Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 119

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (119. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Ernst Vlcek schrieb das DK-Exposé 143 für seinen Autorenkollegen Walter Appel alias Earl Warren, der den vierzehnten Teil des Baphomet-Zyklus verfassen durfte. - Viel Spaß beim Lesen...


Rächer aus dem TotenreichDIE RACHE DER TOTEN
RÄCHER AUS DEM TOTENREICH
DIE KAMARILLA (CLIQUE) DER TOTEN

Dämonenkiller 143
Schauplatz: Bermudas
Zeit: 2. Junihälfte
Autor: Appel-Warren
Termin: 09.02.1977

Titelbild: AK 6517
Ein offener Kamin aus weißem Stein, offenbar in einem vornehmen Haus. Auf dem Kaminsims steht dreiflammiger Kerzenhalter. Über dem Kamin hängt das schwarzgerahmte Porträt eines Mannes. Es stellt Edgar Brian Simon dar, den Multimillionär oder Milliardär.
Er hat (auf dem Bild) roten Schnurrbart, eine sehr hohe Stirn und drum herum einen Rand roten Haares. Sein Gesicht ist auf dem Bild noch relativ schmal, er wirkt nicht älter als 55. Trägt einen schwarzen Blazer und schwarze Fliege zum blütenweißen Hemd.
Vor dem Kamin steht ein Ohrensessel, darin liegt eben dieser E.B.S. mit glasigen Augen, das Gesicht etwas rundlicher als auf dem Bild aber auch roten Schnurrbart und Rothaarkranz. Seine Hand hat im Tode an den Hals gefaßt. Aus seinem Mundwinkel fließt Blut in einem dünnen Rinnsal und zwischen den Fingern der Hand hindurch.
Zwischen Kamin und Ohrensessel befindet sich eine Geistererscheinung mit Weißlinnen-Umhang und Totenkopf. Das Gespenst hält mit beiden Knochenhänden einen blutigen Dolch.

Vorbemerkung:
Dem Autor stehen bei diesem Doppelband alle Möglichkeiten offen, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Er kann das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks voll ausschöpfen. Neben den Drachenhaien kann er die See auch von anderen Ungeheuern bevölkern lassen, die von der Januswelt zur Erde 'geschwemmt' wurden, nur soll das andere Getier in den Hintergrund treten.
Jedenfalls deutlich werden lassen, daß dieses Fleckchen Erde noch in starker Abhängigkeit zu Malkuth steht. Im Gegensatz zu Sizilien und New York reißt die Verbindung zu den Bermudas nicht ab.
Das muß die Janusköpfe der Erde anlocken. Sie müssen versuchen, von hier eine Brücke zu ihrer Welt zu schlagen. Das Bermuda-Dreieck ist ihre letzte Hoffnung. Diese Aussage kann auch noch am Ende dieses Bandes stehen, denn wir lassen uns weitere Möglichkeiten offen.
Deshalb kann der Autor zwar alle Möglichkeiten ausschöpfen, doch darf er keine ultimative Aussage machen. Das Bermuda-Dreieck halten wir uns in Reserve.
In irgend einer Zeitung hab ich die Notiz gelesen, daß ein Wissenschaftler das Rätsel des Bermuda-Dreiecks gelöst haben will, er behauptet, daß starke magnetische Strahlung die Navigationsinstrumente von Schiffen und Flugzeugen verrückt spielen lassen.
Dasselbe sagen wir aus: Nur stammt bei uns die magnetische Strahlung von Malkuth. Das kann der Autor klipp und klar behaupten, denn es geht aus Dorians beiden HT-Büchern deutlich hervor.
Darüber kann der Autor sagen, daß die gestrandeten Menschen dieses Gebietes entweder von den Monstren aufgefressen, oder von diesen gefangengenommen und wie Tiere gehalten werden... etc.

Über diesem Aspekt aber nicht die Haupthandlung vergessen.

Vor allem soll im ersten Band immer wieder
a) auf King Tattoos Wunsch, Dorians Gesichtsstigma wegzuoperieren eingegangen werden und
b) auf den geheimnisvollen Edgar Brian Simon hingewiesen werden.

