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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 101. Teil - Des Teufels Samurai

  Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Des Teufels Samurai

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.

Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 100 Des Teufels Samurai gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 11, 2. Spalte, 2. Absatz

Dorian wandte sich angewidert ab. Es schienen große dicke Würmer oder Blutegel zu sein.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 13, 2. Spalte, 6. Absatz

Dorian wandte sich angewidert ab.

* * *  

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 14, 2. Spalte, 5. Absatz

„Wir sind hier am Originalschauplatz“, sagte Yoshi. „Dieser Palast gehörte einst dem Daimyo Hatakeyama Yoshimune. Es heißt, daß er gütig und weise zu den seinen, aber gnadenlos und grausam gegen seine Feinde gewesen ist. Eines Tages, so berichtet die Legende, nahm Yoshimune ein Findelkind bei sich auf, einen Jungen, den er wie seinen leiblichen Sohn liebte und ihn zum Samurai ausbildete. Doch als dieser zum Jüngling herangewachsen war und seine Ausbildung abgeschlossen hatte, dankte er dem Daimyo seine Güte schlecht. Er stahl das kostbare Familienschwert und zog als Dieb und Schänder durch die Lande. Er wurde als Schwarzer Samurai oder als Samurai mit der Maske berühmt.“

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 16, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 17, 1. Spalte, 1. Absatz

„Wir sind hier am Originalschauplatz“, sagte Yoshi. „Dieser Palast gehörte einst dem Daimyo Hatakeyama Yoshimune. Es heißt, daß er gütig und weise zu den seinen, aber gnadenlos und grausam gegen seine Feinde gewesen ist. Eines Tages, so berichtet die Legende, nahm Yoshimune ein Findelkind bei sich auf, einen Jungen, den er wie seinen leiblichen Sohn liebte und ihn zum Samurai ausbildete. Doch als dieser zum Jüngling herangewachsen war und seine Ausbildung abgeschlossen hatte, dankte er dem Daimyo seine Güte schlecht. Er stahl das kostbare Familienschwert und zog als Dieb und Mörder durch die Lande. Er wurde als Schwarzer Samurai oder als Samurai mit der Maske berühmt.“ 

* * *

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 15, 2. Spalte, 11. Absatz – Seite 16, 1. Spalte, 3. Absatz

 „Passen Sie auf das auf, was sich auf der Bühne abspielt“, riet Yoshi. „Jetzt wird es dramatisch. Sagen Ihnen Schmetterlinge etwas?“
Schmetterlinge!
Dorian erinnerte sich nur zu deutlich an die Qualen, die er als Michele da Mosto in Olivaros Schmetterlingskäfig ausgestanden hatte...
Aber da war noch etwas.
„Hoichi kommt auf seiner Suche in das Haus einer armen Bauernfamilie“, erklärte Yoshi.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 18, 1. Spalte, 6.  + 7. Absatz

„Passen Sie auf das auf, was sich auf der Bühne abspielt“, riet Yoshi. „Jetzt wird es dramatisch.“
„Hoichi kommt auf seiner Suche in das Haus einer armen Bauernfamilie“, erklärte Yoshi.

* * *

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 23, 1. Spalte, 5. Absatz

Der farbschillernde Schmetterling umflatterte das Gesicht des Mädchens und ließ sich auf ihre Nase nieder. Plötzlich schrie das Mädchen vor Schmerz auf. Auf ihrer Nase bildete sich eine blutige Wunde. Der Schmetterling hatte sie gebissen. Nun verwandelte er sich in wenigen Atemzügen in eine Raupe, die dem Mädchen in den Mund kroch und darin verschwand.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 24, 2. Spalte, 5. Absatz

Der farbschillernde Schmetterling umflatterte das Gesicht des Mädchens und ließ sich auf ihre Nase nieder. Plötzlich schrie das Mädchen vor Schmerz auf. Auf ihrer Nase bildete sich eine Wunde. Der Schmetterling hatte sie gebissen. Nun verwandelte er sich in wenigen Atemzügen in eine Raupe.

* * *

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 24, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 25, 2. Spalte, 9. Absatz

Er befand sich in einer Gruft. Das erkannte er, als sich seine Augen an das Zwielicht gewöhnt hatten. Sie war verlassen. Überall lagen menschliche Gebeine herum, und es stank fürchterlich nach Verwesung, Aas und Kot. Er mußte sich ein Tuch vor Mund und Nase binden, damit ihm nicht schlecht wurde.
Er stellte fest, daß die Menschenknochen zu sechs Lagern aufgeschichteten waren. Auf ihnen betteten die Rokuro-Kubi nachts wahrscheinlich ihre Körper, wenn sie ihre Köpfe auf die Reise schickten.
Hoichi drang tiefer in die Gruft ein und stellte fest, daß sie nach zwölf Schritten endete. Neben ihr befand sich noch eine kleinere Höhle, die von Baumwurzeln gebildet wurde und einem Mann Platz bot, wenn er sich zusammenkauerte.
Hoichi wollte die Gruft gerade verlassen, als oben Geräusche ertönten. Schritte näherten sich, und dann tauchten nackte Füße in der Öffnung auf. Schnell kehrte Hoichi in die Tiefe der Gruft zurück und zwängte sich in die Höhle aus Baumwurzeln, den Dolch stoßbereit.
Einer der Rokuro-Kubi ließ sich in die Höhle fallen. Ein zweiter folgte. Es war jener mit der Axt, der sich als Holzfäller ausgegeben hatte.
„Es ist besser, wenn wir uns vor dem berittenen Samurai mit der Maske hier verstecken“, sagte er.
Nun folgten die vier anderen Rokuro-Kubi.
Ein anderer meinte: „Es ist wahr. Wir haben das Hufgetrappel gehört. Der Schwarze Samurai wird jeden Augenblick hier sein. Laßt uns warten, bis es Nacht wird. Das ist unsere Zeit. Dann schicken wir dem Samurai unsere Köpfe - und fressen ihn auf. Dazu haben wir uns Aruji gegenüber verpflichtet.“
„Jawohl, darum kommen wir nicht herum“, sagte ein anderer Rokuro-Kubi. „Aber wir haben nicht versprochen, den Alten, sein Weib und seine knusprige Tochter in Frieden zu lassen, wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben.“
„Wir werden uns auf sie stürzen“, sagte der Holzfäller, „nachdem wir den Samurai mit der Maske aufgefressen haben. Er hat ein schönes Pferd, aber aus Tierfleisch habe ich mir noch nie viel gemacht. Tomoe wäre mir viel lieber.“
„Wir werden teilen!“ rief ein Kobold erbost. „Niemand soll übervorteilt werden. Keiner genießt den anderen gegenüber besondere Vorzüge!“
„Ich verzichte gerne auf Tomoe“, sagte wieder der Holzfäller, „wenn ihr mir den Kriegermönch überlaßt. Ich möchte nur allzu gern wissen, wie das Fleisch eines tiefgläubigen Menschen schmeckt.“
„Unterschätze Hoichi nur nicht!“ ermahnte ihn einer seiner Artgenossen. „Wie er seine Waffen trägt, sieht es aus, als könne er damit auch umgehen.“
Der Holzfäller lachte wie ein Tier.
„Mein Kopf ist in der Luft schneller als seine Klinge.“
„Hört!“
Die Rokuro-Kubi verstummten. In der Ferne ertönte das Geräusch von Pferdehufen. Doch gleich darauf verstummte es wieder. Stimmen klangen auf. Hoichi erkannte die von Aruji, und dann eine andere, tiefere, befehlsgewohnte, die dem Schwarzen Samurai gehörte. Hoichi konnte aber nicht verstehen, was sie miteinander sprachen. Dann herrschte wieder Stille. Aruji mußte den Samurai in sein Haus geladen haben.
„Verhaltet euch jetzt ruhig, damit wir nicht vorzeitig entdeckt werden“, befahl der Holzfäller. „Wir warten die Nacht ab. Dann feiern wir unser Fest.“
Die Rokuro-Kubi verfielen in Schweigen. Sie legten sich auf ihre Lager aus Menschenknochen und schienen zu schlafen.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 26, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 27, 1. Spalte, 3. Absatz

