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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Dämonenkiller-Chronik 128

Dämonenkiller zum 40.

 Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Dämonenkiller-Chronik (128. Teil)

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der Dämonenkiller-Serie habe ich eine Chronik erstellt, die sich mit der Geschichte der Serie beschäftigt.

Ernst Vlcek schrieb das DK-Exposé 152 - den dritten Teil des Sechsten Leben-Zyklus - für seinen Wiener Autoren-Kollegen Kurt Luif alias Neal Davenport. Leider wurde dieser Roman nicht für die Erstauflage geschrieben, denn durch die Indizierung kam der Schreibstop für die Autoren.

 

Die VampirfamilieDIE HEXENJÄGER
DIE FOLTERKAMMER DES HEXENJÄGERS
Dämonenkiller 152
Schauplatz: Schwarzwald, Hornisgrinde, Mummelsee
Zeit: bis Ende August - Gegenwart, bis Mitte 1627 - Vergangenheit
Autor: Luif-Davenport
Termin: 13.4.1977

Titelbild: AK 6535 /JAD
Eine Folterkammer und Hexenküche. Im Hintergrund ist ein halbnacktes Mädchen an einem großen Holzrad gebunden. Sie macht ein leidendes Gesicht und hat langes rotes Haar. Es handelt sich um Libussa. Daneben ein Gestell mit glühenden Kohlen und Reißzangen.
Im Vordergrund ein Inquisitor in Ekstase. Er trägt braune Kutte mit Kapuze, das Gesicht diabolisch und fanatisch verzerrt, blättert er hastig in einem dicken Wälzer.
Auf dem Tisch liegt ein Totenschädel, auf dem eine Eidechse kauert.

Vorbemerkungen:
Matthias Troger von Mummelsee alias der Dämonenkiller in seinem 6. Leben hat noch keine Ahnung, daß er die Unsterblichkeit durch Seelenwanderung besitzt und schon früher gelebt hat. Das soll er vorerst auch nicht erfahren.
In der Gegenwart versucht Rebecca weiterhin alle Vampire um sich zu scharen - und das mit gutem Erfolg.
Das gefällt Luguri natürlich gar nicht, deshalb versucht er, den Seuchendämon für sich zu gewinnen. Zakum hat bereits die ersten Kontakte geknüpft. Daran schließen wir in diesem Band an.
Bitte auch kurz auf die Situation in Basajaun eingehen. Martin hat sich eingelebt, so daß Coco langsam daran denken kann, ihn gelegentlich allein zu lassen; sie will ja nicht, daß er dauernd an ihrer Rockfalte hängt.
Dorian hat magischen Bumerang, Kommandostab, gnostische Gemme und Pyrophorit-Pistole dabei.

Handlung:
"Matthias, Matthias! Hilf mir...!"
Dorian hört im Traum wieder den Hilferuf Libussas. Coco will ihn beruhigen, indem sie meint, daß Zicci sich nur einen Scherz erlaubt hat. Doch der Hausgeist bestreitet das entschieden. Er kann es sich auch nicht erklären, warum Libussas Stimme sich wieder gemeldet hat. Dorian wieder sagt, daß er sich erinnere, wie Libussa im Gebiet der Hornisgrinde neuerlich in Bedrängnis geraten sei, er jedoch nicht mehr lange mit ihr zusammengeblieben sei und sie schließlich ganz aus den Augen verloren habe.
Dies könnte der Autor als Vorwurf nehmen, die erste Vergangenheitsepisode zu bringen.
Wir aber bleiben in der Gegenwart.
Der DK weiß, daß sich etwas zusammenbraut. Luguri und Rebecca rüsten zur großen Auseinandersetzung, und der DK möchte, wenn er schon nicht selbst mitmischt, am Drücker bleiben.
Zicci warnt ihn, aber selbst Coco meint, Dorian solle sich heraushalten, sollen sich doch die Dämonen gegenseitig die Schädel blutig schlagen. Aber damit will sich Dorian nicht zufrieden geben. Der Seuchendämon vor allem liegt ihm schwer im Magen.
Dorian hofft ja, daß ihm Olivaro, der ja zu diesem Kontakt hatte (Band 76), etwas mehr über ihn sagen könnte.

