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In brightest day, in blackest night - Teil 140: Millennium 1-8

In brightest day, in blackest night

Teil 140: Millennium 1-8

The Green Lantern Corps 210-221

 

Ein Guardian und eine Zamaron sammeln auf der Erde 10 Auserwählte um sich, um sie in die Zukunft zu schicken und die Menschheit zu retten. Die Manhunter versuchen ihre Pläne zu durchkreuzen und eröffnen die Jagd. Mit geeinten Kräften stellen sich die Helden der Erde den kybernetischen Wesen entgegen.

 

Der Guardian und die Zamaron kommen auf die Erde, um 10 Menschen aus ihrer Mitte auszuwählen. Diese Gruppe, von den beiden als „Chosen“ bezeichnet, soll in die Zukunft geschickt werden, um die Geschicke der Menschheit von dort abzusichern. Der Guardian und die Zamaron versammeln die Helden der Erde, damit sie bei der Suche nach den Chosen behilflich sind.

Als die Auswahl getroffen ist, verschwinden einige der Auserwählten und die Helden machen sich auf deren Suche. Dabei treffen sie auf die Manhunter, die die Versetzung der Chosen in die Zukunft sabotieren wollen.

Die Manhunter sind bereits seit einiger Zeit auf der Erde aktiv, wissen sie doch um die Besonderheit, dass aus der Menschheit in 1000 Jahren die Nachfolger der Guardians und Zamarons hervorgehen werden. Sie haben dazu im Umfeld der Helden Manhunter positioniert, indem reale Menschen durch Maschinenwesen ausgetauscht wurden. Es stellt sich schließlich heraus, dass Smith ebenfalls ein Manhunter ist. Er wurde im Umfeld von Hal Jordan stationiert, um ein Auge auf Green Lantern zu haben.

Die Helden stellen sich den Manhuntern und können sie auf ihrer Heimatwelt zurückdrängen. Auf der Erde nehmen sie die Jagd nach den Androiden auf und können alle Chosen befreien; darunter Thomas Kalmaku, der ebenfalls einer der Auserwählten ist.

Es gelingt dem Guardian und der Zamaron die Chosen in die Zukunft zu transferieren. Ihr Auftrag ist erledigt und sie sterben. Nur Kalmaku geht nicht mit und wird durch eine weitere Person ausgetauscht. Er will bei seiner Familie und seinen Freunden bleiben.

Die Crisis on infinite Earth ist das bis dahin weitreichendste Crossover im DCU, in das nahezu alle Serien eingebunden sind. Kommerziell ist das Event ein Riesenerfolg, denn neben der eigentlichen Maxiserie verkaufen sich auch die regulären Titel besser, da viele Leser sich die entsprechenden Tie-Ins zulegen. Bereits ein Jahr später erscheint mit Legends das nächste Crossover und mit Millennium nun ein weiteres.

Der Overkill an Superhelden kommt bei den Lesern gut an. Eine Gefahr kosmischen Ausmaßes rollt auf die Erde zu und nur mit geeinten Kräften gelingt es, den Gegner abzuwehren. Das Schnittmuster ist dabei fast immer gleich. Das Universum wird von einer Gefahr bedroht und die Helden kommen zusammen. Sie teilen sich daraufhin in kleinere Gruppen ein und verfolgen unterschiedliche Spuren, um sich dann im Finale zu vereinen und den Schurken am Ende zu besiegen.

1988 ist dieses Erzählmuster noch unverbraucht. Steve Engelhardt und Joe Staton erzählen nach genau dieser Erzählweise ein Crossover, das bei genauerer Betrachtung eine Green Lantern Miniserie ist. Der Kern des Events ist die Suche nach den Auserwählten, die in die Zukunft geschickt werden sollen. Ihnen entgegen stellen sich die Manhunter, jene kybernetischen Wesen, die im Auftrag der Guardians für Recht und Ordnung gesorgt haben, bevor das Green Lantern Corps gegründet wurde.

Die Manhunter infiltrieren die Erde bereits seit geraumer Zeit mit ihren Spionen. Sie ersetzen Menschen im Umfeld der Helden durch Manhunter, die den Zielpersonen zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Manhunter machen sich auf die Suche nach den Chosen, um deren Transfer in die Zukunft zu verhindern.

