Das zerbrochene Hufeisen – Drehbuch für einen sechsteiligen Fernsehkrimi
Das zerbrochene Hufeisen – Drehbuch für einen sechsteiligen Fernsehkrimi
Während seines Dienstes wird ein Mann namens Charles Constance im Krankenhaus eingeliefert, der bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Der Verantwortliche für den Unfall hat den Verletzten zurück gelassen und sich aus dem Staub gemacht. Constance liegt im Koma, man kann ihn also nicht befragen, und man weiß nicht viel mehr als seinen Namen.
Kurz darauf, Constance ist noch im Koma, spricht bei Fenton eine Frau vor, die sich als Della Freeman vorstellt. Sie möchte mehr über die gesundheitliche Situation des Verletzten erfahren und hinterlässt einen Gruß an den Verletzten.
Tatsächlich erwacht Constance nach einer Weile und als man ihm mitteilt, dass eine Frau Freeman nach ihm gefragt habe, ist Constance erstaunt ... er kennt niemanden mit diesem Namen.
Das ist aber noch nicht alles: für ihn wurde ein Blumengruß zur Genesung hinterlassen, und dieser enthält ein zerbrochenes Hufeisen (sic!) auch dazu kann sich Constance keinen Reim machen.
Fenton lässt sich dazu breit schlagen, einen Brief für Constance zu überbringen, nachdem dieser eine Kontrolluntersuchung nicht wahrgenommen hat.
Es passiert, was passieren muss ... Fenton stolpert über den Leichnam von Constance, und ist mitten drin in einem Mordfall.
Die Geschichte um den Londoner Chirurgen ist der erste mehrteilige Krimi, den die BBC für das Fernsehen produziert hatte. Erstaunlich ist, dass es tatsächlich nicht Paul Temple war, mir dem man das Experiment wagte, sondern ein ganz "frischer" Held.
Im deutschen Fernsehen ist diese Serie nicht gelaufen, die Geschichte selbst erscheint in dem Buch von Williams & Whiting erstmals im deutschsprachigen Raum.
Für mich war Francis Durbridge vor dem Kontakt mit Georg Pagitz immer nur ein theoretischer Begriff als Autor gewesen, eher für altmodische, vielleicht sogar hausbackene Geschichten maximal in Schwarzweiß. Natürlich kannte ich Paul Temple, die anderen Geschichten von Francis Durbridge waren für mich unbekannt. Durch die Lektüre des zerbrochenen Hufeisens oder auch Zakary zum Beispiel entdeckte ich in Durbridge einen Autoren "alter Schule", mit viel Können und Erfindungsgeist.
Gerade die Vor- und Nachworte, für die Georg Pagitz verantwortlich zeichnet, machen die Lektüre zu etwas Besonderem. Sie liefern jede Menge an Informationen, tiefe Einblicke und zusätzliche Aspekte zur jeweiligen Geschichte, heben sie aus dem reinen Erleben der Geschichten heraus und setzen sie in Bezug zum Autoren, seiner Zeit und Motivation. Ohne diese zusätzlichen Inhalte wären die Geschichten ohne Frage weiter interessant, würden jedoch nicht so gehaltvoll auch für jene Leser sein, die etwas mehr als die reine Geschichte lesen wollen.



