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»Vampir Horror 27« vs »Dorian Hunter 2« - Veränderungen im Dorian Hunter 2 »Das Henkersschwert«

Dämonenkiller zum 40.»Vampir Horror 27« vs »Dorian Hunter 2«
Veränderungen in »Das Henkersschwert«

Am Dienstag, dem 25. September 2018 habe ich mir die Dorian Hunter-Ausgabe Nr. 2 "Das Henkersschwert" im Sonthofener Bahnhof gekauft und schon beim Durchblättern sind mir Kürzungen und Veränderungen aufgefallen. Vor 45 Jahren ist der Titel "Das Henkersschwert" am 14. August 1973 zum ersten Mal erschienen. Schön wenn man Urlaub hat und zwei Tage nutzen kann, das Original (Vampir-Horror-Roman Nr. 27 - Dämonenkiller 2) mit der 3. Auflage zu vergleichen und die Änderungen zu notieren.

Ob ich alle gefunden haben, weiß ich nicht, also keine Garantie für die Vollständigkeit dieser Auflistung.

Das HenkersschwertVampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 05, 2. Spalte, 3. Absatz
Eine Tanzende blieb neben dem Vermummten stehen und schlüpfte aus dem Tuch. Es war ein schwarzhaariges Mädchen. Sie konnte nicht viel älter als zwanzig sein. Ihre Augen waren dunkelgrün. Für ihren schlanken Körper hatte sie beinahe zu üppige Brüste.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 04, 1. Spalte, 1. Absatz
Eine der Tanzenden blieb neben dem Vermummten stehen und schlüpfte aus dem Tuch. Es war eine schwarzhaarige Frau. Sie konnte nicht viel älter als zwanzig sein, und ihre Augen schimmerten geheimnisvoll dunkelgrün. 

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 05, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 06, 1. Spalte, 3. Absatz
Der Vermummte griff nach dem Messer, das auf dem Sockel der Teufelsstatue lag und hob es hoch. Das nackte Mädchen kniete vor ihm nieder und sah das Messer an. Blitzschnell schnitt der Vermummte dem Hahn die Gurgel durch, und das Blut spritzte über den Oberkörper der Nackten. Trotzdem der Hahn tot war, bewegte er noch immer die Flügel.
Der Vermummte hielt den Hahn an den Beinen und ließ das Blut auf das Mädchen tropfen. Es rann über ihre Schultern und hohen Brüste.
Die Nackte umschlang ihre Schultern und badete im Blut des Vogels.
Das Henkersschwert

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 04, 1. Spalte, 1. Absatz
Der Vermummte griff nach dem Messer, das auf dem Sockel der Teufelsstatue lag. Die nackte Frau kniete vor ihm nieder, ihren Blick auf die Klinge gerichtet. Blitzschnell schnitt der Vermummte dem Hahn die Gurgel durch. Das Blut spritzte über den Oberkörper der Frau. Obwohl der Hahn tot war, schlug er noch immer wild mit den Flügeln. Der Vermummte hielt das Tier an den Beinen und ließ das Blut auf die nackte Frau tropfen. Sie umschlang ihre Schultern und badete im Blut des Vogels.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 07, 2. Spalte, 2. Absatz
„Komm!“ sagte der Vermummte. „Hier hast du Nahrung.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 05, 2. Spalte, 2. Absatz
»Komm und iss!«, lockte der Vermummte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 08, 1. Spalte, 11. Absatz
Die gefesselte Frau war um zehn Jahre gealtert.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 06, 1. Spalte, 3. Absatz
Die gefesselte Frau war um Jahrzehnte gealtert.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 08, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
Der Lichtstrahl wanderte weiter nach links. Der Vermummte stieß einen leisen Schrei aus, als er den Knochenhaufen entdeckte. Abgenagte, bleiche Knochen waren fein säuberlich auf einen Haufen gestapelt, und die leeren Höhlen eines Totenschädels grinsten ihn an. Daneben lag eine zerfetzte weiße Bluse.
Er wandte sich schaudernd ab.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 06, 1. Spalte, 4. Absatz
Als er weiter nach links wanderte, riss er einen Haufen bleicher, abgenagter Knochen aus der Finsternis, die fein säuberlich auf einen Haufen gestapelt worden waren. Obenauf lag ein Totenschädel, dessen Augenhöhlen ihn höhnisch angrinsten, und neben dem Knochenhaufen lag eine zerfetzte, weiße Bluse. Der Vermummte wandte sich schaudernd ab.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 09, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 09, 2. Spalte, 1. Absatz
Er hatte sich hinter das Steuer des Opels gesetzt und war losgefahren. Doch nun wurden seine Kopfschmerzen immer ärger. Er konnte sich kaum noch aufs Fahren konzentrieren.
Dorian war schon dreimal in Wien gewesen und kannte die Stadt ganz gut. Seit seinem letzten Besuch hatte sich nichts verändert, außer daß die Straße noch stärker befahren war. Als rechts die Ölraffinerien auftauchten, hob er kurz den Blick.
Der Psychiater sah ihn besorgt an.
„Ist Ihnen nicht gut, Mr. Hunter?“ erkundigte er sich.
Hunter kniff die Lippen zusammen.
„Ich habe unerträgliche Kopfschmerzen“, sagte er und lächelte schwach. „Aber sie werden schon vergehen.“
Als das Ortsschild Wien auftauchte, waren die Kopfschmerzen so unerträglich geworden, daß Hunter den Wagen anhielt.
„Ich verstehe es nicht“, sagte er. „Solche Kopfschmerzen habe ich noch nie gehabt.“
Er preßte die Hände gegen die Stirn. Sie war glühend heiß. Fieberschauer rannen durch seinen Körper. Auf dem Flug hatte er sich völlig fit gefühlt, aber kaum waren sie gelandet, hatten die Schmerzen eingesetzt.
Hunters Gesicht war bleich. Er war ein großer Mann, ein Meter neunzig, schlank, sportlich und immer ein wenig schlampig gekleidet. Aus jeder seiner Bewegungen sprach die geballte Kraft eines durchtrainierten Körpers.
Sein Kopf schien zu zerspringen, doch plötzlich waren die Kopfschmerzen verschwunden, von einer Sekunde auf die andere.
Hunter hob erstaunt den Kopf.
„Die Kopfschmerzen sind fort“, sagte er verwundert. „Als wären sie nie dagewesen. Das kommt mir seltsam vor.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 06, 2. Spalte, 3. Absatz
Als er nun von Wien-Schwechat aus in Richtung Innenstadt fuhr, wurden seine Kopfschmerzen immer ärger. Er konnte sich kaum noch auf die Straße konzentrieren. Wenigstens kannte er sich in Wien einigermaßen aus. Seit seinem letzten Besuch hatte sich nichts verändert, außer dass der Verkehr wieder einmal zugenommen hatte. Als rechts die Ölraffinerien auftauchten, hob er kurz den Blick. Der Psychiater sah ihn besorgt an.
»Ist Ihnen nicht gut, Mr. Hunter?«, erkundigte er sich.
Hunter kniff die Lippen zusammen. »Ich habe unerträgliche Kopfschmerzen«, sagte er und lächelte schwach. »Aber das wird schon wieder.«
Als endlich das Ortsschild von Wien vor ihnen auftauchte, lenkte Hunter den Wagen an den Straßenrand und hielt an. »Ich verstehe das nicht«, sagte er. »So schlimme Kopfschmerzen habe ich noch nie gehabt.« Er presste die Hände gegen die glühend heiße Stirn.
Fieberschauer rannen durch seinen Körper. Auf dem Flug hatte er sich bestens gefühlt, aber kaum waren sie gelandet, hatten die Schmerzen eingesetzt. Jetzt hatte er das Gefühl, sein Kopf würde jeden Moment zerspringen.
Dann jedoch, von einer Sekunde auf die andere, waren die Schmerzen wie weggeblasen. Erstaunt hob Hunter den Kopf. »Die Kopfschmerzen sind weg«, erklärte er verwundert. »Seltsam.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 10, 2. Spalte, 12. – 14. Absatz
„Der hat doch nichts zu besagen“, meinte der Psychiater besorgt. „Den hat jemand verloren. Ihre Nerven sind zu überreizt, Mr. Hunter. Sie sollten ausspannen. Das mit Ihrer Frau - es war alles zuviel für Sie. Da spielen die Nerven manchmal nicht mehr mit.“
„Sie halten mich also für verrückt?“
Barrett lachte. „Nein, das würde ich nicht sagen. Sie hatten ein entsetzliches Erlebnis, bei dem Ihre Frau wahnsinnig wurde. Es ist doch klar, daß so ein Ereignis Spuren hinterläßt. Aber es besteht kein Grund zur Besorgnis.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 08, 2. Spalte, 4. – 6. Absatz
»Der hat doch nichts zu sagen«, meinte der Psychiater und machte eine wegwerfende Handbewegung. »Den hat jemand verloren. Sie sind überreizt, Mr. Hunter. Sie sollten ausspannen. Das mit Ihrer Frau - es war alles zu viel für Sie. Da spielen die Nerven manchmal nicht mehr mit.«
»Sie halten mich also für verrückt?«
Barrett lachte. »Nein, das würde ich nicht sagen. Sie und ihre Frau haben in Asmoda Entsetzliches durchgemacht. Es ist doch klar, dass so ein Erlebnis Spuren hinterlässt. Aber es besteht kein Grund zur Besorgnis.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 12, 1. Spalte, 3. + 4. Absatz
Dorian glitt auf den Barhocker links neben dem Mädchen. Er setzte sich so, daß er sie genau sehen konnte und was er zu sehen bekam, gefiel ihm.
Sie war groß für eine Frau, das Haar war pechschwarz und fiel in weichen Wellen auf ihre schmalen Schultern herab. Ihr Gesicht war ungewöhnlich: Stark hervortretende Backenknochen, und die Augen schimmerten wie dunkelgrüne Bergseen. Sie trug eine weiße Bluse, die große, beinahe zu üppige Brüste verbarg. Der schwarze Minirock ließ viel von ihren tadellos gewachsenen Beinen sehen.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 10, 1. Spalte, 1. Absatz – Seite 10, 2. Spalte, 1. Absatz
Links von ihr ließ er sich auf einem Barhocker nieder und blickte sie an. Was er sah, gefiel ihm. Sie war groß für eine Frau; das pechschwarze Haar fiel ihr in weichen Wellen auf ihre schmalen Schultern herab. Ihr Gesicht wurde von stark hervortretenden Wangenknochen beherrscht, und ihre Augen schimmerten wie dunkelgrüne Bergseen. Der schwarze Minirock ließ viel von ihren langen, tadellosen Beinen sehen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 12, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 12, 2. Spalte, 1. Absatz
„Sie sind Fräulein Zamis?“ fragte er.
Sie nickte und sagte: „Ja, ich bin Coco Zamis.“
Ihre Stimme war rauchig und wohlklingend. Angenehme Schauer rannen Dorian über den Rücken.
„Ich bin Dorian Hunter“, sagte er und ließ das Mädchen nicht aus den Augen.
Sie sah ihn schweigend an.
„Wir sind uns heute schon einmal begegnet“, sagte Dorian und beugte sich vor.
Coco hob erstaunt die Brauen.
„So?“ fragte sie.
„Ja“, sagte Dorian. „Am Zentralfriedhof. Sie trugen einen schwarzen Schleier.“
Sie gab keine Antwort.
„Sie rannten auf das Tor zu und verschwanden im Pförtnerhaus, dabei verloren Sie Ihren Schleier. Ich nahm ihn an mich.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 10, 2. Spalte, 2. – 6. Absatz
»Sind Sie Fräulein Zamis?«, fragte er geradeheraus.
Sie nickte und lächelte amüsiert. Ihr Mund war leicht geöffnet, die oberen Zähne blitzten. »Coco Zamis«, stellte sie sich vor. Ihre Stimme war rauchig und wohlklingend. Angenehme Schauer rannen Dorian über den Rücken.
»Ich heiße Dorian Hunter.« Er musterte die Frau scharf und wartete auf eine Reaktion, doch sie erwiderte seinen Blick schweigend, so dass er nach einer kurzen Pause hinzufügte: »Wir sind uns heute schon einmal begegnet.«
Coco hob erstaunt die Brauen. »So?«, erkundigte sie sich.
»Am Zentralfriedhof. Sie trugen einen schwarzen Schleier.« Als sie keine Antwort gab, fuhr er fort: »Sie rannten auf das Tor zu und verschwanden im Pförtnerhaus. Dabei verloren Sie Ihren Schleier. Ich habe ihn aufgehoben und ...«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 14, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 15, 1. Spalte, 1. Absatz
Norbert Helnwein. Diesen Mann kannte er. Zwar hatte er ihn noch nie persönlich gesehen, hatte aber seit einiger Zeit mit ihm in Briefkontakt gestanden. Dorian war seit vielen Jahren Sammler von makabren Utensilien aus der Zeit der Hexenverbrennungen. Deshalb war er auch mit Helnwein in Kontakt getreten. Dieser Mann besaß eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten und Vollstreckungsreliquien. Dorian hatte vorgehabt, ihn anläßlich seines Aufenthalts zu besuchen. Er wollte von Helnwein ein Schwert kaufen, das in früheren Zeiten dazu gedient hatte, den als Hexen und Dämonen Verurteilten den Schädel abzuschlagen.
Und der Bewußtlose hieß Georg Zamis. Dieser Mann mußte also mit dem Mädchen verwandt sein. In welchem Zusammenhang stand Helnwein mit der Familie Zamis? Er hatte Helnwein gestern ein Telegramm geschickt, daß er nach Wien kommen und ihn besuchen würde. Hatte Helnwein vielleicht diese Information an Georg Zamis weitergegeben?
Und welche Rolle spielte das Mädchen?

