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Die Vampire und Dirk - Der Vampir-Horror Roman: Die magische Seuche

Dirk und die VampireDer Vampir-Horror-Roman
Die magische Seuche

Der Vampir-Horror-Roman ist eine Legende des Heftromans. Ich bin leider erst nach Einstellung der Reihe auf die Serie gestoßen und habe in den achtziger Jahren jede Menge davon gelesen.

Dreißig Jahre später wiederhole ich das Experiment Vampir-Horror-Roman lesen nochmals. Ob es immer noch gefällt?


Die magische SeucheDie magische Seuche
(Le Mort Qu'il faut Tuer)
von B.R. Bruss
(Rene Bonnefay)
Vampir Horror-Roman Nr. 32
aus dem Französischen übertragen von Biggy Winter
September 1973 / DM 1,-

Pabel Verlag
Dr. Blaine bekommt kurz vor Feierabend noch einen Anruf von dem genialen Wissenschaftler Professor Scheelring, der ein großes Anwesen mit einem Wohnturm außerhalb der Stadt sein Eigen nennt. Eigentlich ist der Anruf nicht ungewöhnlich, denn Blain kümmert sich nun mal um die Wehwehchen seiner Patienten, seit er sich in Hercenat niedergelassen hat. Aber der Professor kündigt an, sich in genau zwei  Minuten selber zu töten.

Zusammen mit Leutnant Boze von der hiesigen Polizei und seinem Freund Leon Nelsy, Leiter der Klinik in Hercenat, macht sich Blain auf den Weg. Schon von Weiten sehen sie den weißen Turm in dem Professor Scheelring sein Labor eingerichtet hat und auch wohnt. Erst vor fünf Jahren ist der menschenscheue Wissenschaftler wieder in die Gegend gezogen, in der er seine Kindheit verbrachte. 

Nachdem man vergeblich geläutet hat, sieht man sich im Turm und den Nebengebäuden um. In der Garage ist der Wagen des Professors geparkt. Verreist ist er wohl nicht, aber vom Personal fehlt jede Spur. Hat er ihnen frei gegeben?
Schließlich finden sie Scheelring mit geöffneten Augen tot auf einem Sofa liegend. Äußere Verletzungen sind nicht zu erkennen, also geht man erst einmal davon aus, dass er Gift genommen hat. Vielleicht kann ein großer brauner Umschlag auf seinem Schreibtisch für Klarheit sorgen. Tatsächlich hat der Professor noch Anweisungen für seine Bestattung hinterlassen und die klingen sehr merkwürdig. Neben dem Turm gibt es ein Mausoleum, welches nur mit einem versteckten Knopf geöffnet werden kann. In dem Mausoleum steht ein Glassarg in den man ihn, ohne Zeremonie und Trauerfeier, legen soll. Anschließend soll der Öffnungsmechanismus des Totenhauses mit Beton übergossen werden, so dass niemand mehr in seine Nähe gelangen kann. Man tut ihm den Gefallen.

Da Scheelring kein Unbekannter war, ging es in Hercenat einige Tage hoch her. Journalisten buchten sämtliche Hotelzimmer des Städtchens, versuchten etwas herauszubekommen und machten Aufnahmen vom weißen Turm. Wissenschaftler versuchten auf die nicht stattfindende Beerdigung zu kommen. Nelsy, der die Leiche untersucht hatte, konnte zwar einen fortgeschrittenen Leberkrebs feststellen, der jedoch nicht die Todesursache war. Wollte er den Schmerzen im Endstadion entgehen? Eigentlich war er nicht der Typ für solche Verzweiflungstaten. Zudem fand man noch einen seltsames Schriftstück in einer  nicht enträtselten Geheimsprache. Noch seltsamer war allerdings, dass es immer noch keine Spur vom Personal des Professors gab. Irgendwann beruhigte sich der Trubel wieder.

Dr. Blaine freute sich auf den Feierabend mit seiner Frau Lucie und rief den letzten Patienten, ein kleiner Junge mit seiner Mutter, ins Sprechzimmer. Angeblich schrumpft der Zeigefinger seiner rechten Hand und  bei näherer Betrachtung war er tatsächlich ein Stück kürzer als der Finger der linken Hand. So etwas kommt vor, nicht alle Gliedmaßen wachsen gleich, aber die zwei schworen, dass dieses „Schrumpfen“ erst vor einer Woche angefangen hat. Blaine versprach die Sache im Auge zu behalten und verschrieb eine Salbe und ein Beruhigungsmittel für die Mutter.

