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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 112. Teil - Der weiße Mönch

  Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Der weiße Mönch

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.

Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 112 Der weiße Mönch gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 4, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 4, 2. Spalte, 5. Absatz

Luguri schrie - drehte sich im Kreis, gestikulierte wild und bückte sich schließlich. Einem der Dämonen zog er seine rechte Krallenhand durch das feiste Gesicht. Der Dämon, ein buckliger Gnom, kreischte vor Entsetzen auf. Schwarzes Blut rann aus den langen Kratzwunden. Luguri heulte und trat nach ihm.
Der Gnom wurde gegen einen der Menhire katapultiert. Beim Aufprall gab es einen dumpfen, knirschenden Laut. Schlaf rutschte der Gnom am Stein zu Boden und blieb dort stöhnend liegen.
Luguri verkrallte seine Hände im Untergrund, hob große, dunkle Brocken und ganze Grasbüschel aus und schleuderte damit um sich.
Die Dämonen krochen zitternd bis an den äußersten Rand des Magischen Bannkreises zurück.
Luguri hatte Schaum vor dem Maul. Er trampelte auf der Stelle und rief: „Schlangengift und Teufelsdreck! Die Schreckensnacht in der Villa der Ghouls hat für uns einen schlechten Abschluß gefunden. Meine Blutopfer wurden durch ganz normale Menschen gerettet. Satan, Pest und Cholera! Ich weiß, wer dahintersteckt. Ich weiß es, weiß es, weiß es!“

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 7, 1. Spalte, 2. – 5. Absatz

Luguri schrie - drehte sich im Kreis, gestikulierte wild und bückte sich schließlich. Einem der Dämonen zog er seine rechte Krallenhand durch das feiste Gesicht. Der Dämon, ein buckliger Gnom, kreischte vor Entsetzen auf.
Luguri verkrallte seine Hände im Untergrund, hob große, dunkle Brocken und ganze Grasbüschel aus und schleuderte damit um sich.
Die Dämonen krochen zitternd bis an den äußersten Rand des Magischen Bannkreises zurück.
Luguri hatte Schaum vor dem Maul. Er trampelte auf der Stelle und rief: „Schlangengift und Teufelsdreck! Die Schreckensnacht in der Villa der Ghouls hat für uns einen schlechten Abschluß gefunden. Meine Opfer wurden durch ganz normale Menschen gerettet. Satan, Pest und Cholera! Ich weiß, wer dahintersteckt. Ich weiß es, weiß es, weiß es!“

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 5, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 5, 2. Spalte, 3. Absatz

„Ja!“ riefen einige Kobolde. „Langsam ausbluten soll er! Gräßliche Schmerzen leiden soll er!“
„Reiß ihm den Kopf ab!“ schrien die Schimären im Chor.
„Liefere ihn mir aus, ich zerreiße ihn!“ verkündete ein Werwolf.
Luguri bedeutete ihnen durch eine herrische Gebärde, zu schweigen.
„Ich muß alle mir zur Verfügung stehenden Kräfte vereinigen“, sagte er. „Wo immer ich zur Zeit Energie vergeude, ziehe ich meine Helfer und Helfershelfer von dort ab und versammle sie zum großen Kräftemessen mit Hermes Trismegistos.“ Wieder heulte er vor Wut auf. Allein der Name schon brachte ihn in Raserei. „Ich werde mich für die Schmach rächen, die er mir angetan hat. Auch die letzten Ereignisse sind sein Werk. Das zahle ich ihm doppelt und dreifach heim.“
Die Dämonen bezeugten durch heisere, kläffende und keuchende Laute ihren Beifall, wurden durch den Erzdämon aber erneut zur Ordnung gerufen.
Luguri breitete die mageren Arme aus, spreizte die skeletthaften Finger mit den überlangen Nägeln, reckte sie empor in den Nachthimmel und rief in die erneut eintretende Stille: „Zu mir, Verbündete! Zu mir, meine Kreaturen, auf daß wir gemeinsam in den Kampf ziehen und die Schlacht endgültig gewinnen!“ Seine Stimme senkte sich und wurde zu einem kaum noch verständlichen Knurren. „Und wenn mir der Dämonenkiller in die Hände fällt, so beiße ich ihm, der mich zum Narren gehalten hat, höchstpersönlich den Kopf ab und schleuderte ihn in die tiefsten Schlünde der Finsternis hinab.“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 7, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 8, 1. Spalte, 1. Absatz

„Ja!“ riefen einige Kobolde.
Luguri bedeutete ihnen durch eine herrische Gebärde, zu schweigen.
„Ich muß alle mir zur Verfügung stehenden Kräfte vereinigen“, sagte er. „Wo immer ich zur Zeit Energie vergeude, ziehe ich meine Helfer und Helfershelfer von dort ab und versammle sie zum großen Kräftemessen mit Hermes Trismegistos.“ Wieder heulte er vor Wut auf. Allein der Name schon brachte ihn in Raserei. „Ich werde mich für die Schmach rächen, die er mir angetan hat. Auch die letzten Ereignisse sind sein Werk. Das zahle ich ihm doppelt und dreifach heim.“
Die Dämonen bezeugten durch heisere, kläffende und keuchende Laute ihren Beifall, wurden durch den Erzdämon aber erneut zur Ordnung gerufen.
Luguri breitete die mageren Arme aus, spreizte die skeletthaften Finger mit den überlangen Nägeln, reckte sie empor in den Nachthimmel und rief in die erneut eintretende Stille: „Zu mir, Verbündete! Zu mir, meine Kreaturen, auf daß wir gemeinsam in den Kampf ziehen und die Schlacht endgültig gewinnen!“ Seine Stimme senkte sich und wurde zu einem kaum noch verständlichen Knurren. „Und wenn mir der Dämonenkiller in die Hände fällt, so schleuderte ihn in die tiefsten Schlünde der Finsternis hinab.“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 12, 2. Spalte, 4. Absatz