Zum besseren Verständnis:
Martin, der Sohn von Coco und Dorian steht tatsächlich in magischer Verbindung zum schwerverletzten Baphomet - und er leidet mit ihm und steht in starker Abhängigkeit zu ihm.

Und noch etwas: Alle Mannschaftsmitglieder der Sacheen, von Jennifer an Bord geholt, scheinbar in E.B.S. Diensten, stehen in Wirklichkeit unter dem Befehl von Pkyo, dem Januskopf, der sich in der Bermuda-Region niedergelassen hat.

Handlung:
Jeff Parker und Jennifer Simon sind in der Grotte auf der geheimnisumwitterten Insel zurückgeblieben, während der besorgte DK mit King Tattoo zur Sacheen und mit dieser in die Lagune zurückgekehrt sind.
Parker und Jenny suchen nach einem Weg aus der Grotte - und tatsächlich gelangen sie durch eine Höhle zur Überfläche.
Hier machen sie einige überraschende Entdeckung. Die ganze Insel sieht aus wie ein Militärlager. Überall MG-Nester, Barrikaden, Fallen der verschiedensten Art. Und es patrouillieren schwerbewaffnete Männer in eigenwilligen Uniformen.
Jenny erkennt, daß sie das Zeichen ihres Vaters tragen.
Damit ist für sie klar: Das ist die Insel, auf dies sich E.B.S zurückgezogen hat. Endlich hat sie das Versteck ihres Vaters gefunden.
Sie wagt es aber nicht sogleich, sich den Männern zu erkennen zu geben, denn wer weiß, ob sie nicht ohne Warnung das Feuer eröffnen.
Jenny verrät nun Parker einige geheim gehaltene Einzelheiten über ihren Vater.
E.B.S. hat es in seinem Leben nur so weit gebracht, weil er von seiner ehrgeizigen Frau weitergetrieben wurde. Jenny hat von ihrem Vater einmal im Vertrauen erfahren, daß seine Frau sich dabei seltsamer Methoden bedient hat. Angeblich wandte sie sogar schwarzmagische Praktiken an, um ihrem Mann Macht und Reichtum zu verschaffen.
E.B.S. war aber nur der Strohmann seiner Frau. Aus Furcht vor den Mächten des Bösen zog er sich auf diese Insel zurück.
Jennys Mutter ist seit einigen Jahren tot. Sie glaubt sogar, daß ihr Vater dabei nachgeholfen hat. Jenny vermutet, daß er die ganze magische Clique um seine hexerische Frau unter die Erde gebracht hat. Wahrscheinlich fürchtet er nun auch die Rache dieser Toten. Deshalb verbarrikadiert er sich auch hier.
Bitte herausstellen, daß Jenny aber Mitleid mit ihrem Vater hat. Wenn er im Dreck steckt, möchte sie ihm heraushelfen.
Nun hat sie vor einiger Zeit eine Nachricht erhalten, aus der hervorgeht, daß er wirklich in Schwierigkeiten zu stecken scheint. Deshalb hat sie sich auf die Suche nach ihm gemacht.
Jenny und Parker dringen unter Gefahr weiter in die Insel ein. Da sehen sie einen Atombunker. E.B.S. hat ihn vor Jahren aus Furcht vor der Bombe erbaut. Diese Anlage bitte so schildern, wie im Exposé 56 festgehalten. Luif-Davenport hat den Atombunker in diesem Band nicht erwähnt. Also greifen wir jetzt darauf zurück. Das paßt zu diesem Thema.
Parker und Jenny entdecken plötzlich E.B.S.
Jenny gibt sich ihrem Vater zu erkennen, doch scheint dieser sich taub zu stellen. Jedenfalls werden Jenny und Parker überwältigt.

