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Marcel's Zamorra-Lesereise: Im Geisterreich der Wikinger

MarcelsIm Geisterreich der Wikinger
Professor Zamorra 78

Zamorra und Nicole sind im Urlaub - plötzlich bricht im Frühstücksraum des Hotels ein Sturm aus.

Gleichzeitig schreien alle im Raum vor Schmerz auf ... kurz darauf ist alles wieder normal. Abgesehen davon, dass der Leuchtturm des Ortes St. Briand verschwunden ist.


Das Phantom der InselNicolas Gougeon ist verärgert - seine Sekretärin, Charlotte Rodin, hat ihm in der letzten Nacht einen Korb gegeben. Er will ihr eine kleine Lektion erteilen. Er fährt recht schnell, obwohl Nebel naht. Nicolas hat ein ungutes Gefühl – etwas stimmt mit dem Nebel nicht. Es kommt zu einem Unfall - der Nebel scheint aus einem festen Material zu bestehen, doch die beiden überleben.

Charlotte traut sich, nach dem Schreck, den Nebel zu berühren - er ist fest! In den Ort, St. Briand, gelangt man nicht mehr - und der letzte Ort liegt vier Kilometer zurück. Doch die beiden haben keine Wahl.

Am Nachbartisch sitzt ein Mann, Col sein  Name, der scheinbar lächelt - was Zamorra auffällt. Doch darauf angesprochen wird dessen Blick feindselig. Doch sofort entspannt dieser wieder. Indes gibt es ein großes Problem: Stromausfall im ganzen Ort! Der Professor und Nicole beschließen den Ort zu verlassen um Außerhalb nachzuforschen, doch es ist ihnen nicht möglich. Die gesamte Gegend hat sich verändert - geradeso als wäre sie in die Urzeit zurückversetzt worden. Und ausgerechnet diesmal hat Zamorra das Amulett zu Hause gelassen ...

Außerhalb wurde ein Krisenstab gebildet.

In der Stadt versammeln sich die Bewohner und Touristen auf dem Marktplatz - der Bürgermeister, Armand Desmet, versucht die Leute zu beruhigen. Doch es gelingt ihm nicht. Der Professor beschließt selbst die Leute zu beruhigen, aber auch zu warnen - er offenbart die Lage. Doch einer, Claude Lejeune, hält Zamorra für wahnsinnig. Roger Legrand, ein Wasserskilehrer, ergreift Partei für Zamorra. Man überlegt das man nun unternehmen könne.

Col scheint die ganze Situation zu amüsieren, denn er lächelt.

In der Zwischenzeit kommt Bill Fleming mit seiner neuen Freundin - Monica - nach Hause. Doch viel Spaß haben beide nicht, denn Rafael Bois ruft an - und erklärt dass Zamorra in St. Briand ist.

Bill beschließt sofort zum Chateâu deMontagne zu reisen, als er erfährt dass das Amulett dort - und nicht bei Zamorra - ist. Er vertröstet Monica auf später.

Im Dorf wird Nicole um Hilfe gebeten, da sie zurückgeblieben ist. Allerdings hat sie keinerlei Ahnung, was vor sich geht - doch immer mehr Bewohner und Urlauber sind sich einig: es muss etwas Übersinnliches vor sich gehen. Sie begibt sich an den Strand, wo sie auf dem Meer einige Schiffe erkennt - Wikingerboote! Sie eilt ins Dorf zurück.

Zamorra und die anderen werden mit Pfeilen angreifen. Rupert Marres stirbt. Auch Col wurde tödlich verwundet - scheinbar. Doch er zieht sich den Pfeil heraus und ...nichts. Keine Wunde, kein Blut. Hat sich die Pfeilspitze "passend" im Körper verfangen? Weitere Pfeile schießen heran, doch Col kann alle mit bloßen Händen abwehren, doch seltsamerweise misstraut ihm niemand.

(Im Gegensatz zum Leser)

Doch noch ist man nicht sicher, denn ein großer Wolf nähert sich und greift an. Col lächelt wieder einmal. Aber kurze Zeit später sind der Wolf und Col verschwunden. Indes, im Dorf, nahen die Wikinger rasch. Sie stürmen das Hotel und morden. Nicole gelingt zusammen mit der Servierin Lucille die Flucht. Sie können in Auto steigen, werden aber bemerkt und verfolgt. Auf der Flucht überschlägt sich der Wagen, doch es ist jemand zur Stelle. Jemand der wie gewohnt lächelt: Monsieur Col. Zusammen mit einem Wikinger.

Bill Fleming landet in Paris und begibt sich ins Schloss, wo ihm Raffael Bois das Amulett überreicht. Er begibt sich auf den vierhindert Kilometer langen Weg nach St. Briand. Am späten Abend erreicht er das Dorf vor St. Briand - La Rosy.

Dort wird ihm jedoch polizeilich die Weiterfahrt verwehrt - er muss einen Passierschein vorweisen. Im Ort erklärt er warum er in das Dorf muss, doch man hält Bill für verrückt.

