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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 47. Teil - Der Schatten des Werwolfs

Dämonenkiller zum 40.

Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Der Schatten des Werwolfs

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 46 Der Schatten des Werwolfs gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 23, 1. Spalte, 6. Absatz

Ich habe meine Erinnerung teil­weise zurückbekommen“, sagte der Mann, der wie der Dämonenkiller aussah. „Das ist nicht mein richtiger Körper. Es hört sich verrückt an, aber ich bin Ronald Chasen, bin Ar­chitekt und wohne in der Windmill Lane. Mein Büro habe ich in der Re­gent Street.“

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 24, 1. Spalte, 9. Absatz - Seite 24, 2. Spalte, 1. Absatz

„Ich habe meine Erinnerung teil­weise zurückbekommen“, sagte der Mann, der wie der Dämonenkiller aussah. „Das ist nicht mein richtiger Körper. Es hört sich verrückt an, aber ich bin Ronald Chasen, bin Ar­chitekt und wohne in der Re­gent Street.“

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 29, 2. Spalte, 6. - 8. Absatz

Wieder bewegte Cohen das Amu­lett. Er stützte sich mit der linken Hand auf dem Mauerdach auf und stieß sich dann von Archers Schul­tern ab. Cohen landete auf dem Mau­erdach, bekam einen fürchterlichen elektrischen Schlag, stieß einen Schrei aus und ließ sich einfach in den Garten fallen, geschickt wie eine Katze. Seine Hände zitterten leicht. Er wartete einige Minuten. Im Haus und im Garten rührte sich nichts.
„Alles in Ordnung, Cohen?“ hörte er Sullivans Stimme.
„Alles in Ordnung“, antwortete er.

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 40
Seite 31, 2. Spalte, 6. + 7. Absatz

Wieder bewegte Cohen das Amu­lett. Er stützte sich mit der linken Hand auf dem Mauerdach auf und stieß sich dann von Archers Schul­tern ab. Cohen landete auf dem Mau­erdach, bekam einen fürchterlichen elektrischen Schlag, stieß einen Schrei aus und ließ sich einfach in den Garten fallen, geschickt wie eine Katze. Seine Hände zitterten leicht. Er wartete einige Minuten. Im Haus und im Garten rührte sich nichts.
„Alles in Ordnung“, antwortete er.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 42, 2. Spalte, 4. Absatz

Ich hatte Hunger. Entsetzlichen Hunger, der wie ein Schwert in mei­nen Eingeweiden wühlte. Und ich wußte, wonach ich Hunger hatte. Nach Menschenfleisch. Ich wollte meine Zähne in die Kehle eines Men­schen schlagen.

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 43, 2. Spalte, 6. Absatz

Ich hatte Hunger. Entsetzlichen Hunger, der wie ein Schwert in meinen Eingeweiden wühlte.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 49, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 49, 2. Spalte, 2. Absatz

Jetzt waren mir auch die Ereig­nisse in der Villa der Lorrimers wie­der bewußt. Sie hatten sich in Wer­wölfe verwandelt. Elvira hatte mir einen Stoß in den Rücken gegeben und mich ins dunkle Haus getrieben. Ich hatte Stöhnen gehört, eine kral­lenartige Hand hatte sich in meinen Rücken gebohrt und mich in ein klei­nes Zimmer in einem der oberen Stockwerke gedrängt. Ich war auf ein Bett gefallen und hatte einen pelzigen Körper gespürt, der sich schwer auf mich legte. Raubtiergeruch hing in der Luft, und das Malmen von scharfen Zähnen war zu hören. Irgend etwas zerrte an meiner Jacke. Ich richtete mich auf. Die Jacke fiel zu Boden. Mein Hemd folgte. Scharfe Krallen fuhren über meine Brust. Mein Gürtel wurde ge­öffnet, die Hose fiel zu Boden. Nackt, zitternd vor Verlangen nach etwas, das ich nicht kannte, hatte ich mich zurückgelegt. Die Augen hatte ich geschlossen. Meine Hände verkrall­ten sich in einen festen Körper. Er fühlte sich wie ein Schäferhund an. Es fauchte in meinem Ohr. Eine rau­he Zunge strich über mein Gesicht. Mein Körper bäumte sich auf, und ich spürte die spitzen, scharfen Zäh­ne, die sich in meine rechte Schulter bohrten und immer fester zubissen. Ich hörte mich Stöhnen und wälzte mich verlangend hin und her.
Die scharfen Zähne ließen meine Schulter los und verbissen sich in meiner Brust. Ich spürte, wie mein Blut aus der Wunde drang und die feuchte Zunge es gierig leckte.
Die Zeit schien stillzustehen. Die Zähne bissen immer wieder zu, in meine Schenkel, Arme und in den Nacken.
Ich keuchte und stöhnte. Es war herrlich, unbeschreiblich herrlich. Alles verwischte sich, wurde unreal. Ich verschmolz mit dem harten Kör­per in meinen Armen. Weißer Atem strich über meine Wangen, und woh­lige Schauer ließen meinen Körper erzittern.


