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Große Stimmen des deutschen Hörspiels - Christian Rode

Große Stimmen des deutschen HörspielsChristian Rode

Man hat ihn ganz gewiss nicht sofort auf der Liste, wenn man an die großen Stimmen des deutschen Hörspiels denkt. Doch Christian Rode gehört aufgrund seiner markanten, unverwechselbaren Stimme und seines Gesamtwerkes, dass er geschaffen hat, auf jeden Fall dazu. Man denkt sofort an Sherlock Holmes, wenn man seinen Namen hört. Sicher ist das die Rolle, die ihn endlich zu den großen Hörspielehren gebracht hat, die ihm auch gebührt. Aber Herr Rode hat schon vorher, und schon viel früher, sehr viel mehr gemacht. Ein Hörspiel- und Synchronsprecher wie er im Buche steht.

Christian RodeRode wurde 1936 im Hamburg geboren. Hier wurde er von Gustav Gründgens für die Bühne entdeckt. Dieser schickte ihn gleich erstmal zu einer Sprechausbildung. Eine waschechte Sängerin: Alice Solscher hat diese Ausbildung durchgeführt. Und Rode hat davon profitiert. Auch lange Zeit noch, als er in der Sesamstraße als Bert ja nun auch singen mußte.

Ab den 60er Jahren trat er mehrmals in Film und Fernsehen auf. Dabei waren auch internationale Produktionen wie „Die Akte Odessa“ und „Brennt Paris?“ wo er kleine Rollen einnahm. 1971 holte ihn Dagmar von Kurmin ins EUROPA-Studio, wo er erstmalig für Hörspiele vor dem Mikrofon stand. Später tat er das auch unter Heikedine Körting. So war in vielen Serien vertreten wie „Masters oft he Universe“, „Dämonenkiller“ und „Die drei ???“. Nachdem Titania Medien 2003 Dagmar von Kurmin für das Hörspiel wieder geholt hatte, war eigentlich klar, dass auch Christian Rode zurückkehren musste. Prompt waren der Sprecher und seine Mentorin auch gleich in dem Erstling von Titania „Das indische Tuch“ zu hören. Dieses Wallace-Hörspiel gilt noch heute als herausragende Produktion. Im weiteren Verlauf tauchte Rode noch öfter bei Titania auf, u.a. für die Reihe „Gruselkabinett“. Er wurde auf diese Art und Weise quasi wieder entdeckt für das Hörspiel. Wie viele andere mit ihm übrigens auch, die den erneut einsetzenden Boom des Hörspiels wieder für sich nutzen konnten.

Christian RodeRode sprach daraufhin die Hauptrolle, die ihn endgültig zu einem ganz großen unter den Sprechern machen sollte, falls er es bis dahin noch nicht war.
 
Die Rolle des Sherlock Holmes in der gleichnamigen Serie von MARITIM. Dreamland holte ihn als Tucker Peckinpah in die Tony Ballard-Serie und bei der Wolf-Gäng mimte er den Direktor Penner. Nur eine kleine Auswahl seiner Rollen, die mittlerweile die 200er Marke erreicht haben.
 
Man hat ihn beim Hörspielboom nicht vergessen – und zurück geholt. Dorthin, wohin er gehört. Ans Mikrofon für tolle Produktionen und endlich auch mal in Hauptrollen.

Im Synchronbereich hat Rode vielen bekannten Stars die Stimme geliehen: Omar Shairf und Vincent Price z.B. Zweimal sprach er den „Pille“ McCoy (DeForest Kelly) in zwei Star-Trek-Filmen. Er spricht den Bert in der Sesamstraße als Nachfolger von Wolfgang Kieling.
 
Und Herr Rode fördert heute den Sprechernachwuchs, was gut so ist, denn da ist einer, der weiß worum es geht.

Sherlock Holmes 49Hörspielrollen – Eine Auswahl:
  • Die Sklavenkarawane (EUROPA)
  • Unter Geiern (EUROPA)
  • Flash Gordon, 1 Folge
  • Dämonenkiller 2 Folgen (EUROPA)
  • Die drei ???, mehrere Folgen (EUROPA)
  • TKKG, mehrere Folgen (EUROPA)
  • Masters oft he Universe, mehrere Folgen
  • Das indische Tuch (Titania Medien)
  • Gruselkabinett, 9 Folgen
  • Faith van Helsing, mehrere Folgen
  • Die Wolf-Gäng, alle Folgen
  • Sherlock Holmes, alle Folgen
  • Tony Ballard, mehrere Folgen
  • Die letzten Helden, 3 Folgen

 

 

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