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 13, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 13, 2. Spalte, 2. Absatz
Norbert Helnwein. Diesen Mann kannte er, wenn auch nicht persönlich, sondern nur durch einen intensiven Briefkontakt. Als leidenschaftlicher Sammler makabrer Utensilien aus der Zeit der Hexenverbrennungen war er vor einiger Zeit mit Helnwein in Kontakt getreten. Dieser Mann besaß eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten und Vollstreckungsreliquien. Dorian hatte vorgehabt, ihn anlässlich seines jetzigen Wien-Aufenthaltes zu besuchen. Er wollte Helnwein ein Henkersschwert aus früheren Zeiten abkaufen, das ihm von dem Sammler als besonders wertvoll beschrieben worden war.
Dorians Gedanken irrten zurück zu dem Fremden, den er bewusstlos geschlagen hatte. Dem Namen nach war er mit Coco Zamis verwandt. In welchem Verhältnis stand Helnwein zu der Familie Zamis? Dorian hatte ihm gestern ein Telegramm geschickt, dass er nach Wien kommen und ihn besuchen werde. Hatte Helnwein diese Information an Georg Zamis weitergegeben? Und welche Rolle spielte Coco in diesem Spiel?

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 16, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 18, 1. Spalte, 4. Absatz
Es war Dorian, als würde ein Unsichtbarer sich mit dem Mädchen vereinigen. Sein Atem ging rascher. Seine Gier war erwacht.
Die Bewegungen des Mädchens wurden immer sinnlicher. Ihre Hüften zuckten. Sie hob den Kopf und warf das Haar zurück. Ihr Mund stand halb offen, und sie atmete schwer. Ihre Augen waren weit aufgerissen, und sie keuchte.
Dorian biß sich auf die Lippen. Er kannte dieses Keuchen; so keuchte eine Frau, die sich einem Orgasmus näherte.
Cocos Körper wurde wie von Fieberschauern geschüttelt. Sie spreizte die Beine weit und ließ die Hüften rotieren; dazu stieß sie tief aus der Kehle kommende Laute aus.
Plötzlich erstarrte sie von einer Sekunde zur anderen und blieb regungslos liegen; nur ihre Augen leuchteten.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 15, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
Fast schien es Dorian, als fühle Coco einen Unsichtbaren vor sich, ein Gespenst, das sich in diesem Augenblick mit ihr vereinigte. Sie ließ sich auf den Boden sinken. Dorians Atem ging rascher. Seine Gier war erwacht.
Die Bewegungen des Mädchens wurden immer sinnlicher. Ihre Hüften zuckten. Sie hob den Kopf und warf das Haar zurück. Ihre Augen waren weit aufgerissen, und ihr Mund stand halb offen. Sie keuchte, als ob sie sich einem Orgasmus nähern würde. Dorian biss sich auf die Lippen. Cocos Körper wurde wie von Fieberschauern geschüttelt. Sie spreizte die Beine und ließ die Hüften rotieren; dazu stieß sie tief aus der Kehle kommende Laute aus. Dann plötzlich erstarrte sie von einer Sekunde zur anderen. Reglos blieb sie liegen, und nur ihre Augen leuchteten noch geheimnisvoll im Schatten des Zimmerlichtes.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 19, 1. Spalte, 14. Absatz
Sie stand lange da und dachte nach. Der Gedanke, daß sie am Tod Dorians schuld sein würde, bereitete ihr Unbehagen. Sie hatte sich in ihn verliebt. Das war gefährlich und ihr bis jetzt noch nie passiert. Bisher hatte sie Männer nur als Spielzeug betrachtet, aber diese Nacht hatte sie verändert.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 17, 1. Spalte, 9. Absatz
Sie stand lange da und dachte nach. Der Gedanke, dass sie Dorian in den Tod lockte, bereitete ihr Unbehagen. Sie hatte sich in ihn verliebt. Das war gefährlich, wie sie von früheren Erlebnissen her wusste.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 22, 1. Spalte, 3. Absatz
Im Sarg lag Bruno Guozzi. Er war einer seiner Brüder, die er auf der Hexenburg kennengelernt hatte. Aber da waren doch alle verbrannt, oder? Nein, Bruno Guozzi war nicht verbrannt, das stand fest. War es dann vielleicht auch einigen anderen gelungen, zu fliehen? Er war bis jetzt sicher gewesen, daß er die ganze Satansbrut vernichtet hatte, doch wenn es Guozzi gelungen war zu entkommen bestand durchaus die Möglichkeit, daß auch noch andere am Leben waren. Oder war Guozzi eines jener scheußlichen Wesen, die immer wieder zum Leben erweckt werden konnten? Diese Wesen mußten in regelmäßigen Abständen - meist in Vollmondnächten - ein Opfer bekommen, einen Menschen, dessen Leben sie in sich einsogen. Überschritt der Untote jedoch die Frist oder sog er zu wenig Leben in sich auf, erstarrte er wieder, starb aber nicht endgültig; er konnte nicht sterben.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 20, 1. Spalte, 2. Absatz
Im Sarg lag Bruno Guozzi, einer seiner Brüder, die er auf der Hexenburg kennengelernt hatte, und die alle in den Flammen, die das Schloss derer von Lethian verzehrt hatten, umgekommen waren. Hatten die Dämonen etwa noch im letzten Moment entkommen können? Bruno Guozzi jedenfalls war nicht verbrannt, das stand fest. Allerdings war es auch möglich, dass er zu jenen scheußlichen Wesen gehörte, die immer wieder vom Tode auferstanden, was man ihnen auch antat. Diese Ungeheuer mussten in regelmäßigen Abständen — meist in Vollmondnächten — ein Opfer bekommen, einen Menschen, dessen Leben sie in sich einsogen. Überschritt der Untote die Frist oder sog er zu wenig Leben in sich auf, erstarrte er wieder, starb aber nicht endgültig. Vielleicht konnte Bruno Guozzi überhaupt nicht vernichtet werden.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 22, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
„Löse den Bann, Coco!“ sagte der Mann abermals beschwörend.
„Nein“, sagte Coco. „Ich will nicht, daß der da Dorian in die Hände bekommt.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 20, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
»Löse den Bann, Coco!«, sagte der Mann, der augenscheinlich ihr Vater war, jetzt abermals beschwörend.
»Nein«, sagte Coco. »Ich will nicht, dass dieses Monstrum Dorian in die Hände bekommt.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 22, 2. Spalte, 8. Absatz
„Du brauchst nicht zu schreien“, sagte sie.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 20, 2. Spalte, 7. Absatz
»Du brauchst dich nicht so aufzuführen«, sagte sie.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 23, 1. Spalte, 5. Absatz
Der Mann lachte spöttisch. „Das wirst du sehen.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 21, 2. Spalte, 1. Absatz
Der Mann lachte spöttisch. »Das wirst du schon sehen, ungehorsames Weib!«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 23, 2. Spalte, 3. + 4. Absatz
Seine Wut gegen Coco wuchs. Sie hatte ihn in diese Falle gelockt, die seit geraumer Zeit vorbereitet sein mußte. Doch ich darf nicht die Hoffnung aufgeben, sagte sich Dorian. Noch bin ich nicht tot. Vielleicht habe ich doch noch eine Chance. Er war nicht der Mensch, der aufgab.
Genußvoll stellte er sich vor, was er mit Coco anstellen würde, sollte es ihm gelingen, aus dem Sarg herauszukommen.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 22, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 22, 2. Spalte, 1. Absatz
Seine Wut auf Coco wuchs ins Unendliche. Sie hatte ihn in diese Falle gelockt, die seit geraumer Zeit vorbereitet sein musste. Trotzdem durfte er jetzt nicht die Hoffnung verlieren. Noch war er nicht tot. Vielleicht gab es doch noch eine Chance. Er stellte sich vor, was er mit Coco anstellen würde, sollte es ihm gelingen, aus dem Sarg herauszukommen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 24, 2. Spalte, 1. Absatz – Seite 25, 1. Spalte, 2. Absatz
Nach siebzehn Uhr konnte er schon eine Hand durch das Loch stecken. Draußen war es dunkel geworden.
Dorian überlegte, ob es Sinn hatte, mit der Taschenlampe Signale zu geben. Nun, es war einen Versuch wert. Er knipste die Taschenlampe an und steckte die rechte Hand durchs Loch. Er hielt sie zwischen Zeigefinger und Daumen und bewegte die Finger unentwegt. Einige Minuten ließ er den Strahl umherwandern, doch es geschah nichts.
So entschloß er sich zu einer anderen Methode.
Dorian war der Familie Zamis sehr verbunden, daß sie ihm den Inhalt seiner Taschen gelassen hatte. Dazu gehörte auch eine Pistole, die er immer bei sich trug.
Er hielt den Lauf an die Öffnung und zog durch. Der Pulverdampf legte sich beißend auf seine Lungen, und er mußte husten. Er wartete kurz, dann schoß er nochmals.
Die Schüsse mußten auf dem leeren Friedhof wie Kanonendonner geklungen haben.
Er wartete einige Minuten, dann streckte er erneut die Taschenlampe durchs Loch. Diesen Vorgang wollte er in Abständen von einer halben Stunde wiederholen. Sicherlich waren schon einige Leute auf das Schießen aufmerksam geworden. Wahrscheinlich war auch die Polizei verständigt.
Er schloß die Augen, gab sich seinen Rachegedanken hin und schreckte erst auf, als er ein Geräusch hörte. Erde prasselte auf den Sargdeckel.
Sofort schob er die Taschenlampe durch das Loch und knipste sie an.
Er hörte einen überraschten Aufschrei, dann krachte etwas überlaut auf den Sarg.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 23, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 23, 2. Spalte, 1. Absatz
Nach siebzehn Uhr konnte er schon eine Hand durch das Loch stecken. Draußen war es dunkel geworden. Dorian überlegte, ob es Sinn hatte, mit der Taschenlampe Signale zu geben. Nun, es war einen Versuch wert. Er knipste die Taschenlampe an und steckte die rechte Hand durchs Loch. Er hielt sie zwischen Zeigefinger und Daumen und bewegte die Finger unentwegt. Einige Minuten ließ er den Strahl umherwandern, doch es geschah nichts. Er schloss die Augen, gab sich seinen Rachegedanken hin und schreckte erst auf, als er ein Geräusch vernahm. Erde prasselte auf den Sargdeckel. Sofort schob er abermals die Taschenlampe durch das Loch und knipste sie an. Er hörte einen überraschten Aufschrei, dann krachte etwas überlaut auf den Sarg.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 25, 1. Spalte, 13. Absatz – Seite 25, 2. Spalte, 2. Absatz
„Wir müssen rasch weg“, stieß sie hervor. „Meine Familie ist hinter mir her. Sie haben mich verstoßen. Sie können jeden Augenblick hier sein.“
„Hast du meine Schüsse gehört?“ fragte er.
„Nein“, sagte sie. „Du hast geschossen?“
„Ja, zweimal. Jemand muß doch die Schüsse gehört haben.“
„Dann müssen wir noch rascher fort“, stieß sie hervor und stieg die Leiter hoch. Dorian folgte ihr.
Die Grabhügel waren mit Schnee bedeckt, sonst konnte er nicht viel ausmachen, es war zu dunkel. Von irgendwo kam ein höhnisches Kichern.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 24, 1. Spalte, 3. + 4. Absatz
»Wir müssen rasch weg«, stieß sie hervor. »Meine Familie ist hinter mir her. Sie haben mich verstoßen. Sie können jeden Augenblick hier sein.« Sie stieg die Leiter hoch, und Dorian folgte ihr. Die Grabhügel waren mit Schnee bedeckt, sonst konnte er nicht viel ausmachen; es war zu dunkel. Von irgendwo her ertönte ein höhnisches Kichern.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 25, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 26, 1. Spalte, 1. Absatz
„Ich komme nicht hoch“, keuchte Dorian. „Ich scheine in eine teigige Masse gefallen zu sein.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
»Ich komme nicht hoch«, keuchte er. »Es ist wie Treibsand.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 26, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 26, 2. Spalte, 9. Absatz
Die Allee wurde plötzlich von einem näher kommenden Scheinwerfer erhellt. Dorian sah das sich drehende Rotlicht und das hellerleuchtete Schild: Polizei.
Coco sprang hinter eine Baumgruppe und duckte sich. Der Streifenwagen fuhr vorbei.
„Meine Schüsse sind gehört worden“, sagte Dorian. „Jemand hat die Polizei verständigt.“
Ein zweiter Streifenwagen brauste an ihnen vorüber.
Coco ging vorsichtig weiter. Ihre Stiefel verursachten knirschende Laute. Das Kichern war verstummt. Aber nun waren unheimliche Stimmen zu hören. Sie kamen von allen Seiten.
Dorian blieb stehen. Die Stimmen wurden immer lauter.
„Die Stimmen!“ sagte er.
Coco drehte sich um.
„Komm!“ schrie sie und packte ihn, doch Dorian schüttelte sie unwillig ab.
Er lauschte den Stimmen, die mal lauter, dann leiser zu hören waren. Sie änderten die Tonlage und säuselten einschmeichelnd. Es war ein süßes Locken, das seinen ganzen Körper erfüllte; drängend und zärtlich.
Er griff in die Manteltasche und holte die Pistole heraus. Coco versuchte sie ihm zu entwinden, doch es gelang ihr nicht.
Die einschmeichelnden Stimmen wurden noch lauter.
„Schieß auf Coco!“ forderten sie.
Dorian hob die Pistole und entsicherte sie. Das Mädchen duckte sich und schlug Dorians Hand zur Seite. Dorian hatte aber schon abgezogen. Die Kugel fuhr in den Boden.
„Versuch es nochmals!“ baten die Stimmen.
Dorians Bewegungen waren eckig und ungelenk. Wieder hob er die Hand und versuchte, auf das Mädchen zu zielen, doch sie bewegte sich viel zu rasch für ihn.
„Erschieße sie!“ schrien die Stimmen in seinem Hirn.
Coco versuchte erneut, ihm die Waffe zu entreißen, doch er hielt sie zu fest.
Der nächste Schuß krachte los. Die Kugel pfiff an Cocos Wange vorbei. Coco legte den Mittelfinger der rechten Hand über den Zeigefinger, drückte beide Finger blitzschnell gegen Dorians Stirn und schrie ein Wort.
Dorian zuckte zusammen. Verständnislos starrte er die Pistole an. Das Mädchen nahm sie ihm aus der Hand und ließ sie in ihrer Manteltasche verschwinden.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 24, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 25, 1. Spalte, 3. Absatz
Die Allee wurde plötzlich von einem näherkommenden Scheinwerfer erhellt. Dorian sah das sich drehende Rotlicht und das hellerleuchtete Polizeischild. Coco sprang hinter eine Baumgruppe und duckte sich. Der Streifenwagen fuhr vorüber. Coco ging vorsichtig weiter. Ihre Stiefel verursachten knirschende Laute. Das Kichern war verstummt, aber nun waren unheimliche Stimmen zu hören. Sie kamen von allen Seiten. Dorian blieb stehen. Die Stimmen wurden immer lauter.
Coco drehte sich um. »Komm!«, schrie sie und wollte ihn packen, doch Dorian schüttelte ihre Hand unwillig ab. Er lauschte, den Stimmen, die mal lauter, dann leiser zu hören waren. Sie änderten die Tonlage und säuselten einschmeichelnd. Es war ein süßes Locken, das seinen ganzen Körper erfüllte; drängend und zärtlich. Er griff in die Manteltasche und holte das Taschenmesser mit dem Korkenzieher daran heraus. Coco versuchte, es ihm zu entwinden, doch es gelang ihr nicht. Die einschmeichelnden Stimmen wurden noch lauter.
»Töte das Weib!«, forderten sie. Dorian hob die Hand und wollte den Korkenzieher auf Coco herabfahren lassen, doch das Mädchen duckte sich und schlug seine Hand zur Seite.
»Weiter!«, hetzten die Stimmen. »Gib nicht auf!«
Seine Bewegungen waren eckig und ungelenk. Wieder hob er die Hand und versuchte, auf das Mädchen einzustechen, doch Coco bewegte sich viel zu rasch für ihn. Das Taschenmesser konnte sie ihm jedoch nicht entreißen. Endlich legte sie den Mittelfinger der rechten Hand über den Zeigefinger, drückte beide Finger blitzschnell gegen Dorians Stirn und schrie ein magisches Wort. Dorian zuckte zusammen. Verständnislos starrte er das Taschenmesser an. Coco nahm es ihm aus der Hand und ließ es in ihrer Manteltasche verschwinden.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 28, 1. Spalte, 15. Absatz
„Ja, mich auch“, sagte das Mädchen. „Mein Vater hat mich verstoßen. Das bedeutet, daß ich zum Tode verurteilt bin. Ich habe seine Befehle mißachtet und deshalb muß ich sterben.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 29, 1. Spalte, 3. Absatz