Sie drückten ihn fest auf die Dielen nieder. Dann fesselten sie ihn mit Hanfstricken. Ohnmächtig vor Wut mußte Johannes Stege miterleben, wie sie ihn aufhoben und in die Kammer trugen. Dort verfolgte er, wie sie der zappelnden und kreischenden Herma das Nachthemd herunterrissen, sie auf das Bett warfen und brutal fesselten.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 14, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 15, 1. Spalte, 1. Absatz

Sie drückten ihn fest auf die Dielen nieder. Dann fesselten sie ihn mit Hanfstricken. Ohnmächtig vor Wut mußte Johannes Stege miterleben, wie sie ihn aufhoben und in die Kammer trugen. Dort verfolgte er, wie sie der zappelnden und kreischenden Herma das Nachthemd herunterrissen, sie auf das Bett warfen und fesselten.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 14, 1. Spalte, 7. Absatz

Johannes Stege zitterte, als die sieben Weißgekleideten auf seine Frau zurückten, sich bückten und sie züchtigten. Er sah aus den Augenwinkeln ein paar der Gestalten, doch Herma konnte er aus dieser Lage heraus nicht sehen; er hörte nur ihre furchtbaren Schreie.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 16, 1. Spalte, 7. Absatz

Johannes Stege zitterte, als die sieben Weißgekleideten auf seine Frau zurückten. Er sah aus den Augenwinkeln ein paar der Gestalten, doch Herma konnte er aus dieser Lage heraus nicht sehen.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 18, 2. Spalte, 3. Absatz

Abi Flindt schritt mit erhobenem Haupt dahin. In seiner Miene war der Haß zu lesen, den er gegen die Mächte des Bösen empfand, das elementare Bedürfnis, sie nach Möglichkeit mit bloßen Händen zu packen und zu vernichten. Im Augenblick war er jedoch weit davon entfernt. Aber, wie Dorian und Unga ihn kannten, wartete er nur auf eine passende Gelegenheit, sich davonzumachen. Ob es ihm gelingen würde, bezweifelte Dorian stark. Die fliegenden Blutsauger unter den Dämonen würden ihn selbst im Falle einer geglückten Flucht rasch wieder aufstöbern und greifen. Es sah schlecht aus für den Dänen und seine Leidensgenossen.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 20, 2. Spalte, 1. Absatz

Abi Flindt schritt mit erhobenem Haupt dahin. In seiner Miene war der Haß zu lesen, den er gegen die Mächte des Bösen empfand, das elementare Bedürfnis, sie nach Möglichkeit mit bloßen Händen zu packen und zu vernichten. Im Augenblick war er jedoch weit davon entfernt. Aber, wie Dorian und Unga ihn kannten, wartete er nur auf eine passende Gelegenheit, sich davonzumachen. Ob es ihm gelingen würde, bezweifelte Dorian stark. Es sah schlecht aus für den Dänen und seine Leidensgenossen.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 23, 2. Spalte, 4. Absatz

„Verschieb das auf später!“ herrschte ein Untoter ihn an. „Wir haben jetzt Wichtigeres zu tun. Ein paar von euch schaffen die vier Gefangenen nach oben. Wir brauchen sie vorerst nicht mehr. Aber wartet noch damit, ihnen die Köpfe abzureißen und die Leiber aufzuschlitzen!“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 25, 2. Spalte, 2. Absatz

„Verschieb das auf später!“ herrschte ein Untoter ihn an. „Wir haben jetzt Wichtigeres zu tun. Ein paar von euch schaffen die vier Gefangenen nach oben. Wir brauchen sie vorerst nicht mehr.“

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 24, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 24, 2. Spalte, 1. Absatz

„Dich bringen wir schon zum Plaudern“, schrie er. „Du wirst noch darum betteln, uns führen zu dürfen. Womit sollen wir beginnen? Reißen wir dir die Fingernägel aus oder schneiden wir dir die Ohren ab? Verbrennen wir deine Hände oder stechen wir dir die Augen aus?“
Er zählte noch eine Reihe anderer Foltermethoden auf, und der Dämonenkiller begann rollengemäß am ganzen Leib zu zittern. Er mußte dabei daran denken, daß sich das, was sich hier vor dreihundert Jahren abgespielt hatte, im Vergleich zu den jetzigen Ereignissen doch weitaus dramatischer ausgenommen hatte.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 26, 1. Spalte, 5.  + 6. Absatz

„Dich bringen wir schon zum Plaudern“, schrie er. „Du wirst noch darum betteln, uns führen zu dürfen.“
Der Dämonenkiller begann rollengemäß am ganzen Leib zu zittern. Er mußte dabei daran denken, daß sich das, was sich hier vor dreihundert Jahren abgespielt hatte, im Vergleich zu den jetzigen Ereignissen doch weitaus dramatischer ausgenommen hatte.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 25, 1. Spalte, 6. Absatz

Neben dem Bett saß vor einer schlichten Eichenholzkommode ein Mann. Er hatte die Beine weit von sich gestreckt. Seine Arme baumelten herab, sein Kopf war nach links gekippt, die Zunge schaute ein Stück aus dem Mund hervor; seine Augen waren groß und glasig und schienen den Eindringling anzustarren; anklagend und flehend zugleich, obwohl kein Leben in ihnen war. In der Brust des Mannes klaffte eine große Wunde. Getrocknetes Blut bedeckte einen großen Teil des Fußbodens. Ein übler Geruch lag in der Luft.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 26, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 28, 1. Spalte, 1. Absatz

Neben dem Bett saß vor einer schlichten Eichenholzkommode ein Mann. Er hatte die Beine weit von sich gestreckt. Seine Arme baumelten herab, sein Kopf war nach links gekippt, die Zunge schaute ein Stück aus dem Mund hervor; seine Augen waren groß und glasig und schienen den Eindringling anzustarren; anklagend und flehend zugleich, obwohl kein Leben in ihnen war. In der Brust des Mannes klaffte eine große Wunde.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 28, 1. Spalte, 2. Absatz

