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Ein paar Anmerkungen... zu Dorian Hunter-Hörspiel 25.1

1Ein paar Anmerkungen ...
... zum Dorian-Hunter-Hörspiel 25.1

Marco Göllner ist Geschichte.

Jetzt darf Dennis Ehrhardt als Skriptautor für die Jubiläumsausgabe Nr. 25 Dorian Hunter-Hörspiele arbeiten, bevor Andrea Bottlinger (die Exposé-Autorin der Dorian Hunter-Taschenbuchausgaben) des Zaubermond-Verlages die Skripte für die Hörspiel-Ausgabe von der Nummer 26 über die Abenteuer des Dämonenkillers Dorian Hunter schreiben wird. 


Dennis Ehrhardt verfasste zum Jubiläum eine dreier CD-Ausgabe, nämlich die Nr. 25 „Die Masken des Dr. Faustus“.

Als Vorlage dienen ihm die Dämonenkiller-Hefte 26 „Die Todesmasken des Dr. Faustus“ von Ernst Vleck alias Paul Wolf und 27 „Das Mordpendel“ von Kurt Luif alias Neal Davenport. Der Arbeitstitel für das Dämonenkiller-Exposé Nr. 26 war „Die Todesmasken des Dr. Faustus“ und für Dämonenkiller-Exposé Nr. 27 lauteten sie „Glocken der Hölle“ und „Des Teufels Glöckner“.

1Kommen wir nun zu den einzelnen Tracks des Dorian Hunter Hörspiel 25.1 Mummenschanz:

  • Track 01
    Nette Einleitung in den Dorian-Hunter-Hörspiel-Kosmos.

  • Track 02
    Der Anfang hat Ähnlichkeiten mit den ersten Seiten des Dämonenkiller 26, aber es gibt diverse Änderungen zum Roman. So war es nur ein Dieb - Walther von der Spiend- der den Drudenfuss im Auftrag des Dämonendrillinges Calira aus der Kirche stahl. Der einbeinige Schneider wurde nicht vom Blitz getroffen usw.

  • Track 04
    Dieser Track stammte aus Dämonenkiller 27, auch wenn der Inhalt etwas anders war. Die Rundfahrt führte zu der Black Angels Cathedral.

  • Track 05
    Im Heft 26 war Dorian Hunter mit Coco Zamis zusammen (hier ist Don Chapman), als Phillip an den Drudenfuss wollte. Der Drudenfuss war in Dämonenkiller 26 in der Vergangenheit die ganze Zeit in der Kirche gewesen (bei Dennis Ehrhardt wurde er in einem Grab versteckt).

  • Track 06
    Die Idee für diesen Track stammte aus Dämonenkiller 27 „Das Mordpendel“ und schildert das Sterben der Rundfahrt-Besucher.

  • Track 07
    Dieser Track ist von Dennis Ehrhardt. In Dämonenkiller 27 entkam niemand aus der Black Angels Cathedral.

  • Track 08
    Auch dieser Track ist von Dennis Ehrhardt. In Dämonenkiller 26 kam Phillip nicht an den Drudenfuß und griff auch nicht durch Bild und der Tresorwand nach den Drudenfuß.

  • Track 09
    Dieser Track ist auch komplett von Dennis Ehrhardt. Trevor Sullivan wird von Marvin Cohen im Krankenhaus bewacht und Miss Pickford löst ihn ab.

  • Track 10
    Endlich mal wieder etwas aus Dämonenkiller 26. Olivaro nimmt per Fernseher Kontakt zu Dorian Hunter und Coco  Zamis auf. Im Heft will er die Dämonendrillinge gegen den Drudenfuß tauschen, hier soll sich Dorian an seine Vergangenheit erinnern.

  • Track 11/12
    Die Vergangenheitsteile hielten sich überwiegend an die Romanvorlage, auch wenn der Prinz Athasar nicht der Verlobte der Gastwirtstochter Theresa war.

  • Track 13
    Dieser Track ist komplett von Dennis Ehrhardt. Die neue Chefin Bail führt ein Gespräch mit Marvin Cohen, Don Chapman, Normann Winter und stellt das neue Mitglied Leslie Mitton vor.