Achtung:
Wir wissen ja, daß Olivaro sein eines Gesicht für Dorian opferte, um ihn von seinem wuchernden Gesichtsmakel zu befreien. Nun hat Dorian praktisch einen Teil von Olivaro in seinem Gesicht.
Dazu sagen wir ergänzend aus: Olivaro hat Dorian darauf aufmerksam gemacht, daß nun zwischen ihnen eine magische Verbindung besteht.
Dorian könne ihn auf diese Weise in dringenden Fällen anrufen.
Dabei handelt es sich nicht um einen telepathischen Kontakt. Dorian und Olivaro können also nicht (wie Coco und ihr Sohn) über große Entfernungen Gedanken austauschen, sondern Dorian kann lediglich an Olivaro einen Impuls absenden, so daß Olivaro weiß, daß Dorian ihn braucht. Es ist aber ein mehr abstrakter Impuls, der keine bezugnehmende Botschaft enthält.

Dorian ruft Olivaro, und tatsächlich taucht bald der frühere Januskopf, der sich nun Elia Gurion nennt, in Castillo Basajaun auf.
Dorian sagt, was er über den Seuchendämon wissen möchte. Doch Olivaro ist entsetzt. Er verweigert jegliche Auskunft. Er sagt, daß er selbst nicht viel mit ihm zu tun hatte und froh war, daß er ihn wieder los wurde. Der Seuchendämon, der Giftatmer, sei einer der Schrecklichsten, der aus dem centro terrae stammt - der Hölle selbst. Dorian dürfe an ihm nicht einmal anstreifen.
Aber, sagt Dorian, wenn Luguri sich mit ihm verbündet, dann könnten schlimme Zeiten über die Menschheit kommen. Dorian weiß ja von Zicci (Band 151), daß sich der Giftatmer mit Luguri treffen will. Das stimmt Olivaro nachdenklich.
Dorian kann ihn schließlich dazu bringen, daß er ihn zumindest mit Rat zur Seite steht. Wo man den Hebel ansetzen soll, weiß aber keiner von ihnen.
Da gibt Zicci ungewollt einen heißen Tip. Der Hausgeist jammert zwar, sagt, Hände weg vom Giftatmer und Zakum und der ganzen Höllenbrut, im selben Atemzug verrät er sich aber, indem er hinzufügt, er werde Dorian nie und nimmer verraten, daß der Giftatmer den Erzdämon Luguri zu den Ruinen von Schloß Mummelsee bestellt hat...
Zicci schweigt betroffen, er hat sich wieder einmal selbst ein Bein gestellt.
Dorian aber weiß genug. Olivaro verspricht, ihn zum Mummelsee zu begleiten, aber nur als Beobachter!
Dorian dürfe selbst auch nicht aktiv werden, denn sonst wären sie alle verloren. Der DK verspricht es.
Coco will ihn unter diesen Umständen begleiten.
Zicci schlottert vor Angst, verkriecht sich ins Dachgebälk und verflucht den Tag, da er Dorians Hausgeist geworden ist. Aber er kann sich nicht verdrücken, muß Dorians Ruf folgen ihn und seine Gefährten begleiten.
Die Art und Weise, wie die vier ins Gebiet der Hornisgrinde kommen, bleibt dem Autor überlassen. Möglichkeiten haben wir genug.

Anmerkung: Informationen über den Mummelsee und die Hornisgrinde im Grimmelshausens SIMPLICISSIMUS, p 505 ff. Dort auch einiges Material über Legenden etc. Wir könnten andeuten, daß hier irgendwo ein Zugang zum centro terrae sein mag, weshalb der Seuchendämon vielleicht Luguri hierher bestellte.

