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Criminal Case - Travel in time: Folge 3 - Von Ägypten nach Woodstock…

Criminal Case - Travel in timeCriminal Case - Travel in time
Folge 3 - Von Ägypten nach Woodstock…

Die Criminal Case - Spiele des französischen Entwicklers “Pretty Simple” erfreuen sich seit dem Erscheinen des ersten Titels vor etwa sechs Jahren einer recht großen Beliebtheit im Playstore.

In der lang erwarteten sechsten season muss der Spieler nun durch die Zeit reisen, spannende Fälle lösen und ganz nebenbei auch noch die Welt retten…

Criminal Case - Travel in timeWir erinnern uns: Im letzten Fall erfuhren unsere zeitreisenden Ermittler durch eine entschlüsselte Nachricht, dass Konsul Octavian beschlossen hatte, Ägypten nicht einfach nur zu erobern, wie es im Laufe des ptolemäischen Krieges tatsächlich geschah, sondern gleich ganz in Schutt und Asche zu legen. Ein in den Geschichtsbüchern nicht wirklich dokumentiertes Ereignis, das es wieder einmal zu verhindern gilt, um ein Zeitparadoxon zu vermeiden.

Doch bevor die Ermittler sich im Fall 5 - Ägypten brennt mit diesem Problem befassen können, werden sie natürlich zunächst noch in einen weiteren Mordfall verwickelt, welcher ebenfalls für Unordnung im Zeitgefüge zu sorgen droht, da es sich bei dem Opfer um General Marcus Antonius handelt, dem Erzfeind Octavians, welcher sich in einer unveränderten Zeitlinie eigentlich selbst das Leben hätte nehmen sollen.

Zwar gelingt es den Ermittlern, Octavian - der von dem plötzlichen Ableben seines Widersachers regelrecht enttäuscht ist - zu einem Waffenstillstand zu überreden, bis man den Fall aufgeklärt hat, aber die Tatsache, dass die Geliebte des Opfers, bei der es sich ja um Königin Kleopatra handelt und die griechische Priesterin Euterpe aus dem letzten Fall zu den Verdächtigen zählen, macht dieses Unterfangen natürlich nicht leichter. Immerhin erhalten sie diesmal tatkräftige Unterstützung von Nebet, der ehemaligen Sklavin Kleopatras, wobei letztere sich am Ende dann tatsächlich als Täterin herausstellt.

Für den erfahrenen Spieler ist das keineswegs überraschend, weil dieser natürlich weiß, dass es in den finalen Fällen eines jeweiligen Abschnitts immer sehr dramatisch zugeht und sowohl das Opfer als auch der Täter sich oft und gern mal als alte Bekannte entpuppen.

Im Falle von Kleopatra darf der Mord an ihrem Geliebten dann auch als einigermaßen nachvollziehbar durchgehen, der große Held und Krieger wollte halt nicht in Schande sterben und wählte den Tod durch die Hand der Geliebten, anstatt die Niederlage gegen den übermächtigen Octavian hinzunehmen.

Dass dieser am Ende so mächtig werden konnte und nach wie vor plant, Ägypten dem Erdboden gleichzumachen, daran sind die Zeitreisenden nicht ganz unschuldig, schließlich sorgten sie nach dem Mord an Cäsar (siehe Fall 1) mithilfe eines gefälschten Testaments dafür, dass er überhaupt erst zum Konsul aufsteigen konnte…

Höchste Zeit also, diesen kleinen aber folgenschweren Lapsus zu korrigieren, bevor man ruhigen Gewissens in die Gegenwart zurückkehren kann. Eine Aufgabe, die sich als recht anspruchsvoll erweist, zumal Octavian nach Aufklärung des Mordes und dem überraschenden Freitod Kleopatras durch einen Schlangenbiss jetzt erst so richtig in Fahrt gekommen und ziemlich angesäuert ist.

Zum Glück befindet man sich in der Antike, wo die Menschen sich gern mal von den Göttern ihr Schicksal weisen lassen, was liegt also näher, als eben jene Götter entscheiden zu lassen, ob Ägypten untergehen oder weiter bestehen soll. Zu diesem Zweck überredet man kurzerhand die Priesterin Euterpe dazu, eine Prophezeiung entsprechend zu manipulieren, wozu sie in ihrer Trauer um Marcus Antonius dann auch relativ schnell bereit ist. Anschließend muss man nur noch dafür sorgen, dass Octavian die Zeichen richtig deutet - was er natürlich tut - und Ägypten ist gerettet…

Am Ende gibt es dann nur noch ein letztes Problem zu lösen: Was wird nun aus Nebet, der ehemaligen Sklavin Kleopatras? Nach allem was sie inzwischen weiß und gesehen hat, kann man sie natürlich nicht einfach in der Antike zurücklassen, also beschließt man kurzerhand, sie als neues Teammitglied aufzunehmen und kann dann endlich ins Jahr 2029 zurückreisen - zumindest hofft man, nun endlich dort anzukommen.