  • Track 14
    Der Vergangenheitsteil stammte aus Dämonenkiller 26, während der Gegenwartsteil stammte aus der Feder von Dennis Ehrhardt. So ein Verhör von Jim Osmonde gab es nicht. Also konnte Jim Osmonde auch nicht vom Drudenfuß sprechen und versteinern. In Dämonenkiller 27 starb er bei der Black Angels Cathedral durch eine Steinfigur, die einer der Dämonendrillinge runter geworfen hatte.

  • Track 15
    Dennis Ehrhardt kann es wie Marco Göllner nicht lassen auch die Vergangenheitsteile zu verändern. Das Auffinden der toten Wirtstochter fand ganz anders statt. Ihr debiler Bruder vertreibt den Dämonendrilling  Athasar und nicht Speyer mit dem Silberkreuz. Der Körper der toten Wirtstochter war uralt geworden und wurde nicht zu Stein.

  • Track 16
    Dennis Ehrhardt setzt die Storyline von Marco Gölllner fort und der Gegenwartsteil der Dorian Hunter Hörspiele entfernt sich immer mehr von der Romanvorlage. Der erste Teil ist von Dennis Ehrhardt. Der zweite Teil des Tracks lehnt sich ein wenig an die Szene mit Olivaro und dem Fernseher an, auch wenn der Inhalt anders ist.

  • Track 17
    Eine nette Einführung über den Dämonenkiller-Faustus die sich an Dämonenkiller 26 anlehnt.

  • Track 18
    Was soll ich sagen: Dieser Track fängt im Stil von Dennis Ehrhardt an und endet mit Originaltext aus Dämonenkiller 26. Die Dämonendrillinge sind Kinder von Asmodi I. und nicht Geschöpfe von Teufelsanbetern. Auch hat Faust nicht den Drudenfuß an die Amsterdamer Ratten übergeben. Das Tauschangebot und Dorians Wunsch nach Kontakt mit einem Paten der Dämonendrillinge stand so im Heft.

  • Track 19
    Dieser Track ist komplett von Dennis Ehrhardt. Don Chapman soll Marvin Cohen bei der Hausdurchsuchung bei Jim Osmonde unterstützen und wird von Normann Winter dorthin gebracht. Phillip bleibt mit Leslie Mitton in der Jugendstilvilla zurück.

  • Track 20
    Dieser Track ist komplett von Dennis Ehrhardt. Dorian und Coco werden von einem der Dämonendrillinge angegriffen und Coco schützt sich und Dorian mittels einer magischen Kuppel. Dorian spricht Coco auf das Testament von ihren Vater an, das erst in Dämonenkiller-Serie in Band 31 vollstreckt wird.

  • Track 21
    Im Dämonenkiller 26 bekam Georg Rudolf Speyer seine Erinnerung als der Drudenfuss aus der Kirche gestohlen wurde. Im Hörspiel als der Drudenfuss aus dem Grab seines Freundes gestohlen wurde. Eine Kleinigkeit, aber so wird die Dämonenkiller-Geschichte verfälscht. Genauso wie mehrere Diebe (in Dämonenkiller 26 war es einer)

  • Track 22
    Dennis Ehrhardt hält sich leider nur sehr grob an die Romanvorlage der Vergangenheitsepisode. Bei ihm quält der Dämonendrilling Bethiar die Schauspielerin Isolde und will von ihr wissen, wo sich der Drudenfuß befindet, was sie gar nicht wissen kannt, denn der wahre Dieb war Walter von der Spiend. Dieser  mischt sich ein und erleidet den Tod.

024Da hat mir das Original von Ernst Vlcek besser gefallen. Lest mal nach:

