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Ritter Roland

Ritter RolandRitter Roland

Am 4. Januar 1982 startete der Bastei Verlag mit dem Roman "Das Turnier von Xanten" aus der Feder von Ekkehard Reinke, die Heftromanserie "Ritter Roland", dessen Redakteur Hans-Ulrich Steffan war.

Roland kommt als einer von drei Schildknappen des Ritters Sigurd über das Turnier von Xanten an den Hof König Artus. Nachdem er nicht verhindern kann, dass sein Herr ermordet wird, kann Roland aber König Artus und seine Gemahlin Ginevra retten. 

Das Turnier von XantenRoland wird daraufhin von König Artus zum Ritter geschlagen und erhält danach auch die Möglichkeit ein Ritter der Tafelrunde zu werden. Dazu muss Ritter Roland aber 50 ruhmreiche Taten vollbringen.

In "Ritter Roland" liegt Camelot am Niederrhein in der Nähe von Xanten. Die Handlung spielt ins 13. Jahrhundert, so dass mit Hochmittelalter und mit der Zeit der Kreuzzüge mehr Möglichkeiten für die Serie offen standen.

Neben der Einbindung von König Artus und dessen Ritter der Tafelrunde, kamen auch einige Fantasyelemente hinzu, wie das Auftauchen von Drachen und Zwergen, die Bezüger zur Nibelungen-Sage haben.

Hinzu kommt, dass der Name der Titelfigur auf Verbindungen zum bekannten Rolandslied, dem französischen Heldenepos aus dem 11. Jahrhundert, hinweisen.

Fünf Autoren schrieben an der Heftromanserie "Ritter Roland" mit. 

  • Ekkehard Reinke und Joachim Honnef veröffentlichten ihre Romane unter ihren Realnamen,
  • Hans Peter Weißfeld schrieb seine Romane unter dem Pseudonym Götz Altenburg,
  • Hans Wolf Sommer unter Gunther Herbst,
  • und Rainer Delfs unter dem Pseudonym Florian Philipp.

Die Schlacht um CamelotDa Ritter Roland 50 ruhmreiche Abenteuer bestehen muss, um ein Ritter der Tafelrunde zu werden, war geplant, die Serie aus mindestens 50 Romanen bestehen zu lassen.
Doch dazu kam es nicht mehr. Denn die Serie wurde 1983 nach 30 Bänden mit dem Roman "Die Schlacht um Camelot" aus der Feder von Ekkehard Reinke eingestellt.

"Liebe Ritter-Freunde, heute habe ich die schwere Aufgabe, Ihnen das vorläufige Ende unserer ersten Ritter-Serie bekanntzugeben.
Dieser neue Themenkreis im Heftroman hat viel Zustimmung gefunden - aber leider nicht genug. Wir wissen nicht, woran es lag, daß Ritter Roland nicht mehr Leser fesseln konnte.
Wir von der Redaktion hätten gern wenigstens die Romane über die 50 Aufträge des Ritters bis zu seiner Aufnahme in die Tafelrunde veröffentlicht, aber bei der geringen Auflage und dem geringen Zuspruch war das unmöglich.
Von den Lesern meiner Abenteuer-Reihe möchte ich mich heute verabschieden. Vielen Dank für Ihre Treue! Ihr Ritter-Roland-Redakteur Hans-Ulrich Steffan"

Als der Redakteur Hans-Ulrich Steffen von der Einstellung der Serie erfuhr, lagen zu diesem Zeitpunkt insgesamt 35 fertig geschriebene Roland-Romane vor.
1996 wurden die fünf unveröffentlichten Romane der Serie "Ritter Roland" vom "Ersten Deutschen Fantasy Club" (EDFC) als Paperback veröffentlicht.

Der Sonderband vom EDFC enthält aber nicht nur die fünf unveröffentlichten Romane der Serie "Ritter Roland", sondern auch die Exposes zu den Nummern 32 und 33 sowie den Handlungsverlauf des geplanten Fünfteilers, die Bände 35 bis 39.

