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Macabros revisited - Eine Einleitung

Macabros revisitedEine Einleitung

Es muss nun ziemlich genau 30 Jahre her sein - unser Bahnhofskiosk war noch nicht umgebaut worden und um an die Heftromane heranzukommen musste man sich noch bücken - als ein 15jähriger Fan und Sammler diverser Horror-Heftromanserien sich alle paar Wochen auf sein Rad schwang und schlappe zehn Kilometer in die Stadt fuhr, wo er sich in besagtem Kiosk sein zurückgelegtes Exemplar der “Macabros” Zweitauflage besorgte, um es sich anschließend damit auf dem Sofa gemütlich zu machen und in eine faszinierende, phantastische Welt abzutauchen.


In der Falle des SchattenfürstenEine Welt, die dem Jungen noch nicht wirklich vertraut war, da er sie gerade erst entdeckt hatte, die ihn aber schon nach nur einem einzigen Heft derart in den Bann geschlagen hatte, dass er sich in kürzester Zeit alle fehlenden Bände besorgte, um sich besser in dieser phantastischen, bunten und komplexen Welt zurechtzufinden - verstand er nach dem ersten gelesenen Heft, der Nummer 28 “In der Falle des Schattenfürsten” doch erst mal nur Bahnhof.

Kein Wunder, befand man sich hier doch mitten im Xantilon Zyklus, keine leichte Kost also für einen Einsteiger, der aus den diversen anderen Serien nur einen lockeren roten Faden gewohnt war, und der es vor allem gewohnt war dass der Held der Serie auch tatsächlich in jedem Heft auftauchte. Doch mit der Zeit entwirrten sich die Fäden, Zusammenhänge wurden erkennbar und mit den fehlenden Heften, die in Rekordzeit nachgelesen wurden, ließen sich nach und nach alle Puzzleteile zusammenfügen.

Die Mischung aus Fantasy Horror und SF war etwas völlig neues für den Jungen, hatte er doch bis dahin geglaubt, sich nur für eines dieser drei Genres zu interessieren. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass mit der Entdeckung der Macabros - Serie Türen geöffnet wurden, die in Bereiche führten, welche den Jungen auch 30 Jahre später noch begleiteten, während andere Türen sich wiederum für immer schlossen.

Auch das Kapitel Macabros endete irgendwann, nicht nur weil die Serie nicht fortgesetzt wurde, sondern auch, weil es natürlich noch tausend andere Dinge zu entdecken gab. Die erwähnten offenen Türen führten den Jungen in neue aufregende Welten, die kaum weniger komplex und faszinierend waren (wie Mythor oder Perry Rhodan und später “Das Lied von Eis und Feuer“) und irgendwann war Macabros nicht viel mehr als eine schöne Erinnerung. Eine Erinnerung an lange Radtouren in die Stadt bei Wind und Wetter, an die Orte, an die ihn die Serie begleitete (wie diverse Schulen und Jugendherbergen in fernen Ländern) aber vor allem an das vielleicht faszinierendste Leseerlebnis seiner Jugend.

Der Grund warum ich dieses Kapitel nun noch einmal aufschlagen möchte, ist der, dass ich - nachdem hier im Zauberspiegel in jüngster Zeit rege über das Schaffen Jürgen Grasmücks diskutiert wurde - selbst gern herausfinden möchte, wie viel von dieser Faszination heute noch übrig ist, oder ob ich überhaupt noch fasziniert, ob ich noch begeistert bin. Oder ob mir heute vielleicht Dinge negativ auffallen, die mir damals entgangen sind, die ich einfach überlesen oder über die ich hinweggesehen habe, weil ich sie nicht als wichtig empfand. Wie wichtig oder relevant würden mir diese Dinge heute erscheinen?