Die Nacht war wolkenlos, aber es war bitterkalt. Speyer sah ständig seinen Atem als zerfließenden Nebel vor sich hertanzen. Er mußte durch einen Wald, dessen Bäume nicht dicht standen. Der Boden war hart­gefroren, an vielen Stellen vereist. Nur in versteckten Mulden, wohin die Sonne nie schien, lag Schnee.
Als Speyer zu einer Lichtung kam, blieb er wie angewurzelt stehen. Vor ihm standen drei Wohnwagen. Sie waren dunkel, so als schliefen die In­sassen bereits.
Er war zuerst enttäuscht, weil er keine Spur von dem Dieb fand, doch nach kurzem Nachdenken sagte er sich, daß dieser, betrunken wie er war, unmöglich schon hier eingetroffen sein konnte. Wahrscheinlich war er noch unterwegs und hatte ei­nen Umweg gemacht, so daß Speyer ihn überholte.
Speyer entschloß sich, sich bei den Wohnwagen auf die Lauer zu legen. Er sammelte etwas Reisig ein, schichtete es übereinander, hockte sich darauf und zog seinen Umhang fester um sich.
Irgendwie hatte er das Gefühl, in einem Theater zu sitzen und auf den Beginn eines Schauspiels zu warten. Die Lichtung mit den drei Wohnwa­gen war die Bühne.
Und dann begann das Schauspiel.
Links tauchten zwei Gestalten auf. Das Kichern eines Mädchens war zu hören. Sie war in einen Mantel aus Fell gehüllt und hatte eine Kapuze auf dem Kopf. Ihr Begleiter war ganz in Weiß gekleidet. Er war das genaue Ebenbild des weißen Engels mit den Teufelsaugen aus dem „Einbeinigen Mohren“. Er führte das Mädchen an der Hand.
Aber das war unmöglich! Nach dem Streich, der Athasar von dem geistesgestörten Probus gespielt worden war, mußte ihm zweifellos die Lust zum Buhlen vergangen sein; und doch verhielt er sich so, als hätte es für ihn keine Niederlage gegeben.
Speyer fand nur eine einzige logi­sche Erklärung dafür: Dies war nicht Athasar, sondern sein Bruder. Ja, so mußte es sein. Es hatte ihn im ersten Moment nur irritiert, daß die­ser hier Athasar nicht nur zum Ver­wechseln ähnlich sah, sondern auch gleich gekleidet war.
„Mein Vater wird schrecklich böse sein, daß ich so spät nach Hause komme“, flüsterte das Mädchen. „Er ist nicht nur ein gar gestrenger Prin­zipal, sondern ein noch viel strenge­rer Vater. Er sieht es gar nicht gern, wenn ich mich mit schönen jungen Männern abgebe.“
„Isolde!“
Der weiße Engel stellte sie mit dem Rücken gegen einen Wohnwagen. Ihre Augen weiteten sich, sie öffnete den Mund.
„Warum seht Ihr mich plötzlich so seltsam an, Bethiar?“ fragte sie mit aufkommender Angst.
„Jetzt höre mir zu, mein Täubchen. Ich habe dein Verlangen nach körperlicher Liebe gestillt. Jetzt verlan­ge ich als Gegenleistung, daß du mir Lust und Wonne bereitest. Du wirst alle meine Wünsche erfüllen, die ich an dich habe.“
„Aber was kann ich noch für Euch tun, Bethiar?“ fragte sie, ohne den Blick von seinen Augen abwenden zu können. Sie stand ganz in seinem Bann.
„Du bist doch eine Komödiantin, Isolde“, sagte der Dämon, der in sei­nem weißen Gewand wie eine Geistererscheinung wirkte. „Ich möchte, daß du vor mir das ganze Register deiner Schauspielkunst abziehst. Aber du wirst die Rollen, die ich von dir verlange, nicht nur spielen, son­dern ich sorge dafür, daß du sie er­lebst. Wenn ich verlange, daß du eine Leidende spielst, dann wirst du lei­den. Und wenn du eine mit dem Tode Ringende sein sollst, dann wirst du mit Gevatter Tod auch wirklich rin­gen. Du wirst mit Leib und Seele in deiner Rolle aufgehen. Das ist für mich die höchste Lust. Denn ich, Bet­hiar, bin dein Schicksal, Isolde.“
„Nein, Herr!“ rief sie erschrocken aus. „Tut alles mit mir, nur das nicht.“
„Tanze, Isolde! Tanze!“ forderte er und schlug ihr mit dem Silberstock auf das Hinterteil.
Isolde, die - nach dem, was Speyer gehört hatte - des Prinzipals Apillion Tochter sein mußte, begann sich nach einer unhörbaren Musik in den Hüften zu wiegen.
„Schneller!“ forderte der Dämon - und Isolde wirbelte wie eine Rasende über die Lichtung. „Du bist der Tanz in Person. Du bist die Musik, mein Täubchen. Und mitten in deinem Tanz stürzt alles Leid dieser Welt über dich herein. Hörst du, du lei­dest! Deine Seele schmerzt, und dein Körper brennt vor Qual.“
