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... Janet Sunjic und Günter Merlau über die HÖRSPIEL, Arbeitsteilung und Locations

Janet Sunjic und Günter Merlau … ... Janet Sunjic und Günter Merlau ...
... über die HÖRSPIEL, Arbeitsteilung und Locations

Sie sind nicht NUR die Köpfe hinter Hörspielserien wie DRIZZT, CAINE, b.ö.s.e oder DIE SCHWARZE SONNE – Nein sie sind auch die Köpfe der weltgrößten und einzigen Hörspielmesse. Der HÖRSPIEL. Zum dritten Mal findet diese im Juni 2010 in Hamburg statt. Und wieder haben sie ein beachtliches Programm aufgefahren und illustre Gäste geladen.

Ich habe mit Ihnen über die HÖRSPIEL, den Markt und ihre Planungen im Vorfeld der Messe gesprochen.

Zauberspiegel
: Janet, die neue Location für die Hörspiel 2010 ist ausgesprochen. War die Suche nach dem neuen Ort schwer, oder wusstet Ihr was ihr kriegen könntet?
Janet Sunjic: Wir haben schon letztes Jahr die MARKTHALLE als Veranstaltungsstätte in Betracht gezogen und es gab auch schon Gespräche; die Markthalle kannte Die HÖRSPIEL und daher war es nicht so schwierig

Zauberspiegel: Warum der Wechsel vom geplanten „Kampnagel“ zur Markhalle?
Janet Sunjic: Wir hätten auf Kampnagel sehr, sehr viel in Sachen Technik und Akustik tun müssen, was wir mit einem Tag Aufbauzeit nicht hätten realisieren können – leider – den Kampnagel ist eine tolle Veranstaltungsstätte. Aber die Markthalle hatten wir wie gesagt ohnehin schon im Blick – hier steht einfach technisch  alles schon bereit – bietet genug Platz und ist  klanglich auch topp.

Zauberspiegel: Wird es eine Art Presselounge geben? Die Interviews in diesem Jahr gingen ja eher ungeordnet über die Bühne, so nach dem Motto: Wer zuerst kommt….
Janet Sunjic: Wir werden etwas Entsprechendes einrichten – es war im letzten Jahr auch seitens der Presse etwas spontan, hat alles gut geklappt, aber wir versuchen dieses Jahr, das besser zu koordinieren.

Zauberspiegel: Wie genau ist die Aufgabenteilung bei Euch im Team? Was machst du für die Organisation der HÖRSPIEL?
Janet Sunjic: Ich kümmere mich um Kooperationspartner, Schauspieler/ Prominente und versuche, alle Themen im Blick zu behalten. Eva  ist Ansprechpartner für die Aussteller, alle organisatorischen Fragen,  und die Presse.

Zauberspiegel: Günter, Wofür bist du bei der Organisation der HÖRSPIEL zuständig?
Günter Merlau: Meine Aufgaben sind sowohl strategischer, programmatischer, als auch designender und textlicher Natur. Am Anfang jeder neuen Hörspielplanung bin ich maßgeblich dafür verantwortlich, den „Schlachtplan“ zu entwerfen, einen Überblick über das Ganze zu skizzieren und immer wieder eine Draufsicht zu erwirken, damit sich nicht in Einzelheiten verzettelt. Für das inhaltliche Programm bin ich hauptsächlich zuständig, da ich im Haus der Hörspiel-Spezialist bin und für alle graphischen Arbeiten und für die „harten Fälle“ bin ich zuständig.

 

Zauberspiegel: Rechnet ihr mit noch mehr Besuchern als 2009? Oder besser gefragt: Braucht Ihr mehr Besucher, um die größere Location zu füllen, und die höheren Kosten decken zu können?
Janet Sunjic: Wir würden uns über noch mehr Besucher natürlich freuen und rechnen auch damit. Kostendeckend ist es aber auch, wenn wir die Besucherzahl vom letzten Jahr mit 3.000 Leuten halten.
 
Zauberspiegel: Gibt schon Pläne für das Live-Programm?
Janet Sunjic: Auf jeden Fall. Wir haben dieses Jahr mehr an Mitmach-Aktionen für die Besucher – wie zum Beispiel den Sprecherwettbewerb, ein interaktives Live-Hörspiel, Autogrammstunden von z. B. Mark Brandis und Gewinnspiele,.  Ein Highlight wird das Live-Hörspiel DRIZZT mit Tobias Meister; darauf freuen wir uns ganz besonders. Und natürlich ist Larry Brent – Reiner Schmitt auch wieder mit dabei.  Weiterhin  gibt’s ne Live-Premiere der neuen Folge von Tony Ballard, außerdem Peter Lundt, Dorian Hunter, Future-Man, Ohirgami, Die 1000 Augen des Dr. Mabuse,   Bis(s) zum Morgengrauen-Lesung mit Aninna Braunmiller, der deutschen Synchronstimme von „Bella“,  unsere fast schon legendäre  „Hollywood spricht“ Runde mit Tobias Meister, Torsten Michaelis, Tilo Schmitz und Charles Rettinghaus. Und vieles, vieles mehr – alles zu sehen unter www.diehoerspiel.de