Vergangenheit:
Nach ihrem Abenteuer auf der Pestburg kommen Matthias und Libussa - diese wiederum als Mann verkleidet - ins Gebiet der Hornisgrinde und in die Nähe von Schloß Mummelsee, wo sie sich bereits in Sicherheit wähnen.
Doch plötzlich geraten sie Söldnerwerbern des Herzogs von Württemberg in die Hände. Libussas Beteuerungen, daß Mathias zur Familie des Grafen von Mummelsee gehöre, bleiben ungehört. Und es scheint, daß sie sich in ihr Schicksal fügen müssen.
Doch plötzlich tauchen seltsame Gestalten auf. Sie tragen keine Uniformen, doch ihre Kleidung ist nicht die von verwahrlosten Räubern. Sie zeigen Disziplin, und auch ihre Bewaffnung ist mindestens so gut wie die der Soldaten, so, die sie in der Überzahl, die Schergen der Union in die Flucht schlagen. Sie reden nicht viel, doch bieten sie Libussa und Matthias an, mit ihnen zu kommen. Sie wollen allen Menschen helfen, die die Freiheit lieben.
Doch Libussa schlägt das aus. Sie glaubt immer noch, daß Matthias auf Schloß Mummelsee am besten aufgehoben ist.
Die seltsamen Männer (Rächer der Enterbten, Beschützer der Geknechteten etc.) verschwinden, aber sie nehmen unseren Freunden den Wohnwagen ab, weil sie ihn besser brauchen können. Es ist zum Mummelsee ohnehin nicht weit.
Libussa und Matthias erreichen den See auch bald. Dort jedoch fallen sie erneut Uninformierten in die Hände, die sie in Namen der Inquisition und des Grafen von Mummelsee festnehmen. Ihr Anführer ist der Hexenjäger Isidor Santana, wohl nicht sein richtiger Name.
Es stellt sich heraus, daß die Gräfin Irmgard den Hexenjäger zu ihrem Schutz eingestellt hat. Bekanntlich gab sie Matthias nur fort, weil sie argwöhnte, daß er schon mit vier Jahren in den Bann eines Magiers geraten sei. Sie ist unheimlich abergläubisch, fürchtet sich vor Teufeln und Dämon, obwohl sie niemals mit solchen in Berührung gekommen war. Dennoch heuerte sie den Hexenjäger an und gab ihm alle Vollmachten. Seitdem haust dieser hier fürchterlich, führt ein strenges Regime, quält die Leute bis aufs Blut, und wer ihm in die Quere kommt, wird als Hexe oder Hexer beseitigt.
In Wirklichkeit ist Isidor Santana selbst der Magier den er jagen soll - und ein Diener dämonischer Mächte. Man kann sich vorstellen, wie es nun rund um den Mummelsee zugeht. Und Gräfin Irmgard hat davon keine Ahnung. Sie wähnt sich, im Gegenteil, im Schutze des Hexenjägers in Sicherheit.
Als nun Isidor hört, Matthias sei der "verlorene Sohn", der nach Hause zurückgefunden hat, macht er die Probe auf Exempel - und siehe da, es handelt sich tatsächlich um den Jungen, den er einst in seinem Sinne beeinflussen wollte.
Isidor protegiert Matthias, bringt ihn auf Schloß zurück, meint, die Gräfin müsse nun alles das wieder gut machen, was sie durch Matthias Verstoßung an ihm verbrochen hat. Die Gräfin will das tun, der Hexenjäger versucht nun, Matthias wieder fester in seine Gewalt zu bekommen.
Libussa aber durchschaut ihn, versucht, sein Spiel zu durchkreuzen, und ist dem Hexenjäger so ein Dorn im Auge. Natürlich versucht Isidor nun, eine Handhabe gegen sie zu bekommen, um sie als Hexe anzuklagen und so aus dem Weg zu schaffen.
Als in der Gegend seltsame Dinge geschehen, die nur Hexenwerk sein können, stellt der Hexenjäger Libussa sofort unter Anklage und wirft sie in seine Folterkammer.
Matthias erfährt die Wahrheit erst zu spät und auf Umwegen. Er versucht Libussa zu helfen. Jetzt erst erkennt er das schändliche Spiel des Hexenjägers. Doch dieser ist seiner Sache so sicher, daß er Libussa sogar vor Matthias Augen foltern läßt - was allerdings nicht geschildert wird.
Santana fühlt sich nun schon so mächtig, daß er seine Maske fallen läßt und offiziell die Herrschaft übernimmt.
Santana spricht davon, daß sich an einem Ufer des Mummelsees die Erde auftun werde - oder inmitten des Sees durch Hitze das Wasser des Sees verdampfen werde - um seinen verbündeten Dämonen den Weg aus dem centro terrae, der Hölle selbst, auf die Oberfläche der Erde freizugeben.
Die Vorbereitungen für eine solche Beschwörung werden getroffen.
Doch zu diesem Zeitpunkt trifft ein unheimlicher Wanderer ein, den Matthias als den Fremden erkennt, der seinen und Libussas Weg schon einige Male gekreuzt hat. Es ist der Giftatmer.
Zur gleichen Zeit tauchen auch Vertreter jener Gruppe auf, die Matthias und Libussa vor den Söldnerwerbern gerettet haben. Ihr Anführer heißt Thomai Behrens, ist mit fast zwei Metern ein Riese von Gestalt, hat einen wilden blonden Bart, Muskeln wie ein Preisringer, das heißblütige Temperament eines Südländers und solche Kraft, daß er mit einem Faustschlage einen Ochsen fällen kann.
Thomai spricht aber eine gepflegte Sprache. Er ist ein Studierter. War früher Lehrer, doch in den Wirren des Krieges verlor er alles und flüchtete mit Gleichgesinnten, die den Frieden um alles in der Welt lieben, in ein verstecktes Tal, wo sie nun ungestört leben.
Thomai bietet Matthias an, mit ihnen zu kommen. In dem vergessenen Tal werden sie nicht einmal von allen Dämonen der Unterwelt gefunden.
Matthias will aber unbedingt Libussa retten. Thomai erkennt zwar die Gefahr, die sich zusammenbraut, verspricht aber Matthias zu helfen.
Nun kommt es zum Finale. Santana beginnt mit seinem Sabbat, um die Teufel aus den tiefsten Schlünden der Erde anzurufen. Schon beginnt das schwarze Wasser des Mummelsees zu brodeln. Santana mit seinen Diener befindet sich auf einem Floß.
Da taucht der Giftatmer auf. Das Treiben des Hexenjägers scheint ihm nicht zu behagen. Wahrscheinlich will er die Schrecken der Hölle ruhen lassen, um selbst den Nimbus des Schrecklichsten nicht zu verlieren.
Jedenfalls schreitet er ein, ohne daß jemand sieht wie er das tut. Doch die Folgen seiner Maßnahmen werden von allen bemerkt. Schloß Mummelsee wird in seinen Grundfesten erschüttert, stürzt unter einem fruchtbaren Erdbeben zusammen. Auf dem See tut sich auch allerhand. Der Hexenjäger mitsamt seinen Begleitern gerät in den Strudel und wird von den wirbelnden schwarzen Wassern in die Tiefe gezerrt.
Matthias versucht in diesem Chaos Libussa aus dem Kerker zu retten. Doch als er sich durch den Schutt einen Weg in die unterirdischen Gewölbe bahnt, fehlt von Libussa jede Spur. Thomai meint, daß sie sich wohl von ihren Ketten befreien konnte und geflüchtet ist. Er, Matthias, soll nicht nach Libussa suchen, sondern mit ihnen in das vergessene Tal kommen, bevor es zu spät ist.
Matthias befolgt diesen Rat. Er trauert um Libussa, die nun für immer für ihn verloren scheint.
Nicht mehr schildern, wie Matthias mit Thomais Leuten das versteckte Tal erreicht.
Die Schrecken ringsum haben ihren Höhepunkt erreicht. Auf der höchsten vom Schloß verbliebenen Ruinenmauer aber steht der Giftatmer und verbreitet weiterhin Tod und Pestilenz.