Isolde brach mit einem Aufschrei zusammen. Sie kauerte auf dem Bo­den, riß sich den Fellmantel vom Leib, keuchte und röchelte und schrie; und sie riß sich an den Haa­ren und schlug sich ins Gesicht, bis es aufgequollen war und die Lippen bluteten; und sie packte eines ihrer Beine, verrenkte es sich und schlug sich die Ferse immer wieder in den Leib; und sie heulte wie ein Tier; und sie verdrehte die Augen, bis nur noch das Weiße zu sehen war; und sie riß ihren Mund auf. Noch nie in seinem Leben hatte Speyer einen Menschen gesehen, der es fertig brachte, den Mund so weit aufzutun. Und sie steckte die Finger der einen Handtief in diesen riesigen Mund und biß heftig zu.
Und Bethiar stand daneben und weidete sich an ihrer Besessenheit. Wahrscheinlich hätte er Isolde so weit getrieben, daß sie sich selbst zerfleischte, denn höchstes Glück konnte ein Dämon wie er nur dann erleben, wenn das Leben aus einem Gepeinigten wich.
Doch da trat jemand auf die Büh­ne, der die Choreographie des Dä­mons störte.
Walther von der Spiend!
Er war aber nicht allein. An seiner Seite war eine Frau, so weiß geklei­det wie Bethiar und der Dämon Athasar. Sie war den beiden wie aus dem Gesicht geschnitten und hatte auch die nachtfinsteren Augen des Satans.
„Sieh nur, Bethiar, welch munte­ren Gesellen ich dir bringe!“ rief die Weißgekleidete, die nur die Schwe­ster dieses Dämons sein konnte.
Sie hielt Walther von der Spiend an der Hand und führte den Torkelnden über alle Hindernisse hinweg - ei­nem Schutzengel gleich.
Bethiar ließ von Isolde ab. Sie kau­erte immer noch auf dem Boden und gab vereinzelt Klagelaute von sich, als schmorte sie immer noch im Fe­gefeuer.
„Ist er das?“ fragte Bethiar.
„Ja, das ist er“, bestätigte seine Schwester.
Der Komödiant stierte Bethiar aus blutunterlaufenen Augen an, hob ei­ne Hand und deutete auf ihn.
„He! Hab ich Euch nicht gerade noch im „Einbeinigen Mohren“ gese­hen? Ihr ludet uns ein, auf dem Schloß Euers Paten ein Fastnachtspiel aufzuführen.“
„Ach, tat ich das?“ Bethiar stieß dem Betrunkenen den silbernen Gehstock vor die Brust. „Wie dem auch ist, deine große Stunde schlägt schon diese Nacht.“
„Verzeiht, aber ich bin viel zu be­trunken, um jetzt noch... He! Ist das nicht Isolde? Warum gebärdet sich unsere entehrte Jungfer so seltsam?“
„Sie leidet“, erklärte Bethiar. „Sie steht Höllenqualen aus, und nur du kannst sie erlösen, mein treuer Freund.“
„Ich?“
Der Komödiant torkelte auf das sich auf dem Boden windende Mäd­chen zu. Drei Schritte vor ihr zuckte er jedoch zurück, als sei er gegen ein unsichtbares Hindernis gelaufen.
„So kannst du ihr nicht helfen. Dummkopf!“ schalt ihn die Schwe­ster Bethiars. Sie packte ihn bei den Haaren und riß seinen Kopf zu sich herum. „Sieh mir in die Augen! Er­kennst du mich nicht? Erkennst du nicht deine Calira, die sich dir über weite Räume hinweg hingab? Erin­nerst du dich nicht mehr an die Schmerzen dieser einen Nacht, in der ich dir im Traume erschien und dich um ein Liebespfand bat?“
Sie ließ ihn los. Der Komödiant blieb in dieser unnatürlichen Ver­renkung stehen. Sein Körper wurde von Schauern geschüttelt.
„Ich hatte einen Traum“, kam es krächzend aus seinem Mund.
„Ja, Dummkopf“, herrschte ihn Ca­lira an. „In diesem Traum war ich bei dir. Hast du die Brandwunden dieses Traumes nicht noch am Körper? Willst du, daß diese Wunden wieder aufbrechen? Daß du wieder in der Glut der Elmsfeuer schmorst?“
Aus dem Gewand des Komödian­ten züngelten plötzlich grünliche Flammen. Er schlug mit den Händen auf sich ein, um die Flammen zu lö­schen, aber es gelang ihm nicht. Er stürzte sich zu Boden und wälzte sich schreiend, doch die Elmsfeuer brannten weiter, verzehrten sein Leben.
Walther von der Spiend schrie wie am Spieß, aber in den Wohnwagen rührte sich nichts. Niemand, außer jenen, die sich mit ihm in dem magi­schen Kreis befanden, konnte ihn hören. Nicht einmal Speyer konnte ihm zu Hilfe kommen. Auch er stand im Banne der dämonischen Geschwister.