Der Schatten des Werwolfs

Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 51, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 51, 2. Spalte, 2. Absatz

Jetzt waren mir auch die Ereig­nisse in der Villa der Lorrimers wie­der bewußt. Sie hatten sich in Wer­wölfe verwandelt. Elvira hatte mir einen Stoß in den Rücken gegeben und mich ins dunkle Haus getrieben. Ich hatte Stöhnen gehört, eine kral­lenartige Hand hatte sich in meinen Rücken gebohrt und mich in ein klei­nes Zimmer in einem der oberen Stockwerke gedrängt. Ich war auf ein Bett gefallen und hatte einen pelzigen Körper gespürt, der sich schwer auf mich legte. Raubtiergeruch hing in der Luft, und das Malmen von scharfen Zähnen war zu hören. Irgend etwas zerrte an meiner Jacke. Ich richtete mich auf. Die Jacke fiel zu Boden. Mein Hemd folgte. Scharfe Krallen fuhren über meine Brust. Mein Gürtel wurde ge­öffnet, die Hose fiel zu Boden. Die Augen hatte ich geschlossen. Meine Hände verkrall­ten sich in einen festen Körper. Er fühlte sich wie ein Schäferhund an. Es fauchte in meinem Ohr. Eine rau­he Zunge strich über mein Gesicht. Mein Körper bäumte sich auf, und ich spürte die spitzen, scharfen Zäh­ne, die sich in meine rechte Schulter bohrten und immer fester zubissen. Ich hörte mich Stöhnen und wälzte mich hin und her.
Die scharfen Zähne ließen meine Schulter los und verbissen sich in meiner Brust. Ich spürte, wie mein Blut aus der Wunde drang.
Die Zeit schien stillzustehen. Die Zähne bissen immer wieder zu, in meine Schenkel, Arme und in den Nacken.
Ich keuchte und stöhnte. Alles verwischte sich, wurde unreal. Ich verschmolz mit dem harten Kör­per in meinen Armen. Weißer Atem strich über meine Wangen, und Schauer ließen meinen Körper erzittern.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 50, 1. Spalte, 4. – 6. Absatz

Damit hatten die Oppositionsdä­monen nicht gerechnet; und ich schon gar nicht.
Die Gier nach Menschenfleisch wurde übermächtig. Ich mußte der Gier meines Werwolf-Ichs gehor­chen. Ich mußte einen Menschen rei­ßen. Es blieb mir keine andere Wahl. Ich mußte töten.
Ich stieß einen heiseren Schrei aus, hockte mich nieder und winselte den hochstehenden Mond an. Für einen Augenblick erinnerte ich mich an die Beschwörungsformeln, die ich spre­chen mußte, um mit den Dämonen Kontakt aufzunehmen, doch ich konnte sie nicht sagen. Ich versuchte es, doch ich wußte, daß es nicht mög­lich war. Mein Maul formte Wörter, die fast unverständlich waren.


