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Neu im play store: »Murder in the Alps«

Murder in the AlpsNeu im play store:
»Murder in the Alps«

Auf dieses Krimi - Adventure von dem Entwickler Nordcurrent musste man lange warten. Zumindest auf die Android - Version, die nun endlich erschienen ist.

»Murder in the Alps« besticht nicht nur durch eine wirklich beeindruckend schöne Grafik, sondern bietet - anders als die meisten Spiele dieser Art - auch eine Vertonung sämtlicher Texte.

Zwar handelt es sich dabei um eine englische Sprachausgabe, diese ist aber durchaus gelungen, was auch auf die Übersetzung der Untertitel zutrifft.
Murder in the AlpsDer Spieler schlüpft in die Rolle der Journalistin Anna Meiers, die in einem eingeschneiten Hotel in den Bergen in eine Mordserie verwickelt wird, wobei sich schnell herausstellt, dass der Mörder unter den Gästen weilt. Spielerisch wird hier ein Mix aus Wimmelbildszenen und Minispielen geboten, nach deren Lösung der jeweilige Handlungsabschnitt vorangebracht und eine entsprechende Eintragung in Annas Notizbuch vorgenommen wird. Dabei entsteht vor allem durch die gescripteten, zum Teil animierten Schlüssel - Szenen der Eindruck eines interaktiven Films, was einerseits für eine sehr angenehme Atmosphäre sorgt. Andererseits fällt bereits nach kurzer Spielzeit auf, dass hier nicht gerade mit sehr viel Sorgfalt gearbeitet wurde, was den logischen Ablauf der Handlung betrifft. So werden etwa die Leichen der ermordeten Gäste einfach in den jeweiligen Zimmern liegengelassen, in denen man sie vorfindet, was selbst unter den Umständen, dass man von der Außenwelt abgeschnitten ist, doch etwas seltsam anmutet. Ebenso sind die übrigen Gäste zwar anfangs entsetzt und verängstigt, sitzen dann aber am nächsten Tag munter und gut gelaunt im Speisesaal und unterhalten sich, als wäre nichts weiter passiert.

Nun könnte man über solcherlei Dinge hinwegsehen, da sie der Spannung eigentlich keinen Abbruch tun, gäbe es da nicht noch einen weiteren Kritikpunkt, der eine uneingeschränkte Empfehlung fast schon unmöglich macht. Wie bei Spielen dieser Art üblich gibt es nämlich auch hier einen Energievorrat, der während des Spielens aufgebraucht wird. Allerdings hat man sich hier für ein doch sehr gewöhnungsbedürftiges Prinzip entschieden. Anstatt eine bestimmte Menge Energie für einzelne Szenen abzuziehen, kostet hier praktisch jede einzelne Aktion Energie, sei es nun das Auslösen einer gescripteten Szene, ein Minispiel oder das Anklicken der Tipp - Funktion. Selbst innerhalb der Wimmelbildszenen kostet jedes einzelne Anklicken eines Objektes eine bestimmte Menge Energie. Wobei noch erschwerend hinzu kommt, dass man keinen richtigen Überblick über den Energieverbrauch hat, sondern diesen erst einsehen kann, wenn man die entsprechende Leiste anklickt. Diese Umstände sorgen nicht nur für ein sehr kurzes Spielvergnügen sondern vor allem für erheblichen Frust, was sich natürlich sehr schnell nach Veröffentlichung des Spiels in den Bewertungen niedergeschlagen hat.

Zwar hat der Entwickler darauf überraschend schnell reagiert, eine wirkliche Lösung für das Energieproblem wurde allerdings nicht geliefert. Immerhin lädt die Leiste nun etwas schneller auf und man kann sich Werbespots ansehen, um etwas Energie zu erhalten. Auf diese Weise ist man immerhin imstande, eine bereits begonnene Szene zu beenden, wenn einem wieder einmal mitten im Spiel der “Saft” ausgegangen ist. Allerdings hätte der Entwickler gut daran getan, gleich das gesamte Energieprinzip über Bord zu werfen. Bei einem derart aufwändigen und offenbar nicht gerade schnell und billig produzierten Spiel wäre man besser beraten gewesen, den Spielern ein kostenloses - und vor allem frei spielbares - Kapitel bereit zu stellen, um dann alle weiteren Kapitel zu einem angemessen Preis anzubieten, so wie es auch andere Entwickler wie etwa “G5” schon lange praktizieren. So bleibt unterm Strich ein zwar sehr gutes, aber durch das vermeintlich kostenlose Spielen mit einer zu schnell aufgebrauchten und nicht einsehbaren Energieleiste völlig vermurkstes Produkt.

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