Er befand sich in einer Gruft. Das erkannte er, als sich seine Augen an das Zwielicht gewöhnt hatten. Sie war verlassen.
Hoichi drang tiefer in die Gruft ein und stellte fest, daß sie nach zwölf Schritten endete. Neben ihr befand sich noch eine kleinere Höhle, die von Baumwurzeln gebildet wurde und einem Mann Platz bot, wenn er sich zusammenkauerte.
Hoichi wollte die Gruft gerade verlassen, als oben Geräusche ertönten. Schritte näherten sich, und dann tauchten nackte Füße in der Öffnung auf. Schnell kehrte Hoichi in die Tiefe der Gruft zurück und zwängte sich in die Höhle aus Baumwurzeln, den Dolch stoßbereit.
Einer der Rokuro-Kubi ließ sich in die Höhle fallen. Ein zweiter folgte. Es war jener mit der Axt, der sich als Holzfäller ausgegeben hatte.
„Es ist besser, wenn wir uns vor dem berittenen Samurai mit der Maske hier verstecken“, sagte er.
Nun folgten die vier anderen Rokuro-Kubi.
Ein anderer meinte: „Es ist wahr. Wir haben das Hufgetrappel gehört. Der Schwarze Samurai wird jeden Augenblick hier sein. Laßt uns warten, bis es Nacht wird. Das ist unsere Zeit. Dann schicken wir dem Samurai unsere Köpfe. Dazu haben wir uns Aruji gegenüber verpflichtet.“
„Jawohl, darum kommen wir nicht herum“, sagte ein anderer Rokuro-Kubi. „Aber wir haben nicht versprochen, den Alten, sein Weib und seine knusprige Tochter in Frieden zu lassen, wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben.“
„Wir werden uns auf sie stürzen“, sagte der Holzfäller, „nachdem wir den Samurai mit der Maske aufgefressen haben.“
„Wir werden teilen!“ rief ein Kobold erbost. „Niemand soll übervorteilt werden. Keiner genießt den anderen gegenüber besondere Vorzüge!“
„Ich verzichte gerne auf Tomoe“, sagte wieder der Holzfäller, „wenn ihr mir den Kriegermönch überlaßt.“
„Unterschätze Hoichi nur nicht!“ ermahnte ihn einer seiner Artgenossen. „Wie er seine Waffen trägt, sieht es aus, als könne er damit auch umgehen.“
Der Holzfäller lachte wie ein Tier.
„Mein Kopf ist in der Luft schneller als seine Klinge.“
„Hört!“
Die Rokuro-Kubi verstummten. In der Ferne ertönte das Geräusch von Pferdehufen. Doch gleich darauf verstummte es wieder. Stimmen klangen auf. Hoichi erkannte die von Aruji, und dann eine andere, tiefere, befehlsgewohnte, die dem Schwarzen Samurai gehörte. Hoichi konnte aber nicht verstehen, was sie miteinander sprachen. Dann herrschte wieder Stille. Aruji mußte den Samurai in sein Haus geladen haben.
„Verhaltet euch jetzt ruhig, damit wir nicht vorzeitig entdeckt werden“, befahl der Holzfäller. „Wir warten die Nacht ab. Dann feiern wir unser Fest.“
Die Rokuro-Kubi verfielen in Schweigen. Sie legten sich auf ihre Lager und schienen zu schlafen.

* * * 


Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 26, 2. Spalte, 2. Absatz

Hoichi beschloß, die Anweisungen des Buches Soshinki zu befolgen. Er suchte den Körper des Holzfällers heraus, weil dieser ihn in die Falle gelockt hatte, und schleppte ihn als ersten zum Ausgang der Gruft. Draußen schien der Mond. Hoichi stemmte den schweren Körper empor. Er hatte den Halsstumpf vor seinem Gesicht und sah im Mondschein, daß dieser keineswegs blutete.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 27, 1. Spalte, 3. Absatz

Hoichi beschloß, die Anweisungen des Buches Soshinki zu befolgen. Er suchte den Körper des Holzfällers heraus, weil dieser ihn in die Falle gelockt hatte, und schleppte ihn als ersten zum Ausgang der Gruft. Draußen schien der Mond. Hoichi stemmte den schweren Körper empor.

* * * 

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 27, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 28, 1. Spalte, 1. Absatz

„Erbarmen! Erbarmen!“ rief Kocho, die Mutter Tomoes, und fiel dem Samurai vor die Füße. Und so blieb sie liegen, ohne sich noch einmal zu erheben. Denn bevor Hoichi etwas unternehmen konnte, hatte ihr der Samurai mit einer schwungvollen Drehung des Tomokirimaru den Kopf abgeschlagen.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 28 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 29, 1. Spalte, 1. Absatz

„Erbarmen! Erbarmen!“ rief Kocho, die Mutter Tomoes, und fiel dem Samurai vor die Füße. Und so blieb sie liegen, ohne sich noch einmal zu erheben.

* * *

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 28, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 28, 2. Spalte, 4. Absatz

 „Nicht mein Blut wird fließen, sondern deines, Tomotada!“ rief Hoichi. Er machte eine blitzschnelle Finte, ließ das Schwert mit einer Hand los, überkreuzte die Arme, um mit dem freien Arm die Schwerthand zu stützen, ließ das Schwert wie Windmühlenflügel kreisen und schlug dann mit einer spielerischen Bewegung zu, als wolle er den sodesuri genannten Hieb ausführen. Mit diesem Hieb hätte er Tomotada die Hand abgehackt, die das Tomokirimaru hielt.
Der Schwarze Samurai parierte den Schlag, der ja nur eine Finte Hoichis gewesen war. Der sodesuri diente nur dem Zweck, Tomotadas Deckung zu öffnen. Dann wollte Hoichi in gleicher Höhe das Schwert drehen und den wakige anbringen. Doch der Schwarze Samurai durchschaute das Manöver und parierte auch den Hieb gegen seine Achselhöhle mit Leichtigkeit.
Währenddessen rief Aruji immer noch die Rokuro-Kubi an. Plötzlich wurde er sich jedoch bewußt, was mit seiner Frau geschehen war. Aus seinem Mund kam ein unartikulierter Laut, und er wollte sich auf Tomotada stürzen. Er rannte jedoch geradewegs in dessen zweites Schwert, das der Samurai ihm wie nebenbei entgegenhielt, während er gleichzeitig Hoichis Attacken parierte.
Die Klinge wurde wieder aus Arujis Körper gezogen. All dies geschah so plötzlich, daß der Alte gar nicht bemerkt hatte, daß er getroffen worden war. Erst als er die Hand gegen die Wunde preßte und das Blut zwischen seinen Fingern hindurchsickern sah, wußte er, daß der Tod ihn ereilt hatte.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 29, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 29, 2. Spalte, 4. Absatz