Der Schatten des Werwolfs

Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 51, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 52, 1. Spalte, 1. Absatz

Damit hatten die Oppositionsdä­monen nicht gerechnet; und ich schon gar nicht.
Ich stieß einen heiseren Schrei aus, hockte mich nieder und winselte den hochstehenden Mond an. Für einen Augenblick erinnerte ich mich an die Beschwörungsformeln, die ich spre­chen mußte, um mit den Dämonen Kontakt aufzunehmen, doch ich konnte sie nicht sagen. Ich versuchte es, doch ich wußte, daß es nicht mög­lich war. Mein Maul formte Wörter, die fast unverständlich waren.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 50, 2. Spalte, 2. Absatz

Mir wurde übel. Alles in mir gierte nach Fleisch, nach Menschenfleisch.

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 52, 1. Spalte, 4. Absatz

Mir wurde übel. Alles in mir gierte nach Fleisch.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 51, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 51, 2. Spalte, 5. Absatz

Eines der Monster packte ein Mäd­chen, warf es zu Boden und schlug mit der rechten Vorderpranke zu. Das Mädchen bäumte sich noch ein­mal auf, und das Monster verbiß sich gierig in ihrem leblosen Körper.
Ich schlich näher, die Bestie wand­te sich mir zu, richtete sich drohend auf und hob die Vordertatzen. Sie fauchte wütend und ging auf mich los.
Ich wich zurück und sah aus eini­ger Entfernung zu, wie das Biest das Blut der Toten aufleckte. Mein Ma­gen krampfte sich vor Verlangen zu­sammen.
Dann konnte ich für einen Augen­blick wieder normal denken. Ich wandte mich ab und kämpfte gegen meine Begierden an.
Immer mehr Boote legten an. Und immer das gleiche Bild. Die Eingeborenen waren anfangs wie gelähmt, dann fiel die Erstarrung von ihnen ab. Sie schrien vor Entsetzen, als sie die Monster sahen, und versuchten zu fliehen.
Innerhalb weniger Minuten war der Strand rot vor Blut. Überall la­gen Tote herum.
Ich drehte mich um. Das Schreien der Opfer hallte schaurig in meinen Ohren. Ich zitterte am ganzen Leib vor Verlangen. Noch konnte ich mich beherrschen, doch wie lange?
Ich zog mich zurück und versuchte, nicht auf die Todesschreie und das gierige Schmatzen der Monster zu hören.
Ein Wolfsmensch lief an mir vor­bei. Er verfolgte ein junges Mädchen, das so schnell es konnte davonlief. Ihr langes, schwarzes Haar wehte hinter ihr her. Der Wolfsmensch er­reichte sie. Eine Tatze verkrallte sich in ihrem Haar. Er riß sie an sich, und seine Zähne schnappten zu.
Ich darf meiner Gier nicht nachge­ben, dachte ich verzweifelt.
Doch von Minute zu Minute fiel mir die Enthaltsamkeit schwerer.

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 53, 1. Spalte, 1. – 7. Absatz

Eines der Monster packte ein Mäd­chen, warf es zu Boden und schlug mit der rechten Vorderpranke zu.
Ich schlich näher, die Bestie wand­te sich mir zu, richtete sich drohend auf und hob die Vordertatzen. Sie fauchte wütend und ging auf mich los.
Ich wich zurück.
Dann konnte ich für einen Augen­blick wieder normal denken. Ich wandte mich ab.
Immer mehr Boote legten an. Und immer das gleiche Bild. Die Eingebo­renen waren anfangs wie gelähmt, dann fiel die Erstarrung von ihnen ab. Sie schrien vor Entsetzen, als sie die Monster sahen, und versuchten zu fliehen.
Ich drehte mich um. Das Schreien der Opfer hallte schaurig in meinen Ohren.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 52, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 52, 2. Spalte, 5. Absatz

