die erste Serie mit einem großen übergreifenden Handlungsbogen. Vorher gab es beispielsweise V und Twin Peaks.
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#3 Larandil 2010-05-22 14:08
Der Pilotfilm zur Serie erschien 1993 mit teils abweichender Besetzung (eine andere Frau als Erster Offizier und eine andere Telepathin) und mit anderer Maske für Delenn. Und die Effekte waren schlechter. Das war fast zeitgleich zur Pilotfolge von Deep Space Nine, aber Babylon 5 ging eben noch mal für ein Jahr in Klausur zum Überarbeiten ...
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#4 Dark Knight 2010-05-22 14:38
Was hatten wir damals für Diskussionen im Freundeskreis welches die bessere Serie sei: DS9 0der B5.
Letztendlich hat mich B5 von Star Trek komplett weggebracht. Ich fand es faszinierend zu sehen wie ein runder Bogen von den Anfängen bis zum Ende geschlagen wurde, Szenen aus den ersten Folgen hatten plötzlich Ihren Sinn am Ende der Serie. Was war dagegen Star Trek so öde: Man wusste genau wenn am Anfang die Welt untergeht ist am Ende der Folge alles wieder gut. :-x
Ich habe mir sagen lassen dass die späteren Staffeln DS 9 wiederum wesentlich besser wurden, auch mit einem grösseren Handlungsbogen (Dominion?) aber zu dem Zeitpunkt war meine ST Aversion schon zu weit fortgeschritten und seitdem ist ST für mich endgültig erledigt. Was ich eigentlich damit sagen wollte: B5 ist für mich eine der geilsten und besten SF Serien ever. Meine Empfehlung für die, die sie noch nicht kennen: Schaut sie euch im Englischen Original an, kommt nochmal so gut. Aber seit gewarnt: Extremer Suchtfaktor :lol: :lol: :lol:
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#5 Noir 2010-05-22 22:23
@a3KHH: Twin Peaks war ist und bleibt Kult, da geh ich konform mit dir. Aber V kann man nicht wirklich mit B5 vergleichen. Ja, beide haben einen übergreifenden Handlungsbogen. Aber soviele Dinge, die ich B5 scheinbar nebenher geschehen sind, werden zig-Folgen später wieder aufgegriffen und ergeben erst dann ein komplettes Ganzes.
Wie Mike sehr schön geschrieben hat ist die fünfte Staffel leider nicht in der Lage an die ersten vier anzuknüpfen. Die Gründe sind ja schon erwähnt. Das aber vier Staffeln lang eine Serie auf Top-Niveau gehalten wird und auch die fünfte nicht wirklich schlecht ist - das gibts leider nur selten. Mir fallen gerade nur Lost und Supernatural ein - Leider kann ich Akte X nicht dazunehmen... Das haben die Produzenten ja erfolgreich "totgenudelt"
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#6 a3kHH 2010-05-23 00:38
@noir : Klar ist V wesentlich weniger komplex als B5. Nichtsdestotrotz hat V durchaus Ambitionen, die über den trivialen Serien-Durchschnitt hinausgehen. Und die antifaschistische Aussage finde ich ganz besonders gelungen.
Aber nicht daß Du mich falsch verstehst : Ich bin ebenfalls eingefleischter B5-Fan. Und nachdem Junior und ich jetzt Stargate Atlantis zuende gesehen haben, machen wir als nächstes ein B5-Revival. Inklusive "The Gathering", dem Pilotfilm. Die "andere Telepathin" ist übrigens Lyta Alexander, die ja später noch eine prominente Rolle einnimmt.
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#7 Taurus 2010-05-23 00:45
Sehr sehr lange her das ich die Serie geschaut habe und ich liebe sie noch heute. Vor allem wegen der Story. Bin immer noch dabei mir die Staffelboxen zu besorgen XD
Vielen Dank für den ausführlichen Artikel.
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#8 suelidia 2010-05-27 02:40
Oh ja, alleine wegen Lyta Alexander hätte man noch 1 bis 2 Staffeln füllen können, da sich herausstellt, dass sie im Grunde "die Waffe" im gesamten Universum zu sein scheint - ihre Entwicklung ist neben Delenn und Sheridan mit eines der faszinierendsten.
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