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Perry Rhodan: Meister der Insel Band 3: Retter der Crest

Perry Rhodan: Meister der Insel
Band 3: Retter der Crest

Reginal Bull entsendet einen Posbi-Raumer zur Rettung der CREST II in das Twin-System. Dort machen sich die Terraner an, die Schutzschirme um die Planeten zu vernichten. In der Heimat wird ein unbemanntes Raumschiff angehalten, das eine seltsame Ladung in sich trägt.


Der Kontakt zur CREST II ist abgebrochen und Reginald Bull fordert mit Unterstützung der Positronik Nathan Unterstützung vom Zentralplasma der Hundertsonnenwelt der Posbi an. Ein Posbi-Raumer, die BOX-8323, soll der CREST II in das Twin-System folgen. Mit an Bord sind der Mausbiber Gecko, der Teleporter Wurio Sengu, der Ertruser Melbar Kasom und der Physiker Dr. Anficht.

An Bord des Schiffes befindet sich die SIGNAL, die mit 1000 Arkonbomben beladen ist. Nach Ankunft im Twin-System soll das Schiff in Richtung Milchstraße starten und im freien Raum detonieren. So erfahren die Terraner auf Opposite, dass der Posbi-Raumer sein Ziel erreicht hat.

Die Box-8323 trifft im Twin-System ein und versorgt die dem Tode nahestehenden Besatzungsmitglieder der CREST II mit Trinkwasser. Daraufhin gelingt es, den Schutzschirm des sechsten Planeten, Sexta, kurzfristig zu deaktivieren und die Mausbiber Gucky und Gecko können zusammen mit Icho Tolot auf den Planeten gelangen und der Schutzschirm wird komplett zerstört. Auf dem Planeten befinden sich weitere Anlagen, die nun von den Terraner untersucht werden können.

Auf Opposite schickt Reginald Bull die RUHR zur Raumstation Einstein, um die Explosion der SIGNAL beobachten zu können. Auf dem Weg dorthin entdecken sie ein zylinderförmiges, unbemanntes Raumschiff, das seit vielen Jahren im Weltraum unterwegs ist. An Bord befinden sich Sporen, die Leben auf fremden Planeten erschaffen sollen.

Miterfinder Perry Rhodans Walter Ernsting verfasst unter seinem Pseudonym Clark Darlton seinen ersten Beitrag zum Zyklus und schildert die Rettungsmission, die Reginald Bull mit Unterstützung der Posbi in das Twin-System schickt.

Die wesentlichen Impulse zur Mission in das Twin-System kommen von der Mondpositronik Nathan und des Zentralplasmas der Hundertsonnenwelt. Das Zentralplasma verfügt zwar über biologische Komponenten, aber trotzdem ist der Einsatz dessen, was in gegenwärtiger Zeit als KI verstanden wird, unübersehbar. Die Romane sind 60 Jahre alt und die Autoren beschreiben ein Phänomen, das im Jahr 2025 immer wahrscheinlicher wird. Richtungsweisende Entscheidungen und Erkenntnisse werden nicht mehr von Menschen getroffen, sondern von künstlichen Intelligenzen.

Zur Veröffentlichung des Romans im Jahr 1965 und auch in den folgenden Jahrzehnten, wirkte der Einsatz der Positroniken so weit weg von der Realität, dass er auf eine Idee in einer fantastischen Geschichte reduziert werden konnte. Die Gefahren und Ängste, die sich aus dieser Entwicklung ergeben könnten, war lange nicht spürbar. Nun, im Jahr 2025, nimmt die Etablierung und die zunehmende Akzeptanz künstlicher Intelligenz in vielen gesellschaftlichen Bereichen Form an und erweckt zugleich Misstrauen.

In Perry Rhodan wird im vorliegenden Band recht unbekümmert mit der Technologie umgegangen und die Terraner erleben die Unterstützung Nathans und des Zentralplasmas als Gewinn. Dabei wirkt Reginald wenig beteiligt als die wesentlichen Impulse zur Entsendung getroffen werden, denn sie kommen nicht von Menschen.

Die Box-8323 erreicht das Twin-System und die Terraner werden wieder handlungsfähig. Die beiden Mausbiber und der Haluter können den Schutzschirm um Sexta umgehen und landen auf dem Planeten. Icho Tolot gelangt zu der Erkenntnis, dass es sich bei der Überwindung der Schutzschirme und den Ereignissen auf Power um eine Prüfung der unbekannten Erbauer handeln muss. An dieser Stelle hat der Autor etwas unsauber gearbeitet, denn es wird an keiner Stelle ersichtlich, wie der Haluter zu dieser Erkenntnis gelangt ist. Darüber hinaus lässt Darlton Tolot einen derartigen Respekt vor den Unbekannten entwickeln, dass dieser sofort in die Milchstraße zurückkehren will, wenn die CREST II dazu wieder in der Lage ist. Das will so gar nicht zu dem abenteuerlustigen und neugierigen Haluter passen, bei dem die Anzeichen einer Drangwäsche immer deutlicher werden.

In einer Zwischensequenz trifft die SIGNAL auf das zylinderförmige Schiff, das seit vielen Jahren unbemannt einem Ziel entgegensteuert. Es enthält eine Ladung Saatgut, das neues Leben auf fernen Planeten ermöglicht. Diese Sequenz nimmt einen wesentlichen Teil des Romans ein und der Leser darf gespannt sein, was es damit auf sich hat.

Clark Darlton legt einen mäßig spannenden Roman vor, der mit einigen Logiktücken zu kämpfen hat und die Terraner vor Nathan und dem Zentralplasma etwa passiv dastehen lässt. Zumindest schreiten im Twin-System die Bemühungen voran, die Schutzschirme um die Planten außer Kraft zu setzen und die CREST II wieder voll flugfähig zu machen. Außerdem wird mit dem zylinderförmigen Schiff und den Sporen ein weiteres, geheimnisvolles Kapitel eröffnet, das den Leser bei der Stange halten wird.


Perry Rhodan: Die Meister der Insel
Band 3: Retter der Crest
Band 202 der Serie Perry Rhodan

Autor: Clark Darlton
Erscheinungsdatum: 16.07.1965
Preis: 0,80 DM

 

 

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