Zauberspiegel: Werden Sprecher extra eingeladen, oder kommen die eher aus eigenem Interesse?
Günter Merlau
: Ich meine es gibt ja genug Prominenz, die kommen, ohne irgendwelche Auftritte ableisten u müssen, oder Promotion zu machen. Prominente Schauspieler haben meist einen sehr engen Terminkalender und müssen sich genau überlegen, wohin sie gehen, ob das was bringt und für was sie da “ihre Fresse verbraten“. Dementsprechend steigt mit wachsendem Erfolg der HÖRSPIEL das Interesse der prominenten daran teilzunehmen, wir sind aber noch lange davon entfernt die Türen eingerannt zu bekommen. Wir freuen uns dieses Jahr auf jeden Fall sehr auf Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe!

Zauberspiegel
: Rechnet ihr mit noch mehr Ausstellern als 2009?
Günter Merlau: Es werden tatsächlich zwei, drei Aussteller weniger sein als letztes Jahr, das hat unter anderem mit einer „Säuberung“ des Marktes zu tun, dafür sind die jeweiligen Stände teilweise gewachsen und die „Prominenz der Aussteller“ ist gestiegen. Wir freuen uns sehr über 32 Aussteller! Größere Verlage wie HÖRVERLAG, LÜBBE AUDIO oder RANDOM waren bisher nicht auf der HÖRSPIEL vertreten, woran lag das?  Auch EUROPA und Maritim waren bisher ja nur mit einem kleinen Spektrum ihres Programms vertreten. Wenn ich mein CAINE-Ich darauf antworten lassen würde, hätte das sicher mehr Unterhaltungswert als folgende Verlags-Ich-Seite: Die großen Verlage haben anscheinend noch nicht genug Vertrauen in einen direkten Kontakt zum Kunden, sie sind auf derart große Umsatzzahlen angewiesen, dass sie weiterhin in große Kampagnen investieren und den Massenmarkt suchen. Wir selbst können ja auch nicht mit Gewissheit sagen, was die Messe den Verlagen bringt, nur soviel, dass Lübbe, die es über drei Jahre mit einem großen Hörspielprogramm nicht geschafft haben auf DIE HÖRSPIEL auch nur einen Fingerhut zu investieren, Ihr Programm dieses Jahr um 90% reduziert haben. Vielleicht ist das ein Omen?

Zauberspiegel: Soll sich das auf der HÖRSPIEL im Jahr 2010 oder 2011 ändern? Gibt es da Interesse von den Verlagen die bisher eher die Buchmesse vorzogen?
Günter Merlau: Mit den Buchmessen können wir uns kaum vergleichen. Unser Publikum ist 120% interessiert, affin und begeistert vom Medium, jeder Besucher hat etwas auf sich genommen, um dabei zu sein. Wir können mit Fug und Recht behaupten den harten Kern der Szene auf unserer Messe zu vereinen. Das ist auf den Buchmessen Frankfurt und Leipzig völlig anders, das Hörbuch ist dort eine Randerscheinung und in dieser Randerscheinung ist das Hörspiel eine Randerscheinung. Der Zuspruch des Gemeinschaftsstandes Hörbuch auf den Buchmessen ist deutlich geringer, als der auf DIE HÖRSPIEL.

Zauberspiegel: Werden die Verlagsstände größer? Also mehr Gesprächsmöglichkeit, mehr Kontaktmöglichkeit und Rückzugsmöglichkeiten für Gespräche?
Günter Merlau: Dieses Jahr noch nicht, denn unser Motto ist, „Deutschlands größte Hörspielmesse, die auch ein Festival ist“. Entscheidend für Verlage ist ein Besucherstrom, viel Endkunden, das ist zumindest unsere Sicht der Dinge, und dieses Publikum wird nicht von Ständen sondern von unserem sehr umfangreichen Live-Programm angelockt, das dieses Jahr wieder aus allen Nähten platzt. Das so genannte B2B-Geschäft ist für Verlage derzeit nicht das größte Problem, sondern Endkunden zu erreichen und zu mobilisieren, das soll auf der Messe stattfinden.
 
Die Hörspiel 2010

Kommentare  

#1 blu 2010-05-13 12:36
Hach, das klingt ja alles wieder recht ansprechend. Danke für das Interview, Stephan! :-)

Leider ist die Location für meinen kleinen Geldbeutel immernoch zu weit weg - schade, daß es nicht etwas "mittiger" zu gehen scheint.
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