Der Vermummte trat aus seinem Versteck hervor, doch er unternahm nichts. Er wußte, daß er den Mann selbst durch die Weiße Magie nicht mehr retten konnte. Mehr erstaunt als bestürzt verfolgte er, wie aus den Wunden des „Reinen“ ein paar Rinnsale hervortraten, zu Boden tropften und dort rasch trockneten; es war weißes Blut.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 30, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 1. Absatz

Der Vermummte trat aus seinem Versteck hervor, doch er unternahm nichts. Er wußte, daß er den Mann selbst durch die Weiße Magie nicht mehr retten konnte. Mehr erstaunt als bestürzt verfolgte er, wie aus den Wunden des „Reinen“ ein paar Rinnsale hervortraten, zu Boden tropften und dort rasch trockneten.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 28, 2. Spalte, 2. Absatz

Er gehörte zu den Wortführern des Aufgebotes von Dämonen, und dementsprechend spielte er sich jetzt, nachdem sie sich in dem Gewölbe sicher wähnten, auch auf. „Also los, worauf warten wir noch? Reißen wir diesem Eremiten doch die Fingernägel aus! Brechen wir ihm ein paar Rippen!“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 30, 2. Spalte, 7. Absatz

Er gehörte zu den Wortführern des Aufgebotes von Dämonen, und dementsprechend spielte er sich jetzt, nachdem sie sich in dem Gewölbe sicher wähnten, auch auf. „Also los, worauf warten wir noch?“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 29, 2. Spalte, 9. Absatz

Dorian bückte sich und bekam sie mitten im schönsten Streit an den Hälsen zu fassen. Der Augenblick, den sie unachtsam gewesen waren, hatte ihm genügt. Jetzt preßte er ihre fetten Kehlen zusammen, riß sie von seinen Beinen los und schlug sie mit den Köpfen zusammen. Es entstand ein häßliches Geräusch, etwa so, wie wenn man zwei dicke Kürbisse gegeneinanderprallen ließ. Ein animalischer Schrei hallte durch den Gang. Es war der Todesschrei der Gnome. Etwas Weiches, Klebriges lief über Dorian Hunters Hände. Angewidert schleuderte er die fetten, kleinen Monster von sich. Sie blieben reglos und mit zerschmetterten Schädeln auf dem Boden liegen.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 32, 1. Spalte, 7. Absatz

Dorian bückte sich und bekam sie mitten im schönsten Streit an den Hälsen zu fassen. Der Augenblick, den sie unachtsam gewesen waren, hatte ihm genügt. Jetzt preßte er ihre Kehlen und schlug sie mit den Köpfen zusammen. Sie blieben reglos auf dem Boden liegen.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 31, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz

Der Untote fiel zu einem knisternden schwarzen Klumpen zusammen. Das Feuer erlosch, und durchdringender Schwefelgeruch erfüllte den Raum und überlagerte den gräßlichen Verwesungsgestank.
Dorian lief weiter. Er gelangte in einen neuen Gang, stürmte voran, wandte sich nach rechts in eine Querverbindung und stockte plötzlich. Er hatte wieder jemanden vor sich. Dieser Jemand gab sich nicht zu erkennen, und so war er augenblicklich alarmiert. Das konnte unmöglich Unga sein. Das Wesen näherte sich mit schleifenden Schritten, grunzte bösartig und kündigte seine Gelüste an.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 33, 2. Spalte, 1. + 2. Absatz

Der Untote fiel zu einem knisternden schwarzen Klumpen zusammen. Das Feuer erlosch, und durchdringender Schwefelgeruch erfüllte den Raum und überlagerte den Verwesungsgestank.
Dorian lief weiter. Er gelangte in einen neuen Gang, stürmte voran, wandte sich nach rechts in eine Querverbindung und stockte plötzlich. Er hatte wieder jemanden vor sich. Dieser Jemand gab sich nicht zu erkennen, und so war er augenblicklich alarmiert. Das konnte unmöglich Unga sein. Das Wesen näherte sich mit schleifenden Schritten und  grunzte bösartig.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 33, 2. Spalte, 5. Absatz

Abi packte den Kerl am Hals und riß ihn von seinem Podest. Er drehte ihm die Gurgel um, daß der Hals regelrecht ausleierte und der Kopf traurig nach unten hing. Es handelte sich um einen großen, schweren Vampir, aber der Däne wuchtete ihn trotzdem hoch und ließ ihn dann mit dem Schädel auf ein Mauerfragment krachen. Das Gestein zerbarst. Das Haupt des gefährlichen Blutsaugers wurde zerschmettert.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 35, 2. Spalte, 5. Absatz

Abi packte den Kerl am Hals und riß ihn von seinem Podest. Es handelte sich um einen großen, schweren Vampir, aber der Däne wuchtete ihn trotzdem hoch und schleuderte von sich.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 36, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 36, 2. Spalte, 1. Absatz

„Jetzt bist du geliefert“, wisperte der erste Vampir. „Wir beißen dich und saugen dir das Blut aus.“
„Bis zum letzten Tropfen“, stieß der andere undeutlich hervor.
Abi beging nicht den Fehler, schon jetzt zu handeln. Er ließ sie herankommen, blickte ihnen entgegen, wartete bis zur letzten Sekunde und schleuderte erst dann den Stein. Wieder traf er den ersten Feind. Der ging für einige Sekunden zu Boden. Abi wich dem zweiten aus, tauchte förmlich unter ihm hinweg und schoß dann wieder hoch. Mit einem flinken Griff bekam er das Scheusal, an den hinteren Zipfeln der Flügel zu fassen.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 36, 1. Spalte, 7.  + 8. Absatz