»Ja«, erwiderte sie. »Mein Vater hat mich verstoßen. Das bedeutet, dass ich zum Tode verurteilt bin. Ich habe seine Befehle missachtet, und deshalb muss ich sterben. Aber ich bereue es nicht. Irgendwann musste es einmal so kommen. Es ist wie eine Erleichterung für mich.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 29, 1. Spalte, 14. Absatz – Seite 29, 2. Spalte, 1. Absatz
Dorian warf ihr einen kurzen Blick zu. Wenn sie tatsächlich die Wahrheit sagte - aber sie log ganz sicher. Er durfte ihr nicht trauen und sich nochmals von ihr einlullen lassen. Auch er war ein Außenseiter unter seinen Brüdern. Alle waren zu Unmenschen, zu Monstrositäten geworden, nur er nicht. Vielleicht ging es Coco genauso. Es konnte möglich sein, doch er durfte nicht darauf bauen. Sie war eine Hexe. Und sie würde das bekommen, was eine Hexe verdiente.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 30, 1. Spalte, 6. Absatz
Dorian warf ihr einen kurzen Blick zu. Was, wenn sie tatsächlich die Wahrheit sagte? Er schüttelte unmerklich den Kopf. Sie log ganz sicher. Er durfte ihr nicht trauen und sich nochmals von ihr einlullen lassen. Andererseits war auch er anders als seine Brüder geraten. Vielleicht war Coco ihm ähnlicher, als er dachte. Doch darauf durfte er nicht hoffen. Sie war eine Hexe, und sie würde das bekommen, was eine Hexe verdient.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 29, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 30, 1. Spalte, 7. Absatz
„Ich gehe mal anrufen“, sagte Dorian und stand auf.
Nach kurzem Suchen fand er die Telefonzelle. Er hob den Hörer ab und warf eine Schillingmünze in den Schlitz; dann wählte er die Nummer seines Hotels und verlangte nach Jerome Barrett. Nach wenigen Sekunden meldete sich der Psychiater.
„Ich habe den ganzen Nachmittag auf Sie gewartet“, sagte Barrett vorwurfsvoll.
„Tut mir leid“, sagte Hunter. „Ich konnte nicht kommen. Ich erzähle Ihnen später, wieso. Ist alles in Ordnung?“
„Ja“, sagte Barrett. „Ich habe alles zur Abreise vorbereitet. Wir können jederzeit losfliegen. Sie müssen nur noch einige Papiere unterschreiben. Sie sollten noch heute zur Klinik fahren.“
„Ich bin unterwegs zur Klinik“, sagte Dorian.
„Fein. Verlangen Sie Dr. Burger“, sagte Barrett. „Er ist für die Behandlung Ihrer Frau zuständig.“
„Wir treffen uns morgen beim Frühstück. Packen Sie Ihre Sachen ein und seien Sie bitte so nett und geben Sie dem Piloten Bescheid! Er wohnt im Intercontinental. Ich möchte gegen Mittag abfliegen.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 30, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 31, 1. Spalte, 5. Absatz
»Ich muss nur kurz telefonieren«, entschuldigte er sich, nachdem der Ober die Bestellung aufgenommen hatte.
Nach kurzem Suchen fand er eine Telefonzelle. Er wählte die Nummer seines Hotels und verlangte Barrett zu sprechen. Nach wenigen Sekunden meldete sich der Psychiater. »Ich habe den ganzen Nachmittag auf Sie gewartet«, sagte er vorwurfsvoll.
»Tut mir leid«, entgegnete Hunter. »Ich konnte nicht kommen. Ich erzähle Ihnen später, was geschehen ist. Ist bei Ihnen alles in Ordnung?«
»Natürlich. Ich habe alles zur Abreise vorbereitet. Wir können jederzeit fliegen. Sie müssen nur noch einige Papiere unterschreiben. Sie sollten noch heute zur Klinik fahren.«
»Ich bin bereits auf dem Weg«, erklärte Dorian.
»Fein. Verlangen Sie Dr. Burger. Er ist für die Behandlung Ihrer Frau zuständig.«
»In Ordnung. Wir treffen uns morgen beim Frühstück. Packen Sie Ihre Sachen ein, und seien Sie bitte so nett und geben Sie dem Piloten Bescheid! Ich möchte gegen Mittag abfliegen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 30, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 5. Absatz
Dorian warf noch einen Schilling ein und wählte die Nummer Norbert Helnweins. Es dauerte reichlich lange, bis der Hörer abgehoben wurde.
„Helnwein“, meldete sich eine wohlklingende Stimme.
„Guten Abend“, sagte Dorian. „Hier spricht Dorian Hunter. Sie erinnern sich an mich?“
„Ja“, sagte Helnwein. „Natürlich Sie wollen das Schwert sehen, nicht wahr?“
„Stimmt genau, sagte Dorian. „Kann ich noch heute abend bei Ihnen vorbeisehen?“
„Ja, gern“, sagte Helnwein. „Wann werden Sie kommen?“
„In zwei Stunden. Ist Ihnen das recht?“
„Sie sind herzlich willkommen. Ich freue mich auf Ihren Besuch. Sie haben meine Adresse?“
„Jagdschloßgasse 231. Das ist in Hietzing, nicht wahr?“
„Richtig. Ich erwarte Sie.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 31, 1. Spalte, 7. – 11. Absatz
Er wählte Helnweins Nummer. Es dauerte reichlich lange, bis der Hörer abgehoben wurde.
»Guten Abend, Herr Helnwein«, sagte Dorian und stellte sich vor. »Sie erinnern sich an mich?«
»Natürlich, Herr Hunter. Sie wollen das Schwert sehen, nicht wahr?«
»Stimmt genau«, sagte Dorian. »Kann ich noch heute Abend bei Ihnen vorbeisehen? Ich könnte in zwei Stunden bei Ihnen sein.«
»Sicher. Sie kennen ja meine Adresse, Jagdschlossgasse 231. Allerdings bekomme ich das Schwert erst morgen früh.«
Dorian überlegte. Das warf einige seiner Pläne über den Haufen. »Das macht nichts«, sagte er nach einigem Zögern. »Ich komme trotzdem vorbei.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 32, 2. Spalte, 3. – 5. Absatz
„Hier bist du aber sicher“, sagte er. „Hier wird dich deine Familie bestimmt nicht suchen. Diese Klinik ist der ideale Schutz für dich.“
Dorian wußte schon, daß Hexen und Dämonen eine panische Angst vor Geistesgestörten hatten. Und Coco bildete da keine Ausnahme.
Er packte sie an der rechten Hand und zog sie weiter.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 33, 1. Spalte, 11. Absatz – Seite 33, 2. Spalte, 1. Absatz
»Hier bist du aber sicher«, sagte er. »Hier wird dich deine Familie bestimmt nicht suchen. Diese Klinik ist der ideale Schutz für dich.« Er packte sie an der rechten Hand und zog sie weiter.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 33, 1. Spalte, 7. + 8. Absatz
Coco nickte tapfer und stand auf.
Dorian konnte sich ungefähr vorstellen, welche Qualen das Mädchen erdulden mußte. Er hatte erlebt, wie die Dämonen auf einen einzelnen Irren reagiert hatten, und er konnte ermessen, was es bedeuten mußte, die Ausstrahlung von vielen Geistesgestörten zu verkraften.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 34, 1. Spalte, 5. Absatz
Coco nickte tapfer und stand auf. Dorian hatte erlebt, wie die Dämonen in Asmoda auf die Gegenwart Vukujevs reagiert hatten, und er konnte deshalb in etwa ermessen, wie ihr in diesen Minuten zumute war.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 36, 1. Spalte, 9. Absatz
Dorian hatte diesen Gedanken von sich geschoben. Er hing sehr an seiner Frau und liebte sie noch immer.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 36, 2. Spalte, 2. Absatz
Dorian hatte diesen Gedanken während der letzten Tage stets von sich geschoben. Er liebte Lilian noch immer, trotz ihres schlimmen Zustandes.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 39, 1. Spalte, 3. Absatz
Er begann stockend zu erzählen. Anfangs suchte er nach den richtigen Worten, doch je länger er sprach, umso fließender wurde sein Vortrag. Er schilderte Helnwein die unheimliche Fahrt zur Hexenburg, wo er seine acht Brüder kennengelernt hatte, die so wie er am 19. Juli geboren waren.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 39, 1. Spalte, 11. Absatz – Seite 39, 2. Spalte, 1. Absatz
Stockend begann er zu berichten. Anfangs suchte er nach den richtigen Worten, doch je länger er sprach, umso fließender wurde sein Vortrag. Er schilderte Helnwein die unheimliche Fahrt zur Hexenburg, wo er seine acht Brüder kennengelernt hatte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 40, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
„Ich bin fertig“, sagte er. „Würden Sie mir jetzt das Schwert zeigen, weswegen ich eigentlich gekommen bin?“
„Das geht nicht“, sagte Helnwein. „Ich habe es in meinem Tresor eingeschlossen. Aber ich könnte es Ihnen morgen zur Klinik bringen.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 41, 1. Spalte, 2. + 3. Absatz
»Ich bin fertig«, sagte er. »Jetzt fehlte mir nur noch das Schwert. Aber sie sagten, dass sie es noch nicht da hätten?«
»Es befindet sich ebenfalls im Tresor«, sagte Helnwein. »Aber ich könnte es Ihnen morgen zur Klinik bringen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 44, 1. Spalte, 9. Absatz
Bis zu diesem Augenblick war Dorians Auftauchen unbemerkt geblieben. Jeder andere wäre unweigerlich in die Fallen gegangen. Die Familie Zamis fühlte sich sicher. Sie hatte nicht damit gerechnet, daß Coco die Fallen verraten würde.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 44, 1. Spalte, 3. Absatz
Niemand schien Dorians Eindringen bemerkt zu haben. Aber die Zamis hatten es gewiss auch nicht nötig, auf Einbrecher zu achten. Jeder andere wäre unweigerlich in die Fallen gegangen. Die Dämonen fühlten sich sicher. Sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass Coco die Fallen verraten würde.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 46, 1. Spalte, 4. – 6. Absatz
Coco setzte sich auf und trank ein Glas Wasser. Es war das eingetreten, was ihr Vater prophezeit hatte. Sie verlor immer mehr ihre Fähigkeiten. Sie dachte an Dorian, und ihre Angst wuchs.
Er befand sich in großer Gefahr, sie spürte es. Ihre Hände wurden feucht. Die Verbindung zu Dorian war noch nicht ganz abgerissen. Der Bann wirkte noch immer ein wenig.
Das Mädchen glitt aus dem Bett und kniete nieder. Mit den Fingern schrieb sie einige magische Zeichen auf den Boden. Dorian befand sich in Lebensgefahr. Sie konnte sein Entsetzen fast körperlich spüren. Ihre Hände vollführten kreisende Bewegungen. Tränen rannen über ihre Wangen.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 44, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 45, 1. Spalte, 2. Absatz
Coco setzte sich auf und trank ein Glas Wasser. Es war das eingetreten, was ihr Vater ihr prophezeit hatte. Sie verlor ihre Fähigkeiten, aber es war nicht das erste Mal, dass sie sich gegen ihre Familie stellte, auch wenn sie früher niemals so weit gegangen war, das Band endgültig zu zerschneiden. Sie passte nicht in die Schwarze Familie, das spürte sie immer deutlicher. Und ihr war nicht einmal bange deswegen. Größere Angst stand sie wegen Dorian aus. Er befand sich in größerer Gefahr, als er es vielleicht für möglich hielt. Ihre Hände wurden feucht. Sie versuchte die Verbindung zum selbsternannten Dämonenkiller zu verstärken, die durch den Bann, den sie über ihn geworfen hatte, entstanden war. Diese war inzwischen abgeschwächt, aber noch immer deutlich zu spüren.
Coco glitt aus dem Bett und kniete nieder. Mit den Fingern schrieb sie einige magische Zeichen auf den Boden. Dorian befand sich in Lebensgefahr. Sie konnte sein Entsetzen jetzt fast körperlich spüren. Ihre Hände vollführten kreisende Bewegungen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 46, 2. Spalte, 2. – 7. Absatz
Als sie aufstand, zuckte sie überrascht zusammen. Sie spürte einen brennenden Schmerz in ihrem Arm, dann an der Stirn.
Sie stöhnte auf. Diese Schmerzen kannte sie gut und sie wußte, was sie zu bedeuten hatten: Die Verbindung zu ihrer Familie war noch nicht abgerissen.
Ein stechender Schmerz raste durch ihr Herz. Sie ließ sich aufs Bett fallen und drückte ihr Gesicht ins Kissen.
Dorian hatte sich gegen ihre Familie gestellt, und es war ihm gelungen zwei zu töten.
Schon von Kindheit an bestand eine enge Verbindung zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Wenn sich einer ihrer Brüder verletzte, hatte sie so wie er die Schmerzen gespürt.
Wieder durchraste ein stechender Schmerz ihren Körper. Sie stöhnte leise auf.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 45, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 45, 2. Spalte, 2. Absatz
Als sie aufstand, zuckte sie überrascht zusammen. Sie spürte einen brennenden Schmerz in ihrem Arm, dann an der Stirn. Sie stöhnte auf. Diese Schmerzen kannte sie nur zu gut und wusste, was sie zu bedeuten hatten. Die Verbindung zu ihrer Familie war noch nicht abgerissen. Ein stechender Schmerz raste durch ihr Herz. Sie ließ sich aufs Bett fallen und drückte ihr Gesicht ins Kissen. Dorian hatte sich gegen ihre Familie gestellt, und es war ihm tatsächlich gelungen, jemanden von ihnen zu töten. Coco wusste in diesem Augenblick nicht mehr, auf wessen Seite sie sich stellen sollte. War sie denn verrückt, den Schutz ihrer Familie zu verlassen und sich einem Menschen an den Hals zu werfen, den sie erst seit wenigen Stunden kannte?
Das Gewicht einer tödlichen Entscheidung lastete wie ein Mühlstein auf ihren Schultern. Der Zwiespalt drohte sie zu zerbrechen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 48, 1. Spalte, 6. – 9. Absatz
Er wiederholte die fünf Namen so lange, bis er die Mauer erreicht hatte. Dann sprach er langsam einen Bannspruch gegen die sieben Dämonen, denen der Grund geweiht war.
„They are seven, they are seven“, sagte er.
Er sprach Englisch und sehr langsam, jedes Wort betonend. Der Zauberspruch war ziemlich lang. Dorian drückte sich gegen die Mauer und griff mit beiden Händen hoch. Rasch zog er sich in die Höhe und sprang rüber. Er landete auf einem Laubhaufen und rannte zu seinem Wagen. Dabei murmelte er weiterhin den Zauberspruch.
„Sie sind sieben, sie sind sieben. In den Tiefen der Ozeane. Sie sind sieben. In der Schönheit des Himmels. Sie sind sieben. Sie sind weder Mann noch Frau. Sie sind sieben. Die Feinde! Die Feinde! Sie sind sieben! Sie sind zweimal sieben! Mächte des Himmels, Mächte der Erde, vernichtet die sieben!“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 47, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz
Er wiederholte die fünf Namen so lange, bis er die Mauer erreicht hatte. Dann sprach er einen Bannspruch gegen die sieben Dämonen, denen der Grund geweiht war. Er sprach langsam, jedes Wort betonend. Der Zauberspruch war ziemlich lang. Dorian drückte sich gegen die Mauer und griff mit beiden Händen hoch. Rasch zog er sich in die Höhe und sprang hinüber. Er landete auf einem Laubhaufen und rannte zu seinem Wagen. Dabei murmelte er weiterhin den Zauberspruch.
»Sie sind sieben, sie sind sieben. In den Tiefen der Ozeane. Sie sind sieben. In der Schönheit des Himmels. Sie sind sieben. Sie sind weder Mann noch Frau. Sie sind sieben. Die Feinde! Die Feinde! Sie sind sieben! Sie sind zweimal sieben! Mächte des Himmels, Mächte der Erde, vernichtet die sieben!«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 49, 2. Spalte, 2. Absatz
Der Nachtportier sah ihn mehr als erstaunt an, als er seinen Zimmerschlüssel verlangte. Kopfschütteln sah er Dorian nach, dessen Lippen die Namen mechanisch formten.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 48, 2. Spalte, 1. Absatz
Der Nachtportier sah ihn fassungslos an, als er seinen Zimmerschlüssel verlangte. Kopfschüttelnd schaute er dem Gast nach, der wie ein Irrer vor sich hinbrabbelnd sein Zimmer aufsuchte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 50. 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 50, 2. Spalte, 1. Absatz
„Selbstverständlich“, sagte Helnwein. „Wann soll ich hinkommen?“
Dorian sah auf die Uhr. „Gegen zehn. Ist Ihnen das recht?“
„Ja, Herr Hunter. Ich bin um zehn Uhr dort.“
„Fein. Bis bald!“
Dorian legte auf und schlüpfte aus seinem zerrissenen Anzug. Obschon er kein besonderer Freund von Vollbädern war, beschloß er, doch eines zu nehmen. Er ließ Wasser in die Badewanne ein und rasierte sich in der Zwischenzeit. Dann glitt er ins heiße Wasser und schloß die Augen.