In einer Umblendung (Zeitpunkt beliebig wählen) aufzeigen, daß der Januskopf Pyko sich auf dieser Insel niedergelassen hat.
Sie ist geradezu ideal für seine Zwecke. E.B.S. hat ausgezeichnete Verteidigungsanlagen erschaffen, die der Januskopf durch malkuthische Magie verstärken kann.
Pyko arbeitet im Auftrag seiner fünf überlebenden Artgenossen daran, einen Weg zu ihrer Welt zu suchen. Wenn das möglich ist, dann nur hier im Bermuda-Dreieck.
Das Auftauchen von Jeff Parker, zu dem auch noch der DK stößt, der gute Kenntnis von der Materie hat, kommt Pyko auch gelegen. Er könnte die beiden für seine Zwecke einspannen.
Deshalb unternahm er auch den Versuch, Coco und den Sohn des DK in seine Gewalt zu bekommen.
Im Doppelband 136/137 arbeitete ja der Januskopf Ganta mit Baphomet zusammen, leider wurde er von Trigemus gekillt.
Nun will Pyko den DK-Sohn in seine Gewalt bekommen.
Der erste Anschlag hat fehlgeschlagen. Nun versucht es Pyko anders herum. Es kommt ihm sehr gelegen, daß Jenny mit Parker auf dieser Insel aufgetaucht ist.
Die Sacheen, mit der ganzen DK-Familie an Bord, ist in See gestochen, um Jenny und Jeff abzuholen. Da fängt man einen Funkspruch von eben dieser Insel auf. Darin heißt es, daß alle als Gäste von E.B.S. auf die Insel geladen werden.
Man nimmt Kurs darauf. Zwischen Wachtürmen und MG-Nestern stehen Jenny und Jeff am Pier zum Empfang. Jenny entschuldigt die Abwesenheit ihres Vaters damit, daß er menschenscheu ist (like Howard Hughes!). Kanonenboote geben das Geleit.
Sie sollen in einem Atombunker wohnen.
Die Insel scheint ein Paradies zu sein - bis auf die militärischen Anlagen, die aber größtenteils diskret versteckt sind.
Man kommt in den Atombunker und staunt nicht schlecht. Der größte Teil des Innenraumes ist komfortabel eingerichtet. Man glaubt, sich in einem altenglischen Herrschaftshaus zu befinden. Es gibt offene Kamine, holzgetäfelte Bibliotheken - und alles atombombensicher. Es mangelt nicht an Luxus.
Bei erster Gelegenheit nimmt Jeff Dorian jedoch beiseite und flüstert ihm, daß hie einiges nicht mit rechten Dingen zugeht.
Bei einer Wanderung hat Jeff einen Friedhof (Unterwasserfriedhof!!!) entdeckt. Die Gräber - eigentlich gibt es für jeden Toten ein eigenes Mausoleum - sind über die ganze Insel verstreut. Insgesamt dreizehn an der Zahl. Eine magische Zahl? Jedenfalls hat Jenny behauptet, daß E.B.S. in dem Verdacht steht, alle dreizehn auf dem Gewissen zu haben, inklusive seiner Frau. Jenny kreidet ihm das jedoch nicht an, weil sie meint, daß alle den Tod verdient hätten, weil sie ihren Dad schwarz-magisch bis aufs Blut gequält hätten und mit ihm gespielt hätten wie mit einer Marionette. Da sei ihm eben einmal der Geduldsfaden gerissen...
Dorian ist davon nicht begeistert, schließ wollte er mit der Familie Ferien machen... Coco und er versuchen trotzdem Martin das Leben so angenehm wie möglich zu machen und ihn nichts davon merken zu lassen, was um sie herum vor sich geht.
Und das ist eigentlich allerhand.
Nachts geistert es auf der Insel. Die Geister der Toten erheben sich aus den Gräbern, wispern und raunen und bescheren so manchem abgebrühten Wachposten eine Gänsehaut - und manchen befördern sie auch ins Jenseits.
Dorian und Coco (zusammen mit Martin) haben nebeneinanderliegende Zimmer. Es ist Nacht. Martin schläft. Coco und Dorian sitzen beisammen. Die Atmosphäre knistert vor Sex - sie sind nach langer Zeit wieder unter sich. Doch schon beim ersten Kuß ertönt ein schauriges Lachen aus dem Nichts.
Coco ahnt Unheil, macht sofort eine Beschwörung. Dabei bekommt sie - wie bei einer Totenbeschwörung Kontakt. Sie legt Schreibstift und Papier zurecht. Wie von Geisterhand bewegt, beginnt der Schreibstift eine Notiz niederzuschreiben. Darin werden die beiden aufgefordert, zum Mausoleum von Simons verstorbener Frau zu kommen. Gezeichnet ist die Nachricht mit ihrem Namen.
Coco und Dorian folgen diesem Ruf. King Tattoo schließt sich ihnen an. Als Coco ihn hypnotisieren (und somit abwimmeln) will, winkt Dorian ab. Irgendwie hängt er an Tattoo.
Zu dritt macht man sich auf den Weg. King Tattoo wird aber von den Geistern ausgeschaltet. Als Dorian und Coco zum Treffpunkt kommen, stürzt sich die Gespensterschar auf sie.
Das ist eine 'Streßsituation' für den DK, also bildet sich sein Gesichtsstigma. Das hält ihnen wenigstens die Gespenster vom Leibe. Der Geist von E.B.S. toter Frau sagt nun, daß ihr Mann falsches Spiel treibe. Er werde Coco und Dorian und die anderen nie mehr wieder von der Insel fortlassen. Nur die Geister der Toten könnten ihnen helfen. Will man sich mit ihnen verbünden?
Dorian und Coco erbitten sich Bedenkzeit.
Sie kehren zum Atombunker zurück. Dort treffen sie auf King Tattoo. Er führt den verschreckten Martin an der Hand. Martin bekommt einen Schreikrampf, als er seinen Vater sieht.
In Dorians Gesicht glüht immer noch das Stigma. Dorian stürzt verzweifelt davon. Tattoo hinter ihm drein, er beschwört den DK wieder, sich von ihm behandeln zu lassen.
Diesmal gibt Dorian nach. Er will seinen Sohn nie mehr wieder durch seine Gesichtstätowierung verschrecken.
Der Januskopf Pyko triumphiert. Endlich hat sein Diener Tattoo den Dämonenkiller soweit. Über das Wachsystem des Atombunkers beobachtet er die beiden, wie sie sich in einen Raum zurückziehen.
Tattoo beginnt mit seiner Arbeit. Er betäubt den Dämonenkiller örtlich. Als der Dämonenkiller benommen ist und von seiner Umgebung nichts wahrnimmt, tritt der Januskopf in Erscheinung. Er gratuliert Tattoo, sagt: Und jetzt verpaß ihm deine Spezialbehandlung.
King Tattoo beginnt damit, Dorians Gesicht mit der Tätowiernadel zu stechen. Es wird so scheinen, als würde Dorian sein Stigma los, und in der Tat, so wird es sein - aber er wird dafür einen hohen Preis zahlen müssen...
Es werden aber einige Sitzungen nötig sein, denn King Tattoo kann sein Werk nicht auf einmal ausführen.
Die Situation beginnt sich zuzuspitzen. Die Geister der Toten treten immer stärker in Erscheinung. Einmal überfallen sie Jeff und Jenny, die arglos einen Abendspaziergang machen.
Was die Geister von ihnen wirklich wollen, wird nicht ganz klar, weil im letzten Moment die Wachposten auftauchen und die Gespenster verjagen. Aber der Geist von Jennys Mutter kann ihrer Tochter noch einen Hinweis geben. "Suche ein bestimmtes Grab dort und dort auf, Jenny, dann wirst du die Wahrheit erkennen..."
Man kehrt in den Atombunker zurück. E.B.S. empfängt Parker und Jenny.
Achtung: Es fällt auf, daß E.B.S. Coco oder Dorian nie gegenübertritt. Warum? Weil er in Wirklichkeit den echten E.B.S. gekillt hat und er selbst der Januskopf Pyko in der Maske des Milliardärs ist. Als solcher muß er befürchten, daß er von der ehemaligen Hexe oder vom Dämonenkiller entlarvt wird.
E.B.S. sagt, daß es so nicht weitergeht. Wenn die Gespenster nicht gebannt werden, dann müssen sie sich hermetisch im Atombunker einschließen. Er meint zu Parker, daß vielleicht Coco und Dorian ein Mittel finden könnten, um die Totengeister zu verjagen (Pyko ist natürlich sehr daran interessiert, die Totengeister zu eliminieren!). Parker wirft zwar ein, daß E.B.S. sich selbst an die beiden wenden könnte, doch dieser redet sich heraus - auf seine Menschenscheu.
Coco möchte fort von hier. Dieser Zustand ist untragbar.
Dorian traut sich nicht mehr, seinem Sohn unter die Augen zu treten. Dorian tut überhaupt sehr geheimnisvoll. Er verrät ihr nicht, welche Vereinbarung er mit King Tattoo getroffen hat.
Deshalb schleicht sie den beiden einmal nach. Von wegen 'schleichen'. Manchmal muß sie in den schnelleren Zeitablauf verfallen, um nicht entdeckt zu werden.
Schließlich sieht sie, was Tattoo mit Dorian macht. Der ahnungslose DK läßt sich über seine alte, relativ harmlose Tätowierung eine neue aus Janussymbolen machen.
Da greift Coco ein. Sie macht King Tattoo unschädlich, ihr bleibt keine andere Wahl, als er ihr mit den magisch aufgeladenen Tätowiernadeln zu Leibe rückt, als ihn zu töten. Im Tode sagt Tattoo aber noch, daß seine Arbeit schon ziemlich weit gediehen sei, was der DK beizeiten schon noch zu spüren bekommen werde.
Coco rettet den benommenen Dorian. Der Januskopf Pyko weiß nicht, wer sein Retter ist. Coco schweigt.
Von Parker hat Coco erfahren, welchen Tipp Jenny von ihrer toten Mutter bekommen hat. Jenny hat sich allein auf den Weg gemacht.

