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Derrick und seine Fälle: Folge 158 - Mordfall Goos

Derrick und seine FälleFolge 158
Mordfall Goos

Als Thomas Goos gerade seinen Wagen in die Garage fährt, bricht seine Frau Ingrid im hell erleuchteten Hauseingang tot zusammen. Eine Nachbarin will den Mordschützen gesehen haben, der in einem parkenden Auto auf der anderen Straßenseite wartete und dann überstürzt davonraste. Auf Ingrid Goos war erst vor kurzem ein rätselhafter Mordanschlag verübt worden. Da kam die junge Frau noch mit einem Streifschuss davon - diesmal hatte sie kein Glück. (1)

Das Taschenbuch zur Serie "Der Kommissar"Während man bei Der Tote auf der Parkbank und in Die Nacht des Jaguars nur mutmaßen konnte, so weiß man hier ziemlich genau, dass es sich beim "Mordfall Goos" um ein ehemaliges, umgeschriebenes Der Kommissar-Drehbuch oder Roman handeln muss. Der Titel wurde nur nicht als Folge für Der Kommissar realisiert, dafür als Krimi-Taschenbuch bei Bastei-Lübbe herausgebracht. Auch in dieser Taschenbuchreihe ging es um den Kommissar. Der Titel des Buchs lautete damals leicht abgewandelt "Die Wahrheit im Mordfall Goos".

Um die Änderungen, die am Drehbuch vorgenommen wurden, braucht man wahrscheinlich ebenfalls nicht zu spekulieren. Neu ist ein Polizeianwärter (Philipp Moog), ein sehr engagierter junger Mann, dem Harry wohl ein Dorn im Auge ist. Moog feiert hiermit auch sein Derrick-Debüt. Vielleicht wollte man ihn tatsächlich als dritten Assistenten von Derrick aufbauen, denn in der Zukunft sollte Moog noch 15 Mal bei Derrick mitwirken, wenn auch in anderen Rollen. Er ist damit einer der fleißigsten Gaststars.

Martin Held spielt zum einzigen Mal bei Derrick mit und leider ist es auch seine letzte Fernsehrolle überhaupt. Zum letzten Mal bei Derrick dabei nach insgesamt 5 Auftritten: Robert Atzorn. Auch er beendet seine Derrick-Karriere als Filmleiche, wie so viele.
 
Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Willy Schäfer, Martin Held, Martin Benrath, Irene Clarin, Robert Atzorn, Liane Hielscher, Wega Jahnke, Beatrice Richter, Will Danin, Gernot Duda, Philipp Moog, Holger Petzold, Mathias Eysen, Tobias Ringelmann und andere
Musik: Evald Grieg, Titelmusik: Les Humphries, Regie: Franz-Peter Wirth, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 10.04.1987


(1) ZDF
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Kommentare  

#1 Harry 2014-09-24 11:48
Philipp Moog ist ja hier ein Polizist, ich bin überrascht. Er hat ja sonst immer den Bösewicht gespielt. Zeitlich gesehen später, aber ich gucke die "Derrick"-Folgen bei Youtube, einfach so, wie ich sie vorfinde, nicht in der Sende-Reihenfolge. Und deshalb erwarte ich jeden Augenblick, daß Philipp Moog sich als Bösewicht entpuppt. Aber natürlich, er bleibt Polizist. Man kann nichts machen, es ist wie mit Kinski oder auch Wolf Roth. Beide haben gute und böse Figuren gespielt, aber die bösen bleiben halt besser im Gedächtnis.
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#2 joe p. 2014-09-24 13:52
Bei einem der Derrick-Specials im ZDF (mit dergleichen wurden Jubiläen der Reihe gefeiert) sagte Philipp Moog, er hätte bei Derrick in seinen Rollen immer den Satz "Ich wollte nicht, dass mein Vater dabei stirbt." sagen müssen. Übertrieben, natürlich, aber ein guter Blick ins Reinecker-Repertoire. Der Sohn aus gutem Hause, der natürlich nur rein formal zum Studium eingeschrieben ist und der seinen Alten Herrn in Zusammenarbeit mit kriminellen Freunden um Kohle erleichtern will. Irgendwie glaube ich, dass solche Individuen bei Reinecker moralisch noch unterhalb der Ebene der Drogendealer rangierten. Moog hat diese Rollen immer kongenial mit Leben erfüllt.
Es ist überraschend, dass sein erster Auftritt in der Rolle eines Polizisten erfolgte.
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#3 G. Walt 2014-09-25 00:24
Ich glaube, dass sich Moogs Rollen bei Derrick in Punkto Gut und Böse die Waage halten, was den Anteil anbetrifft. Vuel häufiger in bösen Rollen anzutreffeb war dagegen Wolf Roth, Dirk Galuba und eben auch Pierre Frankhh und nicht zuletzt Volker Eckstein. Moog habe ich dagegen eher als Sympathikus im Gedächtnis.
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#4 Andreas Decker 2014-09-25 11:35
zitiere G. Walt:
Ich glaube, dass sich Moogs Rollen bei Derrick in Punkto Gut und Böse die Waage halten, was den Anteil anbetrifft. Vuel häufiger in bösen Rollen anzutreffeb war dagegen Wolf Roth, Dirk Galuba und eben auch Pierre Frankhh und nicht zuletzt Volker Eckstein. Moog habe ich dagegen eher als Sympathikus im Gedächtnis.


Ich habe nicht viel Derrick gesehen, weil ich wenig damit anfangen konnte. Aber die drei Gesichter sind in Erinnerung geblieben. Roth war immer der eiskalte Akademiker unter den Mördern, Galuba immer der Zuhälter und Franckh das arme Würstchen. Darauf waren sie abonniert. Schräg.

Joe hat recht :D Mit dem "Sohn aus gutem Hause" hatte Reinecker ein echtes Problem. Obwohl, wenn sie tatsächlichen studierten waren sie noch schlimmer, zumindest beim Kommissar :D
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