„Nicht mein Blut wird fließen, sondern deines, Tomotada!“ rief Hoichi. Er machte eine blitzschnelle Finte, ließ das Schwert mit einer Hand los, überkreuzte die Arme, um mit dem freien Arm die Schwerthand zu stützen, ließ das Schwert wie Windmühlenflügel kreisen und schlug dann mit einer spielerischen Bewegung zu, als wolle er den sodesuri genannten Hieb ausführen.
Der Schwarze Samurai parierte den Schlag, der ja nur eine Finte Hoichis gewesen war. Der sodesuri diente nur dem Zweck, Tomotadas Deckung zu öffnen. Dann wollte Hoichi in gleicher Höhe das Schwert drehen und den wakige anbringen. Doch der Schwarze Samurai durchschaute das Manöver und parierte auch den Hieb gegen seine Achselhöhle mit Leichtigkeit.
Währenddessen rief Aruji immer noch die Rokuro-Kubi an. Plötzlich wurde er sich jedoch bewußt, was mit seiner Frau geschehen war. Aus seinem Mund kam ein unartikulierter Laut, und er wollte sich auf Tomotada stürzen. Er rannte jedoch geradewegs in dessen zweites Schwert, das der Samurai ihm wie nebenbei entgegenhielt, während er gleichzeitig Hoichis Attacken parierte.
All dies geschah so plötzlich, daß der Alte gar nicht bemerkt hatte, daß er getroffen worden war. Erst als er die Hand gegen die Wunde preßte, wußte er, daß der Tod ihn ereilt hatte.

* * * 

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 29, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 29, 2. Spalte, 5. Absatz

Ein Rokuro-Kubi brach aus dem Rudel aus. Tomotada gab einen heiseren Schrei von sich. Die beiden Schwertklingen bewegten sich so rasch, daß das Auge ihnen nicht folgen konnte. Ein häßliches Geräusch war zu hören, als der Kopf zwischen die beiden Klingen kam und von ihnen gedreiteilt wurde.
Tomotada breitete die Arme aus, um die Schwerter in eine andere Position zu bringen. Er drehte sich dabei um seine Achse und stand auf einmal am Ausgang des Gartens. Eine Schwertklinge hielt er vor sein Gesicht, und die andere hielt er waagrecht unterhalb der Führungshand.
Die vier verbliebenen Köpfe schossen wie ein Schwarm wütender Hornissen heran. Sie veränderten dabei ruckartig ihre Richtung, um dem Samurai das Zuschlagen zu erschweren.
Wieder schrie Tomotada auf und ließ die Schwerter wie Dreschflegel wirbeln. Einer der Köpfe konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fiel wie ein Stein zu Boden. In seinem fratzenhaften Gesicht klaffte eine tiefe Wunde.
Im selben Moment sprang der Schwarze Samurai ins Haus. Die Rokuro-Kubi verfolgten ihn mit wüstem Geheul.
Hoichi schloß sich ihnen an. Auf der anderen Seite hatte sich Tomotada gegen die Hauswand gestellt, und als nun ein Kopf ins Freie geflogen kam, traf der Samurai ihn mit einem fürchterlichen Hieb von unten. Wie vom Katapult geschleudert flog er in zwei Hälften in die Luft.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 30, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 4. Absatz

Ein Rokuro-Kubi brach aus dem Rudel aus. Tomotada gab einen heiseren Schrei von sich. Die beiden Schwertklingen bewegten sich so rasch, daß das Auge ihnen nicht folgen konnte.
Tomotada breitete die Arme aus, um die Schwerter in eine andere Position zu bringen. Er drehte sich dabei um seine Achse und stand auf einmal am Ausgang des Gartens. Eine Schwertklinge hielt er vor sein Gesicht, und die andere hielt er waagrecht unterhalb der Führungshand.
Die vier verbliebenen Köpfe schossen wie ein Schwarm wütender Hornissen heran. Sie veränderten dabei ruckartig ihre Richtung, um dem Samurai das Zuschlagen zu erschweren.
Wieder schrie Tomotada auf und ließ die Schwerter wie Dreschflegel wirbeln. Einer der Köpfe konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fiel wie ein Stein zu Boden.
Im selben Moment sprang der Schwarze Samurai ins Haus. Die Rokuro-Kubi verfolgten ihn mit wüstem Geheul.
Hoichi schloß sich ihnen an. Auf der anderen Seite hatte sich Tomotada gegen die Hauswand gestellt und hieb nach den Köpfen.

* * * 

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 30, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 3. Absatz

Aus der Gruft ertönte ein furchtbarer Schrei, und ein dumpfes Krachen folgte. Hoichi sah den letzten Rokuro-Kubi-Kopf in die Höhe schnellen und wieder zu Boden fallen. Das wiederholte sich noch einmal. Dann kehrte Stille ein.
Der letzte Rokuro-Kubi hatte sterben müssen, als er sich mit seinem Körper vereinen wollte und feststellen mußte, daß jemand ihn versteckt hatte. Es war so gekommen, wie es im Buche Soshinki stand.
Hoichi ging durch das Haus und in den Garten.
Dort war Tomoe wieder zu sich gekommen. Sie starrte ins Leere. Als Hoichi ihr eine Hand auf die Schulter legte und sie trösten wollte, schlug ihm eisige Kälte entgegen. Und sie sagte mit einer Stimme wie Frost: „Ich verkaufe alles, was mir meine geliebten Eltern hinterlassen haben und werde dafür ein Schwert erstehen. Dann will ich lernen, damit umzugehen. Wenn du mich liebst, Hoichi, wirst du mein Lehrmeister sein. Ich möchte so kämpfen können wie du - und noch besser. Und dann werde ich den Schwarzen Samurai herausfordern. Wirst du mich mit dir nehmen, Geliebter? Darf ich die Rache mit dir teilen?“
Er schloß sie in die Arme.
„Dein Name soll ins Buch der Helden eingehen - und er soll mit Tomotadas Blut geschrieben werden“, sagte er. Es klang wie ein heiliges Versprechen.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 31, 1. Spalte, 4. – 9. Absatz

Aus der Gruft ertönte ein furchtbarer Schrei. Dann kehrte Stille ein.
Der letzte Rokuro-Kubi hatte sterben müssen, als er sich mit seinem Körper vereinen wollte und feststellen mußte, daß jemand ihn versteckt hatte. Es war so gekommen, wie es im Buche Soshinki stand.
Hoichi ging durch das Haus und in den Garten.
Dort war Tomoe wieder zu sich gekommen. Sie starrte ins Leere. Als Hoichi ihr eine Hand auf die Schulter legte und sie trösten wollte, schlug ihm eisige Kälte entgegen. Und sie sagte mit einer Stimme wie Frost: „Ich verkaufe alles, was mir meine geliebten Eltern hinterlassen haben und werde dafür ein Schwert erstehen. Dann will ich lernen, damit um-zugehen. Wenn du mich liebst, Hoichi, wirst du mein Lehrmeister sein. Ich möchte so kämpfen können wie du - und noch besser. Und dann werde ich den Schwarzen Samurai herausfordern. Wirst du mich mit dir nehmen, Geliebter? Darf ich die Rache mit dir teilen?“
Er schloß sie in die Arme.
„Dein Name soll ins Buch der Helden eingehen“, sagte er. Es klang wie ein heiliges Versprechen.