Aus ihrer Warte weitererzählen. Sie kommt an das bezeichnete Grab. Darauf steht der Name ihres Vaters. Er ist also tot. Ja bestätigen die Gespenster - E.B.S. ist der dreizehnte Geist.
Der Geist von Jennys Vater erzählt ihr, wie er vom Januskopf Pyko gemeuchelt wurde. Doch ganz konnte er ihn nicht ausschalten, denn nun ist er der dreizehnte in der Clique der Toten.
Die Geister der Toten, eigentlich von E.B.S. ins Jenseits befördert, kennen gegenüber Ihresgleichen keine Rachegefühle. Nun halten sie zusammen, stellen sich gemeinsam gegen den Januskopf. Ob Jenny ihnen helfen will, ihn der verdienten Strafe zuzuführen?
Jenny will.
Der Kontakt wird unterbrochen. Jenny zieht sich zurück. Sie läuft dabei Coco in die Arme, belügt sie jedoch, behauptet, keinen Kontakt zu irgendwelchen Gespenstern gehabt zu haben.
Coco kann sie jedoch nichts vormachen, denn durch Hypnose erfährt sie alles.
Man kehrt in den Atombunker zurück. Da schließen sich automatisch alle Ausgänge. E.B.S. verkündet, daß diese Maßnahme unerläßlich sei. Er gibt sich aber immer noch nicht als Januskopf zu erkennen, sondern spielt sein Katz- und Mausspiel weiter.
Er weiß ja nicht, daß Coco, Jenny und Jeff die Wahrheit erkennen. Nur der DK - der ja nun die Janustätowierung teilweise im Gesicht trägt, ist ahnungslos - und ein Medium für den Januskopf.
Als Coco in ihr Zimmer kommt, ist Martin mit Dorian verschwunden.
Dorian ist - auf Befehl von Pyko, dem er sich nicht entziehen kann, weil er sich gar nicht bewußt wird, gegen seinen eigenen Willen zu handeln - auf Martins Zimmer gekommen und versichert seinem Sohn, daß er sein Gesichtsstigma endgültig losgeworden ist.
Er überredet Martin mit sich zu kommen, indem er sagt, daß er ihn in Sicherheit bringen will. Er bringt ihn in einen Raum, wo Pyko ihn haben will.
Inzwischen erfährt Coco aber telepathisch von ihrem Sohn, was Dorian getan hat. Sie rast zu den beiden. Pyko erkennt, daß sein Plan fehlschlägt und will Dorian befehlen, seinen eigenen Sohn zu töten. Doch da erkennt der DK die Beeinflussung, wehrt sich dagegen und siegt über den Geist des Januskopfes.
Der DK ist wieder er selbst. Jetzt aber beginnt das Fragment der Janustätowierung in seinem Gesicht zu wirken. Das Fragment beginnt zu toben. Dorian brüllt vor Schmerz. Sein Gesicht quillt auf, beginnt sich zu verformen, wird zu einer furchtbaren Fratze.
Es zeigen sich Symptome wie bei Lepra. Immer wieder schuppt die Haut, ganze Fleischwucherungen fallen ab, Beulen bilden sich, platzen auf... Man muß es aber so sehen, daß Dorians Gesicht unter den Fleischwucherungen erhalten bleibt. Also: ihm fallen nicht die eigenen Ohren ab, er verliert nicht seine eigenen Lippen und Augen. Nur der Fremdkörper in seinem Gesicht produziert solche, die sofort verfaulen. Das ist schrecklich genug anzusehen - und es tut dem DK weh.
Zum Glück bekommt Martin ihn nicht so zu sehen!
Coco kann Dorian nicht helfen. Aber sie kennt nun die Zusammenhänge, weiß, was die Totengeister von Jenny verlangt haben und ist entschlossen, dem grausamen Spiel ein Ende zu bereiten.
Als sie zuschlagen will, muß sie jedoch erkennen, daß Jenny ihr zuvorgekommen ist.

