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Sub- und Miniserien in Terra und Utopia: Flaggschiffe, Flottenkadetten und Flops - Thor und der Giftzwerg - ZBV

Mini- und Subserien bei Terra und UtopiaFlaggschiffe, Flottenkadetten und Flops
Folge 6:
Thor und der Giftzwerg - ZBV

Von den Fünfzigern bis in die Achtziger hinein gab es SF auch in zahlreichen Reihen. Herausragend dabei die ›Marken‹ »Utopia« und »Terra«. Für viele der erste Kontakt mit der Science Fiction bzw. dem ›utopischen Roman‹. In diesen Reihen erschienen zahlreiche Sub- und Miniserien. Diese werden in den kommenden Wochen einmal etwas genauer betrachtet ...

Zur besonderen Verwendung"Zur besonderen Verwendung" ist ein Begriff aus der Militärsprache. Soldaten mit Beorderung ZBV werden auf Grund ihrer besonderen Fähigkeiten häufig für Geheimoperationen eingesetzt, die sich als Himmelfahrtskommandos mit sehr geringer Überlebenswahrscheinlichkeit herausstellen. „ZBV“, die utopische Serie um die Agenten der „Geheimen Wissenschaftlichen Abwehr“ Thor Konnat und Hannibal Utan, eine spannende Mischung aus Krimi, Agententhriller sowie im Lauf der Handlung immer stärker durchdringenden Science Fiction-Elementen, wurde vom Perry Rhodan-Gründer Karl-Herbert Scheer konzipiert und geschrieben. Sie spielt zu Beginn in einer Welt des Jahres 1987 dreißig Jahre nach Erscheinen des ersten Romans, die am Rande des Atomkriegs steht. Die Westmächte USA und Europa sind im Kalten Krieg mit dem Großasiatischen Staatenbund, dazwischen steht die neutrale Sowjetunion. Die „Geheime Wissenschaftliche Abwehr“, kurz GWA, ist die Geheimdienstorganisation der Vereinigten Staaten und aus CIA und FBI hervorgegangen. Thor Konnat, Agentenname HC-9, ist ein typischer Scheer'scher Held, ein Mann mit überragenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Sein Kollege, Einsatzpartner und Freund Hannibal Othello Xerxes Utan alias MA-23 dagegen ist ein kleinwüchsiges, missgestaltetes Original mit Segelohren und skurrilem Humor. Die beiden Agenten überstehen als einzige von mehreren Versuchspersonen eine neuentwickelte, lebensgefährliche Operation, die sie gegen Verhörmethoden chemischer oder parapsychischer Art unempfindlich macht und bilden ein Psychoteam, das in manchen Aspekten Vorbild für die Agentenabenteuer von Ronald Tekener und Sinclair M. Kennon aus der frühen Atlan-Serie ist.