Es ärgerte ihn ungemein, daß er Wien verlassen mußte, ohne den Untoten vernichtet zu haben. Kurz dachte er an Coco und ein böses Lächeln spielte um seine Lippen. Sie würde noch ihre Strafe bekommen; das hatte er beschlossen und er erledigte, was er sich vorgenommen hatte.
Dann dachte er an die Ereignisse des gestrigen Tages. Je länger er über alles nachdachte, umso unwahrscheinlicher, unwirklicher kam es ihm vor. Er lebte im zwanzigsten Jahrhundert. Eigentlich durfte es keine Hexen und Dämonen geben. Sie waren Gestalten, an die nicht einmal mehr kleine Kinder glaubten, und doch existierten sie, wie Dorian selbst hatte feststellen können. Die Dämonen versuchten ihre Untaten - die Verbrechen, die sie begingen - auf andere ab zuschieben. Und sie hatten Erfolg. So wie die Familie Zamis. Sie lebte hier seit vielen Jahren, und nur wenige ahnten, was diese Familie tatsächlich war. Tag für Tag geschahen in allen Teilen der Welt mysteriöse Dinge, für die es keine Erklärung gab. Tausende von Menschen verschwanden jährlich, ohne eine Spur zu hinterlassen. Und hinter einem Großteil dieser Vorfälle steckte die Schwarze Familie, die sich über alle Kontinente verbreitet hatte und die ein unsichtbares Band verknüpfte.
Dorian wußte, daß er sich in einen hoffnungslosen Kampf eingelassen hatte. Allein war er zu schwach. Er benötigte dringend Verbündete, die ihn bei seinem Kampf unterstützten. Doch er wußte, daß er nicht aufgeben würde.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 49, 2. Spalte, 1. + 2. Absatz
»Selbstverständlich«, sagte Helnwein. »Gegen zehn, wie vereinbart.«
Dorian verabschiedete sich und legte auf. Dann schlüpfte er aus seinem zerrissenen Anzug und beschloss, ein Bad zu nehmen. Er ließ Wasser in die Badewanne ein und rasierte sich in der Zwischenzeit. Dann glitt er ins heiße Wasser und schloss die Augen. Es ärgerte ihn ungemein, dass er Wien verlassen musste, ohne den Untoten vernichtet zu haben. Kurz dachte er an Coco, und ein böses Lächeln spielte um seine Lippen. Sie würde noch ihre Strafe bekommen, das hatte er beschlossen, und er erledigte stets, was er sich vorgenommen hatte. Dann dachte er an die Ereignisse des gestrigen Tages. Je länger er über alles nachdachte, desto unwirklicher kam es ihm vor. Seit vielen Jahren lebten Dämonen wie die Familie Zamis schon unerkannt zwischen den Menschen, und nur wenige ahnten, welche Monstren sich hinter der harmlosen Fassade verbargen. Tag für Tag geschahen in allen Teilen der Welt mysteriöse Dinge, für die es keine Erklärung gab. Tausende von Menschen verschwanden jährlich, ohne eine Spur zu hinterlassen, und hinter einem Großteil dieser Vorfälle steckte die Schwarze Familie, die sich über alle Kontinente verbreitet hatte. Dorian wusste, dass er sich auf einen hoffnungslosen Kampf eingelassen hatte. Allein war er zu schwach. Er benötigte dringend Verbündete, die ihn bei seinem Kampf unterstützten, denn er würde niemals aufgeben, solange auch nur noch ein einziger Dämon am Leben war.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 53, 1. Spalte, 12. – 14. Absatz
„Nimm mich mit nach London!“ bat Coco.
Dorian sah sie überrascht an. „Ich soll dich nach London mitnehmen?“
„Ja. Ich flehe dich an, nimm mich mit! Ich kann nicht in Wien bleiben. Es wäre mein Tod.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 52, 2. Spalte, 18. Absatz
»Ich würde dich gern nach London begleiten, Dorian«, ergriff Coco wieder das Wort. »Ich kann nicht in Wien bleiben. Es wäre mein Tod.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 55, 1. Spalte, 5. Absatz
„Das kommt nicht in Frage“, keuchte Dorian und legte das Schwert zurück.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 54, 2. Spalte, 10. Absatz
»Das kommt nicht in Frage«, sagte Dorian bestimmt und legte das Schwert zurück.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 56, 2. Spalte, 7. Absatz
„Burn witch, burn!“ keuchte er und hob sie hoch.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 56, 2. Spalte, 2. Absatz
»Brenne, Hexe, brenne!«, keuchte er und hob sie hoch.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 57, 1. Spalte, 3. Absatz
Nur ihr nackter Busen hob sich rascher.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 57, 1. Spalte, 1. Absatz
Nur ihre nackte Brust hob sich rascher und rascher.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 57, 1. Spalte, 9. – 12.Absatz
Helnwein bewegte sich nicht. „Lassen Sie mich los!“
Dorian hatte ihn am Mantelkragen gepackt und schüttelte ihn hin und her.
„Sie sind von Sinnen“, sagte Helnwein.
Dorian ließ ihn los. Er stand geduckt vor ihm, den Kopf vorgestreckt und sah wie ein wildes Tier aus. Die Haare seines dicken Schnurrbarts waren gesträubt.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 57, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz
Doch Helnwein zeigte keine Furcht. »Lassen Sie mich los!«, sagte er. »Sie sind vollkommen von Sinnen, Hunter!«
Dorian ließ den Mantel fahren. Er stand jetzt geduckt vor Helnwein und hielt den Kopf vorgestreckt wie ein wilder Stier. Die Haare seines dicken Schnurrbarts waren gesträubt.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 57, 2. Spalte, 10. – 12. Absatz
„Unsinn!“ schnaubte Dorian verächtlich.
„Sie selbst sagten mir doch, daß...“
„Schweigen Sie!“ tobte Dorian. „Ich will nichts mehr hören.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 57, 2. Spalte, 9. Absatz
»Unsinn!«, schnaubte Dorian verächtlich. »Schweigen Sie. Ich will nichts mehr hören.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 59, 1. Spalte, 3. – 8. Absatz
„Ich war wie von Sinnen“, sagte Dorian zu Coco. „Ich wußte nicht, was ich tat. Ich...“
Coco lächelte und legte ihren rechten Zeigefinger auf seine Lippen. „Du brauchst nichts zu sagen, Dorian. Ich verstehe dich auch so.“
„Aber ich muß...“
„Du mußt gar nichts“, sagte sie. „Ich liebe dich und ich hoffe, du kannst vergessen, daß ich einmal eine Hexe war, die dir nach dem Leben trachtete.“
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küßte ihn zärtlich auf den Mund.
„Entschuldigung“, sagte Helnwein grinsend, „daß ich stören muß.“ In seiner rechten Hand hielt er den Karton. „Ein Abschiedsgeschenk.“ Er hielt Dorian den Karton hin.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 59, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 60, 1. Spalte, 2. Absatz
Dorian versuchte die Zeit zu nutzen, um sich bei Coco zu entschuldigen. »Ich war wie von Sinnen«, sagte er. »Ich wusste nicht, was ich tat. Ich ...« Er stockte, weil ihm die Worte fehlten.
Coco erwiderte nichts. Sie wusste, dass er kein schlechter Mensch war. Die Ereignisse der letzten Wochen hatten ihn zermürbt. Aber sie wusste dennoch nicht, wie sie sein Benehmen zu deuten hatte. Wenn er zum Fanatiker wurde, würde sie es schwer haben, an seiner Seite zu bleiben. Um jemanden zu lieben, musste sie in erster Linie Vertrauen zu ihm haben, doch das war jetzt, so kurze Zeit, nachdem Dorian sie hatte ermorden wollen, unmöglich. Schweigend stieg sie ins Auto.
Dorian presste betreten die Lippen zusammen. Er war froh, als Helnwein endlich zurückkehrte. In seiner rechten Hand hielt er den Karton.
»Das versprochene Abschiedsgeschenk«, sagte er.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 59, 1. Spalte, 15. + 16. Absatz
Er schüttelte Dorian die Hand, dann Coco und drückte ihr einen Kuß auf die Stirn.
Sie warteten, bis Helnwein in seinen Wagen eingestiegen war. Er winkte ihnen nochmals zu, dann bog er in die Rotenberggasse ein.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 60, 1. Spalte, 9. Absatz
Er schüttelte erst Dorian, dann der ehemaligen Hexe die Hand. Schließ-lich ging er zu seinem Auto zurück, winkte ihnen noch einmal zu und startete dann den Wagen. Sie warteten, bis er in die Rotenberggasse eingebogen war. Dann setzte sich auch Dorian ans Steuer und verließ den schaurigen Ort.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 59, 1. Spalte, 17. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 5. Absatz
Auf der Fahrt zum Flughafen gab Dorian Coco eine Schilderung der gestrigen Ereignisse. Sie hörte zu, ohne ihn ein einziges Mal zu unterbrechen.
Sie war noch immer hochgradig nervös. Und je näher sie dem Flughafen kamen, umso unruhiger wurde sie.
Dorian schüttelte den Kopf.
„Weshalb bist du so nervös, Coco?“ fragte er lächelnd. „Du brauchst keine Angst haben. Ich nehme dich nach London mit.“
„Das ist es nicht“, sagte sie und starrte angespannt durch die Windschutzscheibe. „Ich kann mir nicht vorstellen, daß meine Familie nichts mehr unternehmen wird.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 60, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 60, 2. Spalte, 2. Absatz
Auf der Fahrt zum Flughafen gab er Coco eine Schilderung der gestrigen Ereignisse. Sie hörte zu, ohne ihn ein einziges Mal zu unterbrechen. Es traf sie tief, vom Tod einiger ihrer Geschwister zu erfahren, aber sie versuchte diesen Zwiespalt vor Dorian zu verbergen. Dennoch war sie immer noch hochgradig nervös, und je näher sie dem Flughafen kamen, desto schlimmer wurde es.
Dorian schüttelte den Kopf. »Weshalb bist du so unruhig, Coco?«, fragte er. »Erkennst du nicht, dass ich meine Meinung geändert habe?«
»Das ist es nicht«, sagte sie und starrte angespannt durch die Windschutzscheibe. Das war allerdings nur die halbe Wahrheit. Es gab tatsächlich noch etwas anderes, das sie bedrückte. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Familie nichts mehr unternehmen wird.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 59, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 60, 1. Spalte, 1. Absatz
Er wollte nicht daran denken, was noch alles geschehen konnte.
„Hast du deinen Paß mit?“ erkundigte sich Dorian.
„Nein“, sagte sie. „Aber meinen Personalausweis. Der genügt. Du bist mit einer Privatmaschine gekommen nicht wahr?“
„Ja“, sagte Dorian. „Jeff Parker hat sie mir zur Verfügung gestellt. Es ist eine DC-9. So ein Ding hat auch Hugh Hefner, der Playboy-Herausgeber. Eine luxuriös ausgestattete Maschine mit allem nur denkbaren Komfort.“
„Und dieser Parker borgt dir so ganz einfach sein Flugzeug?“
Dorian lachte. „Ich war Reporter. Gelegentlich betätige ich mich noch immer journalistisch. Vor fünf Jahren konnte ich Jeff Parker einen Dienst erweisen, der ihn vor dem drohenden Ruin rettete. Und er ist ein dankbarer Mensch. Als er erfuhr, daß ich meine Frau aus Wien holen wollte, stellte er mir sofort das Flugzeug zur Verfügung. Manchmal ist es recht nützlich, reiche Freunde zu haben.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 60, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 61, 1. Spalte, 1. Absatz
Er wollte gar nicht an diese Möglichkeit denken.
»Du bist mit einer Privatmaschine gekommen, nicht wahr?«, fragte Coco.
»Ja«, sagte Dorian. »Jeff Parker hat sie mir zur Verfügung gestellt. Eine luxuriös ausgestattete Maschine mit allem nur denkbaren Komfort!«
»Und dieser Parker borgt dir so einfach sein Flugzeug?«
Dorian lachte. »Ich bin Reporter — auch wenn ich in letzter Zeit etwas kürzergetreten bin. Aber gelegentlich betätige ich mich immer noch journalistisch. Wir haben uns bereits vor Jahren kennengelernt. Jeff ist ein guter Freund. Wir haben vollstes Vertrauen zueinander. Als er erfuhr, dass ich meine Frau aus Wien holen wollte, bot er mir sofort seine Maschine an. Manchmal ist es von Vorteil, reiche Freunde zu haben.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 62, 1. Spalte, 8. – 11. Absatz
Am Flughafen gab er den Wagen zurück und zahlte.
Coco war bleich, als sie zur Abfertigung gingen. Ein Beamter sah Dorians Paß flüchtig an, dann nahm er sich Cocos Ausweis vor. Dorian ergriff Cocos rechte Hand, Sie war eiskalt. Das Mädchen fröstelte. Unruhig sah sie sich um. Ihre Unruhe steckte Dorian an. Jedes plötzliche Auftauchen eines Menschen ließ sie zusammenfahren, jedes Geräusch schien eine Warnung zu sein.
Aufatmend betraten sie das Flugfeld.
„Dort steht unsere Maschine“, sagte Dorian und zeigte auf die schneeweiße DC-9, die in der Sonne glitzerte.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 61, 1. Spalte, 7. + 8. Absatz
Am Flughafen gab er den Wagen zurück und zahlte. Coco war bleich, als sie zur Abfertigung gingen. Er ergriff ihre rechte Hand. Sie war eiskalt. Die ehemalige Hexe fröstelte. Unruhig sah sie sich um. Ihre Nervosität steckte Dorian an. Jedes plötzliche Auftauchen eines Menschen ließ sie zusammenfahren, jedes Geräusch schien eine Warnung zu sein. Sie atmeten erleichtert auf, als sie endlich das Flugfeld betraten.
»Dort steht unsere Maschine«, sagte Dorian und zeigte auf das Flugzeug, dessen weiße Hülle in der Sonne glitzerte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 60, 2. Spalte, 3. – 6. Absatz
Dorian verschwand als erster in der Eingangsluke. Er sah wieder Coco an.
Sie lächelte plötzlich.
„Ich spüre die Gefahr nicht mehr“, sagte sie erleichtert und trat neben Dorian.
„Was hat das zu bedeuten?“ fragte er.
„Ich weiß es nicht, Dorian. Ich kann es mir nicht erklären. Wahrscheinlich existiert die Gefahr noch immer, aber vielleicht wurde eine Sperre um das Flugzeug gelegt und die Ausstrahlung abgeschirmt. Ich kann es nicht sagen.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 61, 2. Spalte, 2. – 5. Absatz
Dorian verschwand als Erster in der Eingangsluke. Er sah wieder Coco an. Sie lächelte plötzlich.
»Was immer es war — jetzt ist es verschwunden«, sagte sie erleichtert und trat neben Dorian.
»Was hat das zu bedeuten?«, fragte er.
»Ich weiß es nicht. Ich kann es mir nicht erklären.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 60, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 61, 1. Spalte, 2. Absatz
„Ich weiß nicht“, sagte Dorian. Er wollte dem Piloten nicht die Wahrheit sagen. „Ich habe eine Drohung bekommen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn wir das Flugzeug durchsuchen würden.“
„Was drohte man Ihnen, Sir?“
„Die Drohung war sehr unbestimmt. Es würde irgendetwas geschehen. Ob eine Bombe oder ein Mann an Bord geschmuggelt wurde, kann ich Ihnen nicht sagen.“
Das Flugzeug wurde eine Stunde lang durchsucht. Man fand nichts Verdächtiges. Dorian war aber immer noch nicht beruhigt. Coco meinte, daß es durchaus möglich sei, daß ihre Familie etwas an Bord verborgen hat, was sie nicht entdecken konnten.
Dorian hoffte, daß sich Coco irrte. Er setzte sich mit ihr in den großen Wohnraum des Flugzeugs.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 61, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 62, 1. Spalte, 2. Absatz
»Ich weiß nicht«, antwortete Dorian. Er konnte dem Piloten schlecht die Wahrheit sagen. »Ich will nur sichergehen. In letzter Zeit habe ich mehrere Drohungen erhalten.«
»Nun, mit dem Flugzeug ist jedenfalls alles in Ordnung. Wir haben es heute Vormittag gründlich überprüft.«
Die Worte des Piloten beruhigten Dorian ein wenig, obwohl sie seine Besorgnis nicht völlig zu zerstreuen vermochten. Ohne einen konkreten, stichhaltigen Grund konnte er jedoch schlecht eine Verschiebung des Starts und eine neuerliche Inspektion des Flugzeugs verlangen.
Zusammen mit Coco setzte er sich in den großen Wohnraum des Flugzeugs.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 61, 1. Spalte, 7. – 11. Absatz
„Wir sind in der Luft“, sagte sie. „Und nichts ist geschehen. Ich begreife es nicht.“
Dorian schnallte sich erleichtert ab. Ihre Unruhe war aber noch nicht gewichen. Erst als sie Linz überflogen, entspannte sich Dorian.
„Deine Familie hat uns nicht mehr belästigt, Coco“, sagte er und nahm ihre Hand.
Das Mädchen lächelte schwach.
„In neunzig Minuten sind wir in London. Dann kann uns deine Familie nichts mehr anhaben.“