Von Jennys Warte aus weitererzählen.
Jennifer hat von ihrem Vater den Auftrag bekommen, den Januskopf, der seine Stelle eingenommen hat, unter einem Vorwand in sein Arbeitszimmer zu locken.
Bisher hat der Januskopf es nämlich vermieden, das Arbeitszimmer von E.B.S. zu betreten. Nun will Jenny ihrem 'Vater' einen interessanten Vorschlag unterbreiten.
Unter diesem Vorwand erreicht sie, daß er sein Mißtrauen vergißt und ins Arbeitszimmer kommt. Das ist der Raum vom Titelbild, mit dem Kamin und dem Porträt von E.B.S.
Jenny setzt sich so, daß sich ihr Vater mit dem Rücken zum Kamin in den Ohrensessel setzt. Den Ohrensessel hat sie vorher entsprechend gestellt, sie meint scheinheilig, darin würde sich ihr 'Vater' am wohlsten fühlen.
Und dann unterbreitet sie ihren Vorschlag. Sie erzählt, was sie aus den Gesprächen zwischen Parker und Dorian über das Bermuda-Dreieck erfahren hat und behauptet darüber hinaus, daß die beiden unter dem Meer ein besonders starkes Magnetfeld gefunden hätten, das angeblich eine Verbindung zu einer anderen Welt darstellt.