Zur besonderen VerwendungHC-9 und MA-23 werden in eine Reihe von Einsätzen gegen den GAS auf der Erde und auf dem Mond geschickt, wobei sie ihren Einsatzbefehl meistens direkt vom Chef der GWA, Vier-Sterne-General Reling, bekommen. Dabei arbeiten sie verdeckt unter falschem Namen, meist mit verändertem Aussehen durch Bioplastiken oder gar Gesichtsoperationen, die dank modernster Medizintechnik binnen kürzester Zeit verheilen. Immer wieder spielen U-Boote eine Rolle in der Handlung. Durch seine U-Boot-Marineausbildung während des Zweiten Weltkrieges, wo er aber nicht mehr zum Einsatz kam, konnte Scheer U-Boot-Szenen besonders glaubwürdig schildern und machte deshalb gerne Gebrauch davon. Auch die Terminologie in seinen Raumschiffkreationen war davon beeinflusst. Bei einem weiteren Risikoeinsatz werden die beiden Agenten mit feindseligen außerirdischen Wesen konfrontiert, die von der Venus stammen und als Gestaltwandler die Körper von Menschen übernehmen können. Unterstützt werden HC-9 und MA-23 von einem riesenhaften Mutanten mit telepathischen Fähigkeiten und monströsem Aussehen, der aber gutmütig ist und den sie aus Verbrecherhand befreit haben sowie von einer weiteren Telepathin, die Geheimnachrichten per Gedanken weitergeben und damit nicht abgehört werden können. Die technischen Hinterlassenschaften der ausgestorbenen Marsianer, die vor 187000 Jahren in einem vernichtenden Krieg mit Invasoren vom Deneb standen, werden von den Menschen gefunden. Einige Deneber haben im Tiefschlaf die lange Zeitspanne seit dem Krieg gegen den Mars überlebt. Sie versuchen, die Kontrolle über die Menschheit zu übernehmen und werden nach erbitterten Kämpfen vernichtet, wobei ihr Hauptquartier, der Marsmond Phobos, gesprengt wird. Auf dem Planeten Venus werden die einheimischen Gestaltwandler, die sich aus einem Hilfsvolk der Deneber entwickelt haben, durch die Auswirkungen des Krieges ausgerottet. Die Bedrohungen der Erde bewirken, dass die Mächte der Erde ihre Konfrontation aufgeben und endlich zusammenarbeiten. Konnat und Utan reisen mit einer marsianischen Zeitmaschine in die napoleonische Epoche, um ein drohendes Zeitparadoxon zu verhindern, das von einem überlebenden Deneber geplant wird. Mit Hilfe von marsianischen Schulungsgeräten erreichen Konnat und Utan eine starke Steigerung ihrer Intelligenz, die sie unter anderem in die Lage versetzt, marsianische Materietransmitter ohne Schaden für ihren Geist zu benutzen. Als weitere Konsequenz der Intelligenzaufstockung bilden HC-9 und MA-23 auch telepathische Fähigkeiten aus. Unter den Hinterlassenschaften der Marsianer sind Raumschiffe, deren Technik alles in den Schatten stellt, was Menschen bisher erfunden haben. Diese werden auch dringend benötigt, als die Orghs, eine weitere außerirdische Spezies vierarmiger Zyklopen mit hypnotischen Fähigkeiten die Erde bedrohen.  Durch einen gigantischen Bluff auf dem Mars gelingt es, die Orghs ohne Blutvergießen in die Flucht zu schlagen. Damit endet die erste Ausgabe von ZBV nach dem achtzehnten Roman.

Kommandosache HC9Die Fortsetzung der Serie schließt nahtlos an die vorherigen Geschehnisse an und führt die Agenten der GWA, dem Schema von Scheer mit immer größeren Bedrohungen entsprechend, tiefer hinein in Raum und Zeit. Nachdem ein marsianischer Materietransmitter die Erde mit technischen Gütern überschwemmt, schleusen sich die Agenten in die Nachschubbasis ein. Um den Strom der Güter zu stoppen, starten sie mit 3000 Mann Besatzung mit einem Marsraumschiff und verlassen das irdische Sonnensystem mit dem Ziel Nachschubplanet. Nach Vollendung ihrer Mission wagen sie sich in das Sonnensystem der Orghs und verbreiten dort mit einem weiteren Psychotrick soviel Angst und Schrecken, dass diesen die Lust auf einen weiteren Angriff auf die Erde für lange Zeit vergeht. Wieder auf der Erde, kämpfen sie gegen Verbrecher, denen die marsianischen Geräte zur Intelligenzaufstockung in die Hände gefallen sind. Mit den Soghmolern taucht eine weitere außerirdische Spezies auf, die die Erde bedroht. Die Soghmoler können zwar marsianische Robotgehirne unter ihre Kontrolle bringen, werden aber von den GWA-Agenten ausgeschaltet. Schließlich müssen Konnat und Utan mit dem marsianischen Zeitumformer 187000 Jahre in die ferne Vergangenheit reisen, um eine marsianische Langzeitwaffe zu entschärfen, die die Deneber ausschalten sollte, aber nun die Menschheit in der Gegenwart bedroht.

Diagnose negativDabei geraten sie in die Wirren des vernichtenden Krieges zwischen Marsianern und Denebern. Bei der Rückkehr in die Gegenwart stranden sie aufgrund eines Defektes im Jahr 1916. Auf dem Mond stoßen sie auf Deneber, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vernichtet sind. In einer zweiten Zeitreise in die ferne Vergangenheit geraten die Menschen in das Chaos, das zum Untergang von Atlantis führt. Nach der Rückkehr in die Gegenwart geraten Bazillenkulturen, die zu Untersuchungszwecken mitgebracht wurden, außer Kontrolle. Konnat und Utan werden von immer mehr anderen Menschen aufgrund ihrer überragenden Kräfte misstrauisch betrachtet und von General Reling aus der Schusslinie genommen, weil sie nach einem Einsatz, bei dem ihre Doubles ums Leben kommen, offiziell als tot gelten. Deshalb können sie wieder undercover den Plan von Menschen eines neuen Typs, des „Homo tyrannis“, der mit Hilfe des alten Marserbes nach der Weltherrschaft greifen will, vereiteln. Zum Ende der Serie schreibt man das Jahr 2011.