Coco warf dem Wolfsmädchen ei­nen verächtlichen Blick zu. Elvira öffnete das geifernde Maul und rannte die Stufen hinunter.
Olivaro sah ihr grinsend nach. Er beugte sich aus dem Fenster. Sekun­den später lief Elvira aus dem Haus, dem Strand zu.
Olivaro legte einen Arm um Cocos Hüften und zog sie an sich. Coco war die Berührung des Dämons wider­lich, doch sie durfte sich nichts von ihrem Ekel anmerken lassen.
„Ein hübscher Anblick“, sagte Oli­varo und sah aus dem Fenster. „So eine Abwechslung tut gut.“
Er kicherte, als er die Todesschreie der unschuldigen Eingeborenen hör­te.
Coco wandte den Kopf ab. Schon als Kind hatte sie nichts für die grausamen Sitten innerhalb der Schwar­zen Familie übrig gehabt - und jetzt noch weniger.
„Gefällt es dir nicht, Coco?“ fragte Olivaro.
„Du weißt genau, wie ich darüber denke“, sagte Coco reserviert. „Ich finde es abstoßend.“
Olivaro seufzte. „Ich finde es amü­sant. Sieh, jetzt hat Elvira ein Opfer erwischt!“
„Ich will es nicht sehen“, sagte Coco gereizt.
Olivaro lachte. „Unwahrschein­lich, mit welcher Gier Elvira das Blut aus der Kehle ihres Opfers trinkt.“
Wieder war ein Todesschrei zu hö­ren, und Coco zuckte zusammen. In diesem Augenblick haßte sie Olivaro wie nie zuvor. Seine Hand an ihrer Hüfte schien aus Feuer zu bestehen. Sie trat einen Schritt zur Seite und atmete heftig. Verstohlen beobach­tete sie Olivaro, der sich mit beiden Händen auf das Fensterbrett auf­stützte und zum Strand blickte. Sein Gesicht war vor Genuß verzerrt.
Coco hatte Olivaro gründlich unterschätzt. Sie hatte geglaubt, daß er über solche Schauspiele erhaben wäre, doch das stimmte nicht. Er ge­noß das Wüten der Scheusale sicht­lich. Er weidete sich an der Angst der Eingeborenen.
„Ich gehe schlafen“, sagte Coco.
„Bleib noch!“ sagte Olivaro, ohne den Blick von der schauerlichen Sze­ne abzuwenden. „Ich will noch eini­ges mit dir besprechen, Coco.“

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 53, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 54, 1. Spalte, 8. Absatz

Coco warf dem Wolfsmädchen ei­nen verächtlichen Blick zu. Elvira öffnete das Maul und rannte die Stufen hinunter.
Olivaro sah ihr grinsend nach. Er beugte sich aus dem Fenster. Sekun­den später lief Elvira aus dem Haus, dem Strand zu.
Olivaro legte einen Arm um Cocos Hüften und zog sie an sich. Coco war die Berührung des Dämons wider­lich, doch sie durfte sich nichts von ihrem Ekel anmerken lassen.
„Ein hübscher Anblick“, sagte Oli­varo und sah aus dem Fenster. „So eine Abwechslung tut gut.“
Er kicherte, als er die Schreie der unschuldigen Eingeborenen hör­te.
Coco wandte den Kopf ab. Schon als Kind hatte sie nichts für die grausamen Sitten innerhalb der Schwar­zen Familie übrig gehabt - und jetzt noch weniger.
„Gefällt es dir nicht, Coco?“ fragte Olivaro.
„Du weißt genau, wie ich darüber denke“, sagte Coco reserviert. „Ich finde es abstoßend.“
Olivaro seufzte. „Ich finde es amü­sant. Sieh, jetzt hat Elvira ein Opfer erwischt!“
„Ich will es nicht sehen“, sagte Coco gereizt.
Olivaro lachte.
Wieder war ein Schrei zu hö­ren, und Coco zuckte zusammen. In diesem Augenblick haßte sie Olivaro wie nie zuvor. Seine Hand an ihrer Hüfte schien aus Feuer zu bestehen. Sie trat einen Schritt zur Seite und atmete heftig. Verstohlen beobach­tete sie Olivaro, der sich mit beiden Händen auf das Fensterbrett auf­stützte und zum Strand blickte.
Coco hatte Olivaro gründlich unterschätzt. Sie hatte geglaubt, daß er über solche Schauspiele erhaben wäre, doch das stimmte nicht. Er genoß das Wüten der Scheusale sicht­lich. Er weidete sich an der Angst der Eingeborenen.
„Ich gehe schlafen“, sagte Coco.
„Bleib noch!“ sagte Olivaro, ohne den Blick von der Sze­ne abzuwenden. „Ich will noch eini­ges mit dir besprechen, Coco.“

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 54, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 54, 2. Spalte, 5. Absatz