Achtung: Jennifer muß natürlich von Jeff einiges über Malkuth erfahren haben, um eine solche Lüge auftischen zu können.

Jedenfalls läßt sich der Januskopf so von ihr ködern. Er denkt: Endlich werden wir heimkehren.
Da beobachtet Jenny, wie sich aus dem Bild ihres Vaters dessen Geist, verstärkt durch die anderen zwölf Totengeister, manifestiert. Es ist der Geist vom Titelbild, der mit dem Dolch. Vereint haben die Toten, unterstützt durch das Bildnis von E.B.S. (Bildmagie!) die Kraft, diesen Dolch zu transportieren
(Psychokinese oder Telekinese!)
Als der Januskopf merkt, was es geschlagen hat, wird ihm auch schon der Dolch in den Leib gestoßen. Immer wieder sticht der Geist zu, den Dolch mit beiden Knochenhänden haltende.
Und zu guter letzt...
Da stürzt Coco hinein - zu spät - und köpft der Geist noch den Januskopf.
Damit ist der Spuk vorbei. Die Toten haben ihre Ruhe. Unsere Freunde sind gerettet.
Mit der Sacheen verläßt man die Insel. Nun will man aber das Bermuda-Dreieck verlassen - später kann man die Geheimnisse immer noch ergründen - und Ferien machen.
In einer Schlußepisode oder in Form eines Epilogs eine, letzte wichtige Aussage machen:
Martin benimmt sich im Augenblick recht normal. Ihn drücken Gewissensbisse, weil er sich seinem Vater gegenüber nicht richtig verhalten hat. An der Reling stehend, die Sacheen befindet sich auf See, auf die von Pyko beherrschte Mannschaft hat man verzichtet, nur Jenny ist an Bord, unsere Freunde sind mit ihr per du... also, an der Reling stehend fragt Martin seine Mutter, ob Dad auf ihn böse sei, weil er ihm aus dem Weg gehe.
Nein, nein, Dad sei nur krank. Er müsse allein sein. Martin möchte ihn sehen, ihm ein paar nette Worte sagen, sich mit ihm versöhnen. Vielleicht läßt sich das einrichten, meint Coco. Aber er könne ihn nur in seiner Kabine aufsuchen, die völlig verdunkelt ist.
Coco führt Martin in Dorians Kabine. Sie ist verdunkelt. Martin sagt irgendetwas Nettes zu seinem Vater, Dorian scheint gerührt. Martin entdeckt aber, daß sein Vater trotz der Dunkelheit auch noch eine Kapuze trägt. Coco führt ihn hinaus.
Der DK ist verzweifelt. Er hat geglaubt, daß durch den Tod des Januskopfes auch das wuchernde Fragment von seinem Gesicht abfallen würde. Doch dem war nicht so. Er hat zwar keine Schmerzen mehr, aber die Wirkung bleibt. Immer wieder werden in seinem Gesicht Sinnesorgane und andere Wucherungen gebildet, die nach einer Weile verfaulen und dann abfallen.
Der DK fühlt sich als Monster.
Um ihn ist ständig der Gestank von Verwesung.
Keine weiteren Aussagen mehr machen.