Eliteeinheit Luna-PortDie ZBV-Romane zeigen K. H. Scheer in Bestform. Hier muss er keine Kompromisse eingehen. Geschickt flicht er in eine Handlung, in der es von existenziellen Bedrohungen für die westliche Welt und später für die ganze Menschheit geradezu wimmelt, seine Beschreibungen futuristischer Elemente, vor allem Waffen- und Raumschiffstechnik ein. Dies wirkt im Vergleich zu anderen SF-Autoren seiner Zeit extrem glaubhaft. Man kann sich fast vorstellen, dass der Autor Einblick in die Forschungslabors hat, in denen modernste Technik entwickelt und zur Produktionsreife gebracht wird. Die Beschreibungen sind bombastisch, mit Superlativen gespickt, der Leser verfolgt die knallharte Handlung mit einer gewissen Atemlosigkeit.

Ich fühlte den heftigen und schmerzhaften Schlag der Luftmassen. Blitzartig wurde ich unter den nachglühenden Düsen und dem zum Glück recht hoch angebrachten Leitwerk hinweggerissen. Der Stau drückte in meine Lungen. Die Maschine war schon weit vor mir. Ich sah nur rote Nebel und unendlich erscheinende Wassermassen, bis endlich der harte Ruck eintrat. … Ein Aufheulen zerriß die Luft. Ein Donnerschlag jagte hinterher. Als ich blinzelnd nach oben blickte, raste der schon wieder überschallschnell gewordene Bomber senkrecht in den blauen Himmel. Er ritt auf zwei flammenden Gassäulen, die Sekunden später unsichtbar wurden. Nur das Heulen lag noch in der Luft.

 Zitiert aus: K. H. Scheer, Eliteeinheit Luna Port, ZBV TB 8, Ausgabe 1973

Der Aufbau vieler Romane, speziell bei den ersten Bänden, ähnelt sich wie ein Ei dem anderen. Konnat ist in einem Einsatz unterwegs, als ihn ein Befehl aus dem HQ erreicht, ihn sofort abzubrechen und zur Übernahme einer neuen Order das Hauptquartier oder eine geheime Einsatzzentrale aufzusuchen. Während der Reise zur Befehlsausgabe werden Informationen über wichtige Geschehnisse und die veränderte Lage seit dem letzten Einsatz bekannt. Am Befehlsausgabeort wird HC-9 vom Chef persönlich empfangen und erhält den Einsatzbefehl samt Begleitinformationen von unterstützenden Wissenschaftlern. Binnen kürzester Zeit prägt sich Konnat die notwendigen Informationen ein, unter anderem auch die fiktive Biografie einer Person, unter deren Namen er auftreten soll. Hannibal ist entweder bereits hier dabei oder stößt am Einsatzort hinzu, wo sie die Feinde infiltrieren oder sich von ihnen gefangennehmen lassen. Die Romane laufen auf einen Höhepunkt zu, der nur wenige Seiten ganz am Schluss umfasst, die aufgebauten Rätsel auflöst und oft mit einer gewaltsamen Szene endet, in der die Helden in letzter Sekunde der von ihnen selbst ausgelösten Vernichtungsorgie entkommen. Obwohl die einzelnen Bände in sich abgeschlossen sind, ist der rote Faden, der die ganze Serie durchzieht, deutlich zu erkennen.