Es war mir gelungen, gegen meine Werwolfgier anzukämpfen, doch ich glaubte, wahnsinnig zu werden. Ich wußte nicht, wie lange ich mich von Krämpfen geschüttelt herumgewor­fen hatte. Irgendwann stand ich wie­der auf. Das Verlangen war noch im­mer da.
War es möglich, daß ich in meiner Werwolfgestalt Olivaro etwas anha­ben konnte?
Bedauernd schüttelte ich den Kopf. Diese Möglichkeit schied aus. Oliva­ro hätte mich mit einer Handbewe­gung ausgeschaltet.
Ich kam an einigen toten Eingebo­renen vorbei und warf mich neben einem auf dem Boden. Für einige Se­kunden war das Schwarze Blut in meinen Adern stärker. Ich leckte das eingetrocknete Blut auf.
Das hätte ich nicht tun sollen. Es verstärkte meine Gier.
Ich lief los. Jetzt war nichts mehr von Dorian Hunter in mir. Die blut­gierige Bestie dominierte. Verzwei­felt suchte ich nach einem Opfer. Aber um mich war alles still.

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 55, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 55, 2. Spalte, 1. Absatz

Es war mir gelungen, gegen meine Werwolfgier anzukämpfen, doch ich glaubte, wahnsinnig zu werden. Ich wußte nicht, wie lange ich mich von Krämpfen geschüttelt herumgewor­fen hatte. Irgendwann stand ich wie­der auf.
War es möglich, daß ich in meiner Werwolfgestalt Olivaro etwas anha­ben konnte?
Bedauernd schüttelte ich den Kopf. Diese Möglichkeit schied aus. Oliva­ro hätte mich mit einer Handbewe­gung ausgeschaltet.
Ich lief los. Jetzt war nichts mehr von Dorian Hunter in mir. Die Bestie in mir dominierte. Verzwei­felt suchte ich nach einem Opfer. Aber um mich war alles still.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 55, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 56, 1. Spalte, 1. Absatz

In meinem Inneren herrschte völ­lige Verwirrung. Der Duft, die Gier nach Menschenfleisch und dazu mei­ne Gedanken als Dorian Hunter, der sich seiner Gefährtin gegenübersah - das alles lähmte mich.
Coco hob den Dolch. Er war aus Silber. Das Mondlicht spiegelte sich in der Klinge, und die Kraft des Sil­bers veränderte mich. Ich prallte zurück, und Haarbüschel fielen mir aus.
Coco kam langsam auf mich zu.
Ich öffnete den Mund und gab ei­nen krächzenden Laut von mir. Coco hob eine Hand und wollte zustechen.
„Nicht!“ sagte ich. „Ich bin es, Dori­an!“
Sie senkte den Dolch und starrte mich mißtrauisch an.
„Du mußt mir glauben, Coco“, be­schwor ich sie.
Meine Stimme war fast unver­ständlich.
„Das ist nicht möglich“, sagte Coco.
„Es ist aber so, Coco“, sagte ich leise. „Ich kann es beweisen.“
„Ich höre zu“, sagte Coco.
Ich kämpfte noch immer gegen die Gier an, sie einfach anzuspringen und ihr die Kehle zu zerfetzen.
„Erinnere dich an unser Zusam­mensein in Wien“, sagte ich. „Als wir die Hochzeit mit Behemoth verhin­derten.“
Cocos Lippen bewegten sich. Ihre Augen blickten mich interessiert an.
„Erzähle weiter!“ sagte sie leise.
„Wir blieben noch einen Tag in Wien“, führ ich fort. „Wir hatten ein Zimmer im Imperial. Zimmer Num­mer 245. Wir waren essen und gingen kurz nach zehn Uhr auf unser Zim­mer. Du trugst einen schwarzen Ho­senanzug. Das Haar hattest du auf­gesteckt.“
„Das kann fast jeder wissen“, sagte Coco. „Was geschah dann?“
Ich erzählte es ihr. Ich konnte mich ganz genau an unser Gespräch erin­nern. Es waren Einzelheiten, die nur sie und ich wußten. Ich merkte an ih­rem Gesichtsausdruck, daß sie mir glaubte, doch sie sagte nichts.
„Ich bin nicht als Dorian Hunter auf diesem Atoll“, sagte ich abschlie­ßend. „Ich kam als Ronald Chasen hierher. Einer der Architekten, die für Olivaro den Palast bauen sollen.“
Coco sprach noch immer nichts. Sie wandte den Kopf nach rechts, so als würde sie etwas hören.
„Du mußt mir glauben.“
Coco wandte sich ab. Der Dolch wurde von ihrem Körper verdeckt.
Meine Werwolfnatur siegte. Ich kämpfte dagegen an, doch das Ver­langen war stärker. Ich hob meine Pranken und sprang los. Dabei fauchte ich und packte Coco an den Schultern. Der Dolch fiel zu Boden, und ich schnappte nach ihrem Nac­ken.