Zur Einleitung - Zum ersten Teil - Zur Übersicht

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-09-30 10:31
Und das war's dann. In der nächsten Woche hat man vergeblich nach dem nächsten DK am Kiosk Ausschau gehalten. Damals gab es ja für den Normalkäufer noch keine Nachrichten über Verlage. Irgendwann war schließlich klar, dass es die Serie nicht mehr gibt.

Ich fand den Malkuth-Zyklus schon seinerzeit viel zu bombastisch und ohne jede Atmosphäre mit seinen Dämonenheeren und den Baphomet-Zyklus absolut öde, die Probleme der Familie Hunter interessierten mich nicht die Bohne. Kurt Luif hatte recht. Das war nix mehr. Die Serie hatte jeden Biss verloren, und den hat sie auch nie wiedergefunden.

Heute kennt man die Hintergründe und die Notwendigkeiten, um die Vlcek nicht rumkam. Aber nach der Durchsicht dieser letzten Exposés und dem Reinblättern in ein paar Romane hat sich an meinem damaligen Urteil wenig geändert. Ich finde es immer noch misslungen und öde. :-)

Aber dieser letzte Band war zugegeben etwas besser geschrieben, als ich in Erinnerung hatte. Zwar hat der Autor das Exposé kräftig umgeschrieben und der Roman ist so subtil wie ein Vorschlaghammer, also ein typischer Warren :D , aber die eigentliche Story hat davon nur profitiert.
Zitieren
#2 Remis Blanchard 2015-09-30 11:04
So ähnlich war es dann auch mit der 2. Auflage. Den letzten Band der 2. Auflage bekam ich schon nicht mehr. Auch von Ron Kelly, Larry Brent und Macabros 2. Auflage bekam ich den 2. Band nicht mehr. Als ich dann in meinem Stammkiosk nachfragte sagte mir dann dass es die Serien nicht mehr geben würde. Ich finde es immer schade wenn man Heftromane mitten in einem Zyklus einstellt ohne die Gelegenheit zu haben den richtig zu Ende zu bringen.
Den Malkuth Zyklus fand ich damals auch nicht so toll. Ich denke mal das hatte damit zu tun, dass alle anderen Gruselromane auch eine Fantasy Handlung besassen und der Dämonenenkiller war bis jetzt eine reine Gruselserie. Ich denke mal Vlcek und Co. wollten nun auch auf diese Schiene aufspringen. Man versuchte zwar da einen anderen Weg einzuschlagen als andere Romane und keinen Urkontinent ins Spiel zu bringen aber in meinen Augen war der Zyklus misslungen.
Zitieren
#3 Heinz Mohlberg 2015-09-30 19:51
VPM hat viele Serien ohne Ende gegen den Baum laufen lassen
z..B. Tombstone, Ronco, Franco Solo, Seewölfe, Mythoretc.
Sei froh, dass einige Serien gerade so noch beendet wurden; u.a. Ren Dhark (sowohl die Kelter-Ausgabe wie auch Projekt99), Rex Corda & Dragon...
Zitieren
#4 Advok 2015-09-30 20:04
Schade, dass bei der Artikelreihe die Nummerierung nicht mit den Exposé übereinstimmt - das hätte es für den Leser etwas einfacher gemacht.

