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Dämonenkiller-Neuauflage: Nr. 181 "Die Teufelsglocke" - Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Dämonenkiller-AutorenNr. 181
Die Teufelsglocke
Exposés 173 - 183 von Walter Appel (Earl Warren)

Walter Appel alias Earl Warren hat im Februar 1986 - vor 27 Jahren - den 30jährigen Krieg-Zyklus für die Zweitausgabe der Dämonenkiller-Serie verfasst. Leider sind von den geplanten Nummern 173 – 183 nur  die Bände 173 – 175 als DK-Hefte erschienen. Walter Appel hat uns freundlicherweise gestattet, seine DK-Exposés zu veröffentlichen. Wir bringen die Exposés in täglicher Folge und heute bringen wir das Exposé für die Nummer 181.


Die TeufelsglockeDK-Heft Nr. 181
Autor: Giesa / Hastur
Die Teufelsglocke
Olivaros Doppelspiel
Geneviéves Opfergang
Abrechnung mit Asmodi
Der Kampf um Schloß Mummelsee

Zeit: Gegenwart: Juni, Vergangenheit: 1639/40 - 1654

Handlungsorte: Basajaun/Andorra Gegenwart - Schwarzwald/Mummelsee Vergangenheit

Titelbildvorschlag: Die Teufelsglocke - groß, schwarz, unförmig, mit fratzenhaften Verzierungen und Zeichen auf einem Gestell oder Turm, kann notfalls auch so in der Luft hängen. Unterhalb der Glocke oder davor Geneviéve, langes weißblondes Haar, schön, die zu der Glocke aufschaut.

Story:

1.) Gegenwart: Dorian und Unga sind stande pede, auf Hessisch schnurstracks, vom Mummelsee nach Andorra geflogen. Per Chartermaschine, da wenig Magnetfelder. In Basajaun - starke Anfangs­szene mit Hexen aus der Gruft -, die die Besatzung mal wieder in den Söller treiben und diesen zum Einsturz bringen wollen, außerdem den Leuten im Söller mit Zauberkräften zusetzen - Schwindel, Nasenbluten, Ohrensausen, es wird einem sauübel davon, man krümmt sich usw. - ist der Teufel los. Dorian und Unga kommen gerade rechtzeitig. Dorian nimmt Phillip bei der Hand und obwohl er sich sträubt, führt er den Hermaphroditen in sein Castillo, das er kaum wiedererkennt. Miß Pickford zetert ob dieses "Rohheit", aber sie zahlt sich dann doch aus, denn die Hexen ziehen sich vor Phillip in die Gruft zurück.

Die Leute im Söller - Personalliste nach lesen oder anhand Infoexpos selbst aufstellen - sind entsetzt im Sinn von befreit. Erst mal. Abi Flindt meckert Dorian an und nach allen, was der DK hinter sich hat, steht er kurz davor, Flindt eine reinzuhauen. Er hat auch nur Nerven. Unga geht dazwischen. Der Hexenzauber ist noch beseitigt. Phillip ist nicht im Castillo zu halten. Er hat jetzt auch einmal eine Schwäche, und zwar wird er auf eine magische Weise krank. Begründung: Das Castillo ist inzwischen so dämonisiert, daß auch Phillips Kräfte nicht mehr ausreichen, um die dämonischen Ausstrahlungen zu brechen und das Böse völlig auszutreiben. Wenn Phillip das Böse aber nicht austreiben kann und nicht weg kann, geht er zugrunde. Als Dorian das erkennt, muß er ihn wohl oder übel mit einem Teil der Castillo-Besatzung ziehen lassen. Dorian bleibt mit Unga und einer Handvoll Vertrauer im Söller. Die anderen ziehen erst mal ins Dorf des Antonio Urales - Name des Bergdorfs: Sindice - man kann übrigens auch mal was über Andorra nachlesen - der von den Expos 174 und 175 bekannt ist. Das ist aber keine Dauerlösung, zumal Repressalien der Schwarzen Familie gegen die Dorfbewohner entstehen könnten und das Bergdorf keinen sicheren Schutz bietet, wie es Basajaun einmal war.