„Du warst in Toledo“, redete Calira auf ihn ein. „Du hast dort ein verruchtes Haus aufgesucht, das ein Schwarzblütiger nie betreten könn­te. Und du hast dort etwas an dich genommen. Ich weiß es, denn ich habe diesen Augenblick miterlebt. Du hast das Liebespfand geholt, das ich von dir verlangt habe. Wo hast du den Goldenen Drudenfuß ver­steckt?“
„Gnade!“ winselte der Komödiant.
Er stolperte und stürzte gegen das Rad eines Wohnwagens. „Ich will... Habt Erbarmen! Hier... Da!“
Caliras engelhaftes Gesicht ver­zerrte sich zu einer wütenden Fratze.
„Wo ist der Beweis deiner Hörig­keit, verfluchter Bastard?“ kreischte sie.
Der Komödiant preßte sich gegen die Speichen des Rades. Zuerst rieb er sich den brennenden Rücken dar­an, dann warf er sich herum, stieß seine Arme durch die Speichen und umschlang sie, als wollte er sie her­ausreißen.
„Den Goldenen Drudenfuß!“ kreischte Calira in seinem Rücken. „Gib das Pfand deiner Hörigkeit her­aus!“
Walther von der Spiend schob nun auch seine Beine zwischen die Speichen des Rades. Er stemmte sich mit aller Gewalt dagegen, und es hatte den Anschein, als wollte er durch diesen Kraftakt den Schmerzen entgegenwirken, die die Elmsfeuer ihm verursachten.
Calira steigerte sich immer mehr in Raserei. Sie schien es nicht verwinden zu können, daß sich eines ih­rer Opfer ihrem Willen widersetzte.
„Verbrennen sollst du, Abtrün­niger! Und gerädert sollst du werden, wie noch niemand vor dir!“
Sie hatte kaum ausgesprochen, als sich die Bremsklötze unter den Rädern lösten. Der Wohnwagen setzte sich in Bewegung, rollte zuerst lang­sam, dann immer schneller werdend, die abschüssige Lichtung hinunter und krachte seitlich gegen einen Baum.
Jetzt erst gelang es Speyer, sich aus dem Bann, in dem er die ganze Zeit über gestanden hatte, zu lösen. Er hatte keine andere Waffe bei sich als ein silbernes Kruzifix, das er an einer Kette um den Hals trug. Dieses holte er hervor. Er hielt es fest in der Hand und streckte es den beiden Dämonen entgegen, während er auf sie zulief.
„Haltet ein!“ rief er so laut er konn­te. „Macht diesem grausamen Spiel ein Ende! Auch Edelleute sollten ih­ren Übermut in Grenzen halten!“
Calira wirbelte zu ihm herum. Zu­erst wollte sie sich auf ihn stürzen, doch das Kreuz in seiner Hand ließ sie zurückschrecken. Sie fauchte wie ein wildes Tier und klammerte sich an ihren Bruder, der abwehrend eine Hand ausstreckte.
„Wie kannst du es wagen, dich gegen uns zu stellen?“ schrie Bethiar. „Weißt du denn nicht, wer wir sind?“
„Ihr braucht Euch auf Eure Ab­stammung wahrlich nichts einzubil­den“, erwiderte Speyer. „Ich habe Euer schändliches Treiben beobach­tet. Ihr habt dieses Mädchen bis aufs Blut gequält und einen Mann in den Tod geschickt. Geht nur dorthin zurück, woher Ihr kommt! Flieht! Aber Eurer gerechten Strafe könnt Ihr nicht entgehen.“
Speyer wählte absichtlich diese unverbindliche Formulierung, um nicht zu verraten, daß er die beiden als Dämonen erkannt hatte, denn sonst wäre sein Leben verwirkt ge­wesen. Sollten sie nur glauben, daß er sie für normale Edelleute hielt, die in ihren Späßen etwas zu weit ge­gangen waren.
Calira hielt sich die Hand so vor Augen, daß sie nicht auf das Kruzifix blicken mußte.
„Glaube ja nicht, daß du uns unge­straft verjagen kannst“, sagte sie - nun wieder mit ihrer engelhaften Stimme. „Wir werden uns bestimmt wiedersehen. Dann wirst du meine qualvolle Zärtlichkeit zu spüren bekommen.“
„Schwörst du das bei diesem Kreu­ze?“ rief Speyer ihr zu.
Da wandte sie sich mit ihrem Bru­der ab, und beide verschwanden im Wald.
Speyer blickte auf Isolde Apillion, die ohne Bewußtsein dalag. Dann stieg er den Hang hinunter zum Wohnwagen, der bei einer mächtigen Eiche zum Stillstand gekommen war. Walther von der Spiend war zwi­schen dem Rad und dem Baum­stamm erdrückt worden. Die Elms­feuer an seinem Körper waren erlo­schen. Er lebte nicht mehr. Er hatte sein Geheimnis mit in den Tod genommen.
Damit zerrann Speyers Hoffnung, in den Besitz des Goldenen Drudenfußes zu kommen. Aber wenigstens hatten auch die Dämonen-Drillinge ihn sich nicht aneignen können.

