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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 55. Teil - Das Geheimnis der Mumie

Dämonenkiller zum 40.

 Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Das Geheimnis der Mumie

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 54 Das Geheimnis der Mumie gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 11, 1. Spalte, 2. Absatz - Seite 11, 2. Spalte, 2. Absatz

Amun (auch Amon) war einst ein Gott unter unzähligen anderen gewesen. Lokalgott von Theben, später dann Reichsgott. Die Priester, die ihn verehrten, waren mächtig, so mäch­tig, daß sie als Priesterkönige sogar Pharaonen wurden. Erst mit. den as­syrischen Eroberern wurde Amuns Macht gebrochen, und der Nieder­gang seines Kultes begann. Meist wurde Amun in Menschengestalt dargestellt, gelegentlich auch mit ei­nem Widderkopf; oder er trug auf dem Kopf die hohe Krone mit den Doppelfedern. In der Hand hielt er meist das Was-Zepter, einen langen Rohrstab.
Ihre Gedanken irrten ab. Sie be­dauerte, daß Dorian Hunter, der Dämonenkiller, nicht mitgekommen war; doch er war mit einem anderen Fall beschäftigt.
Sie konnte es noch immer nicht glauben, daß sie vor weniger als drei Monaten Mutter geworden war. Ih­ren Sohn hatte sie in Sicherheit ge­bracht. Niemand wußte, wo er sich befand; nicht einmal Dorian hatte sie den Aufenthaltsort gesagt. Sie be­dauerte, daß sie sich nicht mehr um ihr Kind kümmern konnte, doch es war einfach nicht möglich; es wäre für ihren Sohn und für sie zu gefähr­lich gewesen.
Nach Olivaros freiwilligem Rück­tritt als Führer der Schwarzen Fa­milie waren sie von den Dämonen nicht mehr belästigt worden. Die Schwarze Familie war in unzähligen Gruppen zerfallen. Sie könnten sich nicht auf einen Führer einigen. Coco wußte, daß die Ruhe trügerisch war. Im Augenblick zerfleischten sich die Dämonen gegenseitig, aber irgend­wann würde sich der passende Füh­rer finden. Coco war sicher, daß die Dämonen es niemals vergessen wür­den, welchen Schaden Dorian und sie ihnen zugefügt hatten; irgendwann würden sie Rache nehmen.
Coco stand auf, schlenderte zurück zum ägyptischen Museum und holte sich die Bewilligung ab. Mit einem Taxi fuhr sie zum Flughafen Helio­polis. Sie hatte keinerlei Schwierig­keiten, einen Flug mit der nächsten Maschine der United Arab Airlines nach Luxor zu buchen. Der Flug dauerte genau 10 Minuten.

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 12, 1, Spalte, 2. + 3. Absatz

Amun (auch Amon) war einst ein Gott unter unzähligen anderen gewesen. Lokalgott von Theben, später dann Reichsgott. Die Priester, die ihn verehrten, waren mächtig, so mäch­tig, daß sie als Priesterkönige sogar Pharaonen wurden. Erst mit. den as­syrischen Eroberern wurde Amuns Macht gebrochen, und der Nieder­gang seines Kultes begann. Meist wurde Amun in Menschengestalt dargestellt, gelegentlich auch mit ei­nem Widderkopf; oder er trug auf dem Kopf die hohe Krone mit den Doppelfedern. In der Hand hielt er meist das Was-Zepter, einen langen Rohrstab.
Coco stand auf, schlenderte zurück zum ägyptischen Museum und holte sich die Bewilligung ab. Mit einem Taxi fuhr sie zum Flughafen Helio­polis. Sie hatte keinerlei Schwierig­keiten, einen Flug mit der nächsten Maschine der United Arab Airlines nach Luxor zu buchen. Der Flug dauerte genau 10 Minuten.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 18, 2. Spalte, 6. Absatz

Susan kam zögernd näher. Fonad lag auf dem Rücken, seine Beine waren seltsam abgewinkelt, der Mund war weit aufgerissen. Auf seiner Stirn klaffte eine tiefe Wunde, aus der noch immer Blut tropfte. Die Au­gen des Toten waren weit aufgeris­sen.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 18, 2. Spalte, 8. Absatz