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 62, 1. Spalte, 4. – 6. Absatz
»Wir sind in der Luft«, sagte sie. »Und nichts ist geschehen. Anscheinend habe ich mich doch geirrt.«
Dorian schnallte sich erleichtert ab. Ihre Unruhe war aber noch nicht gewichen. Erst als sie Linz überflogen, entspannte er sich.
»In neunzig Minuten sind wir in London. Dann kann uns deine Familie nichts mehr anhaben.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 62, 1. Spalte, 1. – 6. Absatz
„Was sagst du dazu, Coco?“ fragte Dorian.
„Ich spüre die Gefahr“, sagte sie. „Mehr und mehr.“
Ihr Gesicht verzerrte sich, dann stieß sie einen Schrei aus und sprang auf.
„Hast du es gehört?“ fragte sie.
Dorian nickte. Aus der Toilette war ein lautes Geräusch zu hören. Der Psychiater schrie.
„Helfen Sie mir, Mr. Hunter! Ich werde...!“
Ein Gurgeln war zu hören.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 63, 1. Spalte, 1. – 3. Absatz
»Was meinst du, Coco?«, fragte Dorian.
»Ich kann die Gefahr wieder spüren«, sagte sie. »Immer deutlicher.« Ihr Gesicht verzerrte sich plötzlich, dann stieß sie einen Schrei aus und sprang auf. »Hast du es gehört?«, fragte sie.
Dorian nickte. Aus der Toilette war ein lautes Geräusch zu hören. Der Psychiater schrie. »Helfen Sie mir, Mr. Hunter! Ich werde ...!« Seine Worte endeten mit einem gurgelnden Laut.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 62, 2. Spalte, 2. – 6. Absatz
„Wir sind verloren“, sagte Dorian tonlos.
Der Untote lachte.
Dorian legte seinen rechten Arm um Cocos Schultern.
„Weißt du einen Ausweg?“ fragte er sie.
Die ehemalige Hexe ließ Guozzi nicht aus den Augen und trat ein paar Schritte zur Seite. Dorian folgte ihr. Er warf ihr einen verständnislosen Blick zu, als sie weiter zurückwich. Was hatte sie vor? Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. War sie verrückt geworden?