  • Track 23
    Dieser Track stammt aus der Feder von Dennis Ehrhardt. Der neue E.I. Mitton bedroht Don Chapman und Normann Winter, damit Phillip mit dem Drudenfuß hantieren kann.

  • Track 24
    Miß Martha Pick ist bei Trevor Sullivan im Krankenhaus. Auch dieser Track ist von Dennis Ehrhardt, denn im Dämonenkiller-Heft 27 wird erst Trevor erst am Ende des Romanes von den Dämonendrillingen schwerverletzt.

  • Track 25
    Auch dieser Track ist von Dennis Ehrhardt. Mitton bedroht Chapman und Winter und Martha Pickford ist noch immer bei Trevor Sullivan im Krankenzimmer.

  • Track 26
    Mitton greift in Tresor mit dem Drudenfuß. Wie macht man aus zwei Heften drei Hörspiele, man streckt die Handlung und das tut Dennis Ehrhardt auch in diesem Track.

  • Track 27
    Martha Pickford im Krankenzimmer bei Trevor Sullivan, dem es immer schlechter geht, ist auch von Dennis Ehrhardt.

  • Track 28
    Mitton überlässt das Anfassen des Drudenfuß Phillip. Auch dies ist von Dennis Ehrhardt.

  • Track 29
    Trevor Sullivan hat Herzkammerflimmern und Martha Pickford ruft den Arzt zur Hilfe. Auch dieser Track stammt von Dennis Ehrhardt.

  • Track 30
    Olivaro ruft Dorian Hunter an und fordert ihn auf, daß Phillip nicht länger mit dem Drudenfuß spielt. Auch hier war Dennis Ehrhardt kreativ.

  • Track 31
    Philipp hantiert mit dem Drudenfuß und dann soll er ihn mit Hilfe von Normann Winter auf Befehl von Mitton in einer Tasche tun. Dennis Ehrhardt hat sich auch diesen Track erdacht…

  • Track 32
    Der Arzt kann Sullivan wiederbeleben. Dieser Teil des Tracks ist von Dennis Ehrhardt. Die Jugendstilvilla wird überfallen, dieser Trackteil ist angelehnt an eine Szene aus Dämonenkiller 27. Nur hat sie Herr Ehrhardt wieder stark überarbeitet…

  • Track 33
    Phillip wird entführt und die neue Chefin Bail, die Don Chapman angerufen hatte, bekommt keinen Kontakt mehr mit Don. Jemand ist beim Überfall getötet wurden. Ich brauche nicht zu erwähnen, daß im Dämonenkiller-Heft 27 Dorian und Coco von Martha Pickford angerufen wurde. Also ist auch dieser Skript von Dennis Ehrhardt.

  • Track 35
    Olivaro bringt Dorian und Coco mit einen Paten der Dämonendrillinge zusammen. Die Grundidee stammt aus Dämonenkiller 27. Der Rest ist von Dennis Ehrhardt….

Nach diesem Track hört der erste Teil des Dorian Hunter-Hörspiel 25 „Die Masken des Dr. Faustus“ auf. Lassen wir uns überlassen wie viele Tracks im zweiten Teil des Hörspiels aus der Feder von Dennis Ehrhardt stammen.

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