Susan kam zögernd näher. Fonad lag auf dem Rücken, seine Beine waren seltsam abgewinkelt, der Mund war weit aufgerissen. Auf seiner Stirn klaffte eine tiefe Wunde. Die Augen des Toten waren weit aufgerissen.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 20, 1. Spalte, 2. Absatz

Coco überlegte kurz. Sie konnte sich nicht erklären, weshalb das Haus gebebt und was die Schreie zu bedeuten gehabt hatten. Nochmals sah sie sich im Zimmer um. Da fiel ihr Blick auf den Fußboden. Sie bückte sich. Eine Lache war zu se­hen. Blut. Nachdenklich stand sie auf. Wohin waren Hami Fonad und Susan Baxter verschwunden?

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 20, 2. Spalte, 2. Absatz

Coco überlegte kurz. Sie konnte sich nicht erklären, weshalb das Haus gebebt und was die Schreie zu bedeuten gehabt hatten. Nochmals sah sie sich im Zimmer um. Da fiel ihr Blick auf den Fußboden. Sie bückte sich. Eine Lache war zu se­hen. Nachdenklich stand sie auf. Wohin waren Hami Fonad und Susan Baxter verschwunden?

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 21, 1. Spalte, 19. Absatz –Seite 21, 2. Spalte, 1. Absatz

Sein Sohn Hami stand in der Tür. In seiner Stirn klaffte ein Loch. Ge­trocknetes Blut bedeckte sein Gesicht. Die Augen waren gebrochen, das Gesicht farblos.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 21, 2. Spalte, 13. Absatz

Sein Sohn Hami stand in der Tür. In seiner Stirn klaffte ein Loch. Die Augen waren gebrochen, das Gesicht farblos.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 21, 2. Spalte, 5. Absatz

So rasch sie konnte, rannte sie durch das Zimmer. Sie schwang sich auf das Fensterbrett, sprang ins Freie und blickte sich um. Der Unto­te folgte ihr weiter. Für einen Au­genblick sah sie sein Gesicht im Mondlicht, die gebrochenen Augen und die fingergroße Öffnung in seiner Stirn, aus der Blut rann.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 28, 2. Spalte, 3. Absatz

So rasch sie konnte, rannte sie durch das Zimmer. Sie schwang sich auf das Fensterbrett, sprang ins Freie und blickte sich um. Der Unto­te folgte ihr weiter. Für einen Au­genblick sah sie sein Gesicht im Mondlicht, die gebrochenen Augen und die fingergroße Öffnung in seiner Stirn.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 30, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 31, 1. Spalte, 1. Absatz