Allerdings geht bei der Rückreise dann doch wieder etwas schief und man landet nicht in der Gegenwart, sondern im Jahr 1969, direkt auf dem legendären Woodstock - Festival. Warum und weshalb es die Zeitkapsel ausgerechnet dorthin verschlagen hat, erfährt der Spieler jedoch erst, nachdem er Fall 6 - Sommer des Todes freigeschaltet hat.

Vielmehr gibt es natürlich auch hier wieder zunächst einmal einen Mordfall aufzuklären, was nach dem Fehlsprung eine zweite Frage aufwirft, da es auf dem Festival neben den musikalischen Darbietungen zwar bekanntlich viel Chaos, ungehemmten Drogenkonsum und tonnenweise Müll, aber ganz sicher keine Toten gab.

Während der Techniker Kai Malano also ein weiteres Mal herauszufinden versucht, warum die Zeitkapsel schon wieder nicht in der richtigen Zeit angekommen ist, tauschen die Ermittler mal eben die Zenturionen - Rüstungen gegen Polizeiuniformen und mischen sich unter das zum Glück schon überwiegend benebelte Volk, um einen weiteren Fall zu lösen, der nicht hätte stattfinden dürfen.

Nun sollte man annehmen, dass die Zeitreisenden zwischendurch auch mal einem orts- und zeitansässigen Ordnungshüter begegnen, aber die scheint es hier seltsamerweise nicht zu geben, also kann man auch diesmal wieder in aller Gemütsruhe die ersten Verdächtigen befragen und nach Hinweisen Ausschau halten.

Zu den Verdächtigen zählen neben dem Hippies hassenden Vater des Opfers auch diverse Musiker, welche allerdings im Gegensatz zu den bereits aufgetauchten historischen Personen wie Cäsar oder Kleopatra mit fiktiven Namen daherkommen - wenn auch eine gewisse Ähnlichkeit mit real existierenden Bands (“The Ungrateful Living“) auf jeden Fall beabsichtigt ist.

Wie in früheren Spielen sind auch hier wieder die Ermittler meistens die Ersten am Tatort bzw. stolpern ganz zufällig über die jeweiligen Leichen. Wobei man sich in diesem speziellen Fall allerdings fragen muss, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass von den unzähligen Festival - Besuchern niemand auf die an eine Autotür lehnende Leiche des jungen Mannes aufmerksam wurde, bevor unsere Zeitreisenden auftauchen…

Interessant wird es, als eine der Verdächtigen sich als die jüngere Ausgabe unserer Gerichtsmedizinerin Janis Rivers herausstellt, welche sich zwar an das damalige Festival, nicht jedoch an einen Mord erinnert, geschweige denn daran, dass sie Kontakt zu dem Opfer hatte.

Am Ende entpuppt sich dann eine traumatisierte Offizierin als Täterin, die das Opfer, wie sich herausstellt, gar nicht töten, sondern nur vor “Schüssen” in Sicherheit bringen wollte, welche von einem defekten Auto stammten. Unsere als Polizisten verkleideten Zeitreisenden lassen es aber nicht dabei bewenden, die Täterin nur zu überführen, sie verhaften sie auch, was angesichts der nicht vorhandenen Befugnis bzw. der Tatsache, dass sie offiziell gar nicht in dieser Zeitlinie existieren, etwas seltsam anmutet…

Ebenso seltsam wie die Tatsache, dass es in der regulären Zeitlinie gar kein Todesopfer auf dem Festival gab, weshalb die Frage, warum und von wem auch hier wieder manipuliert wurde, also noch geklärt werden muss, bevor man den Fall abschließen und sich um die internen Probleme kümmern kann.

Als Ursache bzw. Verursacher kann schließlich ein vermummter Unbekannter entdeckt und auf Filmmaterial festgehalten werden, welcher bereits in Ägypten die Zeitkapsel sabotierte, anschließend mit einer eigenen Zeitkapsel verschwand und offenbar für einen ebenfalls noch unbekannten Auftraggeber arbeitet.

Warum der Vermummte dafür sorgte, dass die Ermittler nicht in die Gegenwart zurückkehren können, weiß man noch nicht, aber selbst wenn diese bereits schlauer wären, würde es gerade herzlich wenig an ihrer Lage ändern, da sie sich auch weiterhin nur in normalem Flugmodus fortbewegen können. Man beschließt also, zunächst nach New York aufzubrechen, wo sich in etwa 50 Jahren das TIME - Hauptquartier befindet und die Kollegen aus einer versteckten Nachricht hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen werden…

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