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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 50

Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (50. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Heute beschäftigen wir uns mal nicht mit den Dämonenkiller-Exposés, sondern machen eine kleine Zeitreise.

Viel Spaß beim Lesen...

Als Ernst Vlcek am 16.09.1975 das Dämonenkiller-Exposé 76 geschrieben hatte, konnte er nicht ahnen, dass Kurt Luif auf der Leserkontaktseite dieses Romans, der am 3. Februar 1976 neben verschiedenen Buch-Tips noch folgenden Con-Hinweis gab:

Vom 27. – 29. August findet in Wien der Jahreskongreß des Science Fiction Club Deutschland statt. Dieser SF-Con ist nicht nur für SF-Fans  interessant (jeder kann daran teilnehmen, man muß nicht Mitglied des SFCD sein), einige Programmpunkte werden auch Grusel-Fans interessieren. Außerdem haben Sie Gelegenheit, während des Cons einige Vampir- und Dämonenkiller-Autoren wie James R. Burcette, Neal Davenport, Ernst Vlcek, Hugh Walker und Paul Wolf kennenzulernen, die ihre Teilnahme zugesichert haben. Der Con wird von Alfred Vejchar organisiert, der ihnen gern nähere Informationen zusendet. Schreiben Sie an Alfred Vejchar, Naaffgasse 13, A-1180 Wien 18, Österreich.

Der DK-Chronist scheute keine Kosten und Mühen und fuhr nach Wien und zwar schon ein paar Tage eher.

76Mein erstes Quartier war die Jugendherberge Hütteldorf im 13. Bezirk von Wien.

Im 13. Wiener Bezirk liegt auch die Ratmannsdorfgasse und so führte mich mein erster Weg zu Fuß von der Schloßberggasse in die Richtung der Zamis-Villa (DK 2, 12, 31).

Es war ein weiter Fußmarsch, aber so fing ich an, Wien zu erobern.

76Ich ging wie Coco Zamis zum Roten Berg (DK 32) und genoss die Aussicht auf Wien. Ich ging zu Fuß den Weg entlang, den Dorian Hunter mit seinem Auto auf der Jagdschloßgasse in Richtung Bahnübergang fuhr (DK 2).

Ich stellte sehr schnell fest, dass der Autor Neal Davenport eine hervorragende Ortsbeschreibung geliefert hatte.

Am nächsten Tag schaute ich mir den Stephansdom an und nahm an der Katakombenführung (DK 12) teil.

76Die Blutgasse schaute ich mir auch an, ohne zu wissen, daß sie in dem DK-TB 28 eine wichtige Rolle spielte.

76Mein Weg durch Wien führte mich zur Schönbrunner Straße 84, wo ein gewisser Skarabäus Toth und ein Autor namens Kurt Luif ihr damaliges Domizil hatten.

Am Freitag dem 27. August 1976 wechselte ich dann in das Con-Hotel über und lernte die Veranstalter Alfred Vejchar und Hermann Urbanek kennen. Sie nahmen den Con-Neuling unter ihre Fittiche und zeigten mir das Con-Lokal „Zum Auge Gottes“.

76Am Samstag, dem 28. August 1976 lernte ich dann vier Autoren kennen, die eigentlich nur zwei waren. Kurt Luif alias James R. Burcette und Neal Davenport und Ernst Vlcek alias Paul Wolf. Hubert Straßl alias Hugh Walker war leider in den Bergen verschollen, so die Antwort auf meine Frage, wo dann Hugh Walker sei.

76Die beiden armen Dämonenkiller-Autoren Kurt Luif und Ernst Vlcek wurden von mir mit diversen DK-Fragen genervt und ich lernte dabei auch noch einige andere DK-Fans kennen, die den weiten Weg, z. B. aus Berlin, nach Wien gemacht hatten.

Am Sonntag, dem 29. August 1976 brachte dann Kurt Luif seinen Dämonenkiller-Roman Nr. 106 „Der Tod aus der Zauberkugel“ mit und gab ihn signiert an die DK-Fans. Für mich ein großer Vorteil, denn so konnte ich ihn zwei Tage vor dem Verkaufsdatum lesen…

76Der SFCD-Con 1976 in Wien war für mich ein Erlebnis, den ich so schnell nicht vergessen werde, denn auf den SF-Con lernte ich neben Kurt Luif und Ernst Vlcek, auch Alfred Vejchar und Hermann Urbank kennen und schätzen. Einen darf ich auf nicht vergessen, nämlich den 2005 verstorbenen Peter Krassa, der mich für ein Jahr später den Kontrakt zu Jürgen Grasmück herstellte.

Zwischen 1976 und 2001 bin ich eigentlich fast  jedes Jahr mindestens einmal in Wien gewesen, und habe mich dann mit den Wiener SF-Fans getroffen. Dann bin ich leider Wien in letzter Zeit ein wenig untreu geworden.

Inzwischen sind Ernst Vlcek (†2008) und Kurt Luif (†2012) verstorben, aber Wien war und ist mir immer eine Reise wert, mal sehen, wann ich mich mal wieder nach Wien verirre…

Die Mitglieder der Wiener SF-Gruppe haben mich damals herzlich aufgenommen und bei meinen weiteren Wienbesuchen sah man sich öfters, und einer von ihnen - Robert Christ - war so freundlich und hat in seinem Foto-Archiv drei Fotos von SFCD-Con 1976 in Wien heraus gesucht. Danke dafür…

© by Uwe Schnabel 2014

 

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Kommentare  

#1 Estrangain 2014-04-11 08:19
Sehr schön, eine richtige "Dämonenkiller-Tour". Etwas ähnliches habe ich letzten Monat zusammen mit meiner Frau auch gemacht, unter Anderem besuchten wir die Schauplätze von Ernst Vlceks "Schrei der Ungeborenen"
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#2 Schnabel 2014-04-16 08:22
In den neunziger Jahre habe ich den Mitgliedern der RUM AG [schönen Gruß an dieser Stelle an Ralf und Michael] und später auch meine Frau meine DK-Führung angetan. Nach der Tour kam irgendwie der Spruch von "heißen Füßen und sofort ein Fußbad" auf. Naja, vom 13. Bezirk bis in den ersten Bezirk (die Innenstadt von Wien) ist ja auch nur ein "kleiner Spaziergang".
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