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Aufgetaucht! - Dämonenkiller-Titelbilder der Zweitausgabe von Lutohin

Dämonenkiller - Die TitelbildzeichnerAufgetaucht!
Dämonenkiller-Titelbilder der Zweitausgabe von Lutohin

Der Mai ist ein Monat mit Dämonenkiller-Tradition. Im Mai 1977 erschien das letzte Heft der Erstauflage, im Mai 1986 wurde der Entschluss gefasst, die DK-Zweitausgabe einzustellen.

Und dreißig Jahre später - im Mai 2016 - fielen mir durch Zufall die geplanten Titelbilder von Nikolai Lutohin für die Dämonenkiller-Zweitausgabe  in die Hände.


Es handelt sich um die Bilder der Nummern: Nr. 177, 178, 181, 182 und 183 aus dem Zyklus um den 30jährigen Krieg, der von Walter Appel federführend gestaltet wurde.

Und heute präsentierte ich sie Euch.

Nicolai LutohinNikolai Lutohin wurde 1932 in Jugoslawien geboren und starb am 31. August 2000 an Folgen einer Rauchvergiftung.

Seine Illustrator-Karriere in Deutschland begann 1975 mit dem Vampir-Taschenbuch 35. Im Juli 1976 gab er sein Debüt als Dämonenkiller-Titelbild-Zeichner (DK 100). Zwischen Nr. 100 und 128 fertigte er 14 Bilder an. Es könnte auch noch ein weiteres geplantes DK-Bild (Nr. 144) von ihm

Im August 1976 wurde Nikolai Lutohin der Nachfolger von Karel Thole als Zeichner der Vampir-Horror-Roman-Titelbilder. Seine ersten Vampir-Bilder war die Nummern 185 - 192. Insgesamt zeichnete er 111 Titelbilder (= 24,62 %). Lutohins Ausscheiden nach 4 Jahren aus der Vampir-Zeichner-Gilde war durch den Start der Serie Mythor bedingt, denn dort wurde er Hauptzeichner der Serie. Zwischen 1980 und 1985 zeichnete er 171 der 192 Mythor-Titelbilder.

Für den Pabel-Verlag zeichnete er zwischen 1978 und 1982 alle Titelbilder der Taschenbuch-Serien Plutonium-Police (28 Bilder) und Sun Koh (37 Bilder) und war auch an den Taschenbuch-Serien W. D. Rohr (5 Bilder), Terra-Fantasy (4 Bilder) und Utopia-Classics (35 Bilder) beteiligt.

Sein geplanter Einstieg als Zeichner der Dämonenkiller-Zweitausgabe wurde durch die Einstellung (Band 175) nach nur zwei Bilder 172 und 173 gleich wieder beendet, so dachte ich, aber nun sind dreißig Jahre später diese fünf Bilder (177 + 178, 181 - 183) aufgetaucht.

Die Exposes zu den Romanen

Kommentare  

#16 Andreas Decker 2016-07-15 10:47
Zitat:
durchliest, sind da viele gute Ansätze dabei,
Das ist richtig. Man muss auch immer im Hinterkopf behalten, dass die Serie auf der Softgrusel-Schiene geblieben wäre. Da hätte es keine thematische Rückbesinnung zu den Anfangszeiten gegeben.

Trotzdem. Ich konnte und kann mit der Neuauflage - also den neuen Romanen - nichts anfangen. Schlicht bis schlecht geschrieben hatten sie keine besondere Identität. Giesas Romane lasen sich wie Zamorras, Ritter und Haensel hatten nicht die geringste Affinität zum Thema, Kneifel sowieso nicht mehr, und Appels Stil war zu der Zeit bereits auf dem Weg zu dieser schrillen, halbparodistischen Art. Luif war sich soweit möglich treu geblieben, was die Gegensätze noch mehr akzentuierte.

Schon Vlcek hat das Thema Dreißigjähriger Krieg ohne Not verschenkt - das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, da muss man nur einmal zb die Faust-Geschichte damit vergleichen, beim Ersteren IST es die Geschichte, beim Letzteren ist es nur noch ein beliebiges Bühnenbild - , insofern sollte man den zweiten Versuch nicht zu kritisch betrachten. Aber diese angedachte Mischung aus Zeitreise, Billigfantasy und Softgrusel hat daraus auch nichts Besseres gemacht. Das ist genauso beliebig wie in den Konkurrenzserien der Zeit, wo der Held auf dem Weg zum Supermarkt an drei Dimensionstoren und zwei Zeitbrunnen vorbeikommt. Insofern hält sich mein Bedauern über die zweite Einstellung in Grenzen.
Zitieren
#17 Schnabel 2016-07-15 11:35
zitiere Andreas Decker:
Schlicht bis schlecht geschrieben hatten sie keine besondere Identität. Giesas Romane lasen sich wie Zamorras, Ritter und Haensel hatten nicht die geringste Affinität zum Thema, Kneifel sowieso nicht mehr, und Appels Stil war zu der Zeit bereits auf dem Weg zu dieser schrillen, halbparodistischen Art. Luif war sich soweit möglich treu geblieben, was die Gegensätze noch mehr akzentuierte.

Ich sehe die Hauptursache des Scheitern der Zweitausgabe hauptsächlich im Fehlern der Exposés. Solange es dieses nicht gab, haben die Autoren ihre "guten" oder "schlechten" Ideen ohne Absprache untereinander umgesetzt. Die Hivar Kelasker-Romane waren eine Frechheit. Ritter hatte seine Krimi-Linie und Haensel war noch auf der Suche was er machen wollte. Erst mit den neuen Exposés ab Band 164 war wieder eine klare Linie vorgegeben. Kurt Luif hat mit Band 164 einen - nach meiner Ansicht - guten Zyklusstart geschrieben und auch restlichen Roman bis Band 172 waren - mit Ausnahme von Ritters Roman - passabel bis gut. Mir waren die Giesa- und Appel-Romane zehnmal lieber, als wenn dem Leser weitere Kelasker-Machwerke präsentiert wären. Die beiden mögen ihre Schwächen gehabt haben, aber wenn man den Kneifel-Roman Nr. 140 genau gelesen hat, hatte er darin schon angekündigt, daß es drei weitere Romane mit seiner Figur Roquette geben würde. Einzig Dorian Hunter spielte in den Bänden 146, 147 und 149 am Rande persönlich und als Stichwortgeber mit. Sollten hatten diese Romane mit der Dämonenkiller-Serie nichts zu tun.
Kurt Luif war sich treu geblieben, aber ihm fehlten die Exposés, wie er mir sagte. Er hielt sich nicht immer an die Vorgaben von Ernst Vlcek, aber was er daraus gemacht hat, war immer sehr lesenswert. Er brauchte eine Idee, einen Aufhänger und dann schrieb einen Roman, der den Namen Dämonenkiller gerecht wurde.
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