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Gutes kommt wieder - Tarzan auf den Spuren von Sklavenhändlern

Tarzan der AffenmenschGutes kommt wieder
Tarzan auf den Spuren von Sklavenhändlern

Ein kleines, schmutziges Nest inmitten einer wilden, gefährlichen Umgebung, über 170 Meilen vom Sitz des Gouverneurs und fast 200 Meilen von der Küste entfernt. Ein Ort wie unzählige im westlichen Afrika. Und doch gab es einen Unterschied zu den meisten anderen: Angosa besaß eine kleine Militärstation, hatte einen Telegrafenposten und - ein Gefängnis. Chef der bescheidenen militärischen Streitmacht war Capitan Legrand.

Tarzan auf den Spuren von SklavenhändlernVor wenigen Tagen erst war er enttäuscht von einem Unternehmen zurückgekehrt, das dem Sklavenjäger Esteban Miranda und dessen Komplizen gegolten hatte. Aber wieder war ihm dieser schlaue Fuchs entwischt.

Lediglich Mirandas Adjutant Ibn Said war ihnen in die Hände gefallen und wartete jetzt im Gefängnis auf seine Überstellung in die Provinzhauptstadt. Legrand befand sich gerade im Büro des Gefängnisses, als die Tür aufflog und drei Männer eintraten. Es waren Tarzan und sein Freund Usula, die einen gefesselten Mann vor sich herschoben. Es handelte sich hier um keinen geringeren als den vielgesuchten und noch mehr gehassten Sklavenjäger Esteban Miranda. Legrand war außer sich vor Freude. Minuten später leistete der Spanier seinem Kumpan Ibn Said in der engen Zelle Gesellschaft. Die Gerechtigkeit konnte ihren Lauf nehmen. Doch dann kam alles ganz anders. Und Tarzan sollte recht behalten mit seiner Warnung, Miranda wäre heimtückischer und gefährlicher als eine Natter. Was er jedoch nicht vermutete, war, dass Miranda nur einen Wunsch hatte, sich an ihm zu rächen. Und der Spanier war ein Meister im Erfinden teuflischer Pläne. Wehe, wenn es ihm gelingen sollte, aus dem Gefängnis zu entkommen. Hätte Kapitän Legrand geahnt, was sich in jener Vollmondnacht im Gefängnis anbahnte, hätte er nicht einen, sondern zehn Soldaten dort postiert. Am meisten jedoch ärgerte es ihn, dass er Tarzan nicht mehr rechtzeitig warnen konnte... (1)

Die Handlung beginnt mit einem Gefängnisausbruch. Wieder einmal steht ein Hauptverbrecher im Vordergrund. Tarzan macht sich auf die Suche nach den Entflohenen. Eigentlich ist die Geschichte weniger spannend, stellenweise ist sogar eher lustig. Im Grunde nichts verwerfliches auch mal eine heitere Folge einzubauen, aber es passte nicht zum Gesamtbild der Serie. Das Thema um die Sklavenjäger war aber schon typisch für die Tarzan-Serie. Dabei ist das Thema gar nicht mal so vorherrschend in der Folge. Es geht hier mehr um den verbrecherischen Sklavenjäger-Boss und nicht um die Verbrechen an sich.
Tarzan bekommt ihr einen Gefährten namens Usula an seine Seite. Die Jane wird ihm in der Hörspielserie nicht mehr gegönnt. Usula taucht aber nur in dieser Folge auf.

Sprecher
Zum letzten Mal spricht Wolfgang Reisch den Erzähler. Auch Eberhard Feik ist zum letzten Mal als Gastsprecher dabei. Im großen Ganzen ist das Ensemble aber seit Folge 1 kaum verändert, wenn auch immer wieder neue Gastsprecher hinzukamen.

Die Pause
1973 war dies vorläufig das letzte Tarzan-Hörspiel, bevor es 1975 weiter gehen sollte. Wolfgang Ecke schrieb noch anderen Serien für Fontana. U.a. Club der Detektive und Tom Knall und die Libelle.

Sammlerwert
Die Original-Schallplatten aus den Siebziger Jahren hatten auf dem Sammlermarkt einige Zeit horrende Preise erreicht. Im Laufe der Jahre sank aber der Preis und die Platten waren auf Grund der Masse, die plötzlich wieder auf Flohmärkten auftauchte gesunken. Preise von 10 bis 20 Euro waren dann die Regel.

Auf den Spuren der Sklavenjäger
Tarzan (6)

All Ears GmbH 2021/ Fontana, Philips Phonogramm GmbH 1973 - bei allen gängigen Streamingportalen und als Download sowie MC/CD erhältlich
mit Wolfgang Reinsch, Dieter Eppler, Manoel Ponto, Eberhard Feik, Horst Werner Loos, Manfred-Georg Herrmann, Herbert Dardel, Vera Schuld u.a.
Musik: Max Roth
Titelmelodie: Fred Strittmatter und Quirin Amper Jr.
Toningenieur: Norbert Pilat
Regie: Benno Schnurr
Produktion: Wolfgang Ecke
Verlag: All Ears GmbH 2021
Produktionsjahr: 1973/2021
Gesamtlaufzeit ca. 43 Min.

(1) Pop.de
Sprecherangaben und Cast: hoerspielfroscher.de

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