* * *

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 38, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 39, 1. Spalte, 1. Absatz

Gensuke packte den Eindringling von hinten, hielt ihm den Mund zu, damit er nicht schreien konnte, und stieß ihm den Dolch in den Rücken. In dieser Stellung blieb er, bis der Bandit sein Leben ausgehaucht hatte.   

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 49, 2. Spalte, 3. Absatz

Gensuke packte den Eindringling von hinten, hielt ihm den Mund zu, damit er nicht schreien konnte. In dieser Stellung blieb er, bis der Bandit sein Leben ausgehaucht hatte.

* * * 

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 39, 2. Spalte, 2. Absatz

Der Eindringling wußte, daß hinter den Schießscharten Krieger mit Lanzen und Pfeil und Bogen lauerten. Deshalb duckte er sich unter ihnen hindurch. Als er das Ende der Mauer erreicht hatte, glaubte er, das Schlimmste hinter sich zu haben. Aber da trat ein Samurai mit erhobenem Schwert hinter der Mauer hervor. Der Eindringling sah nur einen Schatten und hörte das Geräusch, das die Klinge beim Durch schneiden der Luft machte... Der vom Rumpf getrennte Kopf rollte die zweihundert Stufen zählende Treppe hinunter.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 50, 1. Spalte, 4. Absatz

Der Eindringling wußte, daß hinter den Schießscharten Krieger mit Lanzen und Pfeil und Bogen lauerten. Deshalb duckte er sich unter ihnen hindurch. Als er das Ende der Mauer erreicht hatte, glaubte er, das Schlimmste hinter sich zu haben. Aber da trat ein Samurai mit erhobenem Schwert hinter der Mauer hervor. Der Eindringling sah nur einen Schatten und hörte das Geräusch, das die Klinge beim Durch schneiden der Luft machte...

* * * 

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 40, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 40, 2. Spalte, 1. Absatz

„Daß keiner der Bogenschützen einen Pfeil abschießt!“ rief Gensuke und trieb einen der beiden Banditen gnadenlos vor sich her. Der Mann brach endlich schweißüberströmt in die Knie. Er hatte keine Kraft mehr zum Kämpfen und wollte sich selbst einen ehrenvollen Abgang von dieser Welt verschaffen und sich in sein Schwert stürzen. Doch Gensuke gewährte ihm diese Gnade nicht und trat ihm mit dem Fuß die Waffe aus der Hand.
Der andere Bandit lag bereits entwaffnet auf dem Boden. Ein schwerer Fuß drückte ihm das Gesicht zu Boden.
„Wer hat euch geschickt, und was wolltet ihr im Palast des Daimyo?“ fragte Gensuke. Doch die beiden Banditen schwiegen. Der alte Samurai zuckte die Achseln. „Ihr werdet schon noch reden.“
Auf einem der oberen Wehrgänge war Hatakeyama Yoshimune aufgetaucht.
Tomotada wandte sich an ihn und rief: „Heute ist der Tag des blühenden Kirschbaumes, erlauchter Daimyo. Er steht im Zeichen von Hoichis und meiner Geburt. Wenn mir in diesem Jahr wie in den vergangenen ein Wunsch offensteht, dann möchte ich einen der beiden Banditen zum Geschenk haben. Den anderen soll Hoichi bekommen.“
„Und wozu könnte dir ein solch erbärmlicher Hundesohn nützlich sein?“ fragte Hatakeyama Yoshimune erstaunt.
„An ihm könnte ich zeigen, was ich mit dem Schwert gelernt habe.“
Der Daimyo lächelte, ohne zu bemerken, daß Hoichi blaß geworden war.
„Dann soll es so sein. Aber ich will noch mehr tun und euch jedem ein Schwert schenken.“

+ + +

„Das Schwert ist die Seele des Samurai“, hatte Gensuke einmal während einer Lehrstunde zu Hoichi gesagt. „Er darf nie von ihm getrennt werden, es sei denn durch den Tod. Und danach muß es in den Besitz seines ältesten Sohnes übergehen, oder in den seines besten Freundes. Und jeder Träger des Schwertes wird nach seinem Tod seine Seele in die Klinge legen, so daß es spirituelle Kraft bekommt und unüberwindlich wird. Ein solches Schwert ist das Tomokirimaru.“

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 50, 1. Spalte, 3. – 6. Absatz

„Daß keiner der Bogenschützen einen Pfeil abschießt!“ rief Gensuke und trieb einen der beiden Banditen gnadenlos vor sich her. Der Mann brach endlich schweißüberströmt in die Knie. Er hatte keine Kraft mehr zum Kämpfen und wollte sich selbst einen ehrenvollen Abgang von dieser Welt verschaffen und sich in sein Schwert stürzen. Doch Gensuke gewährte ihm diese Gnade nicht.
Der andere Bandit lag bereits entwaffnet auf dem Boden.
„Wer hat euch geschickt, und was wolltet ihr im Palast des Daimyo?“ fragte Gensuke. Doch die beiden Banditen schwiegen. Der alte Samurai zuckte die Achseln. „Ihr werdet schon noch reden.“

+ + +

„Das Schwert ist die Seele des Samurai“, hatte Gensuke einmal während einer Lehrstunde zu Hoichi gesagt. „Er darf nie von ihm getrennt werden, es sei denn durch den Tod. Und danach muß es in den Besitz seines ältesten Sohnes übergehen, oder in den seines besten Freundes. Und jeder Träger des Schwertes wird nach seinem Tod seine Seele in die Klinge legen, so daß es spirituelle Kraft bekommt und unüberwindlich wird. Ein solches Schwert ist das Tomokirimaru.“

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 42, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 2. Absatz