Zwei Tage später erschien ein Bauer mit seinem Sohn in Blains Praxis und klagte über ähnliche Symptome, nur dass es diesmal die Nase des Jungen war. Seit Tagen war sie sich am verändern und schien ebenfalls zu schrumpfen, so die Aussage des Besitzers. Der Arzt untersuchte die Nase gründlich, konnte  nichts besonderes feststellen und verschrieb abermals eine harmlose Salbe.

Das war aber erst der Anfang einer Reihe von unerklärlichen medizinischen „Wundern“. Einem jungen Mann wuchs ein Zeh so abnorm, dass er keine geschlossenen Schuhe mehr tragen konnte, einem älteren Herrn wurde ein Bein immer länger und andere hatten einfach nur seltsame Gewächse am Körper die rasend schnell wuchsen. Blain und seine Kollegen konnten sich keinen Reim auf diese seltsamen Auswüchse machen und nahmen Gewebeproben. Nach Laboruntersuchungen konnten sie keine Krebszellen oder andere Auslöser feststellen. Allerdings war die Sache auf Hercenat und Umgebung  begrenzt, also musste irgendwo hier die Lösung des Problems zu suchen sein. Die Bevölkerung wurde langsam unruhig. Wenn selbst die Ärzte nicht helfen konnten, wer dann?

Kurz darauf hatte Blaine ein fast tödliches Erlebnis. Er war auf dem Weg nach Hause als aus, im wahrsten Sinne, heiterem Himmel vor seinen Augen ein kleiner Wirbelsturm erschien und ihn mit seinem Wagen in den Graben trieb. Er wurde herausgeschleudert und überlebte das Wetterphänomen, völlig durchnässt, nur knapp. Geschockt päppelte ihn Lucie wieder auf.

In den Turm  war inzwischen eine Schar junger Wissenschaftler eingezogen, um die Hinterlassenschaften des Professors zu untersuchen. Auch das merkwürdige Schriftstück sollte entschlüsselt werden. Ein Freund von Blain, Philippe war auch unter ihnen und gemeinsam machte man sich Gedanken darüber, ob die seltsame Epidemie und die Wetterkapriolen etwas mit den Versuchen von Professor Scheelring zu tun hatten. Mittlerweile gab es nach ähnlichen kleinen Wirbelstürmen schon Tote durch Blitzschlag - und die Körperteile der Patienten wuchsen und schrumpften weiter wie sie wollten.

Eine Frau mit einem großen Gewächs im Nacken entschloss sich zu einer Operation, die auch unkompliziert gelang, und starb anschließen auf unerklärliche Weise. Ein älterer Mann entfernte sich selber ein paar Warzen und starb ebenfalls. Es schien, als wenn die entstellten Körperteile das Überleben des Wirtes bestimmten. Bei den Menschen rund um Hercenat brach jetzt endgültig die Panik aus und viele flohen. Ein Ende des Schreckens war nicht in Sicht, aber Blain und seine Kollegen hielten die Stellung.

Im Turm hatten sich die Wissenschaftler unfreiwillig in mehrere Lager geteilt. Irgendetwas trieb einen Keil zwischen die Männer und der Leiter des Projekts untersuchte überwiegend die Sache mit den Wirbelstürmen. Für Ruhe und Disziplin sorgte er jedenfalls nicht, sondern war für niemanden mehr zu sprechen.

Dann erschien der Bürgermeister mit einer haarsträubenden Geschichte in der Praxis. Am Nachmittag saß er vor dem Fernseher und sah sich eine Show an, als plötzlich das Programm unterbrochen wurde und ein maskierter Mann zu sehen war. Er redete ihn mit Namen an und sagte, dass er um Punkt Mitternacht sterben würde. Blain hielt die Sache für eine Halluzination und schickte seinen Patienten mit Zuversicht nach Hause. Am Morgen erhielt er die Nachricht, dass der Bürgermeister verstorben ist. Das sollte nicht der letzte Fall dieser Art sein, und wieder brach Panik in der Bevölkerung aus. Zumindest hat das Grauen jetzt ein Gesicht, aber wer verbarg sich hinter der Maske?

Trotz aller Ärzte und Gelehrten stand man immer noch vor einem großen Rätsel. Hatten die seltsamen Vorkommnisse ihren Ursprung in Scheelrings Laboren und wie standen sie mit den Wetterphänomenen in Verbindung? Wurde die ganze Sache etwa gesteuert, denn manchmal hatte Dr. Blaine den Verdacht, Teil eines Experiments zu sein.

