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Gutes kommt wieder - Tarzans Sohn

Tarzan der AffenmenschGutes kommt wieder
Tarzans Sohn

Lord und Lady Greystoke sind angesehene Mitglieder der Londoner Gesellschaft, und ihrem kleinen Sohn Jack, dem künftigen Lord of Greystoke, wird eine standesgemäße Erziehung zuteil. Zum Leidwesen des Kindermädchens aber gebärdet sich Jack oft recht wild. Er spielt Gorilla und erschreckt die Ärmste damit. Begeistert verschlingt er Berichte über Afrika, den Urwald und wilde Tiere. Lady Jane bemerkt das mit Sorge.

Tarzans SohnJack weiß nicht, dass seine Eltern noch unter anderen Namen bekannt sind, nämlich als Tarzan und Jane. Beide hatten sich entschlossen, nie über ihre Vergangenheit zu sprechen.

Doch es scheint, als habe Jack das unruhige Blut seines Vaters geerbt und damit die Sehnsucht nach Freiheit, Steppe und Urwald. Während eines Dressuraktes bricht im Zirkus ein Gorilla aus. Zu Jacks Überraschung springt sein Vater in die Manege und redet mit dem Gorilla in der Affensprache. Der Gorilla ist "Akut", Tarzans Begleiter aus vergangenen Zeiten. So erfährt Jack endlich, dass Tarzan sein Vater ist. Wenig später brennt Jack mit Akut durch. Ihr Ziel ist Afrika. Jahre sind indessen vergangen. Lord und Lady Greystoke glauben, dass ihr Sohn längst tot sei. Im Dschungel aber haben die Affen einen würdigen Nachfolger für ihren König Tarzan gefunden: Korak, Tarzans Sohn, und sein Begleiter ist jetzt Pakut, ein Enkel Akuts. Eines Tages schließt ein Flugzeug in unbegreiflichen Kreisen über die aufgescheuchte Gnuherde, berührt den Boden und rast auf einen Abgrund zu, der sich wie ein gähnender Schlund durch die Savanne zieht. Polternd und schleifend wird sie langsamer, scheint dann stehen zu bleiben und hebt sich mit ungeheurem Schwung in den Abgrund. "Das hat niemand überlebt", keucht Korak, als er zur Absturzstelle rennt. Er beugt sich über den Abgrund und sieht, dass die Maschine auf halber Höhe hängen geblieben ist. Unten rauscht ein Fluss. Sonst regt sich nichts. (1)

Die Inhaltsangabe verrät sehr viel, aber so gut wie nichts über den Inhalt dieses Hörspiels. Die Geschichte beginnt mit dem Flugzeugabsturz, der gerade mal in den letzten Sätzen der Inhaltangabe erwähnt wird. Vielleicht ist gerade deswegen der Inhaltsangabe wichtig, um zu erfahren, was es mit Tarzans Sohn auf sich hat.
Im weiteren Verlauf der Geschichte erlebt Korak mit den Verunglückten aus dem Flugzeug ein Abenteuer, um die vergessene Stadt, die inhaltlich stark an die Tarzan-Hörspiele von früher erinnert, die dieser Folge als 8 Folgen vorgelagert wurden. Es geht nämlich auch hier um einen größenwahnsinnigen Verbrecher, der mit einer verrückten Idee über ein Gebiet herrschen will. Teilweise ist das ähnlich spannend wie in den früheren Folgen, teilweise wirkt die angesetzte Komik doch reichlich verunglückt.

Die Folge "Die vergessene Stadt" ist ein Untertitel und vieles deutet darauf hin, dass "Korak, Tarzans Sohn" zur Serie werden sollte, was aus unerfindlichen Gründen nicht funktionierte. Warum All Ears GmbH dieses Hörspiel als Folge der tarzan-Serie von Fontana angefügt hat ist ebenso unerfindlich. Denn außer dem Label Fontana hat diese Folge nichts mit der Serie zutun. Produzent war Hans-Joachim Herwald und die Sprecher waren auch andere und zwar diesmal den Hörspielfans sehr bekannte. So übernimmt Rainer Schmitt die Rolle von Tarzans Sohn. Ferner sind Manfred Wohlers, Angelika Merkert, Lothar Zibell und Hans-Joachim Kilburger dabei. Man kennt alle auch aus der Maritim-Zeit, wo sie unter Herwald in einigen Serien u.a Edgar Wallace mitwirkten.

Musik ist kaum vorhanden und es fehlt auch die unverwechselbare Titelmusik von Quirin Amper und Co. Aber das Hörspiel ist nur 35 Minuten lang und somit eine Art Expresso an abenteuerlicher Unterhaltung für Klein und Groß.

Zwei weitere Tarzan-Hörspiele wurden 1978 noch vertont. Die waren wieder auf eine andere Art interessant. Dieses Hörspiel wiederum nun erneut erhältlich, als LP, Download im Stream und limitiert als MC.

Korak Tarzans Sohn - Die vergessene Stadt
mit Günther Dockerill, Rainer Schmitt, Manfred Wohlers, Angelika Merkert, Hans-Joachim Kilburger, Peter von Schultz, Lothar Zibell, Joachim Wolf u.a.
Idee: Edgar Rice Burroughs
Buch: Hartmut Huff
Regie: Michael Weckler

Ton: Hans-Joachim Herwald
Produktion: Proton
Aufnahme: ca. 1976,
Star-Studio, Hamburg

(1)= Klappentext

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