Tomotada erhielt den ersten Beifall, als er im umgekehrten Libellenstil auf seine Strohpuppe losging und sie dann mit einem Hieb in Höhe des imaginären Nabels zweiteilte.
„Wie gekonnt dieser kurumasaki angebracht wurde!“ sagte ein Samurai mit gutem Namen lobend. Kurumasaki, wie dieser Hieb hieß, bedeutete soviel wie „Ende des Rades“.
Es gab viele solcher genau benannter und vorgeschriebener Hiebe, und Tomotada beherrschte sie alle meisterhaft.
Man brachte ihm eine neue Strohpuppe.
Nun wartete alles gespannt auf Hoichi, der zum erstenmal in seinem Leben das Tomokirimaru führen sollte.
Er machte zuerst einige optisch sehr eindrucksvolle Übungen im Zickzack-Stil, um dann plötzlich der Strohpuppe das „Kleine Priestergewand“ auszuziehen. Dieser ko-kesa benannte Hieb wurde quer von oben nach unten geführt, traf den Schädel der Strohpuppe und hieb ihr dann den linken Arm ab. Ohne abzusetzen schlug Hoichi der Puppe den anderen Arm in Höhe des Ellenbogens ab. Er deutete mit dem Schwert effektvoll ein „Mühlrad“ an, hieb ihr anschließend über den Knien beide Beine ab und beendete seine Darbietung mit einem ryo kuruma, dem „Doppelrad“, indem er den Körper der Strohpuppe unter dem Nabel teilte.
Das brachte ihm noch mehr Beifall ein als zuvor Tomotada, und die Mädchen wechselten kichernd, mit drehenden Sonnenschirmen und mit kokettem Fächerspiel auf seine Seite über.
Tomotada ging, als er dies sah, noch mehr aus sich heraus. Er zerstörte die zweite Puppe nun nicht mehr mit einem Schlag, sondern brachte gleich ein ganzes Dutzend Schläge an, bevor die Puppe unbrauchbar geworden war. Den Abschluß dieser Darbietung bildete das Kopf abschlagen.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 52, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 52, 2. Spalte, 3. Absatz ??????

Tomotada erhielt den ersten Beifall, als er im umgekehrten Libellenstil auf seine Strohpuppe losging.
„Wie gekonnt dieser kurumasaki angebracht wurde!“ sagte ein Samurai mit gutem Namen lobend. Kurumasaki, wie dieser Hieb hieß, bedeutete soviel wie „Ende des Rades“.
Es gab viele solcher genau benannter und vorgeschriebener Hiebe, und Tomotada beherrschte sie alle meisterhaft.
Man brachte ihm eine neue Strohpuppe.
Nun wartete alles gespannt auf Hoichi, der zum erstenmal in seinem Leben das Tomokirimaru führen sollte.
Er machte zuerst einige optisch sehr eindrucksvolle Übungen im Zickzack-Stil.
Das brachte ihm noch mehr Beifall ein als zuvor Tomotada, und die Mädchen wechselten kichernd, mit drehenden Sonnenschirmen und mit kokettem Fächerspiel auf seine Seite über.
Tomotada ging, als er dies sah, noch mehr aus sich heraus.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 43, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 44, 1. Spalte, 8. Absatz

Hoichi trat vor ihn hin. Gensuke hatte an der rechten Seite des Verurteilten mit dem gezückten Schwert Aufstellung genommen, um ihm den Gnadenstoß zu geben, falls Hoichi ihn nicht mit einem Hieb töten konnte.
„Seid Ihr es, der mich töten wird, Jüngling?“ fragte der Bärtige.
„Ja, und ich werde es mit dem shi¬mo-tateware tun - dem Spalthieb von unten“, erklärte Hoichi.
Der Mann spie aus und sagte haßerfüllt:
„Ich fürchte den Tod nicht, doch hoffte ich auf die Gnade, wie ein Mann im Kampf sterben zu dürfen. Wenn Ihr mich nun so unehrenhaft abschlachtet, begeht Ihr großes Unrecht an mir. Aber so gewiß, wie Ihr mich tötet, so sicher werde ich gerächt werden. Der Haß, den Ihr in mir entfacht, wird auch nach meinem Tode weiterleben, und Böses wird mit Bösem vergolten werden.“
Der Mann hatte so laut gesprochen, daß alle im Park es hören konnten. Entsetztes Schweigen breitete sich aus. Man wußte - wenn ein Mensch getötet wurde und dabei unversöhnlichen Haß in sich trug, konnte sich dieser Haß später entladen.
Hoichi war blaß geworden. Nichts fürchtete er so sehr wie die Rache der Toten. Doch da schaltete sich Gensuke ein.
„Ich kann nicht glauben, daß es dir mit deiner Rache so ernst ist“, sagte der weise Samurai. „Wärest du bereit, uns nach deinem Tod ein Zeichen zu geben, damit wir erkennen, daß dein Haß untilgbar ist?“
„Das werde ich tun!“ antwortete der Verurteilte.
Gensuke löste seine Fesseln.
„Wohlan“, sagte er. „Hoichi wird deinen Körper nun mit dem Spalthieb von unten in zwei Teile teilen. Wenn es dir gelingt, danach mit jeder Körperhälfte einen Schritt zur Seite zu tun, dann werden wir wissen, daß wir vor deiner Rache zu zittern haben.“
„Ich werde im Tod noch gehen!“ gelobte der Mann.
Hoichi zitterte leicht, als er vor dem Banditen mit dem Schwert Aufstellung nahm. Jetzt! dachte er. Er hielt den Griff des Tomokirimaru mit beiden Händen. Seltsamerweise durchflutete ihn in diesem Moment nicht die magische Kraft des Schwertes.
Er kündigte den Hieb mit einem unartikulierten Laut an, trat mit einem Bein zur Seite, stemmte sich gegen den Boden und ließ die Klinge mit voller Wucht nach oben und genau zwischen die Beine des Mannes schnellen. Doch Hoichi mußte entsetzt erkennen, daß das Schwert den Verurteilten nicht gespalten hatte. Hoichi wich entsetzt zurück, als der tödlich Getroffene sich auf ihn zu in Bewegung setzte. Er machte noch vier Schritte, bevor er leblos zusammenbrach.
Ein wüstes Stimmengewirr erhob sich. Doch Gensuke hob beschwichtigend die Arme und beruhigte die Gemüter, indem er sagte: „Wir haben den Geist des Toten nicht zu fürchten. Als ich ihn aufforderte, uns ein Zeichen seines Hasses zu geben, so tat ich es, um ihn von seinen Rachegedanken abzulenken. Als er starb, tat er es mit dem festen Vorsatz, noch einige Schritte zu machen. Diesen Vorsatz konnte er auch ausführen, doch das kostete ihn alle Kraft, die er für die Entladung seines Hasses gegen uns benötigt hätte. Niemand von uns hat von diesem Toten also etwas zu befürchten.“
Hoichi atmete erleichtert auf. Dennoch war er unglücklich, denn es war ihm nicht gelungen, seinen Vorsatz auszuführen.
Nun war Tomotada an der Reihe. Er trat vor seinen Mann hin.
„Versuche nicht, uns durch Drohungen einzuschüchtern!“ sagte er zu ihm. „Du hast gesehen, daß dein Kamerad damit keinen Erfolg hatte. Ich werde dich auf jeden Fall töten.“
„Und wie wirst du es tun?“ fragte der Bandit gefaßt.
„Mit dem kami-tatewari - dem Spalthieb von oben“, antwortete Tomotada. „Und sei gewiß, daß ich dich sauber und schnell zweiteilen werde.“
Sprach's, machte blitzschnell einen Schritt zurück, während er das Schwert hob, und setzte seine Worte in die Tat um. Er hatte keinerlei Schwierigkeit, den Mann entzweizuschlagen. Sein Schwert ging durch seinen Körper wie durch Wasser.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 53, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 54, 1. Spalte, 1. Absatz