Einer der Dorfbewohner kann Nicole zu Hilfe kommen. Dank einiger Gewehre im Dorf können sich die Bewohner gegen die Angreifer zur Wehr setzen. Die Pfeile und Speere der Wikinger prallen an den Rollläden ab - doch dann erscheint ...Col - und niemand glaubt ihr, dass er zu den Feinden gehört. Er kämpft sogar gegen die Wikinger, wodurch Nicole zweifelt. Ist er doch kein Feind?

Als jedoch ein weiterer Angreifer erscheint und die Angriffe der Dörfler abwehrt, spricht Col mit diesem - in dessen Sprache!

Er ist ein Feind. Doch er lächelt weiter. Bis der Wikinger ihm etwas sagt - Cols Miene wird düster. Und dann lässt Col mit magischen Blitzen die Gewehrläufe schmelzen - was jeder gesehen hat. Col ist eindeutig ein Feind! Die meisten Dörfler werden ermordet – nur Nicole und zwei weitere Frauen überleben den Sturm der Angreifer auf das Haus, in dem sie sich befinden. Sie werden verschleppt.

Bill ist sauer und überlegt was er tun könne, gönnt sich jedoch zunächst ein Abendessen. Da alle Tische besetzt sind, geht er zum einzigen, wo noch ein Platz frei ist - zu einer jungen Frau. Sie kommen ins Gespräch und er erzählt auch von Zamorra - sie, es ist Charlotte Rodin, kennt ihn vom hörensagen. Bill erklärt ihr wie er seine Freunde, und das Dorf, retten will - mit dem Amulett Leonardos.

Charlotte erklärt Bill einen geheimen Weg über die Passierstelle hinaus. Charlotte will jedoch mit in das Dorf - ihr Verlobter ist dort.

Dank des Amuletts können die beiden die Nebelbarriere überwinden und in das Dorf gelangen. Dort erwartet beide das Grauen - zahlreiche Leichen, brennende Häuser, das Chaos ...

Zahlreiche der Toten sind Charlotte bekannt. Auch Lucille gehört zu den Opfern.

Die Gruppe um Zamorra versucht den festgefahrenen Tracker aus dem Schlamm zu ziehen, was sich als schwer erweist.  Es gelingt ihnen – und sie treffen kurze Zeit später auf den lächelnden Col. Im Dorf zurück treffen sie auf Bill, Charlotte und den Pfarrer. Dieser deutet anklagend von Col und stirbt. Nachdem er mit Bill in Ruhe reden konnte, offenbart Zamorra das, was er vermutet hat: Col ist der wahnsinnige Gott Loki!

Und der Wikinger mit dem Col sprach, und darauf hin sauer wurde muss Thor sein - scheinbar ist man in einen Krieg der Götter geraten. Als die beiden erneut auf Col treffen konfrontiert ihn Zamorra mit seinen Vermutungen.

Col beglückwünscht Zamorra, dass er es erkannt hat. Dafür offenbart Loki nun sein Motiv: er sammelt Seelen aus der Zeit der Maschinerie - denn diese können mit modernen Waffen umgehen und die ihm verhasste Krieger Thors mühelos vernichten.

Und um Thor in eine Falle zu locken, weswegen er sich auch gegen seine Krieger, die Wikinger wandte.  Der Gott hat genug, und greift Zamorra an - der von seinem Amulett geschützt wird. Es kommt zum Kampf den der Professor gewinnt.

Dieser verlangt dass alle Entführten ins Dorf zurückgebracht werden - Loki stimmt zu, schwört jedoch tödliche Rache!

Wow, was für ein Roman - da kommt man kaum zum atmen, so spannend ist er. Schnell ist klar, dass Col zu den Feinden gehört, doch dass er ein Gott, und ausrechnet Loki ist, das ist doch eine echte Überraschung. Und da er entkommen konnte, sollte ihn nichts daran hindern, eines Tages Zamorra anzugreifen. Vielleicht wäre das etwas, für die aktuellen Autoren?

Egal ob der Inhalt, oder der Stil, der Roman ist einfach brillant. Das Cover hingegen ...

Ich sehe Skelette ... obwohl im Roman von Wikingern die Rede ist. Und welches Geisterreich gemeint war, hat sich mir auch nicht erschlossen, da das Dorf einfach in die Vergangenheit versetzt wurde - wodurch die Angreifer echt waren. Allerdings ist dies das generelle Problem der 70er Jahre Roman-Cover. Sie haben nur sehr selten mit dem Inhalt zu tun. Dafür war der Roman 1A und das ist doch das wichtigste. Zumal es schön war, dass man zwar sofort wusste, das Col ein falsches Spiel treibt, aber man keine Chance hatte hinter sein Motiv oder gar seine Identität zu gelangen.

Das Phantom der Insel
Professor Zamorra 78
von Robert Lamont (= Hans Wolf Sommer)
16. Juni 1977
Bastei Verlag 

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