Heinz: Bestanden Franco Solo, Tombstone, Seewölfe (und auch Die vier Musketiere) zum Schluss nicht aus abgeschlossenen Einzelromanen?
Mythor wurde während des laufenden Zyklus gestoppt, Ronco auch (waren immer Viererstaffeln, die zudem in einer größeren Rahmenhandlung eingebunden waren).

Bastei hat die Einstellung von Die Abenteurer zumindest im Taschenbuch korrigiert. Und beim Hexer den Fehler gemacht, eine sehr gut abgeschlossene Serie mit einem total unsympathischen Paperback (Der Sohn des Hexers) fortzusetzen.
Zitieren
#5 Andreas Decker 2015-10-01 11:26
@Advok
Seewölfe waren bis zum Schluss theoretisch ein Zyklus, auch wenn die Romane zusehends episodenhafter wurden. Aber im letzten Band gab es die Verlagsinfo, dass Schluss war. Da wusste der Kunde, was los war. Bei Ronco auch, da stand es auf der LKS.

Vier Musketiere war auch eine zyklische Handlung, wurde aber ebenfalls kommentarlos eingestellt.

Bei Franco Solo gab es ein paar Mehrteiler, aber sonst waren das abgesehen vom roten Faden mit dem Hintergrund nur Einzelromane.
Zitieren
#6 Advok 2015-10-01 19:27
Andreas:
Ich habe mich auf Heinz Aussage bezogen, dass VPM viele Serien ohne Ende gegen den Baum hat laufen lassen - hab das ausschließlich auf den Inhalt bezogen.
Die Seewölfe wurden m.W. über einen langen Zeitraum nach Exposé geschrieben - zum Schluss glaube ich aber nicht mehr. Lasse mich da aber gerne belehren ... Zumindest Band 700 war definitiv kein Zyklusroman, sondern stand mit der Zeitreisestory für sich. Ich glaube sogar, dass sich die Seewölfe zum Schluss sogar von Band zu Band auf verschiedenen Ozeanen bzw. auf verschiedenen Kontinenten bewegten. Aber die Erinnerung mag trügen ...
Der erste Zyklus bei den vier Musketieren ging bis irgendwo in den vierzigern (47?) - kam danach wirklich ein weiterer Zyklus?
Bei Ronco wurde die Einstellung zwar auf der LKS verkündet, die Handlung aber nicht beendet ... entspricht also der Heinz'schen gegen-die-Wand-Aussage.
Zitieren
#7 Heinz Mohlberg 2015-10-02 00:45
Es mag ja ganz nett sein, wenn der Verlag noch kurz einen Hinweis im Roman unterbringt, dass die Serie eingestellt ist - aber dies ist doch eher in der Minderheit oder unbefriedigend für den Leser.
Nur relativ wenige Serien sind dann mit Notausgaben abgeschlossen worden (siehe Ren Dhark und Rex Corda).
Auch Die Terranauten gehört dazu, hier kam der Entschluss zur Einstellung innerhalb von sechs Wochen (kurz zuvor gab es noch eine Autorenkonferenz, auf der der Handlungsverlauf bis # 150 festgelegt wurde und auch eine grobe Verteilung auf alte und neue Autoren vorgenommen wurde).
Ich weiß nicht, wie es bei diversen WW-Serien (z.B. Blauröcke, Fort Aldamo, o.ä.) ist...
Zitieren
#8 Heinz Mohlberg 2015-10-02 00:47
Noch ein Nachtrag.
Bei Mark Powers wurde ja auch relativ abrupt beendet; der Held war eben plötzlich im All verschollen - später hat man drei noch vorhandene Manuskripte einfach so als EInzelromane den Lesern untergeschoben...
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.
Mehr Infos Ok