Die Hexen kommen dann wieder. Zauber und Gegenzauber. Dorian wirft den magischen Bumerang, doch, herbe Enttäuschung, gegen die aus Staub geschaffenen Wesen, die im eigentlichen Sinn nicht fest stofflich sind, versagt er. Er jagt zwar durch, aber die Unwesen fügen sich wieder zusammen. Es geht hin und her. Mit Weihwasser z. B. kann man den Hexen und Hexern zusetzen. Das schlägt den Staub nieder und das ziemlich drastisch. Aber die Unwesen stellen sich nicht einfach hin, bis einer mit dem Weihwasserwedel kommt und sie erledigt. Dramatisch schildern, meine flapsige Expo-Schreibe ist nicht als Manu-Stilvorlage gedacht.

2.) Vergangenheit: Über einen größeren Zeitabschnitt schildern, wie der 30jährige Krieg sich hinzieht, schließlich zu Ende geht ('s ist Fried, 's ist Fried!) und die Abrechnung mit Asmodi immer noch aussteht. Nun, Asmodi hat Zeit. Matthias altert schneller als Geneviéve und Coco wird überhaupt nicht älter. (Infoexpo Alterungsprozeß DK + Coco Zamis).

Matthias kann es kaum glauben, als endlich Frieden ist. Magister Schnabel nicht vergessen. Episoden mit Dämonenbekämpfung nicht auswalzen, denn bald kommt's. Der Autor, wenn er will, was einfügen. Asmodi und die Apokalyptischen Reiter, soweit noch vorhanden, lassen jedenfalls auf sich warten. Vom Wirken des einen oder andern anderwärts hört man. Die mächtige Hexe Coco alias Jana Collandt schützt das Schloß und die Baronie. Für Matthias ist es ein Weltwunder, als Frieden ist und, was die offiziellen Kampfhandlungen betrifft - bleibt. Marodeure und Gesindel gibt's noch zuhauf. Matthias hat ein gutes Verhältnis zu seinen Untertanen, besonders den Bauern. Er tritt für sie ein, wo und wie er kann und legt sich auch mit höhergestellten Fürsten an. Matthias Eisenhand oder den Aufrechten Matthias nennt man ihn und verehrt ihn, besonders aber seine bildschöne Frau Geneviéve. Nach der Pest, die damals die ganze Baronie fast entvölkerte, und dem Verlust ihres Kindleins hat Geneviéve kein Kind mehr bekommen.

Sie und Matthias lieben sich darum nur um so mehr. Coco denkt manch­mal an Merlins Versprechen, wenn ihr die Glocke schlüge könne sie in ihrer Zeit zurück. Solange war sie noch nie in der Vergangenheit. Olivaro läßt sich nicht mehr blicken. Man hört, daß Ottivo Arras - Olivaros Pseudonym - am kaiserlichen Hof sein soll.

Dann hört man, 1654, nachdem sich Matthias und auch Cooco jahrelang tatkräftig dem Aufbau der Baronie gewidmet haben, daß eine Söldnerbande heranzieht. Besondere Vorzeichen. Ein Gehenkter taucht auf - untot im Sattel - und bringt Nachricht von Asmodi. Nur ein Wort: Abrechnung. - Man macht Schloß Mummelsee sturmfest gegen Dämonen und Menschen. Mit Dämonenbannern und mancherlei Mitteln. Man gießt Silberkugel oder Rosenkranzperlen ins Kugelblei und ähnliches. Der Geheimgang, wie in Expo 177 erwähnt, existiert auch noch. Von den Apokalyptischen Reiter sind Lucretia Schlangenmaul und Würger Schmalhans ausgefallen - für Lucretia kam Agrippina Gallfraß, ihre Schwester, zu Asmodi. Den Hungerdämon hat Matthias in einem Versteck im Wald so aufgehängt, daß niemand ihn finden kann. Würger Schmalhans stirbt da zwar nicht, aber er baumelt, magisch abgesichert. Coco half beim letzterem. Das beim Schreiben von DK 180 noch beachten. Jetzt kommt also Asmodi mit seiner Streitmacht. Olivaro/Arras, Apokalyptischen Reiter und andere. Das Schloß wird umzingelt. Schloßbesatzung siehe Infoexpo und nach Belieben. Der Gevatter Tod bläst sich auf und kichert schon. Doch Coco verläßt durch den Geheimgang das Schloß, versetzt sich in den schnelleren Zeitablauf und gießt ihm in Weihwasser abgeschreckte Silberstücke mitsamt dem Weihwasser in den Hals (Man denke ans Bleigießen an Silvester).