„Jetzt bist du geliefert“, wisperte der erste Vampir.
Abi beging nicht den Fehler, schon jetzt zu handeln. Er ließ sie herankommen, blickte ihnen entgegen, wartete bis zur letzten Sekunde und schleuderte erst dann den Stein. Wieder traf er den ersten Feind. Der ging für einige Sekunden zu Boden. Abi wich dem zweiten aus, tauchte förmlich unter ihm hinweg und schoß dann wieder hoch. Mit einem flinken Griff bekam er das Scheusal, an den hinteren Zipfeln der Flügel zu fassen.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 36, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 37, 1. Spalte, 6. Absatz

Mit dieser Masche war er bei dem Dänen an den Falschen geraten. Abi hatte ihm ganz geschwind die letzten Flügelstummel verdreht, die aus seinem schwarzen Leib hervorragten. Der Vampir schluchzte und wimmerte zum Steinerweichen.
„Wir könnten Partner werden“, sagte er krächzend. „Mit mir zusammen wirst du auch gegen die anderen siegen. Laß mir nur die Flügel nachwachsen!“
„Das könnte dir so passen.“
Abi Flindt schlug auf seinen häßlichen Kopf ein. Dann bückte er sich schnell und hob auch den anderen auf, bevor dieser wieder richtig zu sich kam. Im Eiltempo schleppte er sie zum nahen Waldrand.
Die Vampire ahnten, was nun kam.
„Nein!“ brüllte der erste, dem die Flügel fehlten. „Das nicht! Tu uns das bitte, bitte nicht an!“
Er fing an, hemmungslos zu weinen. Der andere, der seine Benommenheit halbwegs überwunden hatte, stimmte mit ein in das Geheule.
Abi berührte dieses Konzert innerlich nicht; er brauchte sich bloß vorzustellen, was sie mit ihm angestellt hätten, falls er nicht im richtigen Moment gehandelt hätte. Er suchte und fand einen Eichenbaum, zerrte sie darunter und schlug ihre Schädel gegeneinander, daß es nur so krachte. Viel Blut sickerte aus ihren Wunden hervor. Sie mußten sich noch vor kurzem an einem Opfer gelabt haben. Die beiden stöhnten noch einmal auf, dann sanken sie um.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 36, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 37, 1. Spalte, 3. Absatz

Der Vampir schluchzte und wimmerte zum Steinerweichen.
„Wir könnten Partner werden“, sagte er krächzend. „Mit mir zusammen wirst du auch gegen die anderen siegen. Laß mir nur die Flügel nachwachsen!“
„Das könnte dir so passen.“
Abi Flindt schlug ihn nieder. Dann bückte er sich schnell und hob auch den anderen auf, bevor dieser wieder richtig zu sich kam. Im Eiltempo schleppte er sie zum nahen Waldrand.
Die Vampire ahnten, was nun kam.
„Nein!“ brüllte der erste, dem die Flügel fehlten. „Das nicht! Tu uns das bitte, bitte nicht an!“
Er fing an, hemmungslos zu weinen. Der andere, der seine Benommenheit halbwegs überwunden hatte, stimmte mit ein in das Geheule.
Abi berührte dieses Konzert innerlich nicht; er brauchte sich bloß vorzustellen, was sie mit ihm angestellt hätten, falls er nicht im richtigen Moment gehandelt hätte. Er suchte und fand einen Eichenbaum, zerrte sie darunter und schlug ihre Schädel gegeneinander. Die beiden stöhnten noch einmal auf, dann sanken sie um.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 39, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 1. Absatz

Auf dem Platz inmitten der sieben Blutschalen-Menhire hatten sich Luguri und mehr als zwei Dutzend seiner Kreaturen zum Blutfest versammelt. Noch war die schaurige Versammlung nicht vollzählig; noch wartete man auf die übrigen Teilnehmer. Luguri hatte sie ausgeschickt, um neue Opfer zu holen. Teils geduldig, teils nervös kauerten die Schreckenswesen im Kreis der Opferstätte und tuschelten miteinander.
Luguri sprach mit einem Dämon. Es handelte sich um einen fetten Mann, der in einem der Dörfer nahe des Fußes des Großen Arber als ehrbarer Gastwirt auftrat. In Wirklichkeit hatte er sich schon seit einiger Zeit dem Erzdämonen verschrieben.
Luguri fluchte. Seine Froschaugen glühten wild. „Ich habe neue Helfer zur Klosterruine geschickt, Alois. Oh, ich koche vor Wut. Ich hätte nicht übel Lust, jemandem den Kopf abzubeißen und ihm die Gedärme rauszureißen.“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 39, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 1. Absatz

Auf dem Platz inmitten der sieben Blutschalen-Menhire hatten sich Luguri und mehr als zwei Dutzend seiner Kreaturen versammelt. Noch war die schaurige Versammlung nicht vollzählig; noch wartete man auf die übrigen Teilnehmer. Luguri hatte sie ausgeschickt, um neue Opfer zu holen. Teils geduldig, teils nervös kauerten die Schreckenswesen im Kreis der Opferstätte und tuschelten miteinander.
Luguri sprach mit einem Dämon. Es handelte sich um einen fetten Mann, der in einem der Dörfer nahe des Fußes des Großen Arber als ehrbarer Gastwirt auftrat. In Wirklichkeit hatte er sich schon seit einiger Zeit dem Erzdämonen verschrieben.
Luguri fluchte. Seine Froschaugen glühten wild. „Ich habe neue Helfer zur Klosterruine geschickt, Alois. Oh, ich koche vor Wut.“

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 40, 1. Spalte, 6. Absatz

„Bravo, Alois!“ sagte Luguri leutselig. „Es wäre doch gelacht, wenn wir dem Weißen Mönch nicht überwältigen und Hunter, diesen Scheißer, nicht finden würden.“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 40, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 40, 2. Spalte, 1. Absatz