Gegenschlag 'Kopernikus'ZBV erschien zuerst in 18 Leihbüchern im Balowa-Verlag ab 1957 parallel zu einer Reihe von Einzelromanen, die Scheer damals im gleichen Verlag veröffentlichte. Kurioserweise wurden die Bände 1 und 3 in Utopia-Heften nachgedruckt, die Bände 2 sowie 4 bis 18 in Terra-Heften. Ein weiterer Nachdruck erschien in Terra Extra und Terra Nova. Während die Nachdrucke der Bände 1 – 13 in den Heftausgaben ziemlich stark gekürzt waren, wurden Nr. 14 – 18 immerhin als Doppelbände herausgebracht, wahrscheinlich wegen der großen Nachfrage. Der Name Scheer zog damals so stark, dass seine Romane in der Terra-Reihe zusätzlich zum sowieso auf der Titelseite angeführten Autorennamen noch mit einem Kästchen „Ein K. H. Scheer Roman!“ hervorgehoben wurden.

Zur besonderen VerwendungDie prinzipiell richtige Meinung, dass ZBV als Vorläufer der Perry Rhodan-Serie anzusehen ist und dies durch eine Vielzahl von übernommenen Motiven belegbar ist, muss allerdings relativiert werden. Ab Band 13 oder 14, die 1961 erschienen, bis zum Ende der Leihbuchausgabe 1965 liefen beide Serien zeitlich parallel. Deshalb muss man wohl von wechselseitiger Diffusion der Ideen sprechen. Noch mehr gilt dies für die Fortsetzung, in der der Ideentransfer eher von der erfolgreichen und voll etablierten PR-Serie Richtung ZBV ging. Die übernommenen Elemente zwischen den Serien sind tatsächlich vielfältig. Dies geht von der Gehirnoperation in ZBV 1, die ihre Entsprechung in der Mentalstabilisation bei PR hat, über die das Aussehen verändernden Biosynth- bzw. Biomolplastiken, die marsianischen Schulungsgeräte, die der arkonidischen Hypnoschulung am Anfang von PR entsprechen, Mutanten mit Psi-Fähigkeiten, Positronengehirne, Impulskanonen, Kugelraumschiffe, Materietransmitter, Zeitmaschinen und und und... Aber nicht nur die Technik ist zwischen den Serien austauschbar, oft sind es auch Schauplätze, Handlungsabschnitte oder sogar einzelne Szenen. Die politische Konstellation zwischen den Weltmächten am Beginn der beiden Serien ist ähnlich. Der vernichtende Krieg zwischen Marsianern und Denebern in der fernen Vergangenheit entspricht dem Untergang der ersten Menschheit gegen die Haluter, der Untergang von Atlantis kommt ebenfalls in beiden Serien vor. Sogar der berühmte Psychovers in PR 50 „Das Wasser ist kostbar, das Wasser ist nass!“, der den Zweikampf zwischen Perry und Atlan auf dem Planeten „Hellgate“ entscheidend beeinflusst, taucht bereits am Beginn von ZBV 9 bei einem Mond-Spezialtraining im Sahara-Camp „Höllentor“ auf.

Nachschubbasis GodapolIn den Jahren nach 1965 war bei ZBV aufgrund des starken Engagements von Scheer bei Perry Rhodan Pause. In den siebziger Jahren wurde die Serie in einer eigenen ZBV-Taschenbuchreihe bei Pabel, die 3 Auflagen erreichte, nochmals nachgedruckt und auf 50 Bände ausgebaut. Zu dieser Zeit schrieb Scheer bei Perry Rhodan fast keine Romane mehr, sondern konzentrierte sich auf die Exposéarbeit. wodurch wieder Kapazität für ZBV frei wurde. Die alten Romane wurden überarbeitet und der Beginn der Serie 15 Jahre weiter in das Jahr 2002 verlegt, weil sonst die reelle Gegenwart zu nahe an den Handlungszeitraum gerückt wäre. Heute im Jahr 2016 ist natürlich auch dieses Datum längst Geschichte, aber die Zukunft von gestern ist nicht die Welt von heute, worüber wir uns im abschließenden Artikel dieser Serie in einigen Monaten nochmals unterhalten werden. In den neunziger Jahren gab es dann noch eine Sammlerausgabe in 25 Bänden, in denen immer 2 Romane in einem Hardcover zusammengefasst wurden. In Verbindung mit der Sammlerausgabe wurde auch ein Sammelkartenspiel aufgelegt. Bis Band 42 erschienen die Taschenbücher monatlich, dann zweimonatlich. Band 50 erschien übrigens nicht gleich nach Band 49 der ersten Auflage. Diese wurde vorläufig mit Band 49 beendet. Die 2. Auflage wurde bereits in der Auslaufphase der 1. Auflage gestartet und Band 49 wurde unmittelbar mit Band 50 der ersten Auflage fortgesetzt. Band 50 ist allerdings kein richtiger Abschluss, weil einige Handlungsfäden, die in diesem Roman aufgebaut wurden, offen blieben. Über weitere geplante Romane darf daher spekuliert werden.

