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... Robert Corvus über Schwertfeuer, Söldner und mehr

Robert Corvus... Robert Corvus ...
... über Schwertfeuer, Söldner und mehr

Nicht selten tauchen Söldner in Fantasyromanen auf und sind dort fast immer Schergen des Bösen.  Plausibel beschreibt Corvus das Geschäft des Tötens, hinter dem keine Ideale außer dem Wohl der eigenen Truppe stehen. - Vor dem Interview hatte ich mit Robert Corvus einen Mailwechsel,in dessen Verlauf ich ihn als einen freundlichen, höflichen, offenen und zuverlässigen Menschen erlebte.Schade,dass die Verbindung aus offenkundigem Grunde nur kurz war und jetzt beendet ist. - Wir stellten ein Paar Fragen ...

Weisses GoldZauberspiegel: Zu Schwertfeuer: Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen eine Romanserie zu schreiben, deren Hauptfiguren Söldner sind?
Robert Corvus: Unter meinem Pseudonym Bernard Craw habe ich mehrere BattleTech-Romane geschrieben. Bei den Geschichten in diesem Universum stehen Militäreinheiten im Zentrum. Ich konnte dabei verschiedene Konstellationen durchspielen, mit Garnisonstruppen, Offensivbrigaden, ideologisch geleitete Soldaten, Wehrpflichtigen – und eben auch Söldnern. Mit den Söldnern kommt man am schnellsten zur Action in der Geschichte. Sie leben für den Kampf, ihre Motivation ist sehr direkt und der Leserschaft leicht zu vermitteln. In der SCHWERTFEUER-SAGA wollte ich den Fokus stark auf den eigentlichen Militäreinsätzen haben, ohne viel Politik, Diplomatie und Intrige drumherum. Dafür sind Söldner am besten geeignet.
 
Zauberspiegel: Wollen Sie »Schwertfeuer« mal fortsetzen?
Robert Corvus: Das ursprüngliche Konzept sah zwei zusätzliche Romane vor. BLAUES GOLD hätte den Klingenrausch auf einen maritimen Kriegszug in einem Inselreich geführt, bei SCHWARZES GOLD wäre es gegen Untote gegangen. So ganz habe ich mich von diesen Ideen noch nicht verabschiedet ….

Zauberspiegel: Haben Sie die jeweilige Geschichte schon genau im Kopf oder werden Sie während des Schreibens von der Handlung und deren Figuren »inspiriert«?
Robert Corvus: Ich habe immer einen kompletten Durchlauf, einen Szenenplan, bevor ich mit dem Schreiben beginne. Der kann sich aber während des Schreibens ändern. Kleinere Anpassungen gibt es immer, und manchmal schlägt auch ein Geistesblitz ein, der komplette Handlungsstränge umwirft. Wenn es zu größeren Änderungen kommt, bespreche ich das mit dem Lektorat. Bislang konnte man meiner Argumentation immer folgen.
Zur umfangreichsten Änderung kam es bei GEZEITEN DER MACHT. Das sollte eigentlich ein Zweiteiler werden, nun ist es eine Trilogie..
 

Zauberspiegel: Wie sehen Ihre Pläne bezüglich weiterer Romanreihen beziehungsweise Einzelromane aus?
Robert Corvus:
Das Jahr 2020 habe ich genutzt, um mich neu zu sortieren. Einige Romane, zu denen ich die Rechte zurückbekommen habe, konnte ich in schön gestalteten, illustrierten Ausgaben neu herausbringen. Bei DIE PHILEASSON-SAGA habe ich ein gutes Stück vorgearbeitet, was uns künftig guten Raum zum Manövrieren geben wird.
Aktuell orientiere ich mich gemeinsam mit meinem Agenten auf die nächsten Projekte hin. Einige Gespräche sind schon recht weit fortgeschritten, aber noch ist es zu früh, über DIE PHILEASSON-SAGA
hinaus Dinge anzukündigen

Zauberspiegel: Einer Ihrer Kollegen äußerte die Meinung, die Fantasy gerate ins Hintertreffen gegenüber anderen Genres. Wie sehen Sie das?
Robert Corvus:
Da hat der Kollege leider recht. Das wird auch sofort offensichtlich, wenn man sich die Bestsellerlisten anschaut. Vor ein paar Jahren waren in jeder Woche mehrere Fantasytitel dort zu finden, jetzt muss man außerhalb des Jugendbuchs danach suchen. In der Woche, in der der neue PHILEASSON-Band die Platzierung geschafft hat, war er der einzige Fantasyroman auf der Paperback-Bestsellerliste. Auch der Regalplatz für Fantasy in den Buchhandlungen hat erheblich abgenommen.
Aber das sind Wellenschläge. Ich nehme an, dass wir in der Talsohle angekommen sind und bald wieder größere Erfolge in der Fantasy sehen werden. Dabei werden die Flaggschiffe eine bedeutende Rolle spielen; nur, wenn es echte Bestseller gibt, gilt Fantasy als verkaufbar und die Programme werden auch in der Breite wieder aufgestockt.

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