Hoichi trat vor ihn hin. Gensuke hatte an der rechten Seite des Verurteilten mit dem gezückten Schwert Aufstellung genommen.
„Seid Ihr es, der mich töten wird, Jüngling?“ fragte der Bärtige.
„Ja“, sagte Hoichi.
Der Mann spie aus und sagte haßerfüllt:
„Ich fürchte den Tod nicht, doch hoffte ich auf die Gnade, wie ein Mann im Kampf sterben zu dürfen. Wenn Ihr mich nun so unehrenhaft tötet, begeht Ihr großes Unrecht an mir. Aber so gewiß, wie Ihr mich tötet, so sicher werde ich gerächt werden. Der Haß, den Ihr in mir entfacht, wird auch nach meinem Tode weiterleben, und Böses wird mit Bösem vergolten werden.“
Der Mann hatte so laut gesprochen, daß alle im Park es hören konnten. Entsetztes Schweigen breitete sich aus. Man wußte - wenn ein Mensch getötet wurde und dabei unversöhnlichen Haß in sich trug, konnte sich dieser Haß später entladen.
Hoichi war blaß geworden. Nichts fürchtete er so sehr wie die Rache der Toten. Doch da schaltete sich Gensuke ein.
„Ich kann nicht glauben, daß es dir mit deiner Rache so ernst ist“, sagte der weise Samurai. „Wärest du bereit, uns nach deinem Tod ein Zeichen zu geben, damit wir erkennen, daß dein Haß untilgbar ist?“
„Das werde ich tun!“ antwortete der Verurteilte.
Gensuke löste seine Fesseln.
Hoichi zitterte leicht, als er vor dem Banditen mit dem Schwert Aufstellung nahm. Jetzt! dachte er. Er hielt den Griff des Tomokirimaru mit beiden Händen. Seltsamerweise durchflutete ihn in diesem Moment nicht die magische Kraft des Schwertes.
Er kündigte den Hieb mit einem unartikulierten Laut an, trat mit einem Bein zur Seite, stemmte sich gegen den Boden und ließ die Klinge durch die Luft schnellen. Hoichi wich entsetzt zurück, als der tödlich Getroffene sich auf ihn zu in Bewegung setzte. Er machte noch vier Schritte, bevor er leblos zusammenbrach.
Ein wüstes Stimmengewirr erhob sich. Doch Gensuke hob beschwichtigend die Arme und beruhigte die Gemüter, indem er sagte: „Wir haben den Geist des Toten nicht zu fürchten. Als ich ihn aufforderte, uns ein Zeichen seines Hasses zu geben, so tat ich es, um ihn von seinen Rachegedanken abzulenken. Als er starb, tat er es mit dem festen Vorsatz, noch einige Schritte zu machen. Diesen Vorsatz konnte er auch ausführen, doch das kostete ihn alle Kraft, die er für die Entladung seines Hasses gegen uns benötigt hätte. Niemand von uns hat von diesem Toten also etwas zu befürchten.“
Hoichi atmete erleichtert auf.
Nun war Tomotada an der Reihe.
Er trat vor seinen Mann hin.
„Versuche nicht, uns durch Drohungen einzuschüchtern!“ sagte er zu ihm. „Du hast gesehen, daß dein Kamerad damit keinen Erfolg hatte. Ich werde dich auf jeden Fall töten.“
Sprach's, machte blitzschnell einen Schritt zurück, während er das Schwert hob, und setzte seine Worte in die Tat um.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 45, 1. Spalte, 4. Absatz

In diesem Augenblick taumelte ein blutüberströmter Samurai in den Garten. Er berichtete mit stockender Stimme: „Tomotada hat das beste Streitroß entwendet und flieht auf ihm...“

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 54, 2. Spalte, 5. Absatz

In diesem Augenblick taumelte ein Samurai in den Garten. Er berichtete mit stockender Stimme: „Tomotada hat das beste Streitroß entwendet und flieht auf ihm...“

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 46, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 46, 2. Spalte, 1. Absatz

Als Hoichi zu dieser Stelle kam, war der Samurai bereits tot. Sein Körper war nach vorn gebeugt und verkrümmt. Die Schwertspitze ragte aus seinem Rücken. Als Hoichi ihm ins Gesicht blickte, sah er nur ein runzeliges Etwas ohne Nase, Augen und Mund. Und das Nicht-Gesicht verdorrte wie eine Frucht, der man die Flüssigkeit entzog.
Hoichi wandte sich entsetzt ab und eilte weiter.
Plötzlich vernahm er einen Ruf.
„Tomotada ist der Sohn einer Mujina! Hütet euch davor, in sein Nicht-Gesicht zu blicken.“
Auf seinem Weg zur Palastmauer traf er noch auf viele tote Samurai, deren Köpfe gesichtslos waren und zu schrumpfen begannen. Obwohl durch ihren Tod der Fluch der Mujina nicht mehr auf andere übertragen werden konnte, wagte Hoichi es nicht hinzusehen.
Endlich erreichte er die Hohe Mauer. Das Tor war von einem halben Dutzend Samurai belagert. Gensuke führte sie an.
„Hoichi, kehre in den Palast zurück!“ riet Gensuke ihm.
Doch Hoichi schüttelte nur den Kopf.
Von links war Kampflärm zu hören, der sich rasch näherte. Die Schreie von Verwundeten und Sterbenden hallten schaurig durch die Nacht. Das Grauen kam immer näher. Es ritt auf dem Streitroß des Daimyos und hatte kein Gesicht.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 55, 2. Spalte, 3. – 11. Absatz

Als Hoichi zu dieser Stelle kam, war der Samurai bereits tot. Sein Körper war nach vorn gebeugt und verkrümmt. Als Hoichi ihm ins Gesicht blickte, sah er nur ein runzeliges Etwas ohne Nase, Augen und Mund. Und das Nicht-Gesicht verdorrte wie eine Frucht, der man die Flüssigkeit entzog.
Hoichi wandte sich entsetzt ab und eilte weiter.
Plötzlich vernahm er einen Ruf.
„Tomotada ist der Sohn einer Mujina! Hütet euch davor, in sein Nicht-Gesicht zu blicken.“
Auf seinem Weg zur Palastmauer traf er noch auf viele tote Samurai, deren Köpfe gesichtslos waren und zu schrumpfen begannen. Obwohl durch ihren Tod der Fluch der Mujina nicht mehr auf andere übertragen werden konnte, wagte Hoichi es nicht hinzusehen.
Endlich erreichte er die Hohe Mauer. Das Tor war von einem halben Dutzend Samurai belagert. Gensuke führte sie an.
„Hoichi, kehre in den Palast zurück!“ riet Gensuke ihm.
Doch Hoichi schüttelte nur den Kopf.
Von links war Kampflärm zu hören, der sich rasch näherte. Das Grauen kam immer näher. Es ritt auf dem Streitroß des Daimyos und hatte kein Gesicht.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 47, 1. Spalte, 6. Absatz

Der prunkvolle Palast würde zum Grab vieler tapferer und verdienstvoller Krieger werden, und nichts in der Welt würde die Mauern von ihrem Blut reinwaschen können.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 56, 2. Spalte, 4. Absatz

