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Gutes kommt wieder - »Tarzan jagt Spione«

Tarzan der AffenmenschGutes kommt wieder
»Tarzan jagt Spione«

Tarzan empfindet das mehr oder weniger zivilisierte und geruhsame Leben in Paris in steigendem Maße als Last. Seine Unruhe wächst von Tag zu Tag, ebenso seine Sehnsucht nach dem früheren ungebundenen Leben im Urwald. Da beschließt sein Freund Paul d'Arnot, zu handeln. Nach mehreren Gesprächen mit Freunden aus dem Kriegsministerium findet man gemeinsam eine Lösung: Tarzan soll als Sonderbeauftragter des französischen Kriegsministeriums nach Afrika reisen.

Tarzan jagt SpioneGenauer gesagt: Es ist die Abteilung Spionageabwehr, die ihn nach Nordafrika beordert, um einen gewissen Leutnant Gernois zu überwachen. Gernois steht im Verdacht landesverräterischer Beziehungen zu einem Mann namens Rokoff. Man lässt Tarzan nicht im Zweifel darüber, dass er der zweite Mann mit demselben Auftrag ist. Den ersten Mann musste man mit vier Messerstichen im Rücken aus dem Hafenbecken von Oran fischen, was Tarzan aber nicht beeindrucken kann. Er trifft am 19. Mai an Bord der Marie Antoinette in Oran ein. Mit diesem Schiff gelangt jedoch auch - in einem versiegelten Brief - die Nachricht von seiner Existenz und seinem wirklichen Auftrag nach Afrika. Dieselben Leute, die den Tod des Mannes im Hafenbecken auf dem Gewissen haben, beginnen erneut, ihre tödlichen Fallen zu stellen. Und sollte es Tarzan gelingen, in Oran mit dem Leben davonzukommen, in Sidi-bel-Abbes würde er ihren Schlingen wohl nicht entgehen. Und fast scheint es, als solle Tarzan bereits die erste Falle nicht überleben... (1)

Urwald-Held als moderner Gangsterjäger
Die Inhaltsangabe verrät es schon. Tarzan wird sozusagen Geheimagent und begibt sich auf die Jagd nach Spionen. Das klingt ganz und gar nicht nach dem Urwaldhelden, bringt aber eine interessante Abwechslung in die Serie. Dabei streift Tarzan seinen Lendenschurz kurzfristig ab und schlüpft in einen Maßanzug. Auch die Rahmenhandlung wird etwas vorangetrieben. In Paris lernt er noch weiter an der französischen Sprache.

Kein Dschungelabenteuer, eher ein Krimi
Die Folge ist also mehr Actionkrimi als Urwald-Abenteuer. Dabei geht mitunter brutal zur Sache, da die Gangster recht skrupellos vorgehen. Das ist ebenfalls ungewöhnlich für ein Hörspiel der frühen 70er-Jahre. Die Hintergrundgeräusche passen atmosphärisch wieder nicht zu den Dialogen. Auch ansonsten wirkt der Klang eher dumpf und allein die Stimmen dominieren, die Geräusche sind zu steril.

Der einzige Sprecher aus dem Cast, der es auch in Hörspiele heutiger Zeit geschafft hat ist Tobias Lelle (u.a. Pater Brown Gruselkabinett, John Sinclair)

Die Jagd nach den Spionen
Tarzan (3)

All Ears GmbH 2021/ Fontana, Philips Phonogramm GmbH 1971 - bei allen gängigen Streamingportalen und als Download sowie MC/CD erhältlich
mit Wolfgang Reinsch, Dieter Eppler, Helmut Wöstmann, Ursula Landrock, Manfred Goerg Herrmann, Tobias Lelle, Ludwig Thiesen, Andreas Dahlmeyer u.a.
Musik: Max Roth
Toningenieur: Norbert Pilat
Regie: Benno Schnurr
Produktion: Wolfgang Ecke
Verlag: All Ears GmbH 2021
Produktionsjahr: 1971/2021
Gesamtlaufzeit ca. 45 Min.

(1) Pop.de
Sprecherangaben und Cast: hoerspiele.de

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