Also habe ich mich entschlossen, die Serie noch einmal von Band 1 an zu lesen und hier im Zauberspiegel zu besprechen. Man darf also gespannt sein - ich bin es selbst - ob mein Urteil nach dreißig Jahren immer noch positiv ausfällt und was der Zahn der Zeit noch von meiner damaligen Begeisterung übrig gelassen hat…

Macabros revisitedDie weiteren Artikel
001 Der Monster-Macher
002 Der Fluch der Druidin
003 Attacke der Untoten
004 Konga, der Menschenfrosch
005 Die Schreckensgöttin
006 Horror-Trip
007 Totenacker der Dämonen
008 Die Geister-Höhlen
009 Blutregen
010 Duell mit den Höllengeistern
011 Im Leichen-Labyrinth
012 Molochos Totenkarussell
013 Mandragora - Herrin der Angst
014 Knochensaat

015 Phantoma - Tochter der Finsternis

016 Geisterheere aus dem Jenseits
017 Dwylup - Stadt der Monster
018 Knochentunnel in das Grauen
019 Im Schlund der Höllenschlange
020 Die Blutgärten von Sodom
021 Abraxas, Fluch des Magiers
022 Phantom aus dem Unsichtbaren
023 Gefangen im Totenmaar
024 Marionetten Schreckens
025 Uga, Bestie aus der Urzeit
026 Elixier der Verdammnis
027 Totenbarke nach Xantilon
028 In der Falle des Schattenfürsten
029 Marubur, Herr der Wahnsinnshallen

030 Tempel der Versteinerten
031 Der Schreckliche aus dem Totenbrunnen
032 Kreatur der Verdammnis
033 Flucht in den Geistersumpf
034 Galeere des Grauens
035 Mirakel, Mann der Geheimnisse
036 Gruft der bösen Träume
037 Unter der Dämonenpeitsche

038 Mirakel, Phantom aus dem All
039 Im Verlies der Hexendrachen
040 Tal der tausend Foltern
041 Tschinandoah - wo die Steine leben
042 Hades, Hort der Vergessenen
043 Die Horror-Tempel von Skyx
044 Mirakel, Herr im Geisterland
045 Das Geheimnis der grauen Riesen
046 Blutsiegel des Molochos
047 Formonatio Welt des Unheils
048 Die Parasitengruft
049 Die Qualligen aus der Mikrowelt
050 Rha-Ta-N'mys Leichenschlucht
051 Skelettus, Fürst der Knochenburg (12. November)
052 Aufstand der Knochenmonster (12. November)
053 Totenkopfmond (12. November)

Kommentare  

#1 Ingo Kirchhof 2015-02-12 22:13
Ich freu mich schon auf die Macabros-Artikel die folgenden werden. Im Zaubermond-Verlag erschienen noch 13 weitere Bände. Den letzten - alle wurden von Christian Montillon geschrieben - fand ich außergewöhnlich gut. Gelungene r Abschluß der Storyline.
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#2 Andreas Decker 2015-02-13 09:54
Viel Spaß dabei.

Ich habe das vor einer Weile mal versucht. An der Serie hängen auch bei mir viele Erinnerungen und Aktivitäten. Mal an einem Samstag nach Frankfurt zu einem Marlos-Treffen zu fahren, am Storywettbewerb mitzumachen und ein Buch zu gewinnen, das ich heute noch habe , usw. Es war auch eine der wenigen Serien, die ich schon damals komplett gesammelt habe bis zum Schluss, obwohl ich die letzten Romane als schrecklich zäh in Erinnerung hatte. Das wollte ich mir noch mal genauer ansehen.

Aber mir ging dabei leider schnell die Luft aus.
Zwar waren allein schon die Lonati-Cover ein Genuss und die Hefte mal wieder aus dem Schrank zu holen. Mich hat nicht gestört, dass die ersten Bände ziemlich rumeierten auf der Suche nach einem Konzept, das war in Ordnung. Aber viele andere Elemente fand ich nur noch nervig.