Gegenwart:
Coco, Dorian, Elia Gurion (Olivaro) und Zicci haben das Gebiet der Hornisgrinde erreicht. Dorian glaubt wieder, und das am helllichten Tag, Libussas Hilferufe zu vernehmen, als sei sie ganz in der Nähe. Alle sagen ihm, daß er sich das nur einbilde. Die Erinnerung an sein früheres Leben habe ihn zu stark mitgenommen.
Der DK erwidert, daß er Libussa als Matthias nie mehr wiedersah und keine Ahnung hat, welches Schicksal ihr widerfuhr. Er ist von dem Gedanken besessen, daß er hier, irgendwo um den Mummelsee einen Hinweis auf ihr Schicksal finden kann. Er begibt sich, ungeachtet der Warnung seiner Freunde, auf die Suche.
Dabei stößt man auf die ersten Hinweise, daß das Treffen zwischen dem Erzdämon Luguri und dem Giftatmer bald stattfinden wird.
Oberflächlich betrachtet wirken der See und die Schloßruine friedlich. Aber dann und wann finden sich Hinweise auf Dämonen. So zeigt der ruhige See manchmal starke Strudel, ein ahnungsloser Wanderer, der ein Bad nimmt, wird von so einem Strudel in die Tiefe gerissen - kurz darauf wird sein Gerippe ans Ufer geschwemmt.
Bei Einbruch der Nacht sind unheimliche Geräusche zu hören, überall unheimliches Singen und Raunen, Schatten huschen durch die Lüfte - alles Anzeichen dafür, daß ein Sabbat vorbereitet wird.
Unsere Freunde müssen sich verstecken und tarnen, um nicht entdeckt zu werden. Zicci wird - obwohl er sich zähneklappernd sträubt - gelegentlich als Kundschafter ausgeschickt. Er spioniert in den Schloßruinen, entlang des Mummelsees - und überall wimmelt es von Dämonen. Nur vom Erzdämon und dem Giftatmer fehlt noch jede Spur. Aber kein Zweifel, daß sei bald eintreffen werden.
Als Zicci von einer seiner Wanderungen zurückkommt, sagt er, daß er in einem der Verliese eine frische Blutspur gefunden hat.
Dorian verlangt, daß er ihn hinbringt. Als man der Blutspur folgt, stößt man im tiefsten Winkel eines Gewölbes auf einen kostbaren Sarg. Es scheint sich um das Ruhelager eines Vampirs zu handeln - doch der Sarg ist leer. Auch vom Opfer des Vampirs fehlt jede Spur.
Dorian durchsucht das Gewölbe weiter, bis er den Kerker findet, in dem Libussa vor 350 Jahren gefangen war. Dort findet er eine magische Inschrift, die Zicci entziffern kann. Daraus ergibt sich kein Hinweis auf Libussa (wie Dorian gehofft hat), sondern es handelt sich um eine magische Falle des Vampirs, der damit Opfer zu sich lockt und in seinen Bann schlägt - und zwar nur weibliche Opfer.
Dorian kehrt mit Zicci zu den Freunden zurück, beschließt aber, sich diese Sache später anzunehmen.