„Bravo, Alois!“ sagte Luguri leutselig. „Es wäre doch gelacht, wenn wir dem Weißen Mönch nicht überwältigen und Hunter, diesen Mistkerl, nicht finden würden.“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 40, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 41, 1. Spalte, 12. Absatz

Luguri knurrte unwillig. „Du gehörst zu den hundert Blutopfern, die mir bei der Villa der Ghouls durch die Lappen gegangen sind. Ich brauche dich. Wärst du etwa bereit, ein Dämon zu werden?“
„Ja“, schrie Herbert. „Ja, ja, ja!“
Karl und Ullrich blickten sich verzweifelt ap. Bot sich hier eine Möglichkeit, einem grausamen Ende zu entgehen? Eilfertig schoben auch sie sich an den Schrecklichen heran und nahmen die gleiche Haltung wie ihr Freund ein.
Luguri weidete sich an den Ängsten der Männer, dann brüllte er: „Nein! Dämonen habe ich genug. Was ich will, sind Blutopfer für mein Fest. Bis zum letzten Tropfen werde ich euch anzapfen.“
Er lachte meckernd, als sie umsanken und sich die Hände vor die Gesichter schlugen.
Karl erkannte in einem der sie umringenden Gestalten plötzlich Alois, den Gastwirt.
„Aber das - ist - ja...“, stammelte er. „Mein Gott.“
Die Dämonen murrten. Es tat ihnen weh, wenn ihr Gegner beim Namen genannt wurde. Das war das reinste Gift für sie.
„Der Adlerwirt!“ stieß Karl hervor. „Himmel, so tu doch etwas für uns! Leg ein gutes Wort für uns ein. Wir werden untertänige Diener sein, wenn ihr uns Gnade erweist und uns aufnehmt. Wir werden alles, alles für euch erledigen.“
„Häuser anzünden“, sagte Herbert mit schriller Stimme.
„Frauen schänden“, rief Ullrich.
„Morden, plündern, Krankheiten verbreiten“, schrie Karl.
Alois ging zu ihnen und trat jedem einmal kräftig in die Seite. Sie fielen hin und, krümmten sich vor Schmerzen.
„Hört auf!“ sagte der Adlerwirt. „Ich kann euer Gekläff nicht mehr ertragen.“
Luguri lachte dröhnend. „Recht so, recht so. Sie sollen vor Angst zappeln, damit sie einen Vorgeschmack von dem kriegen, was ihnen hier noch blüht.“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 40, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 41, 1. Spalte, 10. Absatz

Luguri knurrte unwillig. „Du gehörst zu den hundert Opfern, die mir bei der Villa der Ghouls durch die Lappen gegangen sind. Ich brauche dich. Wärst du etwa bereit, ein Dämon zu werden?“
„Ja“, schrie Herbert. „Ja, ja, ja!“
Karl und Ullrich blickten sich verzweifelt an. Bot sich hier eine Möglichkeit, einem grausamen Ende zu entgehen? Eilfertig schoben auch sie sich an den Schrecklichen heran und nahmen die gleiche Haltung wie ihr Freund ein.
Luguri weidete sich an den Ängsten der Männer, dann brüllte er: „Nein! Dämonen habe ich genug. Was ich will, sind Opfer für mein Fest.“
Er lachte meckernd, als sie umsanken und sich die Hände vor die Gesichter schlugen.
Karl erkannte in einem der sie umringenden Gestalten plötzlich Alois, den Gastwirt.
„Aber das - ist - ja...“, stammelte er. „Mein Gott.“
Die Dämonen murrten. Es tat ihnen weh, wenn ihr Gegner beim Namen genannt wurde. Das war das reinste Gift für sie.
„Der Adlerwirt!“ stieß Karl hervor. „Himmel, so tu doch etwas für uns! Leg ein gutes Wort für uns ein. Wir werden untertänige Diener sein, wenn ihr uns Gnade erweist und uns aufnehmt. Wir werden alles, alles für euch erledigen.“
Alois ging zu ihnen und trat jedem einmal kräftig in die Seite. Sie fielen hin und, krümmten sich vor Schmerzen.
„Hört auf!“ sagte der Adlerwirt. „Ich kann euer Gekläff nicht mehr ertragen.“
Luguri lachte dröhnend.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 42, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 1. Absatz

Ein leidlich hübsches Mädchen schaffte es, sich von zwei Greuelgestalten loszureißen. Schreiend rannte sie durch den Wald. Die Dämonen folgten ihr. In ihrer grenzenlosen Angst stolperte sie über eine Baumwurzel und kam zu Fall. Die Helfer Luguris stürzten sich auf sie, schlugen und traten sie und zerrten sie an den Haaren.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 42, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 1. Absatz

Ein leidlich hübsches Mädchen schaffte es, sich von zwei Greuelgestalten loszureißen. Schreiend rannte sie durch den Wald. Die Dämonen folgten ihr. In ihrer grenzenlosen Angst stolperte sie über eine Baumwurzel und kam zu Fall. Die Helfer Luguris stürzten sich auf sie.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 43, 1. Spalte, 8. Absatz

„Laß sie nur Gift sprühen, Alois! Sie wird bald nicht mehr so dick auftragen. Ach, wenn ich daran denke, was für ein satanisch schönes Blutfest es geben wird!“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 43, 1. Spalte, 8. Absatz

„Laß sie nur Gift sprühen, Alois! Sie wird bald nicht mehr so dick auftragen. Ach, wenn ich daran denke, was für ein schönes Fest es geben wird!“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 43, 2. Spalte, 4. Absatz

„Trismegistos!“ rief er drohend aus. „Meine Herrschaften haben vor der Klosterruine wieder einen Mißerfolg erlitten. Doch das werden mir deine Anhänger büßen.“ Mit der ausgestreckten Krallenhand wies er auf seine Gefangenen. „Ich will ihr Blut!“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 43, 2. Spalte, 3. Absatz