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 63, 2. Spalte, 2. Absatz
Der Dämonenkiller zweifelte nicht daran, dass sie verloren waren. Sein Blick suchte Coco, die wiederum den Untoten nicht aus den Augen ließ und jetzt ein paar Schritte zur Seite trat. Dorian folgte ihr. Er warf ihr einen verständnislosen Blick zu, als sie weiter zurückwich. Was hatte sie vor? Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. War sie verrückt geworden?

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
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Das Mädchen öffnete den Verschluß. „Dorian, nimm das Schwert!“
Dorian beugte sich vor und umklammerte den Griff des Schwertes.
Guozzi heulte wütend: „Das Schwert nützt euch auch nichts.“ Er faßte nach Coco, die zur Seite sprang.
Dorian nahm das Schwert in beide Hände und schlug nach Guozzis Kopf, der Untote reagierte aber überraschend schnell. Er duckte sich und Dorians Schlag traf ins Leere. Durch die Wucht des Hiebes wurde sein Körper mitgerissen. Der Untote versetzte Dorian einen gewaltigen Schlag in den Nacken. Das Schwert fiel ihm aus den Händen.
Der Untote grunzte zufrieden und warf sich über den halb bewußtlosen Hunter.
Coco bückte sich und hob das Schwert auf. Guozzi hob abwehrend seine rechte Hand, als das Mädchen zuschlug. Sie traf den Oberarm des Ungeheuers. Schwarzes Blut spritzte hervor.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
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Das Mädchen öffnete den Verschluss und nahm das Schwert heraus.
Guozzi heulte wütend. »Das Schwert nützt euch auch nichts.« Er fasste nach Coco, die behände zur Seite sprang. Sie schlug zu, doch der Untote reagierte überraschend schnell. Er duckte sich, so dass der Schlag ins Leere ging. Durch die Wucht des Hiebes wurde sein Körper mitgerissen. Der Untote versetzte Coco einen gewaltigen Schlag in den Nacken. Das Schwert fiel ihr aus den Händen. Guozzi lachte zufrieden und wandte sich jetzt Hunter zu, der sich nach dem Schwert bücken wollte. Ein Stoß schleuderte ihn zur Seite. Diese Sekunde nutzte Coco, um die Waffe wieder zu ergreifen. Vielleicht traute der Untote ihr weniger zu als Dorian; das war auf jeden Fall ein entscheidender Fehler. Sie hob das Schwert und schlug zu. Guozzi hob abwehrend die rechte Hand, und Coco trennte den Arm des Monstrums ab. Schwarzes Blut spritzte hervor.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
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Dorian versuchte sich zu befreien und trommelte mit beiden Fäusten gegen den Körper des Monsters.
Wieder schlug Coco zu. Diesmal traf sie die Schulter. Die Knochen splitterten.
Der Untote heulte wütend auf und ließ Dorian los.
Cocos Gesicht war gerötet, und ihre Augen blitzten. Ihre weiße Bluse war voll schwarzer Blutspritzer. Wie eine Rachegöttin stand sie vor dem Untoten.
Die Wut und die Angst um Dorian verliehen ihr übermenschliche Kräfte.
Der Untote hatte sich halb aufgerichtet, als das Schwert wieder auf ihn niedersauste. Diesmal spaltete es dem Monster den Schädel bis zum Nasenbein.
Guozzi stieß einen fürchterlichen Schrei aus und rollte zur Seite. Doch er war noch nicht tot. Trotz der fürchterlichen Verletzung stand er nochmals auf. Schwarzes Blut rann über sein Gesicht, ein Auge hing aus der Höhle. Der Anblick war nichts für schwache Nerven.
Dorian sprang hoch.
„Danke“, sagte er zu Coco und packte das Schwert.
„Du mußt ihm den Schädel abschlagen“, sagte Coco.
Dorian nickte. Der Untote stand schwankend vor ihm und griff mit beiden Händen nach ihm. Doch diesmal war Dorian vorsichtiger. Er umtänzelte das Ungeheuer und wartete auf seine Chance. Er wollte sich nicht noch einmal in die Reichweite der langen Arme begeben. Immer wieder deutete er einen Schlag an, wich aber blitzschnell zur Seite.
„Versuche ihn abzulenken!“ rief er Coco zu.
Sie sah sich suchend um, dann fiel ihr Blick auf die Bar. Sie holte einige Gläser und Flaschen heraus, die sie dem Untoten ins Gesicht warf. Dorian tänzelte noch immer hin Und her. Einmal kannte er mit einem Schlag dem Untoten den rechten Unterarm abtrennen.
Schließlich taumelte Guozzi an ihm vorbei, Auf diese Gelegenheit hatte Dorian gewartet. Er hob das Schwert und ließ es niederkrachen. Sein Schlag war so gewaltig gewesen, daß er selbst in die Knie ging.
Die scharfe Schneide des Schwertes traf den Halswirbel und trennte den häßlichen Schädel vom Rumpf. Der Untote brach zusammen, und der Kopf kullerte über den Spannteppich.

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Dorian attackierte den Wiedergänger von der anderen Seite, wurde jedoch von der unverletzten Hand in einen stahlharten Würgegriff genommen. Mit bloßen Händen war gegen dieses Wesen nichts auszurichten. Verzweifelt trommelte Dorian mit beiden Fäusten gegen den Kopf des Monstrums, während sein Gesicht langsam blau anlief.
Wieder schlug Coco zu. Diesmal traf sie die Schulter. Knochen splitterten. Der Untote heulte wütend auf und ließ Dorian los. Cocos Gesicht war gerötet, und ihre Augen blitzten. Ihre weiße Bluse war voll schwarzer Blutspritzer. Guozzi hatte sich halb aufgerichtet, als das Schwert wieder auf ihn niedersauste. Diesmal spaltete es dem Monster den Schädel bis zum Nasenbein. Guozzi stieß einen fürchterlichen Schrei aus und rollte zur Seite, doch er lebte immer noch. Trotz der fürchterlichen Verletzung stand er wieder auf. Schwarzes Blut rann über sein Gesicht, ein Auge hing aus der Höhle.
Jetzt aber hatte Coco endgültig die Oberhand gewonnen. Der Untote stand schwankend vor ihr und griff mit beiden Händen nach ihr. Doch die ehemalige Hexe gab sich keine Blöße mehr. Sie umtänzelte das Ungeheuer und wartete auf ihre Chance. Sie wollte sich nicht noch einmal in die Reichweite der langen Arme begeben. Immer wieder deutete sie einen Schlag an, wich aber blitzschnell zur Seite.
»Du musst ihn ablenken!«, rief sie Dorian zu.
Er sah sich suchend um, dann fiel sein Blick auf die Bar. Er holte einige Gläser und Flaschen heraus, die er dem Untoten ins Gesicht warf. Schließlich taumelte Guozzi zurück. Auf diese Gelegenheit hatte Coco gewartet. Sie hob das Schwert und ließ es niederkrachen. Sie hatte alle Kraft in den Schlag gelegt, so dass es ihr fast aus der Hand fiel, als es den Hals des Untoten durchschnitt. Guozzi brach zusammen, und der Kopf kullerte über den Spannteppich.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 63, 2. Spalte, 6. – 10. Absatz
Dorian ließ das Schwert fallen und blieb knien. Er atmete schwer.
Coco trat neben ihn und legte ihre Hände auf seine Schultern.
„Danke, Herr Helnwein“, sagte sie leise. „Danke für Ihr Geschenk.“
„Ohne das Schwert wären wir verloren gewesen“, sagte Dorian und stand auf.
Schweigend starrte er den Untoten an. Im Wohnraum des Flugzeuges sah es fürchterlich aus. Die Wände waren mit Blut bespritzt, der Spannteppich war ruiniert, Flaschen und zerbrochene Gläser lagen herum.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 64, 2. Spalte, 3. + 4. Absatz
Coco ließ schwer atmend das Schwert fallen. Dorian trat neben sie und legte schweigend seine Hände auf ihre Schultern. Wenn er noch einen letzten Beweis gebraucht hatte, dass Coco auf seiner Seite stand, hatte er ihn hiermit erhalten.
Er schaute sich um. Der Wohnraum des Flugzeuges sah fürchterlich aus. Die Wände waren mit Blut bespritzt, der Spannteppich ruiniert, Flaschen und zerbrochene Gläser lagen herum.