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 55, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 56, 2. Spalte, 5. Absatz

In meinem Inneren herrschte völ­lige Verwirrung. Der Duft, dazu mei­ne Gedanken als Dorian Hunter, der sich seiner Gefährtin gegenübersah - das alles lähmte mich.
Coco hob den Dolch. Er war aus Silber. Das Mondlicht spiegelte sich in der Klinge, und die Kraft des Sil­bers veränderte mich. Ich prallte zurück, und Haarbüschel fielen mir aus.
Coco kam langsam auf mich zu.
Ich öffnete den Mund und gab ei­nen krächzenden Laut von mir. Coco hob eine Hand und wollte zustechen.
„Nicht!“ sagte ich. „Ich bin es, Dori­an!“
Sie senkte den Dolch und starrte mich mißtrauisch an.
„Du mußt mir glauben, Coco“, be­schwor ich sie.
Meine Stimme war fast unver­ständlich.
„Das ist nicht möglich“, sagte Coco.
„Es ist aber so, Coco“, sagte ich leise. „Ich kann es beweisen.“
„Ich höre zu“, sagte Coco.
„Erinnere dich an unser Zusam­mensein in Wien“, sagte ich. „Als wir die Hochzeit mit Behemoth verhin­derten.“
Cocos Lippen bewegten sich. Ihre Augen blickten mich interessiert an.
„Erzähle weiter!“ sagte sie leise.
„Wir blieben noch einen Tag in Wien“, führ ich fort. „Wir hatten ein Zimmer im Hotel Kaiserkrone. Zimmer Num­mer 245. Wir waren essen und gingen kurz nach zehn Uhr auf unser Zim­mer. Du trugst einen schwarzen Ho­senanzug. Das Haar hattest du auf­gesteckt.“
„Das kann fast jeder wissen“, sagte Coco. „Was geschah dann?“
Ich erzählte es ihr. Ich konnte mich ganz genau an unser Gespräch erinnern. Es waren Einzelheiten, die nur sie und ich wußten. Ich merkte an ih­rem Gesichtsausdruck, daß sie mir glaubte, doch sie sagte nichts.
„Ich bin nicht als Dorian Hunter auf diesem Atoll“, sagte ich abschlie­ßend. „Ich kam als Ronald Chasen hierher. Einer der Architekten, die für Olivaro den Palast bauen sollen.“
Coco sprach noch immer nichts. Sie wandte den Kopf nach rechts, so als würde sie etwas hören.
„Du mußt mir glauben.“
Coco wandte sich ab. Der Dolch wurde von ihrem Körper verdeckt.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 58, 1. Spalte, 11. Absatz

Er war froh, daß sie jetzt endlich etwas unternehmen konnten. Das nutzlose Warten war nicht nach sei­nem Geschmack gewesen. Er war ein Mann der Tat.

 

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 59, 1. Spalte, 7. Absatz

Er war froh, daß sie jetzt endlich etwas unternehmen konnten. Das nutzlose Warten war nicht nach sei­nem Geschmack gewesen. Er war ein Mann der Tat. Seine Freundin Sacheen würde er diesmal nicht mitnehmen. Sie hatte sich einverstanden erklärt, in New York von Bord zu gehen.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 59, 1. Spalte, 6. – 8. Absatz

Das Wolfsmädchen hatte sich in Hunters Kehle verbissen. Ihre starken Zähne malmten. Hunters Wolfskörper durchlief ein Zittern. Blut drang aus seiner zerfetzten Kehle und tropfte auf seine Brust.
Olivaro vollführte mit den Händen stimmt einige blitzschnelle Bewegungen, ­und das Wolfsmädchen wurde zu Boden gerissen.
Der Werwolf fiel auf die Knie, beide Pranken preßte er gegen den Hals, aus dem das Blut spritzte. Seine Augen wurden glasig, dann brach er langsam, wie in Zeitlupe, zusammen.


Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 60, 1. Spalte, 6. – 8. Absatz

Das Wolfsmädchen hatte sich in Hunters Kehle verbissen.
Olivaro vollführte mit den Händen stimmt einige blitzschnelle Bewegungen, ­und das Wolfsmädchen wurde zu Boden gerissen.
Der Werwolf fiel auf die Knie, beide Pranken preßte er gegen den Hals. Seine Augen wurden glasig, dann brach er langsam, wie in Zeitlupe, zusammen.

* * *

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller Nr. 46
Seite 61, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 62, 1. Spalte, 2. Absatz

Ich hatte nicht anders gekonnt. Ich mußte Coco anspringen. Ich mußte meinen Hunger stillen. Ich wurde nur von meinen Werwolfinstinkten beherrscht. Es war völlig egal gewe­sen, in welchem Verhältnis ich zu Coco stand.
Ich verkrallte meine Pranken in ihrer Schulter. Die Berührung mit dem warmen Fleisch trieb mich voll­ends um den Verstand.
Aber ich kam nicht dazu, meine scharfen Zähne in ihren Nacken zu schlagen. Ich sah eine Bewegung. Olivaro trat ins Zimmer, und hinter ihm tauchte Elvira Lorrimer auf. Bevor ich noch reagieren konnte, hatte sich Elvira verwandelt. Sie sprang mich an. Ich hörte Olivaro etwas schreien, dann schnappten die scharfen Zähne zu und zerrissen meine Kehle. Ich wollte Elvira ab­wehren, doch es gelang mir nicht. Ein entsetzlicher Schmerz durchraste meinen Körper. Ich fiel zu Boden und spürte, wie das Leben aus meinem Körper entwich. Undeutlich ver­nahm ich Cocos Stimme, die seltsam schrill klang.

Der Schatten des Werwolfs
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 46
Seite 62, 2. Spalte, 3. – 5. Absatz

Ich hatte nicht anders gekonnt. Ich mußte Coco anspringen. Ich wurde nur von meinen Werwolfinstinkten beherrscht. Es war völlig egal gewe­sen, in welchem Verhältnis ich zu Coco stand.
Ich verkrallte meine Pranken in ihrer Schulter.
Aber ich kam nicht dazu, meine scharfen Zähne in ihren Nacken zu schlagen. Ich sah eine Bewegung. Olivaro trat ins Zimmer, und hinter ihm tauchte Elvira Lorrimer auf. Bevor ich noch reagieren konnte, hatte sich Elvira verwandelt. Sie sprang mich an. Ich hörte Olivaro etwas schreien, dann schnappten die scharfen Zähne zu. Ich wollte Elvira ab­wehren, doch es gelang mir nicht. Ein heftiger Schmerz durchraste meinen Körper. Ich fiel zu Boden und spürte, wie das Leben aus meinem Körper entwich. Undeutlich ver­nahm ich Cocos Stimme, die seltsam schrill klang.

* * *

Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 46. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 47 "Panik" von Walter Appel alias Earl Warren dran.

Kommentare  

#1 Die Kleine Netti 2016-03-31 19:54
Hm. Das ist ja blöd! :(
Danke für die Warnung. Also dann heißt es, die alten Ausgaben zu suchen.
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#2 Schnabel 2016-04-02 14:21
zitiere Die Kleine Netti:
Hm. Das ist ja blöd! :(
Danke für die Warnung. Also dann heißt es, die alten Ausgaben zu suchen.

Leider ja, denn die DK-Neuauflage war wirklich weichgespült worden, deshalb bringe ich ja die Auflistung der Kürzungen, damit die Leser der DK-Neuauflage feststellen können, was ihnen enthalten worden ist.
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