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Derrick und seine Fälle: Folge 22 - Kein schöner Sonntag

Derrick und seine FälleFolge 22
Kein schöner Sonntag

Herr Schirmer gesteht seinem Sohn, daß er in seiner Firma über einhunderttausend Mark unterschlagen hat. Jetzt steht eine Revision bevor. Sein Sohn Jürgen will helfen. Nachts bricht er in der Firma ein. Dabei überrascht ihn der Nachtwächter. Es kommt zur tätlichen Auseinandersetzung, wobei der Wächter schwer verletzt wird.

Derrick ermittelt... (1)

Ende der ersten Phase
"Kein schöner Sonntag" ist die definitiv letzte Folge, die der ersten Produktionsphase zu zuordnen ist, wo der Mörder dem Zuschauer von Anfang bekannt war und Derrick die Aufgabe hatte den entscheidenen Beweis zu erbringen. Die Produktionsreihenfolge belegt das auch ganz eindeutig, denn diese Folge wurde bereits als siebte Folge gedreht. Ausgestrahlt wird sie zwei Jahre später als 22. Folge. Dies zeigt ganz deutlich wie unbeliebt diese Art von Krimis beim Zuschauer seinerzeit waren und das sie deswegen verschoben werden mussten, weil Reinecker die Aufgabe zuteil geworden ist, andere actiongeladenere Folgen zu schreiben. Diese kamen dann in der zweiten Produktionsphase. Doch diese Folgen wurden schnell vorgezogen, so dass sich die Folgen der ersten und zweiten Phase generell vermischten. Doch das "dreckige Dutzend" beginnt ganz eindeutig mit der als 14. gedrehten Folge "Zeichen der Gewalt" und endet mit der 25. "Auf eigene Faust" Danach beginnt dann eine ganz andere Zeit, und es gibt sogar bald den ersten echten "Whodunit" in der Reihe. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr.


Hier stiftet nun ein Vater seinen Sohn zu einem Einbruch an. Er, der Vater, sorgt dabei für das perfekte Alibi, während der Sohn die Tat begeht. Der Fehler ist, dass er einen Wachmann tötet. Nun haben Vater und Sohn nicht nur Derrick am Hals, sie plagt auch das schlechte Gewissen. Im Gegensatz zu vielen anderen Folgen der ersten Phase, nimmt sich Reinecker hier viel Zeit um die Tatausführung zu beschreiben. Die Ermittler tauchen erst verhältnismäßig spät (etwa nach 20 Minuten) in der Handlung auf.

Die Folge ist insgesamt solider Durchschnitt aber nicht mehr. Es macht Spaß Henning Schlüter zu zusehen, der nur wenige Zeit darauf als Kösters Chef in "Der Alte" auftaucht. Ulrich Haupt ist hier zum ersten Mal in einer ähnlichen Rolle zu sehen, wie sie ihn noch mehrmals in der Reihe zuteil werden wird.

Der Schweizer Regisseur Leopold Lindtberg inszenierte diese Folge. Es war seine letzte Arbeit für einen Ringelmann-Krimi und zweiter Derrick nach "Johanna".

Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Günter Stoll, Gerhard Bormann, Willy Schäfer, Ulrich Haupt, Andreas Seyferth, Henning Schlüter und andere
Stab: Musik:  Rolf Wilhelm Titelmusik: Les Hmphries, Regie: Leopold Lindtberg, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 27.06.1976

(1) ZDF
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