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 63, 2. Spalte, 11. Absatz – Seite 64, 2. Spalte, 3. Absatz
Wir werden einige Schwierigkeiten haben, den Behörden in London plausibel zu machen, was geschehen ist“, sagte Coco.
Dorian nickte und meinte: „Wir werden sagen, daß es sich um einen Flugzeugentführer gehandelt hat.“
„Ob du mit dieser Erklärung durchkommen wirst?“
„Es wird gehen“, sagte Dorian. „Ich verständige die Piloten.“
Langsam ging er durch das Flugzeug. Coco würde bei ihm bleiben. Er vertraute ihr jetzt. Sie war eine schöne Frau, eine Frau, die bedingungslos hinter ihm stand. Und so etwas benötigte er dringend. Er brauchte ihre Hilfe. Auch wenn sie ihre Fähigkeiten verloren hatte, so wußte sie doch über vieles Bescheid, wovon Dorian keine Ahnung hatte.
Dorian fragte sich, ob es auch noch anderen Brüdern gelungen war, aus der brennenden Hexenburg zu entkommen. Es war eigentlich anzunehmen; und er war sicher, daß er ihnen noch begegnen würde. Es wartete viel Arbeit auf ihn. Zuviel für einen. Es mußte ihm gelingen, noch weitere Mitstreiter für seine Aufgabe zu gewinnen.
Sein Leben war von nun an ständig in Gefahr. Er würde keinen Augenblick mehr Ruhe haben. Jeder konnte sein Feind sein. Die Dämonen waren mächtig. Viele der einflußreichsten Leute gehören der Schwarzen Familie an. Sie lebten ein Leben nach eigenen Gesetzen. Seine Aufgabe war es, den Dämonen die Maske herunterzureißen und sie zu vernichten.
Er betrat die Pilotenkanzel.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 64, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 65, 2. Spalte, 2. Absatz
»Wir werden einige Schwierigkeiten haben, deinem Freund zu erklären, was hier geschehen ist«, sagte Coco.
Dorian nickte. Er wusste noch nicht, ob er Jeff die Wahrheit sagen würde. Parker glaubte gewiss nicht an die Existenz von Geistern und Dämonen.
»Wir werden einfach sagen, dass sich ein blinder Passagier auf der* Toilette versteckt hat und dann gewalttätig geworden ist.«
»Ob du mit dieser Erklärung durchkommen wirst?«
»Es wird schon gehen«, sagte Dorian. »Die beiden Toten sind schließlich Beweis genug. Ich verständige die Piloten.«
Langsam ging er durch das Flugzeug. Coco würde bei ihm bleiben. Er vertraute ihr jetzt — und hoffte, dass sie ihm seinen Ausraster auf dem Roten Berg irgendwann würde verzeihen können. Er brauchte ihre Hilfe. Auch wenn sie ihre Fähigkeiten verloren hatte, so wusste sie doch über viele Zusammenhänge innerhalb der Schwarzen Familie Bescheid, von denen Dorian keine Ahnung hatte.
Während er zum Cockpit ging, fragte er sich, ob es wohl noch anderen Brüdern gelungen war, aus der brennenden Hexenburg zu entkommen. Es war sehr wahrscheinlich, und er war sicher, dass er ihnen noch begegnen würde. Es wartete viel Arbeit auf ihn. Zu viel für einen Einzelnen. Es musste ihm gelingen, noch weitere Mitstreiter für seine Aufgabe zu gewinnen. Sein Leben war von nun an ständig in Gefahr. Er würde keinen Augenblick mehr Ruhe haben. Jeder konnte sein Feind sein. Die Dämonen waren mächtig. Viele der einflussreichsten Leute gehörten der Schwarzen Familie an. Sie lebten ein Leben nach eigenen Gesetzen. Seine Aufgabe war es, den Dämonen die Maske herunterzureißen und sie zu vernichten.
Er war der Dämonenkiller.

E N DE

© by Uwe Schnabel 2018

 

Kommentare  

#16 Ingo Löchel 2018-10-10 19:34
Vielleicht ist ja das Interview zur Serie "Dorian Hunter" ganz aufschlussreich.

www.zaubermond.de/aktuelles/vollstaendig-und-unzensiert/

Obwohl ich immer noch nicht ganz verstehe, wieso der Bastei Verlag überhaupt ein ehemaliges Konkurrenzprodukt als Heftroman-Neuauflage herausbringt.
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#17 Schnabel 2018-10-10 19:40
zitiere Postman:

Ich dachte das Release basiert auf den Zaubermondbüchern?
Diese sind doch nicht derart verändert?


Doch sind Sie. Folgende Veränderung störte mich:

Vampir-Horror-Roman Nr. 27 (Dämonenkiller 002) „Das Henkersschwert“
Seite 26, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 26, 2. Spalte, 9. Absatz
Die Allee wurde plötzlich von einem näher kommenden Scheinwerfer erhellt. Dorian sah das sich drehende Rotlicht und das hellerleuchtete Schild: Polizei.
Coco sprang hinter eine Baumgruppe und duckte sich. Der Streifenwagen fuhr vorbei.
„Meine Schüsse sind gehört worden“, sagte Dorian. „Jemand hat die Polizei verständigt.“
Ein zweiter Streifenwagen brauste an ihnen vorüber.
Coco ging vorsichtig weiter. Ihre Stiefel verursachten knirschende Laute. Das Kichern war verstummt. Aber nun waren unheimliche Stimmen zu hören. Sie kamen von allen Seiten.
Dorian blieb stehen. Die Stimmen wurden immer lauter.
„Die Stimmen!“ sagte er.
Coco drehte sich um.
„Komm!“ schrie sie und packte ihn, doch Dorian schüttelte sie unwillig ab.
Er lauschte den Stimmen, die mal lauter, dann leiser zu hören waren. Sie änderten die Tonlage und säuselten einschmeichelnd. Es war ein süßes Locken, das seinen ganzen Körper erfüllte; drängend und zärtlich.
Er griff in die Manteltasche und holte die Pistole heraus. Coco versuchte sie ihm zu entwinden, doch es gelang ihr nicht.
Die einschmeichelnden Stimmen wurden noch lauter.
„Schieß auf Coco!“ forderten sie.
Dorian hob die Pistole und entsicherte sie. Das Mädchen duckte sich und schlug Dorians Hand zur Seite. Dorian hatte aber schon abgezogen. Die Kugel fuhr in den Boden.
„Versuch es nochmals!“ baten die Stimmen.
Dorians Bewegungen waren eckig und ungelenk. Wieder hob er die Hand und versuchte, auf das Mädchen zu zielen, doch sie bewegte sich viel zu rasch für ihn.
„Erschieße sie!“ schrien die Stimmen in seinem Hirn.
Coco versuchte erneut, ihm die Waffe zu entreißen, doch er hielt sie zu fest.
Der nächste Schuß krachte los. Die Kugel pfiff an Cocos Wange vorbei. Coco legte den Mittelfinger der rechten Hand über den Zeigefinger, drückte beide Finger blitzschnell gegen Dorians Stirn und schrie ein Wort.
Dorian zuckte zusammen. Verständnislos starrte er die Pistole an. Das Mädchen nahm sie ihm aus der Hand und ließ sie in ihrer Manteltasche verschwinden.

Dorian Hunter – Dämonenkiller Nr. 2 „Das Henkersschwert“
Seite 24, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 25, 1. Spalte, 3. Absatz
Die Allee wurde plötzlich von einem näherkommenden Scheinwerfer erhellt. Dorian sah das sich drehende Rotlicht und das hellerleuchtete Polizeischild. Coco sprang hinter eine Baumgruppe und duckte sich. Der Streifenwagen fuhr vorüber. Coco ging vorsichtig weiter. Ihre Stiefel verursachten knirschende Laute. Das Kichern war verstummt, aber nun waren unheimliche Stimmen zu hören. Sie kamen von allen Seiten. Dorian blieb stehen. Die Stimmen wurden immer lauter.
Coco drehte sich um. »Komm!«, schrie sie und wollte ihn packen, doch Dorian schüttelte ihre Hand unwillig ab. Er lauschte, den Stimmen, die mal lauter, dann leiser zu hören waren. Sie änderten die Tonlage und säuselten einschmeichelnd. Es war ein süßes Locken, das seinen ganzen Körper erfüllte; drängend und zärtlich. Er griff in die Manteltasche und holte das Taschenmesser mit dem Korkenzieher daran heraus. Coco versuchte, es ihm zu entwinden, doch es gelang ihr nicht. Die einschmeichelnden Stimmen wurden noch lauter.
»Töte das Weib!«, forderten sie. Dorian hob die Hand und wollte den Korkenzieher auf Coco herabfahren lassen, doch das Mädchen duckte sich und schlug seine Hand zur Seite.
»Weiter!«, hetzten die Stimmen. »Gib nicht auf!«
Seine Bewegungen waren eckig und ungelenk. Wieder hob er die Hand und versuchte, auf das Mädchen einzustechen, doch Coco bewegte sich viel zu rasch für ihn. Das Taschenmesser konnte sie ihm jedoch nicht entreißen. Endlich legte sie den Mittelfinger der rechten Hand über den Zeigefinger, drückte beide Finger blitzschnell gegen Dorians Stirn und schrie ein magisches Wort. Dorian zuckte zusammen. Verständnislos starrte er das Taschenmesser an. Coco nahm es ihm aus der Hand und ließ es in ihrer Manteltasche verschwinden.

Und zwar wegen folgenden Text wo er plötzlich eine Pistole hat:
"Dann holte er seine Pistole hervor, entlud sie und schob die geweihten Patronen mit den Silberkugeln ins Magazin." (siehe Dorian Hunter 2, Seite 41, 1. Spalte, 1. Absatz)
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#18 Advok 2018-10-10 20:09
zu #15: Hier finde ich Kurt Luifs Einstellung ein wenig engstirnig bzw. inkonsequent: Wenn die Serie zeitlich noch vorne verlegt wird (was sie meines Wissens wurde), ist es nur konsequent, dass der U-Bahn-Bau umgeschrieben werden musste. In den 70ern haben die Städte hier viel gebaut - aber aktuell? Bzw. in den 2000ern? Hier nicht umzuschreiben, wäre ein Fehler gewesen.

Natürlich hätte er dieses Vorgehen insgesamt kritisieren können. Tat er aber anscheinend nicht ...
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#19 Schnabel 2018-10-10 20:47
zitiere Advok:
zu #15: Hier finde ich Kurt Luifs Einstellung ein wenig engstirnig bzw. inkonsequent: Wenn die Serie zeitlich noch vorne verlegt wird (was sie meines Wissens wurde), ist es nur konsequent, dass der U-Bahn-Bau umgeschrieben werden musste. In den 70ern haben die Städte hier viel gebaut - aber aktuell? Bzw. in den 2000ern? Hier nicht umzuschreiben, wäre ein Fehler gewesen.

Natürlich hätte er dieses Vorgehen insgesamt kritisieren können. Tat er aber anscheinend nicht ...


Es wurde in den siebziger Jahren die Linie U1 gebaut und am Stephansplatz war eine Haltestelle der U1. Zwanzig Jahre später wurde die Linie U3 gebaut. Auch sie halt am Stephansdom. Soviel zum U-Bahn-Bau.
Die Sätze, von der Zaubermond-Redaktion gelöscht wurden sind, gingen vor allen gegen die österreichischen Politiker im Allgemeinen und ihre Unfähigkeit. Ich suche mal die Sätze raus...
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#20 Schnabel 2018-10-10 21:13
Hier sind das Original und die Veränderung aus DK Nr. 12:

In DK-Heft 12 „Das Mädchen in der Pestgrube“, Seite 5, 1. Spalte, 1. Absatz – Seite 6, 1. Spalte, 4. Absatz findet man folgenden Anfang:
Die riesige Baugrube vor dem Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein hübscher Anblick. Die Touristen hatten einige Mühe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, ohne allzuviel von den störenden Kränen und Baumaschinen draufzubekommen.
Es wurde Tag und Nacht gebaut. Der Lärm war ohrenbetäubend, Fritz Heller hatte sich jedoch schon seit vielen Jahren an ihn gewöhnt. Er hielt den vibrierenden Preßluftbohrer in seinen riesigen Pranken und war mit seinen Gedanken nicht sehr bei der Arbeit.
Heller war ein bulliger Mann von etwa Fünfzig. Er trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges weißes Leibchen. Auf seinem gewaltigen Schädel saß ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein kühles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und beschäftigte sich kaum mit Politik. Doch heute dachte er darüber nach, wie es möglich sein konnte, daß der Bürgermeister noch vor kurzer Zeit erklärt hatte, daß Wien keine U-Bahn benötige; und nun war er einer der unzähligen Arbeiter, die damit beschäftigt waren, sie zu bauen.
Er schüttelte den Kopf und bohrte weiter.
„Verdammt noch mal!“ rief er wütend, als er ein Stück eines Oberschenkelknochens freilegte.
Vor vielen hundert Jahren hatte sich rund um den Dom der sogenannte St. Stephans Freithof befunden. Das war in jener Zeit gewesen, als die innere Stadt noch eine Mauer umgab und sich jeder innerhalb der Stadtmauer hatte bestatten lassen wollen. Bei den Pestseuchen hatte man die Toten ganz einfach in riesige Gruben geworfen und zugeschüttet. Daher stieß man jetzt immer wieder auf Knochen und Schädel, die gesammelt und in den Katakomben des Dorns bestattet wurden.