Von den Wissenschaftlern hörte man nicht mehr viel, und als Blaine und Nelsy sie besuchen wollten, wurden sie vom Koch abgewimmelt.

Dann tauchten die Mini-Stürme wieder massiver auf und töteten scheinbar wahllos Menschen. Rund um den Turm gab es die größte Ansammlung von Blitzen und Wirbeln. Nachdem auch Nelsys Frau einen Anruf mit Todesankündigung erhalten hat, war sie am frühen Morgen in den Armen ihres Mannes gestorben. Das war zu viel und zusammen mit Leutnant Boze ging man jetzt zum Angriff über und fuhr zu Scheelrings ehemaliger Behausung. Schon von Weitem sahen sie, dass ein Feuer ausgebrochen war und für die Menschen im Innern jede Hilfe zu spät kam.

Nur der Koch hat sich vorher aus dem Staub gemacht und einen Brief für Blain hinausgeschmuggelt. Hier erzählt Philippe von den Ereignissen im Turm und von dem, was sie über Professor Scheelring herausbekommen haben. Angeblich hatte dieser im Alter von 25 Jahren Kontakt zu einer höheren Macht, die für den größten Teil seines wissenschaftlichen Erfolges verantwortlich war. Irgendwann bekam er die Anweisung, sich aufs Land zurück zu ziehen und sich ganz seinen Experimenten hinzugeben. Er baute seltsame Apparate, vertiefte seinen Kontakt mit der übergeordneten Dimension, deren Marionette er schon längst war und kam schließlich zu der Erkenntnis, dass sein Leben nichts mehr wert war. Es folgte der Freitod.

Um der Macht, von der er nicht einmal wusste ob sie Gut oder Böse war, doch noch ein Schnippchen zu schlagen, gab er ein paar letzte Anweisungen. Der Turm war bereits zerstört, aber das Mausoleum stand noch und somit gab es auch noch seinen Körper der vernichtet werden musste. In der Nacht schlichen sich Blain und Nelsy nochmals zum Anwesen und sprengten die letzte Ruhestätte von Scheelring. Schlagartig hörten die Wirbelstürme auf und es gab auch keine tödlichen Anrufe mehr. Die höhere Macht hatte, zumindest in Hercenat, keinen Einfluss mehr auf das Geschick der Menschen und deren Körperteile

Dirk und sein SenfMein Senf
Burli, burli, burli, mein Gott is unser Burli süss. Der Burli hat links und rechts drei Ohrli
Am Kopf hat er ein Schwammerl zwölf Zehen auf die Füss mein Gott is unser Burli süss...

... dröhnte es anno 1987 aus den Lautsprechern unserer Billardkneipe in Essen-Altendorf. Die Katastrophe von Tschernobyl war gerade erst ein Jahr her und jeder, auch wenn er noch so unpolitisch war, hatte einen „ATOMKRAFT? NEIN DANKE!“ Aufkleber auf dem Auto pappen. Klaus Mahn und die Deserteure hatten schon vom letzten Overkill gesungen und die Erste Allgemeine Verunsicherung erzählte uns mit Burli nun von den Folgen einer Atom-Verstrahlung. Eigentlich wusste der halbwegs aufgeklärte Mensch von `87, dass die Sache mit den 6 Ohren, vier Händen und Armen und Beinen wo man sie nicht gebrauchen kann, quatsch war, aber ein Restbedenken blieb. Schließlich hat jeder mal die Bilder von Strahlenopfern oder deren Nachkommen gesehen. Ängste bekämpft man am einfachsten, wenn man sie ein wenig ins Lächerliche zieht und die Jungs von EAV nahmen ernste Themen gerne mal auseinander.

