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Atomare Bedrohungen - »Mission Impossible: Fallout«

Mission Impossible: FalloutAtomare Bedrohungen
»Mission Impossible: Fallout«

Von all den Fernsehserien, die es auf die große Leinwand geschafft haben, ist „Kobra, übernehmen Sie!“ sicherlich die erfolgreichste.

Den deutschen Titel der von 1966 bis 1973 ausgestrahlten Original-Episoden kennen nur noch beinharte Fans, denn die Filme fungieren bereits seit dem ersten Kinoableger 1996 unter dem Originaltitel „Mission Impossible“.

Mission Impossible: FalloutSeit über 20 Jahren schon hält Hauptdarsteller und Produzent Tom Cruise das Franchise erfolgreich am Laufen, hat sich damit eine ganz eigene Action-Marktlücke zwischen „James Bond“ und „Jason Bourne“ erarbeitet. Die Filme haben sich in Sachen Schaueffekte, Stunts und Actionszenen von Mal zu Mal übertroffen, und der zahlreiche Stunts selbst ausführende Cruise hat fast jedes Mal größere Blessuren bei den Drehs davongetragen. Insbesondere für Akrophobiker konnte zwar nichts mehr die Sequenzen am Burj Khalifa im vierten „Mission Impossible“-Film „Phantom Protokoll“ toppen, und dennoch haben es Cruise und sein Regisseur Christopher McQuarrie, der 2015 auch schon den Vorgänger „Rogue Nation“ inszenierte, auch im sechsten Film der Reihe „Fallout“ wieder ordentlich krachen lassen.

Mission Impossible: FalloutDrei Plutoniumkerne sollen auf dem Schwarzmarkt von Berlin verhökert werden, und es besteht die Gefahr, dass sie dem gefährlichen Terroristen John Lark in die Hände fallen, der diese innerhalb kürzester Zeit zu Atombomben umbauen und damit weltweiten Terror verbreiten könnte. Ethan Hunt (Tom Cruise) und seine Kollegen Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) sollen dies verhindern und das Material abfangen. Der Einsatz geht aber schief, weil für Ethan auch ein einzelnes Menschenleben zählt. Es besteht die Möglichkeit, den Fehlschlag wieder gut zu machen, indem Lark bei einer Zusammenkunft mit der Weißen Witwe (Vanessa Kirby) überrumpelt wird. Vor Ort taucht plötzlich auch noch Ethans Kollegin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) auf, und Hunts alter Widersacher Solomon Lane (Sean Harris) fungiert ebenfalls als wichtiges Bindeglied in den internationalen Auseinandersetzungen in dieser Angelegenheit.

Mission Impossible: FalloutMan muss es Christopher McQuarrie einfach lassen, dass er ein exzellenter Spannungsregisseur ist. Auch beim sechsten Beitrag in der Filmreihe sind feuchte Hände garantiert, wenn sich die Helden mit ihren Widersachern wilde Verfolgungsjagden auf Motorrädern, in Autos und zu Fuß liefern. Der Adrenalinpegel schnellt derart in die Höhe, dass man über einige grobe Unwahrscheinlichkeiten und Übertreibungen (insbesondere im finalen Showdown) ganz gut hinwegsehen kann. Das Doppelspiel und die Charaden sämtlicher Beteiligter sorgen für zusätzliche Verwirrung und halten im Laufe der knapp zweieinhalbstündigen Handlung etliche Überraschungen parat. Die Erstveröffentlichung des Films als 4K UltraHD-Scheibe kann sich weitgehend sehen lassen. Das Bild (im Widescreen-Format 2,40:1) ist größtenteils brillant, weist aber immer wieder kleinere Unschärfen auf. Der Ton ist überzeugend abgemischt. Allerdings fragt man sich, warum ein Label wie Paramount so wenig Wert auf sein internationales Publikum legt. Lediglich die englische Originalfassung ist in Dolby Atmos aufgespielt, sämtliche anderen Tonfassungen (Deutsch, Tschechisch, Italienisch, Ungarisch, Polnisch, Russisch und Türkisch) liegen nur in Dolby Digital 5.1 vor (optional mit Untertiteln in sechzehn Sprachen), was angesichts der Möglichkeiten des Mediums eigentlich eine Frechheit ist. Als Extras gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur McQuarrie und Tom Cruise, einen weiteren mit McQuarrie und dem Editor Eddie Hamilton sowie einen dritten mit dem Komponisten Lorne Balfe. Außerdem ist die Filmmusik als isolierte Audiospur verfügbar.

Kommentare  

#1 Laurin 2018-12-14 10:06
Oh, als Fan der Serie "Kobra, übernehmen sie" würde ich mich nun nicht bezeichnen wollen (da beschäftigt man sich mit einer Serie ja viel intensiver), aber gerne gesehen hatte ich sie früher schon.
So kann ich mich noch daran erinnern, dass Martin Landau, Leonard Nimoy oder Greg Morris da zeitweise mitgespielt hatten.

Nach so vielen (man muss schon sagen) Jahrzehnten mag da auch die Erinnerung an den Handlungsablauf mehr als einige wenige Lücken aufweisen. Aber zwischen der damaligen Fernsehserie und den Kinofilmen seitens Tom Cruise, konnte ich absolut keine wirklichen Gemeinsamkeiten finden, die mir hinsichtlich der damaligen Fernsehserie ein Aha-Gefühl beschert hätte. Cruise hat hier zwar auch seine Helferlein, aber in der Regel läuft es doch auf eine Ein-Mann-Show heraus, während in der Serie eher Teamarbeit gefragt war, wo jeder der Truppe wie ein Rädchen im Uhrwerk funktionieren musste.

Da ich selbst heute wohl lieber noch mal die alte Serie statt die Cruise-Kinofilme sehen würde, hatte ich auch recht schnell die Finger von den neuen "Mission Impossible" gelassen, nachdem ich wohl die ersten zwei davon gesehen hatte. Zwar wird einem da an Action und Stunts eine Menge geboten, aber warm wurde ich wie gesagt mit den Kinofilmen dann irgendwo nicht wirklich.
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#2 Friedhelm 2018-12-14 12:21
Man muss natürlich sehen, dass die TV-Serie "Mission Impossible" damals, in den Sechzigern, im "Bond-Sog" entstanden. Und Titelmusik von Lalo Shifrin dürfte heute wohl jeder Ü50er vor sich hin flöten können. Der erste Film, aus dem Jahre 1996, ist dem TV-Original dabei viel näher, als es die weiteren Fortsetzungen dann waren. Sieht man sich die Reihe an, dann fällt auf, dass der "Zuschnitt auf Tom Cruise" mit jedem Teil enger wird. Seine Kollegen, (Pegg, Rhames..ect...) sind eigentlich nur Staffage, die ohne Mühe auswechselbar sind.

Bis heute frage ich mich außerdem, warum die alte Serie in deutscher Synchro "Korba übernehmen Sie" betitelt wurde.
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