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# 149: Der Grusel-Symbiont

As Time Goes By# 149: Der Grusel-Symbiont

Der Zauberspiegel wird am 30. März 2012 30 Jahre alt und nur zwei Monate später ist er fünf Jahre online. Ein Grund, sich noch an einige Begebenheiten zu erinnern, als das Haar noch voll und der Bauch noch nicht so gewaltig war. 

»Die Legende des Manonreiters« und die »Tochter der Flamme« waren unsere Fantasy-Serien. »Der Texaner & der Earl« begann als Persiflage auf das Horrorheft und wurde von Volker Sorge und Lutz Bolte beeindruckend weiterentwickelt ...

Aber da gab es vorher noch den Versuch, mit einer Horror-Serie zu spielen. Sie nannte sich ›Die Symbionten‹. Die Serie sollte sich in gewisser Weise - wie auch der ›Manonreiter‹ (bei dem wir aber dann doch voll im Mainstream der [Heroic-]Fantasy gelandet sind) - über das gängige Heftklischee hinwegsetzen, ohne es komplett zu verraten. Schließlich lasen Norbert und ich gern Hefte. Partiell ist es gelungen, und ansonsten hingen wir auch genau in den Mustern und Klischees der Heftserien fest, die wir so lasen. 
 
Der Held war ein Typ namens Heinz Merk, der einen Symbionten in sich trug und in die ewige Auseinandersetzung - Achtung, das Klischee kommt und trifft einen voll ins Gesicht - im Kampf der sieben Erzdämonen und der entsprechenden Anzahl Erzengel hineingezogen wurde.
 
Dabei war Heinz Merk eigentlich mehr oder weniger nur das Werkzeug des Symbionten in ihm. Dabei haben wir dessen Natur nie ergründet. Denn es gab nur drei Folgen in den Zauberspiegeln eins, drei und fünf. Dann hatten wir die Lust verloren. Der Manonreiter erschien uns lohnender. Die Symbionten drohten sich festzufahren. Der Mangel an Planung war nur zu offensichtlich. Ich hatte nach der Grundidee mal einfach drauflos geschrieben.
 
Dabei gab es durchaus Ansätze, die zu verfolgen sich lohnen würden. Den Symbionten zu ergründen, seine Aufgabe und Herkunft. Immer wieder in den letzten dreißig Jahren habe ich mir überlegt, dieses Konzept einmal mit mehr Verve anzugehen als seinerzeit. Wir waren Jungautoren mit passablen Grundideen, aber die grundlegende Planung mussten wir erst noch lernen. Da haben wir beim Symbionten und auch beim ersten Zyklus des Manonreiters gründlich versagt. In der Fantasy haben wir noch die Kurve gekriegt. Mit Petra Köhpce zusammen konnten wir Manonreiter und das Spin-of ›Die Tochter der Flamme‹ sogar in vielversprechende Bahnen lenken.
 
›Der Symbiont‹ war eher das Stiefkind, das wir dann auch noch verstoßen haben.
 
Obschon: Er hatte eines mit dem Hüter gemeinsam. Die Serie begann in und um Stade. Das erste Opfer hieß Cornelia Bender, und bei ihrer Sterbeszene erwies ich mich als ›Jünger‹ Dan Shockers, der solchen Figuren - bevor sie den Löffel abgaben - gern eine ausführliche Lebensgeschichte andichtete und sie eben dann über den Jordan schickte. Sie starb auf dem Fußweg in den Stader Schwingewiesen, und wir wussten bis zum Ende der drei Folgen mehr über ihr Leben, als über die Herkunft des Symbionten aus dem Titel ...
 
Nun gut. ›Der Symbiont‹ in dieser Form ist und bleibt tot und begraben. Er ist eingegangen in das Nirwana der Fanserien, obwohl es sogar Leute gegeben haben soll, die die drei Teile gelesen haben. Es gab gar einen, der sich nach weiteren Folgen erkundigte. 
 
Aber mal gucken, vielleicht ziehe ich diese Idee mal wieder aus dem Nirwana und spiele ein wenig damit. Immerhin konnte ich damals ein wenig damit üben und sehen, in welche Irrwege man geraten kann, wenn man eine Idee nicht hinreichend ausarbeitet. 
 
Wenn der Lerneffekt nichts hilft, was dann ...

Ein paar Worte zur Erklärung scheinen nötig: Die Serie hieß ›Die Symbionten‹, aber in den drei erschienenen Teilen trat nur einer auf. Weitere sollten im Laufe der Zeit dazu kommen. Daher ist im ext mal von einem einem Symbionten, mal von mehreren die Rede.
 

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