Der prunkvolle Palast würde zum Grab vieler tapferer und verdienstvoller Krieger werden.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 47, 2. Spalte, 1. – 5. Absatz

Aus Richard Steiner war ein anderer geworden. Nichts mehr erinnerte an den schlaksigen Deutschen mit der brandroten Mähne und den Somersprossen im Gesicht.
Dorian Hunter war nun Hoichi, der Rächer.
Er zog Richard Steiners Kleider aus und versteckte sie zusammen mit der Nickelbrille unter einem Steinhaufen. Später, wenn er die Rollen wieder tauschte, würde er die europäische Kleidung wieder benötigen.
Er hatte nun breite Schultern, eine gedrungene Gestalt und ein asiatisches Gesicht, aus dem wachsame Schlitzaugen blickten. Sein Schädel war kahl.
Dorian war nun völlig nackt, und er mußte zusehen, daß er sich ein Gewand verschaffen konnte, das dem eines Kriegermönchs entsprach.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 56, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 57, 1. Spalte, 2. Absatz

Aus Richard Steiner war ein anderer geworden. Nichts mehr erinnerte an den schlaksigen Deutschen mit der brandroten Mähne und den Somersprossen im Gesicht.
Er hatte nun breite Schultern, eine gedrungene Gestalt und ein asiatisches Gesicht, aus dem wachsame Schlitzaugen blickten. Sein Schädel war kahl.
Dorian Hunter war nun Hoichi, der Rächer.
Er zog Richard Steiners Kleider aus und versteckte sie zusammen mit der Nickelbrille unter einem Steinhaufen. Später, wenn er die Rollen wieder tauschte, würde er die europäische Kleidung wieder benötigen.
Dorian war nun völlig nackt, und er mußte zusehen, daß er sich ein Gewand verschaffen konnte, das dem eines Kriegermönchs entsprach.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 50, 1. Spalte, 5. Absatz

Er bekam Stoff zu fassen und riß daran. Ein schwerer Körper fiel gegen seine Brust. Er tastete zum Gesicht hinauf und preßte seine Hand gegen einen Mund. Er spürte scharfe Zähne auf seiner Handfläche. Speichel, ätzend wie Säure, zerfraß seine Haut. Doch darum kümmerte er sich nicht. Er stieß mit der Spitze des Kommandostabes zu und spürte, daß sich der Körper unter ihm krümmte, noch einige Male krampfhaft zuckte und dann schlaff wurde.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 58, 1. Spalte, 11 Absatz – Seite 58, 2. Spalte, 1. Absatz

Er bekam Stoff zu fassen und riß daran. Ein schwerer Körper fiel gegen seine Brust. Er tastete zum Gesicht hinauf und preßte seine Hand gegen einen Mund. Er spürte scharfe Zähne auf seiner Handfläche. Doch darum kümmerte er sich nicht. Er stieß mit der Spitze des Kommandostabes zu und spürte, daß sich der Körper unter ihm krümmte, noch einige Male krampfhaft zuckte und dann schlaff wurde.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 52, 2. Spalte, 3. Absatz

Dorian ahnte, daß dieser Anstoß durch die folgenden Szenen des Kabukis gegeben werden sollte. Yoshi hatte angedeutet, daß das Schauspiel blutig werden konnte - und auf der Bühne herrschte eine gespannte Atmosphäre wie vor einer Schlacht.

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Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 60, 2. Spalte, 8. Absatz

Dorian ahnte, daß dieser Anstoß durch die folgenden Szenen des Kabukis gegeben werden sollte. Auf der Bühne herrschte eine gespannte Atmosphäre wie vor einer Schlacht.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 53, 1. Spalte, 3. Absatz

Im Hintergrund prallten die beiden Heere aufeinander. Zwei Krieger schrien markerschütternd auf, als sie getroffen wurden. Einer brach mit blutigem Schädel tot zusammen...

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 61, 1. Spalte, 8. Absatz

Im Hintergrund prallten die beiden Heere aufeinander. Zwei Krieger schrien markerschütternd auf, als sie getroffen wurden. Einer brach zusammen...

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 55, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 56, 1. Spalte, 1. Absatz

„Diese Bedingung wird der Daimyo nie annehmen“, sagte der Krieger außer sich vor Wut. „Aber kommt nur und versucht, die Festung zu erobern! Ihr und Eure Bastarde werdet euch blutige Schädel holen.“
Diese Beschimpfung brachte meine Männer so in Wut, daß sie sich am liebsten auf den Wehrlosen gestürzt hätten, um ihn mit bloßen Händen zu zerreißen. Sie wußten selbst, daß sie allesamt Bastarde, Ausgeburten der Hölle waren, ehrlose Banditen, Schänder, Diebe, Mörder... Aber ungestraft ließen sie sich das von niemandem sagen.

Ich war verpflichtet, ihre Ehre zu retten, indem ich den der Lächerlichkeit preisgab, der sie beschimpft hatte.
„Los, lauf um dein Leben und überbringe deinem Daimyo mein Ultimatum“, rief ich und trieb den entwaffneten Krieger mit der flachen Klinge meines Tomokirimaru vor mir her. Ich schlug ihn immer wieder auf den Rücken und auf das Hinterteil, bis er keuchend und stöhnend in den Staub fiel.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 63, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 63, 2. Spalte, 3. Absatz

„Diese Bedingung wird der Daimyo nie annehmen“, sagte der Krieger außer sich vor Wut. „Aber kommt nur und versucht, die Festung zu erobern!“
Diese Beschimpfung brachte meine Männer so in Wut, daß sie sich am liebsten auf den Wehrlosen gestürzt hätten, um ihn mit bloßen Händen zu zerreißen. Sie wußten selbst, daß sie allesamt Bastarde, Ausgeburten der Hölle waren, ehrlose Banditen, Schänder, Diebe, Mörder... Aber ungestraft ließen sie sich das von niemandem sagen.
Ich war verpflichtet, ihre Ehre zu retten, indem ich den der Lächerlichkeit preisgab, der sie beschimpft hatte.
„Los, lauf um dein Leben und überbringe deinem Daimyo mein Ultimatum“, rief ich und trieb den entwaffneten Krieger mit der flachen Klinge meines Tomokirimaru vor mir her.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 56, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 56, 2. Spalte, 2. Absatz

Zumi brachte sein Pferd an meine Seite. Er war ein Koloß, nicht so groß wie ich, aber von doppeltem Körperumfang. Sein Oberkörper war entblößt und zeigte vom Brustkorb bis unter die Gürtellinie drei breite häßliche Narben. Diese rührten vom Versuch eines Harakiri her, zu dem ein grausamer Lehnsherr ihn mit einem Bambusschwert verdammt hatte, weil er sich an dessen Tochter vergangen hatte.
Ich fand den sterbenden Zumi und heilte seine Wunden. Seit damals war er mir verschworen.
„Ihr wollt doch dieses Vorhaben nicht wirklich durchführen, Tomotada?“ sagte er zu mir. „Es wäre Irrsinn, gegen diese uneinnehmbare Festung anzustürmen. Der Daimyo hat zwanzigmal so viele Männer wie wir. Man würde uns wie die Tiere abschlachten.“

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 63, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 64, 1. Spalte, 2. Absatz

Zumi brachte sein Pferd an meine Seite. Er war ein Koloß, nicht so groß wie ich, aber von doppeltem Körperumfang.
„Ihr wollt doch dieses Vorhaben nicht wirklich durchführen, Tomotada?“ sagte er zu mir. „Es wäre Irrsinn, gegen diese uneinnehmbare Festung anzustürmen. Der Daimyo hat zwanzigmal so viele Männer wie wir.“

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 57, 2. Spalte, 6. Absatz

„Die Krieger des Daimyo lauern auf der anderen Seite des Flügels. Es sind an die zweihundert. Sie haben mich gefangengenommen. Der überlebende Samurai, den Ihr als Unterhändler geschickt habt, hat mich erkannt. Sie drohten mir mit der Folter, und da nahm ich zum Schein alle Forderungen an - wie Ihr es mir geraten habt."