Im DH-Buch Nr. 3 findet man auf Seite 190:
Die riesige Baugrube ganz in der Nähe vom Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein hübscher Anblick. Die Touristen hatten einige Mühe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, ohne allzuviel von den störenden Kränen und Baumaschinen draufzubekommen. Hinzu kam der schier ohrenbetäubende Krach.
Fritz Heller hatte sich jedoch schon vor vielen Jahren an den Lärm gewöhnt. Er hielt den vibrierenden Preßluftbohrer in seinen riesigen Pranken und setzte ihn immer wieder an, ohne mit seinen Gedanken sonderlich bei der Arbeit zu sein. Er war ein bulliger Mann von etwa fünfzig Jahren, trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges weißes T-Shirt. Auf seinem gewaltigen Schädel saß ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein kühles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und beschäftigte sich kaum mit Politik. Deshalb war es ihm auch egal, daß eine angeblich historische Häuserzeile mitten in der Wiener Innenstadt zur Hälfte abgerissen worden war, um Platz für den Prunkbau irgendeines Versicherungskonzerns zu schaffen, für den er gerade mithalf, das neue Fundament auszuheben. Immerhin sicherte der Großauftrag seinen Arbeitsplatz in der angeschlagenen Baubranche, und das war alles, was für ihn zählte.
»Verdammt noch mal!« rief er wütend, als er ein Stück eines Oberschenkelknochens freilegte.
Vor vielen hundert Jahren hatte sich rund um den Dom der sogenannte St. Stephans Freithof befunden. Das war in jener Zeit gewesen, als die innere Stadt noch eine Mauer umgab und sich jeder innerhalb der Stadtmauer hatte bestatten lassen wollen. Während der Pestepidemien hatte man die Toten ganz einfach in riesige Gruben geworfen und zugeschüttet. Daher stieß man jetzt immer wieder auf Knochen und Schädel, die gesammelt und in den Katakomben des Doms bestattet wurden. Schon als vor vielen Jahren die Wiener U-Bahn gebaut worden war, hatte es ähnliche Probleme gegeben, wie er aus den Schilderungen älterer Kollegen wußte.

Folgender weiterer Text stammte aus DK-Heft 12, Seite 15, 1. Spalte, 15. Absatz – Seite 16, 1. Spalte, 1. Absatz:
Das Frühstück verlief ziemlich schweigsam. Ich trank zwei Tassen Kaffee, während Helnwein ausgiebig aß. Kurz nach neun Uhr fuhren wir los. Helnwein saß hinter dem Steuer seines klapprigen Volkswagens. Er war ein überraschend sicherer Fahrer, der sich nicht sehr an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt. Auf dem Parkplatz vor der Oper stellten wir den Wagen ab. Wir stiegen aus und gingen die Kärtnerstraße entlang, die direkt zum Stephansplatz führt. Wir sprachen nicht viel miteinander. Gelegentlich blickte ich in eine Auslage und beobachtete die Passanten.
Einige Minuten vor zehn Uhr erreichten wir den Stephansplatz, und ich blieb überrascht stehen. Eine riesige Baugrube lag vor uns.
„Sieht nicht besonders schön aus, was?“ fragte Helnwein.
„Das kann man wohl sagen“, meinte ich.
„U-Bahn-Bau“, sagte Helnwein erklärend. „Wie alles in Wien kommt sie zu spät. Ich werde wohl kaum mehr erleben, daß eine Linie fertig wird. Unsere Stadtverwaltung ist so ziemlich das letzte, was man sich vorstellen kann. Würde man ein paar dressierte Affen ins Rathaus setzen, würde man keinen Unterschied merken.“
Ich lachte.
„Sie können gut lachen, Hunter“, sagte Helnwein. „London hat seit vielen Jahrzehnten eine U-Bahn. Manchmal glaube ich tatsächlich, daß in Wien der Balkan anfängt.“ Helnwein seufzte. „Aber es hat keinen Sinn, sich aufzuregen. Bei den nächsten Wahlen wird sich auch nichts ändern. Da präsentieren alle Parteien tolle Programme, und wenn die Wahlen vorbei sind, verschimmeln die Pläne in irgendeiner Lade. Wenn ich etwas zu sagen hätte, würde man alle Politiker...“ Er winkte mit der rechten Hand resigniert ab. „Sehen Sie sich nur die Arbeiter an! Die stehen alle wie Denkmäler herum.“
Brummend ging er unter einem Bretterverschlag durch, und ich folgte grinsend.
Wir betraten den Dom. Ich hatte ihn schon einmal vor einigen Jahren besichtigt und fand ihn sehr eindrucksvoll. Vor einer Stiege im linken vorderen Seitenschiff des Doms blieben wir stehen. Auf einer Tafel stand: Nächste Führung zehn Uhr. Eintritt für Erwachsene acht Schilling.

Im Zaubermond DH-Buch Nr. 3 steht auf Seite 204 folgendes:
Das Frühstück verlief ziemlich schweigsam. Ich trank zwei Tassen Kaffee, während Helnwein ausgiebig aß.
Kurz nach neun Uhr fuhren wir los. Helnwein saß hinter dem Steuer seines klapprigen Volkswagens. Er war ein überraschend sicherer Fahrer, der sich nicht immer an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt. Auf dem Parkplatz vor der Oper stellten wir den Wagen ab. Wir stiegen aus und gingen die Kärntnerstraße entlang, die direkt zum Stephansplatz führt. Wir sprachen nicht viel miteinander. Gelegentlich blickte ich in eine Auslage und beobachtete die Passanten. Einige Minuten vor zehn Uhr erreichten wir den Stephansplatz. Eine Baugrube nahm eine Seite des Platzes ein.
Wir betraten den Dom. Ich hatte ihn schon einmal vor einigen Jahren besichtigt und fand ihn sehr eindrucksvoll. Vor einer Stiege im linken vorderen Seitenschiff des Doms blieben wir stehen. Auf einer Tafel stand: Nächste Führung zehn Uhr. Eintritt für Erwachsene acht Schilling.
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#21 Postman 2018-10-11 13:52
@ Uwe Schnabel: Sehr interessant. Nun bin auch auch der Meinung, dass man zwar den Zeitgeist drinlassen, aber nicht mehr stimmige Passagen doch korrigieren sollte. Dass die "dressierten Affen im Rathaus" aber überhaupt durchgingen ... ohne Worte.

Wobei dann wäre die Venus in den ersten PR-Heften wohl auch in Nachauflagen nie mehr ein Urwaldplanet gewesen ... eine Zwickmühle.
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#22 Zakum 2018-10-13 07:37
Also die "üppigen Brüste" aus einem Luif-Roman rauszustreichen, ist definitiv ein Sakrileg! :lol:

Erbse gefunden (!):
Wenn man heutzutage vom Flughafen Wien-Schwechat mit dem Auto in die Innenstadt fährt, benutzt jeder "normale Mensch" die Flughafenautobahn (A4; gibts seit den 80ern). Dann liegt die Raffinerie LINKS! In den 70ern, über die damals nur vorhandene Bundesstraße, liegt sie RECHTS. Also bitte ein bisschen mehr Sorgfalt beim Bearbeiten! :D
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#23 Sarkana 2018-11-03 12:03
zitiere Ingo Löchel:
Obwohl ich immer noch nicht ganz verstehe, wieso der Bastei Verlag überhaupt ein ehemaliges Konkurrenzprodukt als Heftroman-Neuauflage herausbringt.

Warum nicht? Der Konkurrenz ist damit kaum geholfen. Die Serientantiemen an VPM dürften sehr überschaubar sein und richtige Konkurrenz ist VPM ja auch kaum noch, da sind keine Heftromane abseits der Rhodan-Schiene mehr zu erwarten. Und wenn Bastei eine Serie nachauflegen will, bleibt nicht viel. Sinclair läuft, Ballard ist mit zuviel Nachauflagen der ältesten Romane in Reihen versaut und eBook-Rechte glaub nicht mehr erhältlich. Da ist es nur logisch bei Pabel-Moewig/Zauberkreis zuzugreifen. Und der geringste Aufwand ist halt der Dämonenkiller. Ein Band der Buchausgabe ist von einem Redakteur vermutlich binnen Tagesfrist in einzelne Heftromane zerlegt und die Titelbilder die vorliegen ins Heftcover gewurstelt noch am selben Tag. Das gleicht die relativ teure Erstellung neuer Cover für die Hefte für die eben kein Bild vorliegt locker aus.
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#24 Harantor 2018-11-03 12:06
Wenn die Tantiemen überhaupt an VPM fließen, weil "Dorian Hunter" ist eine Zaubermond-Serie. Ich denke eher der Lizenzgeber ist Ehrhards Zaubermond. Und der bekommt das Geld und teil es mit den Autoren ...
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#25 Laurin 2018-11-03 13:59
Sehe ich wie Harantor, denn VPM hat die Serie doch schon seit langem abgehakt und bei Zaubermond sind diese TBs quasi das Sahnehäubchen. Und ich glaube eher wenig das Bastei hier wegen der Rechte an Zaubermond und auch noch an VPM zahlt.

Wenn eine Serie zeitlich angepasst wird, hat das natürlich auch was mit der bedienten Leserschaft zu tun, welche nicht unbedingt bereits die Erstausgaben seitens VPM gelesen haben müssen. Von der Warte aus hat dies auch wenig mit Respekt gegenüber den damaligen Autoren zu tun. Hätte man den Handlungsverlauf an sich in gewissen Punkten entscheidend verändert (man sehe hier mal Richtung LARRY BRENT), könnte ich den Großteil der Kritiken hier verstehen. Aber dem ist ja wohl nicht so. Und lassen wir das mal feststellen, weder Zaubermond noch Bastei wollen heute noch wirklich dem verbliebenen kleinen Kreis der Fans vom DÄMONENKILLER den Bauch pinseln. Damit lässt sich nämlich kaum noch wirklich Geld verdienen und eventuelle Neuleser bindet man nicht mehr mit den ursprünglichen Textfassungen die von der ersten bis zur letzten Seite den Altersgeruch der 70er/80er Jahre ausdünsten.

Und was die ersten Venus-Abenteuer bei PERRY RHODAN anging, da hatte man gleich hausgemacht damals so einiges gegenüber den Heften der Erstausgabe falsch gemacht, denn hier wurde sogar zwischenzeitlich ziemlich extrem die Handlung gegenüber den damaligen Originaltexten der ersten Hefte verändert. Das war dann über die Jahre ein ziemliches hin und her, was wirklich für mich als Leser durchaus ärgerlich war, welcher die Originaltexte dieser ersten Heftromane kannte.
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#26 Sarkana 2018-11-03 20:00
zitiere Harantor:
Wenn die Tantiemen überhaupt an VPM fließen, weil "Dorian Hunter" ist eine Zaubermond-Serie.

Nya, wenn Zaubermond die Serienrechte komplett gekauft hat schon. Ansonsten wird es, gegebenenfalls indirekt via Zaubermond, schon Tantiemen für VPM geben. In jedem Fall dürfte das nicht viel sein und anders als Kelter würde ich VPM und Bastei auch nur sehr bedingt als direkte Konkurrenz im Heftmarkt ansehen. Eher noch Cora und das ist schon eher zweifelhaft.
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#27 Harantor 2018-11-03 20:04
Nein, es gibt nur Lizenzen für Zaubermond und nicht für VPM. VPM hat nur noch Titelrechte am "Dämonenkiller". Und das wars. Das kam schon bei den Hörspielen raus, als der Schreivogel damals ein DK-Hörspiel produzierte.
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#28 Sarkana 2018-11-03 22:02
Ja nu, letztlich macht es auch keinen Unterschied - außer daß es so für Bastei evtl. noch etwas billiger wird.
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