„Ich werde es Ihnen sagen, Miß Baxter.“ Hu-Amuns Stimme klang kühl. „Üblicherweise wurden nur Tote einbalsamiert. Das ist Ihnen ja bekannt. Es gab aber auch Ausnah­men. Gelegentlich kam es vor, daß Menschen bei lebendigem Leib ein­balsamiert wurden. Entweder ver­hungerten sie oder sie erstickten. Bei den Toten war es eine ziemlich kom­plizierte Angelegenheit. Der Balsa­mierer begann seine Arbeit mit dem Entleeren der Hirnschale. Ein Haken wurde in die Nase eingeführt, der ...“
„Ich werde es Ihnen sagen, Miß Baxter.“ Hu-Amuns Stimme klang kühl. „Üblicherweise wurden nur Tote einbalsamiert. Das ist Ihnen ja bekannt. Es gab aber auch Ausnah­men. Gelegentlich kam es vor, daß Menschen bei lebendigem Leib ein­balsamiert wurden. Entweder ver­hungerten sie oder sie erstickten. Bei den Toten war es eine ziemlich kom­plizierte Angelegenheit. Der Balsa­mierer begann seine Arbeit mit dem Entleeren der Hirnschale. Ein Haken wurde in die Nase eingeführt, der...“
„Das weiß ich alles“, unterbrach ihn Susan.
Doch Hu-Amun ließ sich nicht stoppen. „Der Haken durchstieß die Schädelbasis, drang in die Hirnmas­se ein, zerstörte sie durch Drehbewegungen und zog sie durch die Nase heraus.“
„Hören Sie auf damit!“ sagte Su­san.
„Gelegentlich kam es aber auch vor, daß man den Schädel im Nacken öffnete oder - das kam allerdings sehr selten vor - man trennte den Kopf vom Rumpf, der später mit ei­nem Metallstab wieder befestigt wurde. Danach wurde der Leib der Toten geöffnet, und die Eingeweide wurden herausgeholt. Die Nieren und das Herz blieben aber meist im Körper. Die Eingeweide wurden mit Myrrhen, Anis, Zwiebeln, Palmwein und verschiedenen Gewürzen ver­mengt; sie wurden in Bandagen ge­hüllt und in besonderen Behältern aufbewahrt.“
„Halten Sie endlich den Mund“, flüsterte Susan. „Ich weiß über die Mumifizierung Bescheid.“
„Leber, Lunge, Magen und die an­deren Eingeweide wurden in Kano­pen aufbewahrt. Der Leib des Toten wurde mit teergetränkten Lappen ausgestopft. Augen, Ohren, Nase und Mund wurden mit Wachs verschlos­sen. Der Tote wurde danach in eine Natronlauge gelegt. Dabei lösten sich die Haut und die Nägel ab. Später wurde der Körper wieder aus der Lauge herausgeholt. Abschließend wurde der Tote in Leinenbinden ein­gehüllt. Üblicherweise wickelte man zuerst die Finger, die Füße und Hän­de gesondert ein, dann kam der ge­samte Körper dran. Ich habe das ein wenig vereinfacht dargestellt, aber Sie wissen ja Bescheid.“
„Weshalb erzählen Sie mir das al­les?“
„Sie werden lebend einbalsamiert, Miß Baxter. Dazu sind aber einige Vorbereitungen notwendig, mit de­nen wir jetzt beginnen.“
Hu-Amun verließ die Grabvor­kammer und ließ Susan Baxter al­lein. Einige Minuten später betraten ein paar Männer die Kammer. Sie hockten sich vor ihr auf den Boden und stimmten einen klagenden Ge­sang ein.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 31, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 31, 2. Spalte, 2. Absatz

„Ich werde es Ihnen sagen, Miß Baxter.“ Hu-Amuns Stimme klang kühl. „Üblicherweise wurden nur Tote einbalsamiert. Das ist Ihnen ja bekannt. Es gab aber auch Ausnah­men. Gelegentlich kam es vor, daß Menschen bei lebendigem Leib ein­balsamiert wurden. Entweder ver­hungerten sie oder sie erstickten. Bei den Toten war es eine ziemlich kom­plizierte Angelegenheit.“
„Weshalb erzählen Sie mir das al­les?“
„Sie werden lebend einbalsamiert, Miß Baxter. Dazu sind aber einige Vorbereitungen notwendig, mit de­nen wir jetzt beginnen.“
Hu-Amun verließ die Grabvor­kammer und ließ Susan Baxter al­lein. Einige Minuten später betraten ein paar Männer die Kammer. Sie hockten sich vor ihr auf den Boden und stimmten einen klagenden Ge­sang ein.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 39, 2. Spalte, 15. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 1. Absatz

Es krachte laut. Gesteinsbrocken kullerten den Gang herunter. Ki­chern war zu hören, und die Erde bebte. Eine Gesteinslawine polterte in den Gang. Ein Stein traf einen von Abd-el-Barans Leuten und schlug ihm den Hinterkopf blutig. Das Ki­chern wurde lauter.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 40, 1. Spalte, 11. Absatz

Es krachte laut. Gesteinsbrocken kullerten den Gang herunter. Ki­chern war zu hören, und die Erde bebte. Eine Gesteinslawine polterte in den Gang. Ein Stein traf einen von Abd-el-Barans Leuten. Das Ki­chern wurde lauter.