Hypercode WüstenfuchsIch kann mich nicht erinnern, in Österreich und im angrenzenden Südostbayern die 3. Auflage der Taschenbuchausgabe an den Kiosken gesehen zu haben. Möglicherweise wurde sie nur in einem Teil des deutschsprachigen Raumes vermarktet. Vielleicht kann mir ein Sammler, der die Auflage hat, über die Zauberspiegel-Redaktion Daten zum Erscheinungszeitraum zukommen lassen. Dass es diese Ausgabe gibt, ist gesichert. Mein Freund Reinhard Peter präsentiert die Cover, bei denen sich die Auflagen durch die unterschiedlich gestalteten Kästchen mit der Inschrift "ZBV" unterscheiden, neben vielen anderen Schätzen in seinen umfangreichen Seiten.

Zur besonderen Verwendung / Kommandosache HC 9Bei einigen Bänden wurden Kollegen aus dem Perry Rhodan-Team (Kurt Mahr, William Voltz und H. G. Francis) als Co-Autoren genannt. Wenn man die Bände nachliest, wird schnell klar, dass die Romane in Wirklichkeit von diesen Autoren verfasst wurden und Scheer analog zur Perry Rhodan-Serie nur das Exposé vorgelegt hatte. Der Grund dafür ist darin zu suchen, dass Scheer in den siebziger Jahren schwer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, teilweise schreibunfähig war, immer wieder Termine zur Ablieferung von Exposés und Romanen überzog und deswegen bei Perry Rhodan auch die Exposéarbeit mit Band 674 an William Voltz übergeben musste.

französische AusgabeMan muss leider sagen, dass diese Romane gegenüber den von Scheer selbst geschriebenen Titeln klar abfallen. Wenn man sich schon auf Scheers bombastischen Stil einlässt, erwartet man ihn auch in jedem Roman, auf dem Scheer als Autor genannt wird. Dies ist ein großer Unterschied zur Perry Rhodan-Serie, die von vornherein als Teamarbeit konzipiert war.

Neben Perry Rhodan ist ZBV eindeutig das zweite Hauptwerk von Karl-Herbert Scheer. Mit bis zu 7 verschiedenen Auflagen ist ZBV auch die nach Perry Rhodan erfolgreichste deutsche Science Fiction-Serie, was die Zahl der Auflagen und Auflagenhöhe der einzelnen Romane betrifft. Schließlich gab es auch eine französische Ausgabe im Perry-Rhodan-Verlag Fleuve Noir, die immerhin 42 Bände erreichte, davon die ersten 6 sogar mit einer zweiten Auflage, sowie eine niederländische Ausgabe mit 8 Bänden.

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-09-22 11:09
Danke für die ausgezeichnete Bibliografie. Sehr hilfreich.

Das ist schon der unverfälschte Scheer, im Guten wie im Schlechten :lol: An vielen Sachen ist die Zeit gnadenlos vorbeigerauscht. Es ist einfach nur großartig, wenn der Held auf einer Seite erklärt, warum Frauen nichts im All verloren haben.

Andererseits sprüht es vor Ideen und ist zumindest bis zu einem gewissen Punkt sehr rasant erzählt gewesen. Nur die letzten Romane habe ich als ziemlich langweilig in Erinnerung, nicht zuletzt, weil man das alles schon irgendwie bei Rhodan gelesen hatte.