Umblenden:
Aus der Warte der Dämonen weitererzählen.
Luguri hat sich am Treffpunkt eingefunden. Der Giftatmer hat ihn zur Mitte des Sees bestellt, eine blutige Spur, die sich über die Oberfläche des Sees zieht, weist ihm den Weg. Nebel zieht auf. Luguri wandelt mit Zakum über den See - als sie den Mittelpunkt erreichen, steht dort der Giftatmer, die nachtschwarzen Augen durch eine Maske verhüllt, auf einer Eisscholle, und das im Sommer.
Keinem der Dämonen fällt der in der Nähe treibende Baumstamm als etwas Besonderes auf, und ergo vermutet auch keiner, daß der Hausdämon Zicci das Aussehen der morschen, aufgeweichten Baumrinde angenommen hat. Dabei steht er natürlich tausend Ängste aus. Aber immerhin kann er mithören, was Luguri und der Giftatmer vereinbaren.
Luguri verlangt, daß der Gevatter etwas gegen die Rebellion der Vampire unternimmt, denn das störe das Gleichgewicht innerhalb der Schwarze Familie. Der Giftatmer aber durchschaut den Erzdämon, sagt, daß er ihn nur um Hilfe bitte, weil er selbst zu schwach sei, gegen die Koalition der Vampire etwas zu unternehmen.
Der Giftatmer sagt, daß sie hier, in der Mitte des Sees, genau über dem centro terrae stehen, wenn Luguri die Hilfe der Höllenfürsten wünsche, warum begebe er sich dann nicht direkt in die Hölle? Davon will Luguri aber nicht wissen. Er sagt noch einmal eindringlich, daß der Zusammenschluß aller Vampire auch gegen seine Interessen sein müsse. Oder fühle er sich nicht stark genug, gegen Rebecca und ihre Verbündeten vorzugehen?
Der Giftatmer läßt sich nur in gewisser Weise ködern. Er sagt, er werde Luguri und den Vampiren eine Probe seiner Macht geben. Aber nicht mehr. Das heiße dann jedoch noch immer nicht, daß er mit ihm zusammenarbeiten wolle.
Luguri zeigt sich einigermaßen zufrieden, und Zakum flüstert ihm, daß er vom Giftatmer auch gar nicht mehr erwarten durfte.
Der Giftatmer gibt noch den Hinweis, daß man das Schicksal des Vampirs aus den Ruinen weiterverfolgen soll.