„Trismegistos!“ rief er drohend aus. „Meine Herrschaften haben vor der Klosterruine wieder einen Mißerfolg erlitten. Doch das werden mir deine Anhänger büßen.“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 47, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 47, 2. Spalte, 1. Absatz

„Ob er sich gut gehalten hat?“ fragte ein Vampir. Der Blutsauger flatterte aufgeregt ein Stück empor und schlürfte. „Würde mich interessieren, ob er noch Blut hat.“
„Das sehen wir gleich“, quiekte ein Gnom.
Mit vereinten Kräften machten sie sich daran, die Nägel des Sargdeckels zu lockern. Sie waren hastig und unregelmäßig in das Holz geschlagen worden; und doch saßen sie erstaunlich fest. Die Dämonen stießen die obszönsten Verwünschungen aus. Sie verstummten aber, als der Deckel endlich vom Sarg rutschte. Er krachte zu Boden und zerfiel in mehrere Trümmerstücke.
Neugierig guckten die Dämonen in das Innere des Sarges und tuschelten aufgeregt miteinander, als sie die Gestalt erkannten.
Abi erhob sich aus dem Versteck und reckte den Hals, wurde von dem Eremiten jedoch wieder nach unten gezogen.
Eine blutbefleckte rechte Hand ragte aus dem Leichenbett auf. Sie hatte dem Deckel den entscheidenden Stoß versetzt. Die grausige Extremität gehörte einem in eine weiße Kapuzenkutte gekleideten Wesen. Sie blickte die Betrachter unheilvoll an und gab ein abgrundtiefes, böswilliges Grollen von sich. Sephirotus öffnete sein Maul weit und ließ seine verlängerten Eckzähne sehen. Seine ledrigen Lippen waren blutverschmiert, und auch die Krallenhände und die Kutte waren mit Tropfen roten Lebenssaftes versehen.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 46, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 46, 2. Spalte, 5. Absatz

„Ob er sich gut gehalten hat?“ fragte ein Vampir. Der Blutsauger flatterte aufgeregt ein Stück empor und schlürfte.
Mit vereinten Kräften machten sie sich daran, die Nägel des Sargdeckels zu lockern. Sie waren hastig und unregelmäßig in das Holz geschlagen worden; und doch saßen sie erstaunlich fest. Die Dämonen stießen die obszönsten Verwünschungen aus. Sie verstummten aber, als der Deckel endlich vom Sarg rutschte. Er krachte zu Boden und zerfiel in mehrere Trümmerstücke.
Neugierig guckten die Dämonen in das Innere des Sarges und tuschelten aufgeregt miteinander, als sie die Gestalt erkannten.
Abi erhob sich aus dem Versteck und reckte den Hals, wurde von dem Eremiten jedoch wieder nach unten gezogen.
Eine Hand ragte aus dem Leichenbett auf. Sie hatte dem Deckel den entscheidenden Stoß versetzt. Die grausige Extremität gehörte einem in eine weiße Kapuzenkutte gekleideten Wesen. Sie blickte die Betrachter unheilvoll an und gab ein abgrundtiefes, böswilliges Grollen von sich. Sephirotus öffnete sein Maul weit und ließ seine verlängerten Eckzähne sehen.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 47, 2. Spalte, 5. – 7. Absatz

Mit einem Satz sprang Sephirotus über den Rand seiner Jahrhunderte-Behausung hinweg. Sicher landete er auf seinen Füßen und griff nach den Beinen eines Gnoms; diesem gelang die Flucht nicht mehr. Mit einem knurrenden Laut riß der Weiße Mönch ihm den Kopf ab. Schwarzes Blut schoß aus dem Halsstummel.
Abi Flindt in seinem Versteck sagte: „Widerlich.“
Dorian, der Eremit, legte ihm eine Hand auf den Unterarm und deutete durch die Bresche in der vierten Mauer. Sie verfolgten jetzt, wie sich das Blut des Gnoms allmählich weiß färbte, wie der Strom dünner wurde und rasch auf dem Untergrund verkrustete.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 48, 1. Spalte, 2. – 4. Absatz

Mit einem Satz sprang Sephirotus über den Rand seiner Jahrhunderte-Behausung hinweg. Sicher landete er auf seinen Füßen und griff nach den Beinen eines Gnoms; diesem gelang die Flucht nicht mehr.
Abi Flindt in seinem Versteck sagte: „Widerlich.“
Dorian, der Eremit, legte ihm eine Hand auf den Unterarm und deutete durch die Bresche in der vierten Mauer.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 52, 1. Spalte, 2. Absatz

Coco Zamis und Burian Wagner beobachteten das gräßliche Treiben mit unverhohlenem Widerwillen. Sie waren gefesselt worden und konnten sich kaum rühren. In ihrer Nähe befand sich Alois, der Adlerwirt, der so heftig mitklatschte und gestikulierte, daß seine wabbeligen Körpermassen geradezu beängstigend in Aufruhr gerieten. Immer wieder drehte er sich um und schaute sie mit glühenden, haßerfüllten Augen an. Er brannte darauf, sie - besonders Coco - auf satanische Weise zu züchtigen.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 52, 1. Spalte, 3. Absatz

Coco Zamis und Burian Wagner beobachteten das gräßliche Treiben mit unverhohlenem Widerwillen. Sie waren gefesselt worden und konnten sich kaum rühren. In ihrer Nähe befand sich Alois, der Adlerwirt, der so heftig mitklatschte und gestikulierte, daß seine wabbeligen Körpermassen geradezu beängstigend in Aufruhr gerieten. Immer wieder drehte er sich um und schaute sie mit glühenden, haßerfüllten Augen an.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 52, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 53, 1. Spalte, 5. Absatz

