„Der Gast aus der Zukunft“ auf BluRay - Fragen über Künstliche Intelligenz
„Der Gast aus der Zukunft“ auf BluRay
Fragen über Künstliche Intelligenz
Die unversehrt gebliebenen Teile dieses Apparates geben Hinweise auf die Herkunft, führen zu einer im Süden des Landes gelegenen Stadt. Aus dieser Stadt kommt auch die Meldung, dass unheilbar Kranke geheilt wurden. Die Untersuchung dieser Ereignisse führt zu der Entdeckung, dass das künstliche Gehirn namens „Sigom“ begonnen hat, sich selbst zu programmieren und einen menschlichen Körper aus synthetischem Eiweiß zu erschaffen. Sigom wurde mit der Mission ausgestattet, sich in das Sternbild der Zwillinge zu begeben, um den Menschen weitere Geheimnisse des Kosmos zu erschließen. „Der Gast aus der Zukunft“ ist ein sowjetischer Cinemascope-Film, in dem der Regisseur auf besondere Weise zwischen in verschiedenen Grautönen gehaltenem Schwarz-Weiß, grellem Licht und Farbsequenzen wechselt. Als Zuschauer wird man zunächst auf diese Farbwechsel, die ungewöhnlichen Schnitte und eine experimentell-ungewöhnliche Narration gestoßen. Es dauert deswegen eine Weile, bis man sich auf die Geschichte einlassen kann und man hinter dem Mystery-Kunstfilm auch dessen philosophischen und humanistischen Ansätze erkennt. Hinsichtlich der Fragen zu Künstlicher Intelligenz war „Der Gast aus der Zukunft“ seiner Zeit sicherlich weit voraus.
Bei Ostalgica ist der Film nun weltweit erstmals auf BluRay erschienen. Das Bild (im Widescreen-Format 2,35:1) ist größtenteils sehr gut, wenngleich es aufgrund der unterschiedlichen Filmmaterialien recht uneinheitlich ausgefallen ist. Der Ton (Deutsch in einer DEFA-Synchronisation aus dem Jahr 1980 und Russisch jeweils im DTS HD Master Audio 1.0, optional mit deutschen Untertiteln) ist stets gut zu verstehen und nicht zu beanstanden. Als Extras gibt es die stumme Super-8-Fassung des DEFA-Klassikers „Der schweigende Stern“ (10 Minuten) und eine kleine animierte Bildergalerie.