Ein paar Jahre vorher konnte man über solche Dinge noch Gruselromane schreiben und seiner Fantasie freien lauf lassen, denn die Atomkraft ersetzte in Film und Buch einige Zeit die Hölle und sogar Satan persönlich. Bruss hat jetzt nicht unbedingt das Wort ATOM in den Mund genommen, aber die Symptome waren eindeutig. Zumindest glaubte man an unkontrollierten Wachstum durch Strahlen, was ja etliche Filme dieser Zeit zum Inhalt hatten. Die erste „strahlende“Welle der 50er Jahre war natürlich vorbei und so langsam war das Thema auch kalter Kaffee, aber für ein Taschenbuch von 1971 bzw. ein Heftroman von 1973 konnte man den alten Strahlenschocker noch mal rausholen. Vielleicht liege ich auch völlig falsch mit meiner Vermutung, und es handelt sich gar nicht um atomaren sondern um einen biologischen Kampfstoff Marke Milzbranderreger oder ähnliches. Mit Magie hatte das Ganze Szenario beim Vampir 32 zumindest nichts zu tun, außer das es im Titel stand. Der Maskierte war zwar recht unheimlich beschrieben und die Aufzeichnungen von Prof Scheelring hatten etwas mysteriöses, aber so richtig gruselig oder dämonisch war in diesem Roman nichts. Das Wissenschaftler in Grusel- oder SF-Romanen bei ihren Experimenten unfreiwillige Entdeckungen machen die sie dann auf die Menschheit loslassen, ist nichts Neues, aber hier war es wohl eher unfreiwillig. Der Professor hatte die Angelegenheit einfach nicht mehr im Griff. Warum er die Apparate dann nicht selber zerstört hat bleibt ein Rätsel und warum er das aufklärende Manuskript erst versteckt hat, ebenso. Mühselig mussten die anderen Wissenschaftler erst 1 und 1 zusammenzählen um dann auch noch drauf zu gehen. Genial ist halt nicht immer einfach.

Die Geschichte war aus der Sicht von Dr. Blain ( Ich-Form) in der Art von Tagebuch Eintragungen geschrieben und gab klasse wieder, wie so eine Epidemie gepaart mit Massenhysterie aus dem Ruder laufen kann. Beim betrachten des Titelbildes kann man schon mal grinsen und genauso fängt die Geschichte ja auch an. Plötzlich wachsen oder schrumpfen den Leuten die Gliedmaßen oder andere Körperteile. So lang man nicht betroffen ist, ist das eine echt spaßige Sache, aber der Horror- und SF- Autor Bonnefay wollte ja einen halbwegs ernsten Roman schreiben, behaupte ich jetzt mal, und deshalb blieb es nicht bei der Freakshow. Eine höhere Macht musste her, die mit Menschen herum experimentiert und allerhand böses Zeug auf Lager hat. Da erübrigt sich die Frage nach Gut oder Böse in Scheelrings Aufzeichnungen. Wer Minitornados mit Blitz und Donner auf Wehrlose loslässt, zählt für mich zu den weniger Guten. Und da wären wir auch schon bei einer Ungereimtheit. Was sollten die Wirbelstürme? Die Leute sind danach reihenweise abgehauen und haben sich der Macht entzogen, und was sollte der Maskierte, der im Fernsehen erschien oder seine Stimme im Radio erschallen ließ? Wenn es wirklich um Experimente gegangen ist, so haben die Unbekannten damit mächtig die Käfigtür der Versuchstiere aufgelassen. Da auf dem Cover des Originalromans ein maskierter Halunke zu sehen ist, gehe ich davon aus, dass der Sprecher der höheren Macht ein Opfer des Zusammenkürzens von Biggy (klasser Name) Winter war und Bruss hierzu noch mehr geschrieben hat. Das verschwundene Personal blieb übrigens auch verschwunden, obwohl mehrmals im Roman die Frage gestellt wurde, wo es denn abgeblieben sei. Wobei jeder weiß, dass gutes Personal unheimlich schwer zu bekommen ist.

Also, DIE MAGISCHE SEUCHE war mal wieder, nach längerer Zeit, ein schön geschrieben/übersetzter Bruss/Bonnefay mit einer tollen Story die alles andere als Mainstream war. Der Tagebuch-Erzählstil kommt zwischendurch richtig gut, zumal es am Ende jede Menge schräg geschriebener Erklärungen gab. Ganz aufgeklärt wurde die Sache aber nicht, aber dafür hat man ja seinen Kopf zum weiterspinnen des Garns. Das der Vampir-Horror Roman nicht nur 100% Horror bringt ist, glaube ich, allgemein bekannt und deshalb passt dieses SF/Fantasy Prachtstück auch wunderbar zur Serie. Bruss rockt und ich freue mich schon auf die Trommeln im Busch (auch wenns noch etwas dauert).

Was gab es sonst noch?
Ich glaube, an diesem Titelbild hatte Thole richtig Spaß, auch wenn der nötige Ernst für einen Horror-Roman noch gegeben war. Ohren wie Satellitenschüsseln, eine Nase wie ein Zeppelin oder ein Finger wie ein Baguette-Brot können einen Menschen ganz schön verändern. Vielleicht kommt das ja nochmal in Mode. Gibt ja heute so einiges, was früher undenkbar war.