„Und jetzt“, stieß er grollend hervor, „jetzt gebe ich euch einen Vorgeschmack auf das, was euch noch erwartet. Ihr erlebt sozusagen die Einleitung des großen Blutfestes.“
Luguri tänzelte auf die Opfer zu. Er streckte die magere Rechte aus und wies auf Karl, Ullrich und Herbert. „Du, du und du! Euch will ich als erste. Untertanen, schafft sie in die Mitte der Opferstätte! Los, los! Beeilt euch! Oder soll ich euch Beine machen?“
Gut zehn Dämonen erhoben sich und packten die drei Männer. Sie schrien wie am Spieß. Der dicke Herbert weinte wieder, aber es wollte ihm nicht gelingen, ohnmächtig zu werden. Mit flinken Bewegungen schafften die Geschöpfe der Finsternis sie in das Zentrum des Kreises und prüften genau, ob die Fesseln richtig saßen. Alois watschelte heran und stopfte allen dreien vorbereitete Gras- und Laubbüschel in die Münder, damit sie nicht mehr schreien konnten.
„Gut so“, sagte Luguri.
Er mußte einen Vampir zur Räson bringen, der sich mit vor Gier überquellenden Augen auf Herbert stürzen wollte. Luguri packte ihn an den Flügeln und ließ seinen Leib gegen einen der drei Meter hohen Steine prallen. Ein trockener Laut war zu vernehmen, als würde dicker Filz zerrissen. Der blutleere hungrige Vampir blieb wimmernd auf dem Boden liegen.
„Daß mir keiner den Spaß zu verderben sucht“, sagte Luguri drohend.
Er kehrte zu den drei Opfern zurück. Eine Weile strich er um sie herum wie ein Raubtier. Er weidete sich daran, daß sie ihn voll Grauen beäugten, daß sie an ihren Fesseln zerrten und würgten, um die Knebel loszuwerden. Er betastete sie mit seinen Fingern und kratzte Karl mit einem seiner scharfen Fingernägel an der Wange, so daß eine Wunde entstand und ein paar Tropfen Blut hervorquollen.
Luguri leckte sie ab und schmatzte. „Gutes Material“, verkündete er. „Sehr gutes Material.“
Luguri stürzte sich auf Karl und biß ihn. Er brachte ihm mehrere Wunden bei und wandte sich dann Ullrich zu. Um bessere Angriffsflächen für einen einzigen Unterkieferzahn zu finden, zerfetzte er die Kleidung des blonden Mannes. Manche Verletzungen brachte er dem Opfer auch mit seinen gefährlichen Krallen bei.
Herbert wurde doch besinnungslos, als der Erzdämon ihn packte. Luguri lachte heiser. Das Benehmen des dicken Mannes bereitete ihm allergrößtes Vergnügen. Luguri labte sich an dem Blut, aber er vergaß auch nicht, die sieben Blutschalen in den Menhiren zu füllen. Furchtbar anzusehen war es, wie der rote Lebenssaft in den Öffnungen schwappte.
Luguri erhob sich, reckte die Arme empor, spannte und spreizte seine widerwärtigen Finger.
Luguri spielte auf seiner Blutorgel. Das Blut war von den Opfern abgezapft worden und bewegte sich in den Schalen der Opfersteine; doch es floß von nun an auch immer wieder ihre Leiber zurück, verweilte dort kurz und verließ die geschundenen Körper dann wieder. Luguri nahm bisweilen einen kräftigen Schluck und gab durch überlaute Schmatz- und Schlürflaute zu verstehen, wie großartig er sich fühlte.
Bei den drei armen Teufeln Karl, Ullrich und Herbert wurde eine entsetzliche Reaktion hervorgerufen. Der Blutdruck in ihren Leibern ließ mal nach und stieg dann wieder gewaltig an, so stark, daß er fast die inneren Gefäßsysteme zu sprengen drohte. Hinzu kam, daß die drei verschiedenen Blutgruppen miteinander vermischt worden waren - ein Umstand, den kein menschliches Wesen langfristig ertragen konnte.
Karl wälzte sich trotz seiner Fesseln auf dem Boden und bäumte sich auf, wenn das Blut wieder in seine Venen und Arterien zurückkehrte.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 52, 2. Spalte, 1. Absatz – Seite 53, 1. Spalte, 6. Absatz

„Und jetzt“, stieß er grollend hervor, „jetzt gebe ich euch einen Vorgeschmack auf das, was euch noch erwartet. Ihr erlebt sozusagen die Einleitung des großen Festes.“
Luguri tänzelte auf die Opfer zu. Er streckte die magere Rechte aus und wies auf Karl, Ullrich und Herbert. „Du, du und du! Euch will ich als erste. Untertanen, schafft sie in die Mitte der Opferstätte! Los, los! Beeilt euch! Oder soll ich euch Beine machen?“
Gut zehn Dämonen erhoben sich und packten die drei Männer. Sie schrien wie am Spieß. Der dicke Herbert weinte wieder, aber es wollte ihm nicht gelingen, ohnmächtig zu werden. Mit flinken Bewegungen schafften die Geschöpfe der Finsternis sie in das Zentrum des Kreises und prüften genau, ob die Fesseln richtig saßen. Alois watschelte heran und stopfte allen dreien vorbereitete Gras- und Laubbüschel in die Münder, damit sie nicht mehr schreien konnten.
„Gut so“, sagte Luguri.
Er mußte einen Vampir zur Räson bringen, der sich mit vor Gier überquellenden Augen auf Herbert stürzen wollte. Luguri packte ihn an den Flügeln und ließ seinen Leib gegen einen der drei Meter hohen Steine prallen. Ein trockener Laut war zu vernehmen, als würde dicker Filz zerrissen. Der hungrige Vampir blieb wimmernd auf dem Boden liegen.
„Daß mir keiner den Spaß zu verderben sucht“, sagte Luguri drohend.
Er kehrte zu den drei Opfern zurück. Eine Weile strich er um sie herum wie ein Raubtier. Er weidete sich daran, daß sie ihn voll Grauen beäugten, daß sie an ihren Fesseln zerrten und würgten, um die Knebel loszuwerden. Er betastete sie mit seinen Fingern und kratzte Karl mit einem seiner scharfen Fingernägel an der Wange, so daß eine Wunde entstand.
„Gutes Material“, verkündete er. „Sehr gutes Material.“
Luguri stürzte sich auf Karl und biß ihn. Er brachte ihm mehrere Wunden bei und wandte sich dann Ullrich zu. Um bessere Angriffsflächen für einen einzigen Unterkieferzahn zu finden, zerfetzte er die Kleidung des blonden Mannes. Manche Verletzungen brachte er dem Opfer auch mit seinen gefährlichen Krallen bei.
Herbert wurde doch besinnungslos, als der Erzdämon ihn packte. Luguri lachte heiser. Das Benehmen des dicken Mannes bereitete ihm allergrößtes Vergnügen.
Luguri erhob sich, reckte die Arme empor, spannte und spreizte seine widerwärtigen Finger.
Bei den drei armen Teufeln Karl, Ullrich und Herbert wurde eine entsetzliche Reaktion hervorgerufen. Der Blutdruck in ihren Leibern ließ mal nach und stieg dann wieder gewaltig an, so stark, daß er fast die inneren Gefäßsysteme zu sprengen drohte.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 53, 2. Spalte, 4. Absatz

