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Larry Brent - Larry Brents Totentanz (41)

Umbrüche - Larry Brent - Larry Brents Totentanz (41)

Dr. Satanas holt zum alles vernichtenden Schlag gegen die PSA aus. Nach einem Anschlag auf einen Wolkenkratzer in New York gelingt es dem diabolischen Terroristen, in die geheime Zentrale der PSA einzudringen. Sein Ziel: David Gallun alias X-RAY-1 zu töten! Iwan Kunaritschew ist bereits seine Geisel und seinem Tod geweiht! Gleichzeitig bekommt Morna Ulbrandson von Dr. Jack Warren ein schockierendes Geheimnis enthüllt...

 

Larry Brent wird in die Unterwelt von Dr. Satanas gelockt, und es kommt zum finalen Kampf. Gut gegen Böse. Der letzte Kampf um das Überleben der Menschheit beginnt...! ¹

Grundinformationen zur Vorlage
Der Roman Larry Brents Totentanz stellte eine kleine Zäsur im Larry-Brent-Kosmos dar. In der Erstausgabe von 1975, erschienen als Silber-Grusel-Krimi Nr. 100, wird der Chef der PSA, David Gallun, von deren Erzfeind Dr. Satanas getötet. Larry Brent, der unerschrockene PSA-Agent X-RAY 3, muss nun auch die Rolle von X-RAY 1 übernehmen. Er tritt sozusagen das Erbe seines Chefs an, und die anderen Agenten dürfen nichts davon wissen. Auch seine Freunde Morna und Iwan nicht.

Somit hat der Romanheld nun eine Doppelfunktion inne, die er auch in den Folgebänden behält. Mit Iwan hat es noch eine besondere Bewandtnis: Er wird von Dr. Satanas erschossen. Damals war das ein Schock für die Fans. Doch wie es in phantastischen Geschichten nun einmal ist, besteht stets die Möglichkeit der „Wiedergeburt“. Wie oft sind Captain Kirk oder Spock schon gestorben? Meistens nur bis zur übernächsten Szene oder zum nächsten Abenteuer. So auch hier. Im Folgeband Voodoo-Rache stellt sich heraus, dass Iwan gar nicht tot ist. Das wäre ja auch ein Ding gewesen.

In der eigenen Romanserie erschien die gleiche Geschichte 1985 als Band 150. Der Roman wurde leicht umgeschrieben. So stirbt X-RAY 1 nicht, sondern wird lediglich schwer verletzt. Daraus entwickelte sich für mein Empfinden eine Menge Potenzial für die Fortsetzung. Auch Solo-Abenteuer anderer Agenten wären möglich gewesen, da Larry Brent als PSA-Chef eher im Hintergrund hätte agieren können. Tatsächlich war er jedoch weiterhin Agent und Chef zugleich. Dan Shocker löste dieses Problem mit den technischen Möglichkeiten der PSA. Unter anderem wurde Brents Stimme in die seines Chefs umgewandelt, wenn er mit anderen Agenten sprach.

Möglicherweise plante Dan Shocker sogar derartige Solo-Abenteuer. Doch die Einstellung der Serie im Jahr 1986 verhinderte weitere Umsetzungen. Einzig ein Solo-Abenteuer Iwan Kunaritschews kam noch auf sehr eigentümliche Weise zustande. Doch das ist eine andere Geschichte.

Ganz eigene Interpretation (Vorsicht Spoiler!)
Das nun vor einem Jahr erschienene Hörspiel geht die Sache allerdings ganz anders an. Es wirkt eher wie ein Abschluss der Serie. Zwar sterben hier weder Iwan noch X-RAY 1, und auch Larry wird nicht gleichzeitig zu X-RAY 1. Stattdessen kommt es weitaus abstruser: Larry Brent quittiert seinen Dienst, und die PSA wird aufgelöst. Er setzt sich mit seiner großen Liebe Claire zur Ruhe. Das klingt eher nach dem Bergdoktor als nach Larry Brent.

Auch die restliche Handlung des Romans wird nur sehr frei adaptiert. Viele eigene Ideen der Skriptautoren gewinnen die Oberhand. Dabei geht es weniger gruselig als vielmehr rasant und actionlastig zu. Viel Getöse, viele Explosionen, aber kaum tragende Handlung in 54 Minuten Laufzeit. Die Leistungen der Sprecher gehen dabei fast unter, weil die Geräuschkulisse die Szenerie beherrscht.

Was der Grund für diese Entscheidungen war, bleibt unklar. Vielleicht sollte die Hörspielserie hier tatsächlich enden, was das Ende beinahe beliebig werden ließ. Oder aber man wollte die komplexe Handlung, die sich aus dem Roman ergeben hätte, einfach loswerden, um ungestört weitere Einzelabenteuer produzieren zu können. Denn die Serie geht folgendermaßen weiter:

Künftige Folgen - nur noch Rückblicke
Larry Brent hat seinen Altersruhesitz erreicht und erzählt alte Geschichten aus seiner PSA-Zeit. Auf diese Weise werden nun weitere Romane vertont. Und noch ein Vorteil ergibt sich daraus: Larry kann altern, ohne alt zu werden. Die Form der rückblickenden Erzählung hat man bereits in den Folgen 27 und 43 verwendet.

Für mich persönlich begann nach Band 150 die beste Phase der Larry-Brent-Romane. Sicher, es gab auch einige Aussetzer. Doch die Serie erhielt nun eine übergeordnete Handlung und gewann dadurch an Komplexität. Die Abenteuer wurden teilweise sogar melancholischer. Schade, dass Zauberstern Records dieses Potenzial nicht genutzt hat. Man hätte den Roman zunächst auch einfach auslassen können. Dann wäre man den Problemen bei der Umsetzung ebenfalls aus dem Weg gegangen.

¹ Inhaltsangabe des Verlags

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