Coco entfernt sich. Asmodi rafft, d. h. kapiert jetzt, daß da was mit Zeitmagie läuft, in der Zeit noch kaum bekannt, und ergreift seine Gegenmaßnahmen, hob den Trumpf aus dem Ärmel. Für Gevatter Tod doch zu spät. Es gibt einen Erfolg für die Schloßverteidiger, als Gevatter Tod a) stirbt und b) im Sterben auch noch mit Silber und Weihwasser veredelte Bazillen - er hat seine Seuchensaat nach der Geschichte in Expo 177 längst aufgefrischt - über die Dämonenschar hinbläst. Da kriegt sogar Asmodi die Silberpocken, doch er kämpft höllenfürsthaft weiter. Mit der Teufelsglocke, seiner Geheimwaffe, die von Dämonen in den Klüften des Erdinnern - Centro Terrae? nicht verraten - gegossen wurde. Die Teufelsglocke, ein gewaltiges Ding, macht jede Magie der Verteidiger sowie die Dämonenbanner und alles unwirksam. Außerdem setzt sie besonders Coco und Geneviéve schwer zu.

Das Getön der Teufelsglocke läßt zudem die Mauern springen. Es läutet den Sturm auf das Schloß ein. Coco fällt Merlins Worte ein: Wenn dir die Glocke schlägt... Aber wie soll sie jetzt an den Bodensee reisen und sie kann auch ihre Freunde nicht in Stich lassen.

3.) Gegenwart Basajaun: Trevor Sullivan kommt, allen Gefahren zum Trotz, nach Basajaun und überbringt Dorian Cocos Botschaft, die er in Merlins Höhle in Wales empfing. Manannan Mac Lir alias Oirbsen ist wieder nach Irland gegangen. Dorian denkt immer an Olivaros Worte, daß Olivaro damals im 17. Jahrhundert Coco Zamis tötete. Dorian ruft Olivaro. Der gibt auch ein Zeichen. Dorian trifft ihn außerhalb des Castillos in seiner Gestalt als Elia Gereon. Olivaro kann aber gegen die Unwesen aus dem Urnenstaub auch nichts ausrichten.

Fragen wegen Cocos Tod in der Vergangenheit durch seine Hand blockt er ab und verschwindet schnell wieder. Dorian kehrt zurück. Abi Flindt hat mitgekriegt, daß der DK einen Dämon traf - Gereon - Olivaro ist offiziell tot, und hegt von da an ein Mißtrauen gegen Dorian, er würde auf beiden Schultern tragen.

4.) Vergangenheit: Das Ende von Schloß Mummelsee und seine Verteidiger scheint bevorzustehen. Da unternimmt Geneviéve eine Verzweiflungstat. Sie verläßt das Schloß heimlich durch den Geheimgang. Die Gegenseite überwacht inzwischen den Ausgang und Geneviéve wird prompt gefaßt.

(Notiz: Das magische Patt zwischen Coco und Olivaro besteht nicht mehr, weil sie keine Magie einsetzen kann, er aber wohl. Und er nutzt das aus. Coco leidet große Qualen). Geneviéve verlangt, vor Asmodi gebracht zu werden. Sie will ihm verraten, daß Olivaro es war, der den Raid der Apokalyptischen Reiter von Magdeburg aus verhinderte. Olivaro rechnet sich das zusammen und lähmt die Zunge und plagt sie auf anderer Weise, mit Hexerei, derart, daß sie zu Boden sinkt. Asmodi und Co. wollen den entscheidenden Angriff beginnen.