© by Ingo Löchel

Ritter Roland, 1 bis 30 (1982-1983)
01 Das Turnier von Xanten von Ekkehard Reinke (14. Februar 2021)
02 Im Waffenzelt von Ekkehard Reinke
03 Der Kampf mit dem Drachen von Ekkehard Reinke
04 Die Wikinger kommen von Ekkehard Reinke
05 Calibans Goldschatz von von Ekkehard Reinke
06 Die geteilte Herzogskrone von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
07 Überfall im Morgengrauen von Joachim Honnef
08 Gorgar, der Tyrann von Joachim Honnef
09 Der falsche König Artus von Götz Altenburg (Hans Peter Weißfeld)
10 Die Siegesfeier der Banditen von Joachim Honnef
11 Bauernaufstand von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
12 Die verstoßene Herzogstochter von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
13 Das rothaarige Luder von Joachim Honnef
14 Die blutige Gräfin von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
15 Camelot in Piratenhand von Götz Altenburg (Hans Peter Weißfeld)
16 Die Bärenfalle von Joachim Honnef
17 Hassos wilde Horde von Joachim Honnef
18 Hochzeit mit dem Mordgesellen von Joachim Honnef
19 Der Racheschwur (Teil 1) von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
20 Die Jagd nach dem schwarzen Stein (Teil 2) von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
21 Wittich – der Schrecken vom Hotzenwald von Joachim Honnef
22 Die Blutbestie von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
23 Ein Engel als Köder von Joachim Honnef
24 Verrat! von Joachim Honnef
25 Die Bluthochzeit von Florian Philipp (Rainer Delfs)
26 Im Rausch der Macht von Götz Altenburg (Hans Peter Weißfeld)
27 Das Duell um die Grafentochter von Gunther Herbst (Hans Wolf Sommer)
28 Roland und die Meuchelmörder (Teil 1) von Ekkehard Reinke
29 Rolands Entritterung (Teil 2) von Ekkehard Reinke
30 Die Schlacht um Camelot (Teil 3) von Ekkehard Reinke

Ritter Roland, 31 bis 35 (1996 veröffentlicht vom "Ersten Deutschen Fantasy Club)
31 Die Meute der Gnadenlosen von Joachim Honnef
32 Der Kampf um Nebelbrune (Teil 1) von Florian Philipp (Rainer Delfs)
33 Die schöne Wikingerin (Teil 2) von Florian Philipp (Rainer Delfs)
34 Im Bann der schönen Hexe von Joachim Honnef
35 Das flammende Kreuz (Teil 1) von Florian Philipp (Rainer Delfs)

 

Kommentare  

#1 matthias 2021-01-22 16:10
Schöner Beitrag, Danke!
Also dass 5 "neue" Texte beim EDFC gedruckt worden, wusste ich noch nicht.
WOW!
Mythor ja, aber Ritter Roland!
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#2 Falk 2021-01-23 10:43
Also mich wundert es nicht, dass „Ritter Roland” an den Kiosken nicht so gut ankam. Wen sollte dieses schlimme Konglomerat aus Dark Age (Artus und seine Tafelrunde), Hochmittelalter (Turniere und Kreuzzüge) und Fantasy (Drachen und Zwerge) eigentlich ansprechen? Vermutlich ein besonders „breites” Publikum und gerade darum erreichte es gar niemand. Auch die Fortsetzer der Hansrudi-Wäscher-Serie „Falk” mussten ja erkennen, dass viele Fans klassischer Rittergeschichten fantastische Elemente ablehnen.
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#3 Harantor 2021-01-23 14:10
zitiere Falk:
Also mich wundert es nicht, dass „Ritter Roland” an den Kiosken nicht so gut ankam. Wen sollte dieses schlimme Konglomerat aus Dark Age (Artus und seine Tafelrunde), Hochmittelalter (Turniere und Kreuzzüge) und Fantasy (Drachen und Zwerge) eigentlich ansprechen? Vermutlich ein besonders „breites” Publikum und gerade darum erreichte es gar niemand.


Hans-Ulrich Stefan sagte damals auf einem Con, dass man auf einen "gewissen Wiedererkennungswert" baue. Daher dann Camelot bei Xanten. Aber als historische Ritterserie war das natürlich ein Flop und als Abenteuer-Serie auch nur halbwegs brauchbar. Daher kam dann das frühe Ende ...
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