Der zentrale Erzählstrang verläuft entlang des Guardians und der Zamaron. Nach der Zusammenkunft teilen sich die Helden in kleinere Gruppen ein und machen Jagd auf die Manhunter. Eine Vielzahl der verdeckten Manhunter aus den DC-Serien erhalten neben den Helden viel Screentime. Das sorgt mitunter dafür, dass die Handlung auf der Stelle tritt und durch die hohe Anzahl der handelnden Akteuren eine gewisse Beliebigkeit entsteht.

Es scheint, als habe Steve Englehart die bekannten DC-Helden in Millennium unterbringen müssen, um eine höchst mögliche Käuferschaft anzusprechen. Das geht auf Kosten der Handlung, denn es folgt ein Kampf auf dem anderen.

Die Kernidee hätte als Mehrteiler innerhalb der Green-Lantern-Serie sehr gut funktioniert, als Verlagscrossover wird sie unnötig aufgebläht und nach der ersten Ausgabe stellt sich eine Langeweile ein, sodass Millennium insgesamt nicht über ein Mittelmaß hinaus kommt. Interessierte Leser können den Blickpunkt auf den Guardian und die Chosen richten. Damit wird der Kern der Miniserie erfasst. Die Helden tragen mit ihrem Kampf gegen die Manhunter auch nicht viel zur Lösung der Ereignisse bei, das hätte das Green Lantern Corps ganz allein geschafft. Die acht Ausgaben ließen sich gut auf vier kürzen und der Leser hätte einen knackigen Green Lantern Mehrteiler erhalten.

Die Ausgaben mehrerer Serien sind ein Tie-in von Millennium, die nicht zum Fortgang der Serie beitragen. Selbst in den beiden Ausgaben von The Green Lantern Corps kommt die Handlung von Millennium nicht von der Stelle. Dort wird die Handlung des nächsten Dreiteilers vorbereitet, in dem die Ringträger auf ihren alten Widersacher Sinestro treffen.

In den Millenniumausgaben geht Kilowog auf Sinestro los, um sich für die Vernichtung seines Volkes zu rächen. Er wird gerade noch von Arisia abgehalten und Sinestro wird wieder in Fesseln gelegt. Der Leser ahnt schon, dass von der abtrünnigen Green Lantern in nächster Zeit noch zu hören sein wird.

Optisch ergibt Millennium ein einheitliches Bild, denn die komplette Serie ist von Joe Staton gezeichnet, der auch die beiden Tie-Ins von The Green Lantern Corps gestaltet. Staton liefert wie gewohnt ein gute Leistung ab. Es gelingt ihm, alle Helden grafisch gut einzufangen; und davon sind wirklich viele vorhanden.

Staton scheint sich ziemlich sicher zu fühlen, sowohl in den ruhigeren Dialogszenen, als auch in den ausufernden Massenszenen. Hier kommt ihm seine Vorliebe für skurrile und bizarre Charaktere zugute, für die ihn der Leser in Green Lantern lieben gelernt hat.

 

 

Millennium
Week 1
Erscheinungsdatum: Januar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

Millennium
Week 2
Erscheinungsdatum: Januar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

Millennium
Week 3
Erscheinungsdatum: Januar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

The Green Lantern Corps 220
Inside somatic psyches
Erscheinungsdatum: Januar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Bill Willingham
Tusche: Mark Farmer
Farbe: Anthony Tollin

 

Millennium
Week 4
Erscheinungsdatum: Januar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

Millennium
Week 5
Erscheinungsdatum: Februar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

Millennium
Week 6
Erscheinungsdatum: Februar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

Millennium
Week 7
Erscheinungsdatum: Februar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

 

The Green Lantern Corps 221
Inside somatic psyches
Erscheinungsdatum: Februar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Bill Willingham
Tusche: Mark Farmer
Farbe: Anthony Tollin

 

Millennium
Week 8
Erscheinungsdatum: Februar 1988
Autor: Steve Englehart
Zeichner: Joe Staton
Tusche: Ian Gibson
Farbe: Carl Gafford

DC Comics

 

05/2026

 

 

 

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