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Dominion

Dominion

25 Jahre nach der Apokalypse haben die Menschen nur noch wenige Zufluchtsorte. Vega ist einer davon. Erzengel Michael (Tom Wisdom) beschützt die Menschen dieser Stadt vor den Angriffen der von niederen Engeln besessenen Menschen, die die Reste der Zivilisation auslöschen wollen.

Düstere Zukunftsaussichten

 

Nach dem Film „Legion“ gelang es Scott Stewart, den Stoff in einer Serie weiter zu verwerten. Demnach gelang es der Menschheit der vollständigen Vernichtung, wie sie in „Legion“ eingeleitet wurde, zu entkommen. Vega, eine Stadt, die aus dem ehemaligen Las Vegas entstanden ist, beheimatet neben wenigen anderen Ruinenstädten die Enklaven der Menschen. Man versucht, die Zivilisation aufrecht zu erhalten, doch das System ist hart und streckenweise auch ungerecht.

Ein Kastensystem verweist jeden Menschen auf seinen Platz, Aufstiege sind fast unmöglich. Und so ist es Alex Lannon (Christopher Egan) als Soldat der Stadt nicht erlaubt, seine Liebe offen zu zeigen und seine Angebetete zu heiraten. Denn auch wenn es beide wollen, so ist Lannon eben nicht standesgemäß für die Tochter des Regenten der Stadt (Roxanne McKee). Das Leben in Vega ist schließlich auch 25 Jahre später alles andere als normal.

 

Die Schar der Todesengel

 

Auch „Dominion“ spinnt den Faden weiter, nach dem die Engel von Gott entsandt wurden, um die Menschheit zu vernichten. Während Erzengel Michael versucht, die Menschen zu beschützen, ersinnt Gabriel (Carl Beukes) stetig neue Strategien, um das Ziel zu erreichen. Niedere Engel sind dabei seine stärkste Waffe, die er in Massen (sprich: Legion) zur Verfügung hat. Jene niederen Engel übernehmen den Körper von Menschen, um sich zwischen sie zu drängen und sie zu töten. In diesem Punkt herrscht Einigkeit zwischen dem Film und der Serie.

 

Cesars Palace

 

Was „Dominion“ wesentlich besser macht als „Legion“, ist die Darstellung der unterschiedlichen Beweggründe der Menschen. Die Serie führt die Dystopie des Originals gekonnt weiter und nutzt die Zeit, die eine Serie bietet, für die Entwicklung der tragenden Rollen, inklusive Intrigen, Bedrohungen, Übernatürlichem und damit einhergehend einer spannenden Geschichte. Insbesondere die erste Staffel zeigt eine Gesellschaft am Abgrund der Zivilisation. Sie ergießt sich in den Zwängen einer Diktatur, die aufgrund der äußeren Bedrohung nötig zu sein scheint, um das letzte bisschen Menschheit vor der Vernichtung zu bewahren. Im Laufe der Folgen erlebt der Zuschauer jedoch so einige Überraschungen und Plottwists, die ein anderes Bild unter der Oberfläche zeichnen.

 

Gut gegen Böse

 

Staffel zwei setzt hier sogar noch eins drauf und lässt die Konfliktherde an mehreren Stellen eskalieren. Dabei bleibt die Serie aber stets übersichtlich. Ein Zeichen guter Erzähltechnik.

Immer wieder stehen sich Michael und Gabriel gegenüber. Scheinen beide noch Anfangs von ihrer jeweiligen Sicht überzeugt, so bröckeln beider Fundamente im Laufe der Geschichte und wir erfahren sogar einiges über den Hintergrund der beiden Erzengel. Geschichten, die bereits Jahrtausende zurückliegen.

Das Kind, welches im Film „Legion“ als Erlöser vor den dunkeln und mordenden Horden der Engel (das liest sich falsch) beschützt werden musste, erhält in dieser Serie natürlich auch genügend Rampenlicht. Um wen es sich allerdings handelt, soll hier nicht verraten werden.

 

Cliffhanger

 

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Serie vorzeitig der Stecker gezogen wurde, weil die Einschaltquoten zu sehr sanken. So endet die zweite Staffel auch leider mit einem Cliffhanger, dessen Auflösung die Serie schuldig bleibt. Dabei war es nur logisch, dass irgendwann auch das zuletzt erwähnte Ereignis (wird nicht gespoilert) Erwähnung findet. Eine Abschlussepisode hätte hier vielleicht noch für einen runderen Abschluss sorgen können.

 

Fazit

 

„Dominion“ holt aus der Geschichte, die mit dem Film „Legion“ begann, ordentlich Potential heraus und erzählt im Verlauf von zwei Staffeln mehrere spannende Geschichten, die alle miteinander verknüpft sind. Obwohl den Zuschauern ein richtiges Ende nicht vergönnt ist, lohnt sich die Zeit, die Serie anzusehen. Schauspieler, Drehbücher und Ausstattung sind hochwertig und überzeugend.

 

3,5 von 5 Zauberspiegeln erhält „Dominion“ in dieser Rezension. Der Abzug wird vor allem durch das offene Ende verursacht. Es hätte der Serie wirklich gut getan, ihr ein zufriedenstellendes Ende zu gewähren. Dennoch ist die Serie unbedingt sehenswert für alle, die eine gut dargestellte Dystopie mit einzigartigem Hintergrund erleben möchten.

 

 

Dominion – Die komplette Serie
Pandastorm Pictures
BluRay
FSK: 16
Spielzeit: 928 Minuten

 

Die Besprechung zum Film „Legion“ ist unter folgendem Link zu finden:
Classic Corner: Legion

 

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