* * * 

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 44, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 45, 1. Spalte, 2. Absatz

Damals war ich glücklich. Ich lern­te die magischen Sprüche und Handlungen, die nur den höchsten Prie­stern Amuns bekannt waren. Regelmäßig fanden die Blutopfer statt. Es war eine Ehre für mich, daß ich dar­an aktiv teilnehmen durfte. Die Priester waren weißgekleidet, die Häupter kahl geschoren, die Leiber mit wohlriechenden Ölen gesalbt. Ich durfte meinen Onkel, den Ho­henpriester Bekanchos, in den Tem­pel begleiten. Er trug ein goldbe­sticktes Gewand und auf dem Kopf ein Diadem. Die Menge kniete bei seinem Anblick nieder, die Würden­träger verbeugten sich. In den weit­räumigen Hallen des Tempels hallte der Gesang der gläubigen Menge wider. Der Opferstier wurde geweiht, und der Gesang brach ab. Schwei­gend schritt der Hohepriester zum Stier, und ich reichte ihm den Opfer­dolch. Er nahm den Dolch und vollführte die allerheiligste Handlung. Das Auge und die Hand meines On­kels waren sicher. Er stieß mit dem Messer so geschickt zu, daß das Blut pur so heraussprudelte. Das Fleisch des Stieres wurde dann an die Ar­men verteilt.
Das Leben war eine Lust, damals, als er, dessen Name verflucht ist, noch nicht als Pharao das Land ins Unglück stürzte. Damals wurde noch das Blutopfer beim Herbstfest gefei­ert, wenn alle ihr Steuersoll abgelie­fert hatten, Doch er, dessen Name nicht genannt werden soll, schaffte das Blutopfer ab. In seiner Regie­rungszeit gab es diesen Nationalern­tetag nicht mehr, an dem Gott Amun geopfert wurde. Zu seinen Ehren mußte Menschenblut fließen. Gefei­ert wurde in allen Tempeln des Rei­ches, doch so festlich wie in Theben war es nirgendswo. Die prunkvollste Feier fand im Reichstempel statt. Da saßen der Pharao und seine Gattin auf den Thronplätzen, die Doppel­krone auf dem Kopf, die Gewänder mit Edelsteinen geschmückt. Dane­ben standen der Hohepriester mit seiner Frau und die anderen Wür­denträger des Reiches. Das gemeine Volk drängte sich in den Nebenhal­len, den Säulengängen und Vorhö­fen.
Die Priester vollzogen die heiligen Handlungen, dann war es still. Nur das Wimmern der gefesselten Skla­ven war zu hören, die wußten, was ih­nen bevorstand, die aber zu dumm waren, um zu erkennen, welch Glück sie hatten, dem einzig wahren Gott - Amun - geopfert zu werden.
Der Pharao erhob sich von seinem Thronplatz, schritt zum Altar, und ein Priester reichte ihm den geweih­ten Zeremoniendolch. Der Pharao beugte sich vor und schnitt einem Sklaven die Kehle durch. Der Hohe­priester tat es ihm gleich. In die Todesschreie der Opfer mischte sich das Rasseln der Sistren der Priester. Die Menge betete zu Amun, erflehte eine Gnade. Dann durfte das Volk an den Toten vorbeigehen. Sie tauch­en ihre Finger in das Blut der Geop­ferten und betupften sich damit die Stirn. Die Toten wurden später den Aasgeiern zum Fraß vorgeworfen.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 45, 1. Spalte, 1. Absatz – Seite 45, 2. Spalte, 3. Absatz