Luguri stoppte das Blutorgel-Spektakel für kurze Zeit. Die Musik wurde schwächer und machte einem unterschwelligen Dröhnen und Grummeln Platz.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 53, 2. Spalte, 2. Absatz

Luguri stoppte das Spektakel für kurze Zeit. Die Musik wurde schwächer und machte einem unterschwelligen Dröhnen und Grummeln Platz.

* * *

Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 57, 1. Spalte, 3. Absatz

„Sie haben sie zur Opferstätte mit den sieben Blutschalen-Menhiren gebracht“, fuhr der Puppenmann fort. „Sie sollen geopfert werden. Drei Männern ist es bereits schlecht ergangen - einem Rothaarigen, einem Blonden und einem Dicken. Luguri spielt auf der Blutorgel und leitet das große Blutfest ein.“

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 57, 2. Spalte, 6. Absatz

„Sie haben sie zur Opferstätte mit den sieben Blutschalen-Menhiren gebracht“, fuhr der Puppenmann fort. „Sie sollen geopfert werden. Drei Männern ist es bereits schlecht ergangen - einem Rothaarigen, einem Blonden und einem Dicken.“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 61, 2. Spalte, 8. + 9. Absatz

Eine Schimäre grunzte beleidigt. „Hat denn jemand was anderes vorgehabt? Gerade ihr Vampire müßt euch als Musterschüler hervortun. Wer ist denn sonst immer so scharf auf frisches Blut?“
„Erinnere mich nicht daran!“ gab der Vampir entsagungsvoll zurück.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 60, 1. Spalte, 8. Absatz

Eine Schimäre grunzte beleidigt. „Hat denn jemand was anderes vorgehabt? Gerade ihr Vampire müßt euch als Musterschüler hervortun.“

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 62, 2. Spalte, 8. Absatz

Luguri prallte zurück. Andere Dämonen, die dem Ungeheuer nahestanden, wurden ebenfalls kalkweiß und fielen um. Und das Blut in den Näpfchen der Menhire wurde plötzlich so hell wie Milch.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 61, 1. Spalte, 8. Absatz

Luguri prallte zurück. Andere Dämonen, die dem Ungeheuer nahestanden, wurden ebenfalls kalkweiß und fielen um.

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Der weiße Mönch
Dämonenkiller Nr. 112
Seite 65, 2. Spalte, 4. – 7. Absatz

Aus den fünf Ankömmlingen wurden sechs, denn Unga holte den Puppenmann aus seiner Tasche hervor. Alle begaben sich in den Rittersaal. Das unverhoffte Wiedersehen wurde begossen.
Abi Flindt und Burian waren total perplex. Erst jetzt hatten sie erkannt, daß alle Macht von Dorian ausging. Nach und nach wurde ihnen klar, welche Rollen er in den zuletzt durchgestandenen Abenteuern innegehabt - und sie ahnten auch, wer der Eremit gewesen war. Doch lange konnten sie sich des Wissens nicht erfreuen. Sie kamen auch nicht dazu, mit den Freunden aus der Burg darüber zu sprechen. Bevor sie etwas verlauten ließen, hypnotisierte Coco sie. Dem Bayern suggeriete sie praktisch über den Rand seines Glases hinweg ein, die Erinnerung an die eben erst gewonnene Erkenntnis zu verlieren. Es klappte bei beiden, ohne daß die Freunde etwas von der Sekunden dauernden Trance bemerkten. Sie waren viel zu sehr damit beschäftigt, Dorian willkommen zu heißen. Außerdem verschluckte sich Burian Wagner an seinem Wein und begann fürchterlich zu husten.
„Da haben wir's“, sagte Colonel Bixby. „Was so ein eingefleischter Biertrinker ist, der kann sich eben an einem erlesenen Rebensaft nicht erfreuen.“
Alle waren froh, daß Dorian wieder in ihrer Mitte war.

Der weiße Mönch
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 112
Seite 63, 2. Spalte, 7. + 8. Absatz

Aus den fünf Ankömmlingen wurden sechs, denn Unga holte den Puppenmann aus seiner Tasche hervor. Alle begaben sich in den Rittersaal. Das unverhoffte Wiedersehen wurde begossen.
Alle waren froh, daß Dorian wieder in ihrer Mitte war.

Das waren die Kürzungen der DK-Neuauflage Nr. 112. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 113 "Die Vampireule" von Kurt Luif alias Neal Davenport dran.

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