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 65, 1. Spalte, 6. Absatz

„Die Krieger des Daimyo lauern auf der anderen Seite des Flügels. Es sind an die zweihundert. Sie haben mich gefangengenommen. Der überlebende Samurai, den Ihr als Unterhändler geschickt habt, hat mich erkannt. Sie drohten mir, und da nahm ich zum Schein alle Forderungen an - wie Ihr es mir geraten habt."

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 59, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 1. Absatz

Einer meiner Männer auf dem Brückenbalken wurde getroffen und stürzte in die Tiefe. Zumi hatte Tomoes Pferd erreicht und griff nach dem Zügel, während ein zweiter versuchte, Tomoes Bein zu packen. Aber das Mädchen hieb ihm mit ihrem Schwert den Arm ab, und sie schlug mit demselben Streich Zumi von der Brücke.
Meine Achtung vor ihr stieg. Ich mußte sie haben. Doch in diesem Augenblick verlor ihr Pferd das Gleichgewicht und rutschte mit den vorderen Hufen von dem schmalen Balken ab. Tomoe ließ sich seitlich aus dem Sattel gleiten, und während ihr Tier mit verzweifelt ausschlagenden Beinen in die Tiefe stürzte, klammerte sie sich im letzten Augenblick am Balken fest.
Sie kam schnell wieder auf die Beine und stellte sich meinen Männern zum Kampf.
„Laßt von ihr ab!“ befahl ich ihnen. Doch da traf Tomoes Schwert den einen von ihnen vor die Brust. Ein zweiter konnte sich unter ihrer Klinge hinwegducken und parierte auch noch einen von der Seite geführten Streich. Doch er mußte um sein Gleichgewicht kämpfen und öffnete daher seine Deckung, so daß Tomoe keine Mühe hatte, den o-kesa anzubringen - das „Priestergewand“, wie dieser Hieb hieß, mit dem man dem Gegner das Haupt mitsamt einer Schulterpartie abschlägt.

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Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 66, 2. Spalte, 2. – 5. Absatz

Einer meiner Männer auf dem Brückenbalken wurde getroffen und stürzte in die Tiefe. Zumi hatte Tomoes Pferd erreicht und griff nach dem Zügel, während ein zweiter versuchte, Tomoes Bein zu packen. Aber das Mädchen hieb ihm mit ihrem Schwert zu, und sie schlug mit demselben Streich Zumi von der Brücke.
Meine Achtung vor ihr stieg. Ich mußte sie haben. Doch in diesem Augenblick verlor ihr Pferd das Gleichgewicht und rutschte mit den vorderen Hufen von dem schmalen Balken ab. Tomoe ließ sich seitlich aus dem Sattel gleiten, und während ihr Tier mit verzweifelt ausschlagenden Beinen in die Tiefe stürzte, klammerte sie sich im letzten Augenblick am Balken fest.
Sie kam schnell wieder auf die Beine und stellte sich meinen Männern zum Kampf.
„Laßt von ihr ab!“ befahl ich ihnen. Doch da traf Tomoes Schwert den einen von ihnen vor die Brust. Ein zweiter konnte sich unter ihrer Klinge hinwegducken und parierte auch noch einen von der Seite geführten Streich. Doch er mußte um sein Gleichgewicht kämpfen und öffnete daher seine Deckung, so daß Tomoe keine Mühe hatte, ihn in die Tiefe zu stürzen.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 59, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 60, 1. Spalte, 1. Absatz

Als Hoichi das sah, stürzte er sich mit einem Wutschrei nach vorn. Er hielt eine naginata mit beiden Händen und mähte mit dieser langen Schwertlanze meine Männer reihenweise von dem Brückenbalken. Er hatte nur noch einen Gegner vor sich, der ihm den Weg verstellte. An seiner Klinge zerbrach die Schwertlanze. Bevor der Gegner jedoch seinen Vorteil nutzen konnte, hatte Hoichi sein Schwert gezogen, parierte alle Schläge und ging seinerseits zum Angriff über. Der andere hatte Hoichis Fechtkunst nichts entgegenzusetzen und wurde, als er gerade selbst zum Todesstoß ansetzen wollte, mit einem Streich quer unter der Brust tödlich getroffen.

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Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 68, 1. Spalte, 3. Absatz

Als Hoichi das sah, stürzte er sich mit einem Wutschrei nach vorn. Er hielt eine naginata mit beiden Händen und mähte mit dieser langen Schwertlanze meine Männer reihenweise von dem Brückenbalken. Er hatte nur noch einen Gegner vor sich, der ihm den Weg verstellte. An seiner Klinge zerbrach die Schwertlanze. Bevor der Gegner jedoch seinen Vorteil nutzen konnte, hatte Hoichi sein Schwert gezogen, parierte alle Schläge und ging seinerseits zum Angriff über. Der andere hatte Hoichis Fechtkunst nichts entgegenzusetzen und wurde, als er gerade selbst zum Todesstoß ansetzen wollte, tödlich getroffen.

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Des Teufels Samurai
Dämonenkiller Nr. 100
Seite 60, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 62, 1. Spalte, 2. Absatz

„Da hast du das Tomokirimaru“, sagte ich, obwohl ich wußte, daß er mich nicht mehr hören konnte. Ich drückte ihm das Bambusschwert in die Hand. „Damit kannst du Harakiri begehen.“
Wenn er das Harakiri mit dem Bambusschwert versuchte, würde er qualvoll lange auf den erlösenden Tod warten müssen. Das war meine Strafe für seine Vermessenheit...
Der Kampf war entschieden, und die Krieger des Daimyos zogen sich zurück. Ich holte Tomoe zu mir in den Sattel und ritt an der Spitze meiner Männer gen Norden.

Des Teufels Samurai
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 100
Seite 69, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz

„Da hast du das Tomokirimaru“, sagte ich, obwohl ich wußte, daß er mich nicht mehr hören konnte. Ich drückte ihm das Bambusschwert in die Hand. „Damit kannst du Harakiri begehen.“
Der Kampf war entschieden, und die Krieger des Daimyos zogen sich zurück. Ich holte Tomoe zu mir in den Sattel und ritt an der Spitze meiner Männer gen Norden.


Das waren die Kürzungen der DK-Neuauflage Nr. 100. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 101 "Das Narbengesicht" von Dirk Hess alias Derek Chess dran.

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