Geneviéve rafft sich auf. Sie gelangt zu der Teufelsglocke, die in einem rasch aufgebauten - auch mit magischen Hilfsmitteln errichteten - Turm hängt. Geneviéve klettert am Glockenseil hoch - sie kann keinen Ton von sich geben - und hängt sich an den Klöppel. Sie denkt ihr letztes Gebet, sie ist eine "gute" Hexe.

Man will zum entscheidenden Angriff die Teufelsglocke läuten. Aber sie schweigt. Der Klöppel erschlägt Geneviéve - das nicht ausmalen - Blut am Glockenseil - und die Teufelsglocke bringt keinen Ton mehr hervor. Sie birst sogar. Geneviéves Selbstopfer hat sie zerstört.

Asmodi ist fassungslos. Die Besatzung des Schlosses kann wieder sämtliche Mittel einsetzen. Matthias führt einen Angriff, der die Feindesschar zersprengt - Ausfall - und Furian Mord. Asmodi rennt voll in den Schuß einer Feldschlange - kleines Geschütz, das Silber verschießt, nur ein Schuß wird damit abgegeben, wollen kein laufendes Silbergeböller, allenfalls zwei bis drei Schüsse, Baronie ist wegen Krieg verarmt - und der bläst ihn weg. Coco hat Asmodi vor die Feldschlange gelockt. "Ha, Hexe, dich krieg ich!" - Dann kriegt er's.

Asmodi ist für die nächste Zeit erledigt, vielleicht dauerhaft angegriffen. Silberpocken, Silberschuß, das ist selbst für den Fürsten der Finsternis zuviel.

Die Dämonen entfleuchen. Sieg! Aber der Preis war entsetzlich. Matthias erleidet einen Schock, als er Geneviéve tot bei der geborstenen Teufelsglocke findet. Geneviéve, seine große Liebe, war mehr als alles andere das Zentrum seines Lebens. Magister Schnabel notiert: Hat unser Herre Reichsbaron Matthias Thoth und Theufel getrotzt, sein Weyb Geneviéve verloren und ist danach ein gebrochener Mann gewest. Hat gesprochen: Warumb bin ich nicht gestorben? Warumb seynd wir nicht alle verdorben, als daß ich das verleben mußt? Mag er nicht essen und trinken und furchten wir, daß wir mit in das Grab mußen beten..

Man kann auch, wenn die Notiz nicht gefällt, mit dem erschlagen dasitzenden Matthias enden.

5.) In der Gegenwart sind wir noch nicht ganz fertig. Ira Marginters Geist ist bekanntlich mit von der Hexenpartie. Sie gibt dem DK einen Tip: Im untersten Gewölbe brennt das Höllische Licht, Zakums Zauber, der die Hexen- und Hexerschar am Leben und Wirken erhält. Es handelt sich um den Totenschädel des Isidor Quitano, des letzten verrufenen Hexenjägers, der in seiner eigenen Falle starb. In dem frei in der Luft schwebenden Schädel glüht ein fahlgrünes, dämonisches Licht und leuchtet aus Augenhöhlen und Mund. Das ist der Zauber.

Dorian und Unga brechen auf, bahnen sich ihren Weg - Angriffe der Staubhexen schildern, Versuche, die beiden zu hindern - und erreichen das Gewölbe. Eine riesige Fledermaus packt Unga. Er ist in Gefahr. Dorian erreicht den Schädel des Quitano und zerschlägt ihn mit dem magischen Bumerang. Pardautz! Damit ist der Spuk vorbei und auch Iras Geist löst sich auf. Sie säuselt ein Abschiedswort und hat damit einen schönen Abgang.

Das war's für diesmal.

Walter Appel, am 26.2.1986

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