Mit diesen Informationen kehrt Zicci zu unseren Freunden zurück. Man sucht die Ruinen auf. Während man berät was zu tun sei - Soll man den Vampir leben lassen und ebenfalls beobachten, was der Giftatmer mit ihm vorhat, oder soll man ihn killen, daß er nicht etwas die Saat des Giftatmers weitertragen kann? - wird ihnen die Entscheidung abgenommen. Coco gerät plötzlich in den Bann der magischen Falle (Mauerinschrift) und muß in das Versteck des Vampirs kommen. Bevor dieser die verteidigungsunfähige Coco beißen kann, findet diese jedoch zu sich selbst zurück - etwa durch telepathischen Kontakt ihres Sohnes, der fühlte, daß mit seiner Mutter etwas nicht stimmt.
Im gleichen Moment taucht auch schon Dorian auf, schleudert den magischen Bumerang und macht so den Vampir um einen Kopf kürzer.
Damit könnte dieser Fall erledigt sein. Aber Olivaro meint, daß der Giftatmer nun mit den Opfern des Vampirs (die es irgendwo geben muß) das machen wird, was er mit ihm selbst vorhatte.
Olivaro will dieser Opfer suchen. Coco ist seiner Meinung.
Dorian aber hört schon wieder Libussas Hilferuf und will diese Sache auf dem Grund gehen - von Zicci unterstützt, der ebenfalls erfahren will, was damals aus Libussa geworden ist.
Also mit der Aussage: Olivaro und Coco suchen Vampiropfer, Dorian und Zicci suchen Hinweise auf Libussas Schicksal, den Roman schließen.
Keine weiteren Aussagen mehr machen.

Das geplante Titelbild für DK 152 wurde für Vampir-Horror-Roman Nr. 325 verwendet. Das Originalbild von JAD ist auf der Dossier Negro-Ausgabe 92 erschienen. Zusätzlich noch als Kapra Future Nr. 05.

Volker Sorge hat freundlicherweise das DK-Bild gestaltet.

Zur Einleitung - Zum ersten Teil - Zur Übersicht

 

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-02-03 09:58
Na ja, besonders vielversprechend klingt das nicht. Mal abgesehen von dem unsäglichen Zicci macht das nicht viel aus dem geschichtlichen Hintergrund. Da gibt es doch interessantere Themen als ein x-beliebiges Dimensionstor. Wallenstein und die Astrologie, die Schweden - schwedische Dämonen - in Deutschland, Dämonen als Beichtvater des Kaisers. Da ist es schwerer, zu entscheiden, was man nicht machen will, als ein farbiges Thema zu finden :-) Nicht Vlceks beste Stunde.

Die Gegenwartshandlung ist lahm. Die Dämonen sind nur noch Witzfiguren. Das hat wirklich nicht mehr viel Ähnlichkeit mit den Anfängen.
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#2 Remis Blanchard 2016-02-03 12:15
Mir geht es genauso. Die Handlung ist nicht gerade vielversprechend. Da hat mir die Handlung in der 2. Auflage bzw. den Zaubermond Büchern besser gefallen.
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#3 Schnabel 2016-02-03 13:23
Leider durfte Neal Davenport dieses Exposé nicht mehr in einen Roman verwandeln, aber so wie ich Kurt Luif gekannt habe, wäre die Handlung nicht so geworden, wie es sich Ernst Vlcek vorgestellt hat. Kurt hat so einige schwäche Exposés mit seiner Schreibart aufgewertet...
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#4 Andreas Decker 2016-02-03 16:18
Uwe, du hast Post :-)
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#5 Schnabel 2016-02-03 16:25
zitiere Andreas Decker:
Uwe, du hast Post :-)

Du jetzt auch...
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#6 Andreas Decker 2016-02-04 09:33
Uwe, danke !!!
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