Alfons Figueras lässt Frankenstein freien Lauf und Manfred Knorr macht Werbung in eigener Sache, aber nicht nur. Seit 1968 gab es, nach seiner Aussage, in Deutschland keine Filmprogramme mehr und deshalb hat man über den Pabel Verlag eine Horror- und SF- Zeitschrift herausgebracht. 16 Filme von Ben bis Gruft der Vampire hat man so schon abgedeckt. Wer sie auf Flohmärkten entdeckt sollte zugreifen. Außerdem stellt uns Manfred noch die Magazine aus anderen Ländern vor, die scheinbar mehr für solche Filme übrig hatten. Eine kurze, aber interessante Übersicht.

Übrigens gab es mal wieder eine Mega-Werbung über vier (4!!!) Seiten. Und dann noch ein Frauenmysterie für die „Neue Post“. Von Luif war die Geschichte (Gähn) wohl nicht, oder doch?

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Kommentare  

#1 Paul J Hauswald 2017-02-06 21:23
Mit diesem spannende Beitrag kommen mir die Erinnerungen die der Roman hinterliess wieder hoch! Was für ein Vergnugen solche seltsame Dingen zu lesen!
Im Original war noch etwas anderes dabei: laufenden Flammen rennten kreutz und qwer durch die Landschaft und verursachten Brände und Brandopfern.
Vieleicht liess auch der Übersetzer manche Wiederholhungen und Gespreche zur seite...
Aber für den mysteriöse maskierte Sprecher gab es im Original auch keine Erklärung

Bei Bruss blieben öfter manche Sachen unerklärt...(Ich gebe zu dass ich dass mag - wie sie sagen: man hat ja sein Kopf zum weiterspinnen des Garns :-) Bei Bruss gab es viel solcher Stoff.
Bruss verwendete auch manchmal diesen Tagebuch-Erzählstyl für seine SF Romanen in dessen die Menscheit mit galaktische Rätseln konfrontiert war. Die Geschichte bedekte dann hunderte von Jahre und es gab mehrere Erzähler (aber alle im Tagebuch-Styl oder Berichte Untersuchung). Waren da seltsame und mysteriöse Geschehen dabei! Und viele blieben es auch. Äuszerts spannend!
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#2 Toni 2017-02-07 19:47
Danke fürs Lob :-)
Ich glaube in der Version von Pabel waren die Flammen auch dabei. Du/Sie siehst, so genau sind meine Beschreibungen auch nicht.
Die Idee mit der Seuche war schon genial, auch wenn am Ende etwas viel nacherklärt werden musste. Egal... so steht es geschrieben. Schade dass die Ära Bruss bei den Vampiren so langsam zu Ende geht. Einmal trommelt er uns noch etwas.
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#3 Paul J Hauswald 2017-02-07 21:48
@Toni
A propos die "Trommeln des Totes" hab ich dir den Link zu den covers vom Originälen und von der Viederveröffentlichungen des Romans:

www.noosfere.org/icarus/livres/EditionsLivre.asp?numitem=5687&ti=1&numauteur=734

Eine Frage: die Veröffentlichung im Verviers/Marabout Verlag hat eine Cover die an Tholes Art erinnert. Die Zeichnung ist anonym geblieben aber könnte sie nicht von Karel Thole sein?
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#4 Thomas Mühlbauer 2017-02-07 22:24
@Paul

Darf ich diese Frage beantworten? Ja? Das Bild wurde nicht von Karel Thole gemalt, sondern vom belgischen Künstler Henri Lievens. Aber Thole hatte durchaus vergleichbare Motive, und auch der Zeichenstil ist durchaus ähnlich.
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#5 Paul J Hauswald 2017-02-09 13:32
Danke Thomas :-) Dass hätte ich denken sollen, eigentlich waren da zur Zeit, für die Illustrationen, nur zwei Zeichner beim Marabout Verlag beauftragt: Joubert und Lievens.
Die meisten Covers von Lievens waren aber nicht unterzeichnet. In den 80e liess man Experte kommen um fest zustellen ob alles von Lievens war...Für die Serie "Fantastique" waren sich die Experte ungefähr einig. Für die SF Serie gab es Meinungverschiedenheiten: da glaubten die Experte 3 verschiedene Zeichner zu erkennen...
Wenn man sich das ganze anschauet find man mehrere änlichkeiten mit Thole.
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