Und die Titelgebung ist unvergesslich.
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#2 AARN MUNRO 2016-09-22 11:42
...dazu habe ich gerade eine KG geschrieben...sie ist im INTRA des ACD erschienen...soll ich sie mal hier reinstellen:"Geheimkommando Lunafestung"? Eine nette Remineszenz denke ich. Alles zu Ehren von KHS. Über den rasanten Stil usw., den Zeitgeist etc. im ZbV mag man heute geteilter Meinung sein...es war allemal gut erzählte Handlung.So viel SF gab es in den 50ern nicht und die Leihbücher waren solide gemacht. Habe auch noch einige.Kalter Krieg war eben die Zeit, in der es zunächst spielte. aber auch hier vereinte die Menschheit sich ja recht schnell in der IAK ("Internationale Abwehr-Koalition").Der klassische SF-Leser liest über politische Implikationen hinweg, er will die pure SF. Das ist mal einen eigenen Artikel wert, denn natürlich gibt es auch SF-Fans, die in erster oder zweiter Linie politische Implikationen mit hineinbringen (wollen).Spätestens seit dem damaligen Anspruch des AST und der SFT...der gewöhnliche SF-Leser will das Abenteuer...Politik in der SF ist ihm egal...obwohl sie natürlich stattfindet.Daher ja oft der Vorwurf des Eskapismus...wie im Biedermeier, grins.
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#3 AARN MUNRO 2016-09-22 11:47
ZbV war Scheer, deshalb sind die Bände, bei denen andere Autoren mit ihren Schreibstilen einsprangen, auch nicht so gut. Jeder hatte seinen eigenen, guten Stil, von Voltz über Mahr bis zu Francis. Paßte eben nur nicht zum ZbV.
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#4 Larandil 2016-09-22 12:23
Ich habe zur ZBV-Reihe allerdings auch im Hinterkopf, dass die Agenten der Geheimen Wissenschaftlichen Abwehr Befugnisse und Vollmachten haben, bei denen heutige Geheimdienstler eine Erektion bekämen.
Und das sind noch "die Guten" ...
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#5 Myxin der Magier 2016-09-22 14:08
Falls jemand Interesse an 46 Bänden der ZBV-Serie hat, der mag sich gerne hier melden. Bei mir verstauben sie nur im Regal. ;-)
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#6 Henry Stardreamer 2016-09-22 15:16
zitiere Larandil:
Ich habe zur ZBV-Reihe allerdings auch im Hinterkopf, dass die Agenten der Geheimen Wissenschaftlichen Abwehr Befugnisse und Vollmachten haben, bei denen heutige Geheimdienstler eine Erektion bekämen.
Und das sind noch "die Guten" ...


Vollmachten unbegrenzt! (Titel Band 10)
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#7 Toni 2016-09-22 15:40
Ein klasse Beitrag, Auch für nicht SF-ler sehr interessant zu lesen. :-)
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#8 AARN MUNRO 2016-09-22 17:42
zitiere Myxin der Magier:
Falls jemand Interesse an 46 Bänden der ZBV-Serie hat, der mag sich gerne hier melden. Bei mir verstauben sie nur im Regal. ;-)


@Myxin: Wieviel willst Du denn dafür? ich würde sie nehmen...alles Weitere per PN? Oder sind sie schon weg?
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#9 AARN MUNRO 2016-09-22 17:44
Nur eine Korrektur im Artikel, die immer wieder heiß diskutiert wird: KHS war nicht U-Boot-Ingenieur, sondern nur technischer Hilfsmaat 2. Klasse...oder so ähnlich. Hier schreibt er selbst in seiner Biographie verklärend Falsches. Richtige Daten sind sicher in den Büchern bei Heiko Langhans etc. zu finden.
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#10 Henry Stardreamer 2016-09-22 19:39
zitiere AARN MUNRO:
Nur eine Korrektur im Artikel, die immer wieder heiß diskutiert wird: KHS war nicht U-Boot-Ingenieur, sondern nur technischer Hilfsmaat 2. Klasse...oder so ähnlich. Hier schreibt er selbst in seiner Biographie verklärend Falsches. Richtige Daten sind sicher in den Büchern bei Heiko Langhans etc. zu finden.

@Aarn Munro: Danke für deinen Hinweis, ich habe die Formulierung "neutralisiert".
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#11 Myxin der Magier 2016-09-23 07:33
zitiere AARN MUNRO:
zitiere Myxin der Magier:
Falls jemand Interesse an 46 Bänden der ZBV-Serie hat, der mag sich gerne hier melden. Bei mir verstauben sie nur im Regal. ;-)


@Myxin: Wieviel willst Du denn dafür? ich würde sie nehmen...alles Weitere per PN? Oder sind sie schon weg?


Ja, gerne per PN. Schreib mir am besten mal mit einem Preisvorschlag.
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