Ich bin sehr gespannt, was du darüber schreiben wirst.
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#3 Remis Blanchard 2015-02-13 12:35
Die Macabros Bände aus dem Zaubermond Verlag fand ich gar nicht so schlecht. Es hat zwar eine Weile gedauert bis ein richtiges Konzept gefunden worden war, aber danach waren sie richtig gut. Schlecht fand ich die Entstehungsgeschichte der Dämonengöttin. Ich weiss zwar nicht was Dan Schocker damals geplant hatte, aber dieses Konzept auf keinen Fall. Dass man dann einen Abschlussband fertigte und wieder alles auf Null setzte fand ich auch nicht gut. Viel lieber hätte ich gelesen, wie die Geschichte um Rani Mahai weitergegangen wäre. Wäre es ihm gelungen Mascada zu täuschen und Danielle zu retten? Wie wäre es mit Mascada weitergegangen? Fragen auf die man jetzt nie mehr eine Antwort bekommt. Denn wer immer die Serie weiterführen will muss sich natürlich an den Reboot halten.
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#4 Schnabel 2015-02-13 14:32
zitiere Ingo Kirchhof:
Im Zaubermond-Verlag erschienen noch 13 weitere Bände. Den letzten - alle wurden von Christian Montillon geschrieben - fand ich außergewöhnlich gut. Gelungener Abschluß der Storyline.

Christian Montillon hat nicht alle 13 Macabros-Bücher geschrieben. Andrea Bottlinger alias Susanne Wilhelm stand ihm hilfreich zur Seite...
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#5 Ingo Kirchhof 2015-02-13 17:02
@ Schnabel

welchen Band bzw. Bände hat Susanne Wilhelm mitgeschrieben?
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#6 Schnabel 2015-02-13 22:07
zitiere Ingo Kirchhof:
@ Schnabel

welchen Band bzw. Bände hat Susanne Wilhelm mitgeschrieben?

Sie hat, soweit ich weiß, ab Band 8 mitgeschrieben.
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#7 Cartwing 2015-02-14 07:26
Ich gebe zu, es zwischendurch auch schon mal probiert zu haben und auch ich habe es dann wieder drangegeben. Damals habe ich aber mittendrin angefangen. Jetzt wieder mit Band 1 anzufangen empfinde ich als sehr viel spannender, und gerade die Suche nach einem Konzept, die ersten Hinweise auf die großen Themen, das Auftauchen der wichtigen Figuren usw, das ist alles interessant zu lesen.
Ich kann aber jetzt schon sagen, dass es auch diesmal wieder einen "Hauch" von Ironie und auch wieder Zitate geben wird...
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#8 Ingo Kirchhof 2015-02-15 14:47
@ Schnabel

absolut richtig, danke Uwe.

Hat mich aber nicht los gelassen und Dr. Google befragt - Zaubermond hält sich ja mit Autorenangaben überwiegend bedeckt - und folgendes recherchiert; Macabros HC 3: Dario Vandis, Macabros HC 7: & Dennis Ehrhardt, Macabros HC 8, 9 und 13 & Susanne Wilhelm.

@ Andreas Decker

stimmt :-), Jürgen hat anfänglich bei Macabros kein richtigen Lauf gehabt. Ab den 20er-Bänden ging sein Konzept voll auf. Die Bände 63 bis 70 waren - meiner Meinung nach - die besten.

Bei Ron Kelly fand ich den ersten Band mit seiner Thematik "Hammer". Leider verkam die Serie immer mehr zur reinen Abenteuer-Serie. Warum auch immer?!
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#9 Christian Montillon 2015-02-15 21:57
Hallo,
was die Autoren von MACABROS bei Zaubermond angeht: Band 1 und 2 von mir, 3 von Dennis Ehrhardt, 4-7 von mir; ab 8 bis 13 von Andrea Bottlinger und mir; seit wir zu zweit geschrieben haben, haben wir stets "halbe halbe" gemacht, d.h. jeder jeweils einen der Teilromane. Viele Grüße, CM
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#10 Ingo Kirchhof 2015-02-16 00:08
Da würde ich es jetzt aber gerne mal ganz genau wissen! Welche Teil-Romane stammen von dir, Christian?

Schön das du dich zu Wort gemeldet hast :-)
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#11 Andreas Decker 2015-02-16 09:48
Das ist auch so eine Unsitte, solche Romane "namenlos" zu publizieren. Ich kann verstehen, dass man das in diesem speziellen Fall nicht auf dem Cover haben wollte, aber im Impressum oder der Titelseite wäre genug Platz gewesen.
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