Damals war ich glücklich. Ich lern­te die magischen Sprüche und Handlungen, die nur den höchsten Prie­stern Amuns bekannt waren. Regelmäßig fanden die Blutopfer statt. Es war eine Ehre für mich, daß ich dar­an aktiv teilnehmen durfte. Die Priester waren weißgekleidet, die Häupter kahl geschoren, die Leiber mit wohlriechenden Ölen gesalbt. Ich durfte meinen Onkel, den Ho­henpriester Bekanchos, in den Tem­pel begleiten. Er trug ein goldbe­sticktes Gewand und auf dem Kopf ein Diadem. Die Menge kniete bei seinem Anblick nieder, die Würden­träger verbeugten sich. In den weit­räumigen Hallen des Tempels hallte der Gesang der gläubigen Menge wider. Der Opferstier wurde geweiht, und der Gesang brach ab. Schwei­gend schritt der Hohepriester zum Stier, und ich reichte ihm den Opfer­dolch. Er nahm den Dolch und vollführte die allerheiligste Handlung. Das Auge und die Hand meines On­kels waren sicher. Er stieß mit dem Messer geschickt zu. Das Fleisch des Stieres wurde dann an die Ar­men verteilt.
Das Leben war eine Lust, damals, als er, dessen Name verflucht ist, noch nicht als Pharao das Land ins Unglück stürzte. Damals wurde noch das Opfer beim Herbstfest gefei­ert, wenn alle ihr Steuersoll abgelie­fert hatten, Doch er, dessen Name nicht genannt werden soll, schaffte das Opfer ab. In seiner Regie­rungszeit gab es diesen Nationalern­tetag nicht mehr, an dem Gott Amun geopfert wurde. Gefei­ert wurde in allen Tempeln des Rei­ches, doch so festlich wie in Theben war es nirgendwo. Die prunkvollste Feier fand im Reichstempel statt. Da saßen der Pharao und seine Gattin auf den Thronplätzen, die Doppel­krone auf dem Kopf, die Gewänder mit Edelsteinen geschmückt. Dane­ben standen der Hohepriester mit seiner Frau und die anderen Wür­denträger des Reiches. Das gemeine Volk drängte sich in den Nebenhal­len, den Säulengängen und Vorhö­fen.
Die Priester vollzogen die heiligen Handlungen, dann war es still. Nur das Wimmern der gefesselten Skla­ven war zu hören, die wußten, was ih­nen bevorstand, die aber zu dumm waren, um zu erkennen, welch Glück sie hatten, dem einzig wahren Gott - Amun - geopfert zu werden.
Der Pharao erhob sich von seinem Thronplatz, schritt zum Altar, und ein Priester reichte ihm den geweih­ten Zeremoniendolch.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 45, 2. Spalte, 7. Absatz

Die Vorzeichen waren ungünstig. Viele hatten unheimliche Träume. Der Wind änderte die Richtung und brachte Regen. Außerhalb Thebens verwandelten sich das Wasser vieler Teiche in Blut.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 46, 1. Spalte, 6. Absatz

Die Vorzeichen waren ungünstig. Viele hatten unheimliche Träume. Der Wind änderte die Richtung und brachte Regen.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 48, 1. Spalte, 2. Absatz

Mehr konnte ich nicht hören. Ich bekam keine Luft mehr. Das Wachs auf meinem Gesicht und die Leinen­binden verhinderten, daß ich atmen konnte. Ich starb, doch ich war nicht wirklich tot. Nur mein Körper war gestorben.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 48, 1. Spalte, 8. Absatz

Mehr konnte ich nicht hören. Ich bekam keine Luft mehr. Ich starb, doch ich war nicht wirklich tot. Nur mein Körper war gestorben.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 54, 1. Spalte, 12. Absatz – Seite 54, 2. Spalte, 1. Absatz

Ohne zu zögern, stürzte Abd-el-Baran in die Vorkammer, schwang die Brechstange über dem Kopf und ging auf einen der Priester los, der seinen Schlag parieren wollte, aber eine Sekunde zu spät reagierte. Die Brechstange zerschmetterte seinen Kopf. Cardin und drei Fellachen stürmten ebenfalls in die Grabvor­kammer. Die Priester stürzten sich auf sie.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 55, 1. Spalte, 8. Absatz

Ohne zu zögern, stürzte Abd-el-Baran in die Vorkammer, schwang die Brechstange über dem Kopf und ging auf einen der Priester los, der seinen Schlag parieren wollte, aber eine Sekunde zu spät reagierte. Cardin und drei Fellachen stürmten ebenfalls in die Grabvor­kammer. Die Priester stürzten sich auf sie.

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 55, 2. Spalte, 11. + 12. Absatz

„Verzeih mir, Nefer-Amun“, rö­chelte Hu-Amun. „Verzeih...“
Die Kette zerfetzte seinen Hals.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 56, 2. Spalte, 9. Absatz

„Verzeih mir, Nefer-Amun“, rö­chelte Hu-Amun. „Verzeih...“

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Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller Nr. 54
Seite 62, 2. Spalte, 4. Absatz

Coco hob das Glas. Der Wein leuch­tete dunkelrot - wie Blut. Langsam trank sie einen Schluck.

Das Geheimnis der Mumie
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 54
Seite 63, 1. Spalte, 9. Absatz

Coco hob das Glas. Der Wein leuch­tete dunkelrot. Langsam trank sie einen Schluck.

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Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 54. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 55 "Das Monster von Greenfield" von Ernst Vlcek alias Paul Wolf dran.

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