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Mondäne Menschen - »V.I.P.-Schaukel« - Volume 2

V.I.P.-SchaukelMondäne Menschen
»V.I.P.-Schaukel« - Volume 2

Margret Dünsers Konzept des Society-Magazins „V.I.P.-Schaukel“ war schon gleich nach Sendebeginn aufgegangen. Bis zu 30 Millionen Deutsche schalteten ein, wenn die Journalistin in ihrer unregelmäßig ausgestrahlten Sendung eintauchte in das Leben der High Society, exotische Locations besuchte und der Prominenz aus Politik, Film und Entertainment unverblümt ihre Fragen stellte. Weitere elf Folgen sind nun auf DVD erschienen.

V.I.P.-Schaukel« - Volume 2„Volume 2“ besteht aus allen Folgen der „V.I.P.-Schaukel“, die in den Jahren 1973 bis 1975 im ZDF erstausgestrahlt wurden. Diese elf Episoden mit einer Lauflänge zwischen 45 und 60 Minuten sind auf vier DVDs gepresst, die sich in einer Amaray-Box befinden. Inhaltlich hat nach den in „Volume 1“ erschienenen ersten neun Folgen eine Weiterentwicklung stattgefunden. Die eingestreuten Musikeinlagen, in denen mit prominenten Sängerinnen eigens Musikvideos vor ungewöhnlicher Kulisse gefilmt wurden, sind mittlerweile genauso aus der Sendung verschwunden wie die Einblicke in die neuesten Kollektionen der weltbekannten Modehäuser. Mehr und mehr hat sich Margret Dünser im Laufe der Jahre auf ihre eigentliche Stärke, die Interviews mit prominenten Zeitgenossen, konzentriert. So sind in dieser Box auch wieder einige alte Bekannte erneut mit von der Partie, wenn Dünser auf Zsa Zsa Gabor trifft und auch noch ein paar Worte mit deren nicht minder erfolgreicher Mutter Jolie und den beiden Schwestern Magda und Eva Gabor wechselt. Auch John Wayne, David Niven, Glenn Ford und Roger Moore hat die Reporterin in den Jahren 1973 bis 1975 zum wiederholten Male aufgesucht.

V.I.P.-Schaukel« - Volume 2Aber es gibt nun einen weiteren Schwerpunkt innerhalb der Sendungen, der dem deutschen Publikum die große weite Welt in den eigenen vier Wänden näherzubringen versuchte. Teile der „V.I.P.-Schaukel“ sind nämlich jetzt im Stile eines Reiseführers gestaltet, der die Zuschauer mitnimmt nach Hongkong oder Nepal, nach Thailand, Indien, Macau oder in ein amerikanisches Indianerreservat. Hier stehen dann weniger die Film- und Fernsehstars im Fokus, sondern eher Land und Leute sowie die teilweise skurril anmutenden Bräuche der jeweiligen Region. Aber die Dünser wäre nicht die Dünser gewesen, wenn sie nicht auch in diesen Vignetten auf roten Teppichen gewandelt und mit der High Society an einem Tisch gesessen hätte. So werden wir in diesen Folgen u.a. Zeuge von der Ernennung des thailändischen Kronprinzen Vajiralongkorn, sehen dessen Mutter, die damalige Königin Sirikit, im angeregten Gespräch mit der österreichischen Reporterin, oder lauschen dem ersten Fernsehinterview überhaupt, das der nepalesische König Birendra seinerzeit der Dünser gegeben hat.

V.I.P.-Schaukel« - Volume 2Heutzutage dürfte es kaum mehr einen Journalisten geben, der bei so vielen internationalen Prominenten der unterschiedlichsten Couleur und Herkunft zum Gespräch gebeten wurde, was die „V.I.P.-Schaukel“ nicht nur zu einem spannenden Zeitdokument macht, sondern nach wie vor auch zu einer Pioniersendung des Magazin- und Interviewformats. Mit ihrem rollenden R fasst Margret Dünser die Begegnungen aus dem Off mit mal poetischen, mal dreist-offenherzigen Kommentaren zusammen, die sekundengenau auf das Bildmaterial geschnitten wurden. Ungewöhnliche Locations (Stephen Boyd interviewt sie hoch zu Ross, von Peter Fonda lässt sie sich in einem Oldtimer durch Los Angeles chauffieren), erstaunliche Interviewpartner (Mussolinis Witwe Donna Rachele, Chief Dan George alias „Häuptling Weiße Wolke“ oder Bhawani Singh, der Maharadscha von Jaipur) und Margret Dünsers unverwechselbarer Stil machen auch diese elf Folgen (Gesamtlänge: 540 Minuten) zu einer spannenden Zeitreise in die 1970er Jahre. Hinsichtlich Bild (im Vollbildformat 1,33:1) und Ton (Deutsch in Dolby Digital 2.0, die internationalen Stars werden per Voice-Over auf Deutsch nachsynchronisiert) kann man auch hier wenig aussetzen, zumal Pidax sich bereits auf dem Cover für unrestaurierbare Filmfehler entschuldigt. Bonusmaterial ist keines vorhanden.

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